Durchgekostet: Schottland

Schottische FlaggeHaggis. Schafsinnereien und Hafer, gekocht im Schafsmagen. Das ist so ziemlich das einzige, was ich über die Küche Schottlands wusste. In Wahrheit ist die allerdings überhaupt nicht so schlecht, wie man denken würde, wenn man glaubt zu meinen, wie Haggis schmeckt. Der Standard ist hoch, und neben großartigen asiatischen und auch mediterranen Lokalen, ist auch die moderne schottische Küche von hoher Qualität. Kein Wunder, es gibt ja auch tolle Produkte: Angusrind, frischer Fisch aus dem Atlantik, toller Käse und natürlich der Whisky. Die gehobene schottische Küche soll schon seit dem Mittelalter von der französischen beeinflusst sein, was sich in einer Vorliebe für Käse und Wein niedergeschlagen hat.

Und übrigens: Haggis ist viel, viel besser, als man glaubt. Serviert wird es mit Pfeffersauce, Whiskysauce, in Form von gebackenen Bällchen, als Füllung von mit Speck ummanteltem Hühnerfilet (Balmoral Chicken), … Im Gegensatz zu manch anderem Grusel-Nationalgericht wie zum Beispiel dem isländischen Hákarl wird Haggis auch wirklich gern gegessen, vom Breakfast bis zum Dinner – und auch als Chips-Geschmack.

Hier eine Liste von Lokalen, die wir in Glasgow und Edinburgh besucht haben und gern weiterempfehlen:

  • Café Andaluz, tadellose spanische Tapas, drei Restaurants in Glasgow (Centre und West End) und Edinburgh
  • The Griffin, schönes, typisches Pub mit ganz okayem Pub Grub – Burger, Chips und so weiter
  • Thairiffic, asiatisch-reduzierte Einrichtung und köstliches, modernes Thai-Essen
  • Zizzi, britische Kette mit toll designten Lokalen und ziemlich gutem italienischen Essen, 3x in Glasgow und 4x in Edinburgh
  • Banana Leaf, tadelloses chinesisches und malaysisches Essen, unkompliziert und günstig
  • Rishi’s Indian Aroma, perfektes indisches Essen und supernettes Personal
  • Guy’s Restaurant, moderne europäische Küche mit schottischer Prägung, großartiger Sunday Roast in der Merchant City
  • Ubiquitous Chip, eines der besten Lokale von Glasgow, wunderschöner Gastraum im überdachten Hof, dazugehöriges Pub gleich nebenan
  • World’s End, uraltes Pub in Edinburgh mit super Küche
  • [hb] Hillhead Bookclub, neues, hippes und liebevoll eingerichtetes Pub im West End mit toller, einfacher Küche
  • Wagamama, internationale Japaner-Kette, geht immer
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Gekocht: Sambal-Oelek-Huhn

Nach einer Idee, Hühnerfleisch mit im Kühlschrank vorhandenen Lebensmitteln aufzupeppen, gesucht und gefunden: Hühnerbrust mit Sambal Oelek (indonesische Chili-Würzpaste) mariniert, von nina666 auf chefkoch.de. Ergab, leicht abgewandelt, weil ich natürlich doch nicht alles zuhause hatte, ein köstliches Abendessen. Und ist dodelsicher!

Sambal Oelek Huhn mit Fisolen und Erdäpfeln

Sambal Oelek Huhn mit Fisolen und Erdäpfeln

Für zwei Portionen zwei Hühnerbrüste waschen, tropfen tupfen und in etwas Mehl wälzen. In einer Auflaufform alle Zutaten für die Marinade vermengen: Saft einer Zitrone, 2-4 TL Sambal Oelek (je nach gewünschter Schärfe), 3 zerpresste Knoblauchzehen, je 4 TL Sojasauce, Honig und (Sesam-)Öl. Ein bisschen Ingwer würde auch noch passen. Die Hühnerbrüste hineinlegen, ein wenig mit der Marinade einreiben, und ab ins Rohr! 15 Minuten backen, wenden, nochmals 15 Minuten backen. Finito!

Gebacken: Zucchinikuchen

Das ultimative Versteck für die grüne Cousine des Kürbis:  Zucchinikuchen lässt den dezenten Geschmack seiner namensgebenden Zutat komplett verschwinden und ist dafür in Sachen Flaumigkeit und Saftigkeit kaum zu schlagen. Wenn man will, kann man sich auch einreden, etwas Gesundes zu essen. 🙂

Zucchinikuchen

Zucchinikuchen

Zucchinikuchen, 1 Blech
Rezept frei nach ichkoche.at

Backrohr auf 180 °C vorheizen.

Ein halbes Kilo Zucchini schälen, entkernen und klein reiben. Etwas stehen lassen, dann ausdrücken und das Wasser ausgießen.

Inzwischen drei Eier mit einem halben Kilo Kristallzucker und einer Packung Vanillezucker schaumig rühren. 400 Gramm glattes Mehl mit 100 Gramm geriebenen Haselnüssen, etwas Backpulver und einem Teelöffel Zimt gleichmäßig vermischen und unter die Ei-Zucker-Masse rühren.

1/4 Liter Öl (oder flüssige Butter oder Margarine) und Zucchini beimengen und noch einmal gut durchrühren.

Dann die Masse auf einem mit Backpapier belegten Backblech verteilen und den Zucchinikuchen ca. 20 bis 25 Minuten im Backrohr backen.

Nach Belieben: Noch mit Marmelade (Marillen, Ribisel, Himbeer, you name it) bestreichen und mit Glasur überziehen.

 

 

Selbstgemacht: kalte Suppen

Ob hier der Suppenkaspar auch verweigert hätte? Kalte Suppen sind das wahrscheinlich Allerbeste bei heißen Temperaturen.

