Gekocht: Penne mit Wodka (1. Versuch)

Das ist jetzt wirklich Studentenküche. Kommt mir nicht nur aufgrund der unschlag(obers)baren Einfachheit des Rezepts so vor, sondern stammt auch wirklich aus dem Buch Das vegetarische Studenten-Kochbuch. Es ist auf jeden Fall ein guter Grundstock, um das Rezept noch etwas auszubauen. Und hat ordentlich Wodka drin – der nicht verkocht wird, sondern erst am Schluss zugegeben. Damit es auch im Bäuchlein schön warm wird 🙂

Penne mit Wodka

Für zwei hochprozentige Portionen: 300 g Penne nach Packungsanweisung zubereiten, inzwischen eine Sauce aus 4 TL Tomatenmark und 150 ml Schlagobers zubereiten, vom Herd nehmen und 3 EL Wodka einrühren. Mit Salz und viel Pfeffer würzen. Mit den Nudeln mischen, Basilikum und Parmesan untermischen, fertig! Einfacher geht’s fast nicht. Und es schmeckt super!

Note to myself: das nächste Mal das Rezept hier versuchen!

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Gebraten: Gefülltes Schweinefilet

In der Zeitschrift (für jeden Tag) hatte dieses Rezept einen Sticker mit der Aufschrift „Für Angeber“ – und es macht ja wirklich einiges her: Schweinefilet, gefüllt mit getrockneten Paradeisern, Pinienkernen und Basilikum, ummantelt mit Speck. Schwierig zuzubereiten ist es aber nicht!

Schweinefilet

Für vier Portionen 50 g getrocknete Paradeiser sieben Minuten lang in Wasser kochen, herausnehmen, abgießen und trocken tupfen. 20 g Pinienkerne ohne Fett rösten. Eine gute Hand voll Basilikumblätter hacken. Alles mit 1 EL Olivenöl mischen.

Backrohr auf 220 Grad vorheizen.

600 g Schweinefilet längs bis zur Mitte einschneiden, salzen und pfeffern. Den Einschnitt mit der Paradeisermischung füllen. Die Filets mit 12 Scheiben Frühstücksspeck fest umwickeln. Mit etwas Olivenöl bei mittlerer bis starkerer Hitze rundum 5 Minuten anbraten. 15 Minuten im Backrohr nachgaren.

Perfekt dazu: Ofenkartoffeln.

Gekocht: Koteletts mit Zucchini-Halloumi-Gemüse

Ganz selten, aber doch, darf auch ein Stück Fleisch in die Pfanne. Zum Beispiel köstlich marinierte Koteletts mit saftigem Zucchinigemüse mit wunderbar quietschigem Halloumi-Käse. Ein Rezept aus dem letzten Sommer, das – schon wieder! aus dem Frisch gekocht Magazin stammt.

Kotelett

Für vier Personen. Zuerst die 4 Koteletts marinieren: Eine Biozitrone waschen, trocknen, Schale abreiben und auspressen. Eine kleine rote Chili fein hacken, vier Knoblauchzehen schälen und fein hacken (zwei davon beiseite legen). Alles mit 3 EL Olivenöl und 1 TL Oregano vermischen, ev. mit Salz und Pfeffer nachwürzen. Mindestens eine Stunde im Kühlschrank marinieren, vor dem Braten rechtzeitig wieder herausnehmen.

Für das Gemüse Backrohr auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. 3 von 5 Zucchini putzen und in 1 cm dicke Scheiben schneiden. Mit einem Schuss Olivenöl und einer der vorbereiteten Knoblauchzehen marinieren und würzen. Auf ein Backblech (mit Backpapier) legen und 12 bis 15 Minuten braten, bis sie leicht braun sind. Aus dem Rohr nehmen (nicht ausschalten!) und auskühlen lassen.

Für das Dressing inzwischen eine halbe rote Zwiebel fein hacken, mit der restlichen Knoblauchzehe schälen und Zitronensaft verrühren.

Die beiden restlichen Zucchini in ca. 2 mm dicke Scheiben schneiden, mit den gebratenen Zucchini und dem Dressing vermischen und nach Belieben salzen. Gewürfelten Halloumi, 200 g,  in einer Pfanne bei mittlerer Hitze und 2 bis 3 Minuten braten. Das Öl kann man ebenfalls zum Gemüse geben. Warm stellen, vor dem Servieren mit frischer Minze bestreuen.

Die Koteletts aus der Marinade nehmen und auf jeder Seite 1, 2 Minuten braten, bis sie goldbraun sind. Im Backrohr weitere 5 bis 6 Minuten braten, bis sie gar sind. Herausnehmen und (in Alufolie gewickelt) 5 Minuten rasten lassen.

Gebacken: Asiatische Ofenforelle

Forelle trifft scharfes Ingwer-Öl und asiatisches Gemüse … Ein ausgezeichnetes Rezept aus Frisch gekocht, noch dazu in einer halben Stunde zubereitet!

