Gekocht: Spargel mit Paradeis-Vinaigrette

Einmal geht noch! Bald hat sich’s ja ausgespargelt, davor wird aber  noch einmal der König des Gemüses zelebriert. Diesmal in einer schön leichten, fruchtigen und dazu noch veganen Variante: Mit Tomaten-Vinaigrette.

Alles ganz einfach: Grünen Spargel von den holzigen Enden befreien und in einer Pfanne mit etwas Olivenöl braten, je nach Dicke ca. 3-7 Minuten. Wenn er fertig ist, noch ein paar klein gewürfelte Paradeiser (Tomaten) und eine klein geschnittene Frühlingszwiebel oder Schalotte in die noch warme Pfanne werfen, einen guten Schuss weißen Balsamico und noch etwas mehr Olivenöl dazugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken, frisches Basilikum dazu und fertig!

Verfeinern kann man das ganze z.B. mit gerösteten Pinienkernen.

Dazu: Erdäpfel/Kartoffeln und/oder Weißbrot. Mahlzeit!

Spargel mit Paradeis-Vinaigrette

Spargel mit Paradeis-Vinaigrette

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Gekocht: Erdäpfel-Zucchini-Karotten-Gratin

Das Gericht gehört zu denen, die jeder oder jede mit ein bisschen Kocherfahrung auch ohne Rezept hinbekommt. Aber: Die Fotos zeigen, was es bei einem Gratin ausmachen kann, wenn man sich ein wenig Mühe beim Schichten gibt 😉

 

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Man nehme: Zucchini, Erdäpfel (gekocht!), Möhren – je nach Lust, Laune und Kühlschrankinhalt und wie viel in die Auflaufform passt. In möglichst regelmäßige Stücke schneiden und schön schichten! 😉
Gleich das Backrohr vorheizen (180 °C)

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Überguss in einer Schüssel anrühren: 1 Ei, ein halber Becher Schlagobers,  ca. 200 ml Milch, ein bis zwei Knoblauchzehen, Kräuter, Salz und Pfeffer verrühren

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Alles über das Gemüse verteilen, dann kommt noch geriebener Käse darauf

Eine halbe Stunde bei 200 Grad Ober- und Unterhitze backen. Eventuell abdecken, falls es zu stark braun wird. Mahlzeit!

Ah ja: Die Zutaten für diesen Auflauf sind superbillig! 🙂

Besucht: GH Csenscits, Harmisch

Ist das wirklich der Hintern eines Haubenkochs? Eine interessante Ansicht tut sich jedenfalls in Form eines Fotos über dem Abgang zur Toilette auf.

Rückenansicht eines Kochs

Unser Interesse gilt jedoch natürlich hauptsächlich dem, was uns die Wirtsleute Jürgen und  Melanie Csenscits in ihrem Landgasthaus im verschlafenen Nest Harmisch (bei Kohfidisch im südlichen Burgenland) so auftischen. Bevor wir uns aber den Gerichten zuwenden, wenden wir nochmals den Blick nach oben – und zwar am Hintern vorbei zu dem uralten Ofen im Bild. Das ist nämlich das Herzstück der sonst topmodernen Küche – und das Aroma-Geheimnis von Jürgen Csenscits‘ berühmtem gebratenen Stubenküken. Das wird mit Gemüse und Erdäpfeln serviert und ist einfach ein Traum.

Wie schon das selbstgebackene Brot mit Aufstrichen zu Beginn,  die Frühlingssalatschüssel mit Spargel, die marinierte Forelle mit Fenchel und Zitronenverbene (in Sorbet-Form! Yes!),  der Seewinkler Spargel mit brauner Butter, Johannschinken und knusprig-weichem Ei, das Dry Aged Beaf mit Spargelgemüse, … Und die Nachspeisen! Uhudler-Erdbeersorbet mit Topfenschnitte, Valhronaschoko mit Mango und Kokos, Rhabarber-Joghurt-Erfrischung. Alles einfach perfekt.

