Besucht: x Café Mitte, Graz x

Der Freiheitsplatz im Wandel: Nach dem Kult-Café Fink und dem kurzen Zwischenspiel des Café Eggers hat vor kurzem das Café Mitte seine Zelte aufgeschlagen. Eine Mischung aus hippem Innenstadtlokal mit super DJs und recht authentischer asiatischer Küche vom Griesplatz-Lokal Asia Mini Markt.

Cafe Mitte (c) cafe mitteEigentlich alles super: Die Einrichtung mit den grauen Wänden, den Bildern von Maler Josef Wurm und den Sitzpölstern an der Wand ist sehr gelungen, das Essen von Asia Mini Markt war sowieso immer toll – und trotzdem gibt es etwas, das uns ein bisschen anzipft: Das Selfservice-System. Obwohl bei unserem Besuch wenig los ist, müssen wir uns alles direkt an der Theke ordern und dort bezahlen. Inklusive Getränken, auch das Wasser muss selbst gezapft werden. Abends eh verständlich, mittags in einem so kleinen Lokal eigentlich komisch.

Thai Rollen Cafe Mitte Pad Thai Cafe Mitte

 

 

 

 
Aber na gut. Gekostet haben wir die knusprig-köstlichen Thairollen, mit 4,90 vielleicht etwas teuer, und das Tagesgericht: Phad Thai, gebratene Reisnudeln mit Tofu, Garnelen, Erdnüssen, Rührei, Sojasprossen, Limettensaft und Tamarindensauce. Bei letzterem scheint es leider ein Zutatenproblem gegeben zu haben – die ersten beiden Portionen kommen (schon recht spät) mit Hühnerfleisch und ohne Tofu, die dritte (noch um einiges später) nur mit Tofu. Geschmeckt hat’s zwar, aber für so etwas hätte man sich wenigstens entschuldigen können …

Du kriegst aber gern noch eine Chance, Cafe Mitte! x

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Gekocht: Pasta e Ceci

sopranos family cookbookVor längerer Zeit hatten wir mal den Plan, einmal in der Woche Sopranos zu schauen und dazu etwas Italienisches zu kochen, mein Liebster und ich. Gekommen sind wir mit der Serie nicht weit, aber eine Errungenschaft aus diesem Vorhaben ist der ausgedruckte Zetteln mit einem (bis jetzt) nie gekochten Rezepts, das aus dem „Sopranos Family Cookbook“ stammt: Pasta e Ceci, also Nudeln mit Kichererbsen. Im Original ist es ein Eintopfgericht, die Nudeln werden direkt mitgekocht. Es gibt aber auch Varianten, in denen weniger Wasser hinzugegeben wird und die Nudeln extra gekocht werden.

ceci

Für einen Familientopf voll (4 bis 6 Portionen) ca. 450 Gramm Kichererbsen über Nacht einweichen und 1-2 Stunden weich kochen (kein Salz!) . Alternativ: 2 Dosen gekochte Kichererbsen.

In einem großen Topf 50 Gramm Pancetta (alternativ: Frühstücksspeck) mit etwas Olivenöl anbraten, bis er braun wird, dann 3 Knoblauchzehen (fein geschnitten) und  eine Prise Chiliflocken dazugeben und braten, bis der Knoblauch goldfarben wird.

Nun kommt ein halber Liter Tomatensauce (an besten in Stücken) dazu – und die Kichererbsen. Einen Teil der Kichererbsen mit einer Gabel anquetschen. Einen achtel Liter Wasser dazu, ca. 500 Gramm Spaghetti (in kleine Stücke gebrochen) hineingeben. Mit Salz würzen.

Kochen, bis die Pasta al dente ist (Dauer laut Packung!), nachwürzen. Frische Petersilie dazugeben, mit viel grob gemahlenem Pfeffer würzen.

Gekauft: Omi’s Apfelstrudel

Omi's Apfelstrudel Okay, genaugenommen habe ich ihn nicht gekauft – er wurde mir neulich in die Hand gedrückt, ich habe ihn also kostenlos bekommen. Aber die Kategorie heißt nun einmal so. 🙂

Viel kann ich euch nicht darüber erzählen: Es ist ein steirischer Apfelsaft, der mit Zimt veredelt wurde. Kommen tut das ganze aus Leoben, hergestellt wird es von der Alfred Kendlbacher GmbH in Leoben.

Und wie schmeckt das? Super, wie Omi’s Apfelstrudel halt schmeckt! Sehr süß, dank des Zimtgeschmacks noch süßer. Laut „Flaschentext“ kann man ihn auch heiß trinken, am besten ist es wohl, ihn „gespritzt“, also mit Wasser zu trinken.

Die Homepage zum Apfelstrudelsaft ist erst im Aufbau, zumindest einen Verkaufspunkt kann ich aber nennen: Café-Restaurant Steira-Eck im Shopping Nord, Graz.

Also: Prost und alles Gute, liebe Omi!

Eingekauft: Kardamint-Schokolade

Kardamint ist eine geniale Sache: Ein Sirup aus Nana-Minze und Kardamom, der gleichzeitig erfrischend und wärmend ist und dementsprechend auch heiß und kalt getrunken werden kann. Oder in einem Spritzer. Oder in einem Prosecco. Oder in einem Mojito.

Der Drink kommt aus Graz, wurde von Herbert Möstl erfunden, und kann hier gekostet und hier bestellt werden.