ForelleRezept für vier Fische: Zuerst das Backrohr auf 220 ºC Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein kleines Stück Ingwer und zwei Knoblauchzehen schälen, fein hacken und mit 6 EL Rapsöl verrühren. Sechs Schalotten schälen und vierteln. Eine Biozitrone heiß waschen, abtrocknen und achteln (in Scheiben).

Vier Forellen abspülen und abtupfen, außen und innen salzen, mit je zwei  Zitronenscheiben füllen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Auf allen Seiten und innen mit dem Öl beträufeln. Die Schalotten zwischen den Fischen am Blech verteilen, 20 Minuten auf mittlerer Schiene garen.

In der Zwischenzeit 300 g Karotten und 500 g Rettich schälen und fein hobeln. Einen halben Bund Schnittlauch in Röllchen schneiden. Eine Limette auspressen. 100 g gesalzene Erdnüsse grob hacken. Das alles mit 2 TL roter Thai-Currypaste, 2 EL Sesamöl und 2 EL Rapsölvermischen. Mit Salz abschmecken und ziehen lassen.

Fisch anrichten und mit etwas Koriander bestreuen. Salat dazu anrichten, mit den Erdnüssen bestreuen.

Gemacht: Schnelles Zitroneneis

Das einfachste und schnellste Zitroneneis der Welt, mit dem man sehr wenig Aufwand auch bei Einladungen Eindruck schinden kann. Der Haken an der Sache: Man benötigt Lemon Curd, den köstlichen britischen Zitronen-Zucker-Brotaufstrich, der zumindest in Österreich leider eher schwierig zu bekommen ist. Daher am besten aus England mitbringen (lassen) oder einfach selber machen.  Das Rezept stammt aus Tim Mälzers Für jeden Tag.

zitroneneis

Eis in der MuffinsformFür vier Portionen 90 g Lemon Curd mit 150 g Crème fraîche und 150 g Sauerrahm verrühren. Je zwei von acht  Papier­-Muffin­förmchen in ein Muffinblech oder Kaffeetassen ineinanderstellen. Die Masse hineinfüllen, mit jeweils einem TL Lemon Curd beträufeln und mit einem Holzspieß leicht marmorieren. Mindestens vier Stunden, am besten über Nacht, einfrieren.

Wenn Erdbeeren gerade Saison haben: 250 g waschen, putzen und in dünne Scheiben schneiden. Mit 1 El Lemon Curd und 5 El Orangensaft oder Cointreau vermischen, 10 Min. marinieren.

Das Eis 15 Minuten vor dem Servieren herausnehmen, Papierförmchen vom Eis ablösen, Eis mit dem Obst anrichten.

Geshakt: Lime’n’Lemon Hour

Üppig-süßer Eierlikör trifft saure Limette und erfrischende Zitronenlimonade: Die Stunde des Lime’n’Lemon Hour hat geschlagen.

Lime 'n' Lemon Hour

Pro Glas 2cl Eierlikör, 1cl Wodka und 1cl Limettensirup mit Eis in den Shaker geben. In ein gefülltes Highballglas schütten, mit Zitronenlimonade aufgießen, mit Strohhalm servieren.

Gemacht: Syllabub mit Trauben und Amaretto

Syllabub, wtf? Der noch bösere Bruder von Beelzebub? Nein, es handelt sich um ein altes britisches Dessert, das traditionellerweise hergestellt wurde, indem man süßen Wein wie Cider oder Gewürzwein in den Melkeimer gab und direkt dort hineinmolk. Heute wird Syllabub – der Namensursprung ist übrigens unbekannt – etwas anders hergestellt, die Hauptzutaten sind jedoch nach wie vor Milch/Schlagobers und süßer Wein. Was sich anbietet, ist wie hier in diesem Rezept, das ganze zu einer Art Trifle zu machen, also mit noch mehr Zutaten zu „pimpen“.

Syllabub

Für vier Gläser Syllabub mit Trauben und Amaretto eine Handvoll Trauben halbieren und wenn nötig entkernen und mit 50 ml von 100 ml Beerenauslese (Dessertwein) und 2 EL Amaretto marinieren. Inzwischen 1 Eiklar zu Eischnee schlagen, 35g Staubzucker hinzufügen. 200 ml Schlagobers ebenfalls steif schlagen, mit dem restlichen Wein und 1 TL Limettensaft vermischen und alles unter den Eischnee mischen.

50g Cantuccini (traditionelles Mandelgebäck) zerkleinern, auf vier Dessertschalen verteilen und mit den Trauben bedecken, dann die Obers-Eischnee-Masse darauf verteilen. Mit gehackten Pistazien servieren.