Und jetzt die Fotos:

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Sein Handwerk hat der Mann natürlich gelernt – und zwar nicht an der schlechtesten Adresse. Dennoch versteht sich das Gasthaus Csencsits als Landgasthaus: Es kehren regelmäßig Hochzeitsgesellschaften ein, die alte Gasthausstube ist noch original samt Stammtisch. Und natürlich der alte Ofen, der vom Foto offen. Trotzdem hoffen wir, dass der Koch bei der Arbeit wenigstens eine Unterhose unter der Schürze trägt.

Gekocht: Kohlrabi in Orangen-Estragon-Sauce

Ein Rezept, das in der Blogosphäre offenbar viel Anklang findet – nachgekocht wurde es schon hier und hier und hier und hier, stammen tut es aber von hier. Warum also nicht den wunderbaren Kohlrabi aus der Gemüsekiste in so einer fruchtig-würzigen Luxus-Sauce baden lassen? So etwas muss ja schließlich nicht nur Fleisch vorbehalten bleiben.

Kohlrabi in Orangen-Estragon-Sauce

Kohlrabi in Orangen-Estragon-Sauce

Das Kochen ist keine Hexerei: ein bis zwei Kohlrabi in kleine Stücke schneiden, in etwas Butter anbraten, ein bis zwei Schalotten und zwei bis drei Knoblauchzehen dazugeben. Dann das ganze mit Orangensaft (ich habe eine Orange ausgepresst) aufgießen und Gemüsesuppe dazugeben, bis der gesamte Kohlrabi mit Flüssigkeit bedeckt ist. Darin muss schließlich das Gemüse kochen. Einkochen lassen, dann kommt etwas Schlagobers (ca. 100 ml) dazu. Das wird dann gewürzt mit Orangenschalen, Estragon, Salz und Pfeffer (ich habe Orangenpfeffer verwendet). Dann noch mit dem Grün des Kohlrabi bestreuen. Fertig! Dazu schmecken sicherlich – wie in allen Blogs, die das Rezept nachgekocht haben – Erdäpfelknödel, aber auch ganz einfach gekochte Erdäpfel.

Besucht: Buna Kaffeeladen

Coffee smells like fresh ground heaven, also Kaffee schmeckt wie frisch gemahlener Himmel, steht über dem Eingang von Buna. Ein Zitat von Jessi Lane Adams – von dem übrigens kein Mensch weiß, wer das eigentlich ist. Aber egal. Buna ist jedenfalls ein neuer Kaffeeladen in der Grazer Schmiedgasse, in dem die beiden Kaffeesommeliers und Baristi Susanne Feier und Walter Jauk Kaffeekultur auf hohem Niveau zelebrieren. „Einfach schnell einen Kaffee“ ist hier nicht (obwohl es natürlich Coffee to go gibt), es gibt sechs verschiedene Espressi und sechs verschiedene Sorten Filterkaffee – aus Honduras, El Salvador, Guatemala, Kolumbien, Äthiopien und Indonesien – und da noch drei verschieden Arten der Zubereitung zur Auswahl:  Siphon, Porzellanfilter oder Aeropress.

Buna Kaffeeladen

Buna Kaffeeladen

Einen guten Espresso kriegt man anderswo auch, wir versuchen deshalb den Filterkaffee, heutzutage heisst das neuenglisch „Drip Coffee“,  und entscheiden uns für die Siphon-Methode, die spektakulärste: Das Wasser tröpfelt  dabei nicht einfach von oben nach unten durch einen Filter wie in Omas Küche, sondern es sieht eher aus wie im Chemielabor – das Wasser wird über eine Glasröhre aus dem  unteren in den oberen Behälter gepresst, wo auch der gemahlene Kaffee ist. Dann lässt man das ganze abkühlen und ein Vakuum entsteht, dadurch wird der Kaffee durch einen Filter in die Kanne gepresst.

