Eingekauft: im Labonca Biohof, Burgau

Spatenstiche sind ja selten ein berichtenswertes Erlebnis, dieser aber schon: In Burgau in der Oststeiermark (fast im Burgenland) wurde heute der Baubeginn für ein sehr besonderes Projekt gefeiert: Biobauer Norbert Hackl und Gastronom Franz Wirth lassen hier ein Weideschlachthaus bauen, wo die Sonnenschweine, Rinder und Schafe ihre letzten Tage entspannt auf der Weide verbringen und möglichst sanft und stressfrei betäubt und geschlachtet werden.

Sonnenschwein (c) LaboncaNorbert Hackl ist übrigens der erste österreichische Bauer, dem den Tierschutzpreis verliehen wurde. Für die Finanzierung des Projekts Weideschlachthaus gingen Hackl und Wirth ebenfalls ungewöhnliche Wege: Jeder kann Genuss-Scheine und Genuss-Partnerschaften erwerben, die in den nächsten zehn Jahren mit Naturalien vergolten werden. Unter den Unterstützern sind auch Prominente wie Josef Zotter, der ja selbst mit dem Essbaren Tiergarten auf Lebens- und Sterbensbedingungen von Nutztieren hinweist, und auch Sarah Wiener, die aus Überzeugung unentgeltlich zum Spatenstich gekommen ist – und eine flammende Rede für eine andere Herstellung von Lebensmitteln hielt:

Das hier ist etwas ganz Besonderes. Ich komme, auch für meine Sendung, viel in Europa herum und habe viele Freilandhaltungen gesehen, keine ist so gut. Der Pferdefleisch-Skandal hat gerade gezeigt, dass nicht einmal die Lebensmittelindustrie weiß, was sie uns serviert. Uns werden Inhaltsstoffe aufgetischt, die unsere Großeltern wahrscheinlich nicht als Lebensmittel erkannt hätten und die sie wohl auch nicht gegessen hätten.

… Die Haltung der Schweine ist eines der dunkelsten Kapitel, in Deutschland gibt es Schweineställe, die wie Hochsicherheitstrakte gesichert sind, damit niemand mitbekommt, was sich darin abspielt. Zugang bekommt niemand, auch kein Journalist. Auch in den Bio-Richtlinien, die ja die strengsten sind, die wir haben, werden Schweinen nur 1,3 m² zugestanden, während Hühner 10 m² bekommen.

Wir brauchen mehr solche Inseln des Geschmacks und des Widerstands!

Spatenstich Labonca

Spatenstich Labonca

Warum das jetzt alles in der Kategorie „Eingekauft“ geführt wird? Weil ich dort auch eingekauft habe! Schmalz-Genuss Bärlauch, Boncalini mit Zotter-Schokolade, „Insa Rohe“ Wurst mit Paprika und Chili, alles vom Sonnenschwein. Das kann alles im hauseigenen Verkaufslokal „sauGUT & KOSTbar“ in Burgau (Hauptplatz 6) erworben werden, oder online über vielfalt.com bestellt.

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Durchgekostet: Märchenhaftes aus Hessen und Niedersachsen

Einige Impressionen von einer Reise entlang der deutschen Märchenstraße,  zwischen Bremen und Kassel.

Eingekauft: bei den Tortenkomponisten

Gesund sind sie wahrscheinlich trotzdem nicht, aber sooo gut und schön: Manuel und Sabrina Mauerhofer alias die Tortenkomponisten (hier auch auf Facebook) verwenden für ihre Kreationen ausschließlich Bioprodukte, nur natürliche Färbemittel und keine Backtriebmittel. Im Oktober 2012 haben sie die erste Bio-Konditorei der Steiermark in Söding (Bezirk Voitsberg, Weststeiermark) eröffnet. Der Weg dorthin lohnt sich, aber für alle, denen es trotzdem zu weit ist, gibt es auch einen Webshop mit Bio-Marmeladen, Fruchtaufstrichen mit Zotter-Schokoladen, Sirup und Eingelegtem.

Hier ein Foto zum Gusto machen – mit liebem Dank an meine Eltern, die die Köstlichkeiten mitgebracht haben!