Gekocht: Gezimtete Rahmschaumsuppe

In meiner Familie ist eine simple Rahmsuppe als Mittagessen am Heiligabend Tradition. Heuer durfte ich sie kochen – nach einem (schon wieder!) Leserinnen-Rezept aus Frisch gekocht vom Oktober 2013. Das besondere daran: Sie wird mit etwas Zimt bestreut – eine ungewöhnliche und tolle Süß-Sauer-Kombination.

Rahmschaumsuppe

Für vier Portionen einen halben Liter Gemüsesuppe mit 250ml Schlagobers, je einem TL Salz und Kümmel zum Kochen bringen, 10 Minuten köcheln lassen. 250ml Sauerrahm mit 3 EL Speisestärke gut vermischen, in die Suppe einrühren,  15 Minuten köcheln lassen, bis die Suppe sämig ist. Abschmecken. Vor dem Servieren mit dem Pürierstab aufmixen. Anrichten mit Schwarzbrotcroûtons, Kräutern, Zimt und Pfeffer.

Gekocht: Rote-Rüben-Eintopf mit Kren

Rohnen (Rote Rüben), Rotkraut, Erdäpfel – ein so richtig winterlicher Eintopf, der aber erst mit dem Topping aus Sauerrahm, Kren (Meerrettich) und ein wenig Zitronensaft ein rundes Ganzes ergibt. Quelle: Frisch gekocht.

Rote Rüben Eintopf

Für vier Portionen ein halbes Kilo Erdäpfel (Kartoffeln) schälen und in kleine Würfel schneiden. In einem halben Liter von insgesamt einem Liter Rindsuppe* mit 5 Pimentkörnern und 2 TL Kümmel 10 Minuten lang kochen. Ein halbes Kilo gekochte Rohnen (Rote Rüben) ebenfalls würfeln, 300g Rotkraut in Streifen schneiden. Beides mit der übrigen Suppe zu den Erdäpfeln geben. Aufkochen und 5 Minuten kochen lassen. Den Eintopf mit 2-3 EL Balsamico, Salz und Pfeffer abschmecken.

Für das Topping 2,5 cm frischen Kren (Meerrettich) reiben (oder ein halbes Glas), mit 150g Sauerrahm, einer Prise Salz, 1 Prise Kristallzucker und 2 TL Zitronensaft glatt rühren. Eintopf auf Teller verteilen, den Krenrahm daraufgeben, mit Schnittlauch bestreuen und servieren.

*Ersetzt man die Rind- durch Gemüsesuppe, ist der Eintopf natürlich vegetarisch.

Besucht: Hofkeller, Graz

Nach gut 20 Jahren endete heuer im November eine Ära – die von Norbert Kabelka im Hofkeller. Und im Dezember startete eine neue: Ivanc Matjaž, zuletzt Patron des „Pri Florjanu“ und Manager des „Rožmarin“ in Maribor hat den Hofkeller übernommen – und nur sehr behutsam Änderungen vorgenommen. Erste auffällige Neuerung: Die Tafel, auf der die Hofkeller-Gerichte täglich neu aufgeschrieben wurden, ist einer normalen Speisekarte gewichen.

Und die ist äußerst vielversprechend: Beim Durchlesen kommt der Wunsch auf, endlich den Mut (und das nötige Kleingeld) zu haben „Einmal Alles bitte!“ zu bestellen. Wir schaffen es dennoch, uns zu entscheiden.Zuerst werden wir aber aus der Küche gegrüßt: Von einer köstlichen Leberpastete an knusprigen Teigblätter – hallo hallo! 🙂 Das Tunfischtatar mit Burrata und Wasabi (12 Euro) ist von ausgezeichneter Qualität, das Häufchen Burrata ist klein aber feinst, der Wasabi der schärfste, den ich vielleicht jemals gegessen habe. Bei den hausgemachten Hummer-Ravioli (15) höre ich M. nur noch schwärmen und schmatzen. Beim Hauptgericht kann ich mich endlich besinnen, auch ein paar Fotos zu machen: Das Rinderfilet mit Pata-Negra-Schinken auf Kartoffelbett mit Rosmarin und Balsamicosauce (26) ist auch zu fotogen. Und dazu perfekt medium gebraten. Obwohl die Bedienung fast insitiert, das Angebot eines frischen Meeresfischs (1 kg, 50-55 Euro) anzunehmen, fiel die Entscheidung auf den natürlich ebenso frischen Seeteufel mit Trüffeln und Kartoffelmuffins mit Scampi (24). Mit letzteren wurde vielleicht ein bisschen gegeizt, aber:  schöner, zart schmelzender Fisch mit großartiger Begleitung. Beim Dessert fällt die Wahl auf Schokofondant mit warmer Vanillecreme und Birne, gekocht in Zweigelt (9) – eine ausgezeichnete Wahl übrigens, das Fondant zerfließt förmlich. Superknusprig ist dafür die oberste Schicht bei beiden Variationen im Crème brulée Duo (8).

Fazit: Herzlich willkommen im Graz, bitte bleiben!

Infos zum Lokal unter facebook.com/hofkeller

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