Filterkaffee aus dem Siphon

Filterkaffee aus dem Siphon (c) Buna via Facebook

So wird das ganze dann serviert:

Buna Kaffeeladen - Filterkaffee

Buna Kaffeeladen – Filterkaffee

Ziemlich interessant, aber auch ziemlich gewöhnungsbedürftig – nicht nur, was den Geschmack angeht: Filterkaffee hat deutlich mehr Koffein als der Espresso, der man sich so ständig reinzieht …

In der Mission für besseren Kaffee bietet Buna auch Kaffeeverkostungen und Schulungen zum Thema „Kaffeesieder“, „Espressomaker“ und „Latte Artist“ und Barista-Ausbildungen mit Zertifikat an. Zu kaufen gibt es auch noch jede Menge Barista-Zubehör und natürlich Kaffeebohnen zum Mitnehmen.

Ach ja, eins noch: Buna heißt Kaffee auf ägyptisch.

Gebacken: schwedischer Beerenkuchen

Donnerstag Schwedischer Nationalfeiertag, Freitag WM-Qualifikationsspiel Österreich-Schweden, Samstag Hochzeit von Prinzessin Madeleine – warum nicht dann am Sonntag gleich Midsommar vorfeiern? Weil es auch noch der erste schöne Sommer-Sonntag des Jahres ist, folge ich der Einladung zum Midsommar-Fest des Schwedischkurses meiner Schwester gern.

Und: Es ist eine gute Gelegenheit, endlich wieder etwas aus dem wunderbaren Buch „Backen mit Leila“ von Leila Lindholm zu machen. Unsere Wahl fällt auf einen schnellen Beerenkuchen, ein Rezept von Leilas Freund Bottan, das er im Sommerhaus auf der Insel Munsö auftischt.

Auch wenn der Kuchen aufgrund der tiefgekühlten Himbeeren, die wir verwendet haben, optisch nicht sooo viel hermacht: Geschmacklich war er  sehr gelungen und wird deshalb auch gleich hier geteilt:

Schwedischer Beerenkuchen

Schwedischer Beerenkuchen

Schwedischer Beerenkuchen, Rezept von Leila Lindholm

120 Gramm Butter mit ebensoviel Zucker am Herd köcheln und danach abkühlen lassen. In einer Schüssel wieder 120 Gramm Weizenmehl, 1,5 TL Backpulver und eine Prise Salz vermengen, Butter-Zucker-Gemisch und ein Ei untermischen, ein glatter Teig sollte entstehen.

Eine Springform (etwa 20 cm Durchmesser) einfetten und mit Semmelbröseln ausstreuen, Teig einfüllen. 140 Gramm Beeren in etwas Mehl wenden, überschüssiges Mehl entfernen und Beeren auf dem Kuchen verteilen.

Gebacken wird das ganze laut Rezept 20 Minuten bei 175 Grad (wir haben aufgrund der TK-Beeren, die ja doch viel Wasser lassen den Teig ohne Beeren vorgebacken und die Backzeit fast verdoppelt).Wir haben ihn noch mit ein paar Silber-Zuckerkugeln gepimpt.

Smaklig måltid! Und das richtige Midsommar ist übrigens am 22. Juni! 🙂

Hier noch ein paar Impressionen vom schwedischen Picknick:

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Gekocht: Mangold-Frischkäse-Quiche

Mangold aus der Frischebox, was tun damit? Erste und wohl beste Idee, schnell gefunden per Google: Quiche!

Vorbereitung: 90 Gramm zimmerwarme Butter klein würfeln, Backofen vorheizen (180 Grad, Umluft), ca. ein halbes Kilo Mangold blanchieren, ausdrücken und schneiden, eine Zehe Knoblauch fein hacken, 50 Gramm Pinienkerne anrösten, Form einfetten.

Für den Teig: 180 Gramm Mehl mit der Butter in eine Schüssel geben und verkneten, etwas Wasser (3, 4 EL) und eine Prise Salz dazugeben bis ein weicher Teig entsteht. Eine Kugel formen, eine halbe Stunde rasten lassen. Dann mit dem Teig die Form auslegen, den Boden mit einer Gabel einstechen und eine Viertelstunde vorbacken.