Die Tortenkomponisten

Fünf Kompositionen der Mauerhofers

Hier haben wir unter anderem … Bio-Joghurt-Sauerkirsch-Tartelettes mit flambierter Meringue und Blattgold, Bio Himbeere Schokoladenmousse Pyramide (aus Zotters Himbeer Schoko) mit karamelisierten Ananas und Mandelkakao Biskuit, weißes Schokoladenmousse (mit Zotter Schokolade) mit Sauerkirsch- Geleekern und Blattgold, glutenfreie Bio-Mohn-Topfen-Torte. Das Allerbeste aber war das Erdbeer-Ding rechts hinten, das ich leider nicht benennen kann.

Die beiden haben auch einen Youtube-Channel, der momentan etwas eingeschlafen ist, aber der beispielsweise zeigt, wie man eine Spongebob-Torte backt.

Gemacht: Zwei Super-Sommer-Salate

Na gut, gekocht sind sie natürlich nicht – hier zwei sommerlich frische Salatrezepte, zum Grillen, zum Picknicken oder zum Einfachsoessen.

Nummer eins: Spinatsalat
Das Rezept stammt aus Jamie Olivers 30-Minuten-Menüs und ist leicht nachgemacht: Junger Blattspinat mit Gurke, getrockneten Tomaten (aus dem Glas), gerösteten Pinienkernen, geriebenem Parmesan, ein paar Minzeblättern, dem Saft einer halben Zitrone, Balsamico und Olivenöl.

Spinatsalat mit getrockneten Tomaten und Gurke

Spinatsalat mit getrockneten Tomaten und Gurke

Nummer zwei: Paradeiser-Brot-Salat
Eine Variation des toskanischen Panzanella-Salats von Tim Mälzer, der ihn sogar als „mein absoluter Star unter den Salaten“ nennt. Auch er ist supereinfach:

Paradeiser mit Kapernbeeren, gehackten Oliven, viel Basilikum und altbackenem Ciabatta oder anderem Weißbrot in eine Schüssel geben, mit Balsamico, Olivenöl, Salz, Pfeffer und etwas Zucker abmachen. Gut durchziehen lassen.

Mälzer macht das natürlich noch ein bisschen aufwändiger – er erhitzt den Balsamico vorher in einem Topf, legt das Brot auf einen Blech auf und beträufelt es mit dem warmen Essig. Kann man machen, muss aber nicht.

Paradeiser-Brot-Salat

Paradeiser-Brot-Salat

Durchgekostet: Rom, Italien

Wappen RomKnapp zwei Wochen Rom  – da haben wir auch ein paar kulinarische Impressionen mitgebracht – vom Essen im Spitzenlokal Glass Hosteria (dem ist ein eigener Blog-Eintrag gewidmet), vom Selberkochen mit tollem frischen Gemüse aus dem Supermarkt und von vielen feinen Hosterias und Trattorias …

Empfehlenswert: die Trattoria Monti in Monti, das Zamapgna in Ostiense …

Das hier ist alles in der kleinen gelben Küche unserer Privatwohnung in der Nähe des Vatikans entstanden:

Fenchelsalat mit Orange

Fenchelsalat mit Orange

Gnocchi

Gnocchi mit Pest Genovese, Erbsen und Wurst

Rucolasalat mit Parmesan

Rucolasalat mit Parmesan

Bucatini all’amatriciana

Bucatini all’amatriciana

Vogerlsalat

Vogerlsalat

Nudeln mit Gemüsesugo

Nudeln mit Gemüsesugo

Gnocchi

Gnocchi mit Tomaten, Speck und Radicchio

Besucht: Glass Hosteria, Rom

Im Rahmen unserer Schlemmerreise nach Rom im April 2012 haben wir zu einem ganz besonderen Anlass auch ganz fein diniert – in der Glass Hosteria in Trastevere nämlich. Eines der wenigen Sternelokale, das von einer Frau geführt wird: Cristina Bowerman. Ganz günstig ist das ganze natürlich nicht, zehn Gänge plus ein paar Grüßen aus der Küche kosten 90 Euro. Aber die sind es durchaus wert, seht selbst:

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Durchgekostet: Wrocław, Polen

Herb_wroclaw.svg Ein kleiner Rückblick auf unseren Ausflug nach Wrocław (Breslau), das ist mit mehr als 630.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt Polens, Hauptstadt der Woiwoidschaft Niederschlesien und liegt an der Oder. Und ist übrigens ziemlich besuchenswert!

Obwohl der Grund unseres Besuchs eigentlich ein musikalischer war, haben wir es uns natürlich nicht nehmen lassen, uns durchs kulinarische Polen bzw. Schlesien zu kosten. Auch wenn das Land ja nicht unbedingt fürs tolle Essen bekannt ist … Zu Unrecht eigentlich – auch wenn natürlich manches gewöhnungsbedürftig ist.