Vom andalusischen Klassiker Gazpacho

Gazpacho mit Spießen

Gazpacho mit Spießen

… Rezept siehe hier gibt es auch zahlreiche Varianten. Das historische Original – die Suppe geht auf die Mauren zurück – hatte weder Paprika noch Paradeiser im Rezept, diese waren damals in Europa noch nicht bekannt.

Hier eine Variante mit Zuckermelone (schon wieder) aus dem Frisch gekocht-Magazin. Ein bisschen unnützes Wissen: Diese ist mit der Gurke näher verwandt als mit der Wassermelone.

Melonen-Gazpacho (4 Teller)
Zwei Scheiben Toastbrot (oder einfach Weißbrot) in 50 ml kaltem Wasser einweichen. Eine halbe Zuckermelone (am besten Galia) schälen und von den Kernen befreien, mit einer grob geschälten Gurke und einer Tomate klein schneiden und in eine Schüssel geben. Das eingeweichte Brot, eine zerpresste Knoblauchzehe, 3 EL Tomatenmark, 3 EL Zitronen- oder Limettensaft, 4 EL Olivenöl und 10 große Basilikumblätter dazugeben und fein pürieren. Mit etwas Olivenöl beträufeln, mit Salz und Pfeffer würzen. Fertig!

Melonen-Gazpacho

Melonen-Gazpacho

 

Der andere große Klassiker unter den kalten Suppen: Gurkenkaltschale.

Dazu braucht man eine große Gurke, die grob gerieben und mit ein wenig Salz und einem kleinen bisschen Zucker in einer Schüssel mariniert werden – am besten zwei Stunden lang. Währenddessen 200 ml Gemüsesuppe zubereiten und abkühlen lassen.

Dann sollte das Salz der Gurke das Wasser entzogen haben: fest ausdrücken! Das ganze wird mit der Suppe, je einem Becher (250 g) Schlagobers und Joghurt (oder auch Buttermilch), drei zerdrückten Knoblauchzehen, etwas Olivenöl, dem Saft einer Zitrone, und nach Belieben Basilikum oder Dill pürieren. Fertig!

Gurkenkaltschale

Gurkenkaltschale

 

Und, ohne Foto und ohne Rezept: Die kalte Suppe für Russland-aphine heißt Okroschka (Окрошка) und hat einen ziemlich gewöhnungsbedürftigen Hauptbestandteil: Kwaß (квас) entsteht durch Gärung aus Roggen, Malz und Wasser. Dazu kommen Buttermilch oder Sauerrahm, Radieschen, Gurke, Kartoffeln, harte Eier und Wurst. Schmeckt aber ziemlich gut, traut euch! Hier ein Rezept ohne Kwaß zum Eingewöhnen.

Gebacken: Tomatentarte und Gemüseflammkuchen

Das vielleicht beste aller Convenienceprodukte: Fertigteig. Ja, wirklich großartig ist das nicht mit den bösen Zusatzstoffen, Backtriebmitteln usw. – aber es lässt sich einfach soo einfach soo viel damit machen.

Die eine meiner beiden Stekovics-Tomatenpflanzen hat die Hitzeperiode zwar nicht überlebt, die andere aber schon, also muss ein würdiges Rezept her …

Gelbe Johannisbeere

Paradeiser, Sorte Gelbe Johannisbeere

Zum Beispiel ein köstlicher Tomaten-Tarte mit Ricotta und Thymian frei nach einem Rezept aus dem aktuellen Frisch gekocht-Magazin.

Für sechs Stücke (die man allerdings auch locker zu zweit wegputzen kann, wenn man hungrig genug ist) benötigt man eine Rolle Teig (im Rezept Blätterteig, ich habe mich für Mürbteig entschieden). Auf dem Backblech ausrollen und das Backrohr auf die angegebene Temperatur vorheizen. Teigboden mit Semmelbröseln bestreuen.

Inzwischen in einer Schüssel 250 g (1 Packung) Ricotta, zwei Eier (M), 2 EL Mehl, 2 gepresste Knoblauchzehen, 1 TL Thymian und 1 TL Zitronenschale vermischen und das ganze auf dem Teigboden verteilen. 500 bis 750 g Cocktailtomaten waschen, in dicke Scheiben schneiden und auf dem Ricotta verteilen. Darauf kommt noch etwas Olivenöl, Salz, Pfeffer und noch ein bisschen mehr Thymian (für die Optik) und ab geht’s ins Backrohr. Dauer laut Packungsanleitung!

Tomaten-Tarte mit Ricotta und Thymian

Tomaten-Tarte mit Ricotta und Thymian

Tomaten-Tarte mit Ricotta und Thymian

Tomaten-Tarte mit Ricotta und Thymian

 

Und auch für die Resteverwertung und Kühlschrankentleerung kurz vor dem Urlaub eignet sich so ein Fertigteig super: Hier ein Flammkuchen mit Gemüse (und Speck – war halt auch noch da!).

Eine Rolle Fertig-Flammkuchen aufrollen, Backrohr vorheizen. Gemüse (hier: ein Zucchino, ein paar Paradeiser, ein halber Paprika), je nach Belieben noch eine Handvoll Speckwürfel und etwas Käse darüberstreuen, mit Salz und Pfeffer würzen und ab ins Backrohr (siehe Anleitung auf der Packung!).

Flammkuchen mit Speck und Gemüse

Flammkuchen mit Speck und Gemüse

Flammkuchen mit Speck und Gemüse

Flammkuchen mit Speck und Gemüse

Flammkuchen mit Speck und Gemüse

Flammkuchen mit Speck und Gemüse

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