Für die Masse: In einer Pfanne den Knoblauch mit etwas Olivenöl anbraten und den Mangold dazugeben. Vom Herd nehmen und 100 Gramm Ziegenfrischkäse (Schafkäse oder Ricotta ginge auch) mit 50 Gramm Parmesan, zwei Eiern und den Pinienkernen darunter mischen. Abschmecken mit Salz und Pfeffer.

Dann auf den vorgebackenen Boden geben und weitere 40 Min. backen. Warm servieren, am besten natürlich mit Salat.

Mangold-Ziegenkäse-Quiche

Mangold-Ziegenkäse-Quiche

Re-visited: Speisesaal, Graz

Der Speisesaal ist der Hipster unter den Grazer Lokalen. Drei Jahre ist es her, dass Hotelier Florian Weitzer das altehrwürdige Jugendstilhotel Wiesler zum jungen, hippen Hotspot nach internationalem Vorbild umgebaut hat – mit lauter verschiedenen Sesseln, Streetart an der Wand und Dosenbier auf der Karte.

Speisesaal (c) Hotel Wiesler

Speisesaal (c) Hotel Wiesler

Die Speisekarte ist die wohl abwechslungsreichste der Stadt: Es gibt französische Zwiebelsuppe, italienische Minestrone, portugiesische „Nuri“-Sardinen (in der Dose mit Butterbrot), orientalischen Humus, türkisches Döner Kebap, thailändisches Fischcurry, Berliner Currywurst, bosnische Ćevapčići, Hamburger Fritz-Kola und russisch inspiriertes Limetten-Sorbet mit Wodka. Und das macht alles Sinn.

Grundsätzlich sind die Gerichte nicht ganz so fantastisch wie auf der Karte versprochen, aber immer gut, die Preise in Ordnung, die Portionen großzügig, das Service meist flott und bemüht, die Musik soulig und laut und das Lokal ständig voll.

Beim unserem letzten Besuch gab es neben den Speisesaal-Klassikern Cesar’s Salad und Ćevapčići auch zwei Gerichte aus der Saisonkarte (angenehmerweise wird da nämlich oft gewechselt: köstlichen Süßkartoffel-Feigen-Salat (wobei die Feigen eigentlich unnötig waren) und interessantes  Caramel Cardamom Chicken mit Limette. Das Karamell lässt sich da ein bisschen vermissen, doch die Kombi süß und Kardamom und Hendl kommt gut.

Hier geht’s noch zur Facebook-Seite des Lokals!

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Gekostet: Eschbonkoh

Bad Aussee Wappen

Bad Aussee Wappen

Kaum ein Nicht-Ausseer weiß, was das überhaupt sein soll, geschweige denn hat er das Wort jemals gehört: Eschbonkoh (auch: Easchbonkoh, Echbonkoh, Äschbonkoh). Und Google hilft hier auch nicht weiter.Wo sonst als auf der Bad Ausseer Eschbonkoh-Party, ein Fest am Vorabend des Narzissenfests, sollte man der Sache auf den Grund kommen. Also: Eschbon steht für Erdapfel, Koh für Koch. Erdäpfelkoch also. Es handelt sich um eine fast vergessene Speise aus dem Ausseerland, ein ganz einfaches Essen aus gekochten Erdäpfeln mit Zwiebeln, gebraten in einer großen Pfanne mit viel Schweineschmalz.Also nix mit vegetarisch. Das schmeckt natürlich deftig wie es klingt und macht auch ganz schön satt. Trotzdem behaupten die Ausseer, sie würden es im Gegensatz zu den Bad Mitterndorfern nur als Beilage essen. So schaut das dann aus, wenn ordentlich aufgekocht wird:

Eschbonkoh

Eschbonkoh-Party in Bad Aussee, (c) Kleine Zeitung, Sonja Haider-Krätschmer

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