Die Fotos weiter unten (ab Nummer drei) stammen aus dem sehr empfehlenswerten Lokal jaDka. Und das ganz unten entstand am Jarmark Bozonarodzeniowy, dem jährlichen Weihnachtsmarkt.

Nachspeise am Weihnachtsmarkt ...

Nachspeise am Weihnachtsmarkt …

Eingekauft: Die Frischebox ist da!

Grüne Kiste, große Freude: Seit kurzem haben wir eine Frischebox vom Frischehof Robier aus Leibnitz abonniert. Heißt: jeden Mittwoch morgen steht eine Kiste voller Bio-Gemüse und Bio-Obst vor der Wohnungstüre. Ein tolles Service für Menschen, die es viel zu selten auf den Bauernmarkt schaffen … Aber die Sachen wollen natürlich auch verwertet und aufgegessen werden!

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Und das war diesmal drin in der Box:

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Kopfsalat, Radieschen, Schnittlauch, Spinat, frischer Knoblauch, Äpfel und Bananen. Mhm, ich freu mich schon aufs Essen. 🙂

Besucht: Haberl & Fink, Ilz

Vom elterlichen Gasthaus in Riegersburg ins Wiener Sacher und zurück in die Oststeiermark: Im traditionsreichen Gasthaus Haberl in Walkersdorf bei Ilz bietet Hans Peter Fink seit 2008 gemeinsam mit seiner Frau Bettina und Diplom-Sommelier Mario Haberl beste steirische Gastlichkeit und echte Delikatessen der Marke Fink’s seinen Gästen und den Genussreisenden im Steirischen Vulkanland an. Mit 86 Falstaff-Punkten und 14 im Gault Millau eines der besten Lokale der Steiermark.

Und das gab es letztens dort zu essen:

Knusprige Schafkäse Pralinen

Knusprige Schafkäse Pralinen vom „Masser“ mit Fink´s Paradeis Schwarze Nuss Pesto und Blumauer Spargel
Beef Tartare vom Almo Ochsen

Beef Tartare vom Almo Ochsen mit gelber Paprikacreme, Fink’s Schilcherschalotten und Baguette

Frühlingsrollen

Knusprige handgewickelte Frühlingsrollen mit Sprossengemüse und Lauch-Soja-Dip

Saibling

Saibling

Gegrillte Filets

Gegrillte Filets vom Almo Ochsen, Jungschwein und Steirerhenderl mit Erdäpfelscheiben, glasiertem Gemüse und Fink´s pikantem Chutney

Zottoladen Mousse- Kuppel

Zottoladen Mousse- Kuppel mit Himbeermark, Praline und Krokanthippe

Mandel-Eierlikör-Gugelhupf - "mit Schuss"

Mandel-Eierlikör-Gugelhupf – „mit Schuss“

Nachgekocht: Spargel-Flammkuchen mit Zitronenmelissen-Öl und Parmesan

So gut, dass wir spontan beschlossen haben, ein Fress-Koch-Gastro-Blog zu starten:

Flammkuchen mit Spargel, Crème Fraiche, Kräuteröl aus Zitronenmelisse und Parmesan, aus dem wie immer empfehlenswerten Frisch Gekocht-Magazin. Aus Zeitgründen haben wir es einfach mit fertigem Flammkuchen-Teig aus dem Kühlregal gemacht, mit hausgemachtem Teig muss er zum Niederknien schmecken. Der Clou ist neben dem köstlichen frischen Spargel leider nicht zu knapp Fett, mit Creme Fraiche (wir haben sie ein bisschen mit Sauerrahm „verdünnt“) und Öl ist genügend Geschmacksträger vorhanden. Und: das Kräuter-Pesto enthält neben Zitronenmelisse auch die Zutat, mit der fast einfach alles besser schmeckt: Zitronenabrieb. Yum!

Spargelflammkuchen vor dem Backen

Teig, Creme fraiche, Spargel, Parmesan, Zitronenpfeffer und Salz – that’s it!

Spargelflammkuchen, Nach dem Backen

Nach einer Viertelstunde bei 200 Grad im Backrohr – nur noch das Kräuteröl drüber träufeln und servieren

Frühlingssalat

Dazu frischer Frühlingssalat: Krauthäuptel mit ein bisschen Rucola, Blutampfer, die restlichen Radieschen aus dem Kühlschrank. Dressing mit einer halben Zitrone, Balsamico und Sonnenblumenöl

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