Aufgeblättert: Backen mit Leila

Backen mit LeilaBacken mit Leila, die Backbibel der schwedischen TV-Köchin Leila Lindholm haben mir Freundinnen vor einigen Monaten als Einweihungsgeschenk für meine neue Wohnung – und meine neue Küche! – geschenkt. Es ist bis fast über die Buchdeckel hinaus gefüllt mit 200+ Backrezepten für Kuchen, Torten, Gebäck, Brot und dazu noch Marmeladen, Limonaden und viele Tipps. Viele Rezepte haben US-amerikanischen Einschlag, die meisten sind natürlich schwedisch – wie Kardamom-Zimt-Knoten …

Ausprobiert habe ich bereits vier Rezepte aus dem Buch, gelungen sind alle, aber nur zwei haben es in dieses Blog geschafft.  Die Zitronen-Mohn-Cupcakes und der American Apple Pie werden hoffentlich irgendwann nocheinmal gebacken und fotografiert und gebloggt, hier nocheinmal Links auf die bereits vorhandenen Rezepte: Schwedischer Beerenkuchen und der „weltbeste“ Karottenkuchen.

BeerenkuchenKarottenkuchen

Was nicht unerwähnt bleiben darf: Das Buch ist nicht nur aufgrund der großartigen Rezepte, die sehr einfach und genau erklärt werden, empfehlenswert, sondern auch wegen der Aufmachung. Die wunderschönen Bilder machen Lust aufs Backen – oder einfach nur aufs Backbilder anschauen. Da macht es auch nix, dass die eigenen Backwerke optisch nicht ganz an Leilas herankommen. 😉

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Gebacken: Pastinaken-Kuchen

Ein weiteres Gemüse wollte versteckt werden – nicht nur Zucchini und Karotten lassen sich hervorragend in einem Kuchen verarbeiten, auch Pastinaken!

Das Rezept dazu stammt von den Culinary Misfits aus dem Anti-Verschwendungs-Kochbuch „Taste the Waste“, ich habe es notgedrungen (kleiner Eier-Unfall!) etwas vereinfacht.

Pastinaken

300 g Pastinaken und einen kleinen Apfel schälen und fein raspeln. Backrohr auf 180 Grad vorheizen. Backform ausbuttern. 300 g weiche Butter mit 250 g Zucker schaumig schlagen. 4 Eier nach und nach hinzufügen.

300 g Mehl mit 150 g gemahlenen Haselnüssen, einer Prise Salz und 1 TL Backpulver vermengen. Die vermischten trockenen Zutaten unter die Butter-Zucker-Mischung heben, geraspeltes Gemüse und den Saft einer halben Zitrone daruntermischen.

In die Form füllen und ca. 40 Minuten backen.

Pastinakenkuchen

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Besucht: Phil and Donkey, Graz

Graz schließt erfreulicherweise seine kulinarischen Lücken – und so gibt es nach dem neuen Orient-Lokal Saray nun seit kurzem auch einen Burrito-Laden. Der Haken an der Sache: Der Lückenfüller ist zugleich ein Lückenbüßer, denn Phil and Donkey ist nur 90 Tage lang zu Gast in einem Eissalon in der Hans-Sachs-Gasse 6.  Eine Tafel mit den Preisen für Eiskugeln und Waffeln hängt auch nach wie vor an der Wand, die Burritozutaten werden direkt in der Eistheke verkauft. Viel liebevolle Deko darf man sich in einem Popup-Laden natürlich nicht erwarten.

Phil and Donkey: Geschäft von außen

Mit „Völle in Hülle“ wirbt das Geschäft in der Straße und genau darum geht es ja auch: Frei wählbare Zutaten werden direkt vor dem Kunden in Teig gehüllt und fertig ist der Burrito. Der Preis (ab 5,90 Euro) bestimmt sich nach der Fleischsorte, die man wählt. Als vegetarische Alternative kann man auch Burritos mit Kichererbsen oder Tofu bestellen. Ja nicht auf Guacamole verzichten! Das ist eigentlich das einzige, das man falsch machen kann. 😉

Ab sofort stellt Phil and Donkey auch zu!

Phil and Donkey: Burrito

Gemacht: Thaibasilikum-Pesto

Es ist schon Mitte November, mehr als spät muss der letzte Rest vom selbst gezogenen Thai-Basilikum verwertet werden. Wie aus der Genoveser Schwester kann man natürlich auch daraus ein Pesto machen. Orientiert habe ich mich dafür an einem Online-Rezept aus der „Kochbar“. Frischer Koriander fehlte leider, aber es schmeckte auch so hervorragend.

Alle Zutaten – einen Bund Thai-Basilikum, zwei Stängel Zitronengras, 50 Gramm gesalzene Cashewnüsse, 2 Knoblauchzehen, 1 Chili, 5 TL Rapsöl, 2 TL Sesamöl, 2 TL Fischsauce und den Saft einer halben Limette – gemeinsam in den Mixer werfen und kräftig durchmischen. Mit Salz abschmecken.

thaibasilikumpesto
thaibasilikumpesto

Besucht: Saray, Graz

Mit dem Saray („Palast“) hat Graz endlich ein orientalisches Lokal – das weit über das omnipräsente Kebap-Angebot hinausgeht. Serviert wird persische, osmanische und libanesische Küche, der Koch soll früher den kulinarischen Anteil an den Erfolgen von Galatasaray Istanbul getragen haben. Die Räumlichkeiten der Schiefen Laterne in der Jungferngasse 3 waren in den letzten Jahren nicht mit viel Glück gesegnet, der „Palast“ wird also wohl einiges davon brauchen. Das Essen ist allerdings durchwegs sehr fein …

saray1… wie die Mezze, die als Gedeck vor dem Essen mit selbst gemachtem Fladenbrot serviert werden. Von den Vorspeisen haben wir Sigara Böregi, gerollten Blätterteig mit Käse (4,90 Euro) gekostet: Schön knusprig, liebevoll angerichtet um eine Tomatenrose, mit reichlich hausgemachtem Mast o khiar und für die Portionsgrüße ziemlich günstig. Sehr liebevoll – mit einem Joghurt-Olivengesicht mit Dillhaaren plus einer Tomatenrose mit Gurkenstiel – ist auch İmam bayıldı („Der Imam fiel in Ohnmacht“) um 6,90 Euro angerichtet,  die gefüllte Melanzani schmeckt hervorragend.

saray2Als Hauptgericht gibt’s Kebap Barg (15,90) mit zartem gegrillten Lammfilet, Reis, jede Menge Salat und Saucen oder Ghorme Sabsi (11,50), ein traditioneller persischer Eintopf mit sieben verschiedenen Kräutern (u.a. Petersilie, Koriander, Dill, Bockshornklee und Winterzwiebel, gelegentlich auch Minze) und (roten) Bohnen, die lange in Öl und Wasser gegart werden, bis das Öl an der Oberfläche steht, dazu Lammfleisch und getrocknete Limetten.  Gewöhnungsbedürftig, muss aber genau so aussehen, wie ich im Nachhinein herausgefunden habe.

Die Nachspeisen sind, wie es sich in der Türkei und im Orient gehört, picksüß – wie Sekerpare, Honigkrapfen aus Mürbteig, um 3,50 Euro.

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