Jetzt gibt’s aber etwas Neues: Kardamint-Schokolade!

kardamint

Handgeschöpfte Zartbitterschokolade mit Kardamint-Extrakt – und schmeckt wahnsinnig toll. Erhältlich ist sie in Graz bei VDB.

Petersilienwurzelsuppe

Eine winterlich-rahmig-petersilige Suppe aus einem Wurzelgemüse, das momentan überall im Supermarkt erhältlich ist …

Petersilienwurzelsuppe

Für zwei Portionen: Drei Petersilienwurzeln und eine Zwiebel schälen und in kleine Stücke schneiden, in einem Topf zuerst die Zwiebel, dann die Wurzelstücke anschwitzen, mit einem Schuss Weißwein ablöschen, mit einem halben Liter Gemüsesuppe aufgießen und 20 Minuten köcheln lassen.

Inzwischen einen Bund Petersilie (oder etwa vier TL TK-Kräuter) mit einem kleinen Stück Butter in den Blitzhacker werfen. Die Suppe pürieren, einen halben Becher Sauerrahm und die Kräuterbutter einrühren, mit Salz, Pfeffer und (ev.) Zitronensaft würzen. Mit Schwarzbrot-Croûtons servieren.

Tarte Tatin mit Rohnen

Über das Rohnen-Abo vulgo winterliche Gemüsekiste ist schon wieder Nachschub für den Kühlschrank gekommen. Nun muss ich schon auf die britischen Rezepte ausweichen, wie die vielversprechende Liste des Guardian hier. Das vielleicht spektakulärste: Ein Tarte Tatin, der statt wie traditionell mit Äpfeln mit dicken Scheiben von Roten Rüben belegt wird. Was gleich bleibt, ist die Karamellschicht ganz oben, der Blätterteig unten – und die Backweise: nämlich upside down in einer großen Pfanne.

Das Ergebnis ist optisch ziemlich toll, mein Foto leider nicht:

tartetatin

Zuerst das Backrohr vorheizen: Auf 200 Grad Celsius.

Dann das Karamell vorbereiten: 60 Gramm Rohrzucker in einer Pfanne (mittelgroß, schwer und backofengeeignet muss sie sein) bei mittlerer Hitze zum Schmelzen bringen, 40 Gramm Butter, eine große Prise Salz und einen ordentlichen Schuss Sherryessig dazugeben, rühren, bis es eine schöne karamellig-braune Farbe bekommt. Einen Teelöffel Honig und 4 TL Thymian einrühren. Von der Kochplatte nehmen, damit es nicht anbrennt.

4 kleine gekochte Rohnen in dicke Scheiben schneiden, vorsichtig auf das Karamell auflegen – am besten in Spiralenform und Ziegel-Schichtung. Mit Salz und Pfeffer kräftig würzen. Nun den fertigen Blätterteig (1 Packung) über die Rote Bete schichten.

Eine knappe halbe Stunde backen, bis der Blätterteig goldfarben ist. Danach etwas abkühlen lassen, die Tarte auf einen großen Teller stürzen. Je nach Geschmack mit etwas Ziegenkäse belegen – passt sehr gut zur Süße von Honig, Thymian und Rohnen.

Gekocht: Wokpfanne mit Zuckerhut

Was machen mit dem Zuckerhut aus der Gemüsekiste? Hier ist ausnahmsweise das (fast) allwissende Internet wenig hilfreich, bis auf Feuerzangenbowle-Rezepte findet man so gut wie nichts. Und den Hinweis, dass man ihn wie Chicorée verwenden kann – ist schließlich auch ein naher Verwandter. Für die Wokpfanne ließ ich mich von diesem Rezept hier inspirieren.

Wok

Für zwei Personen zwei kleine Hüferlsteaks entlang der Fasern in dünne Streifen schneiden. Ein großes Stück Ingwer (ca. 2 Daumen breit) in kleine Stücke hacken, mit 5 EL Sojasauce, einem Spritzer Sherryessig, 2 EL Sesamöl, 1 EL Honig und 1 EL schwarzem Sesam vermischen. Das Fleisch darin marinieren.

Inzwischen das Gemüse zerkleinern: Eine Zwiebel, zwei Karotten, eine Paprika, eine halbe Stange Lauch und ein Kopf Zuckerhut.

Das Fleisch im eigenen Saft im Wok scharf anbraten und zur Seite legen, das Gemüse – zuerst Zwiebel, zuletzt Salat – braten, mit 100 ml Gemüsesuppe aufgießen und köcheln lassen, bis der Salat zusammenfällt. Fleisch wieder dazugeben, mit Salz, Pfeffer und ev. noch etwas Sojasauce nachwürzen. Mit Reis servieren.

Gemacht: Dreierlei von der Rohne

Bei einem sehr perfekten Freundes-Dinner fiel uns der Vorspeisen-Gang zu. Da war sofort klar: Eine ist nicht genug, am besten gleich ein Dreierlei, und am besten von der Rohne (= Rote Rübe, Rote Bete). Auch blöde Namen für die drei Bestandteile waren schnell gefunden … Voilà: „Bet‘ it“

  • Rohnenkaffee – Cappuccino von der Roten Rübe mit Krenhaube
  • Rohn’Amour – Caprese von der Roten Bete und Mozzarella mit Petersilien-Walnuss-Pesto
  • The Rohn and Only – Rohnenmousse mit Apfel-Speck-Vinaigrette

Leider gibt es kein gutes Foto davon, nur ein schnelles Handybild mit verpatztem Teller noch dazu 😦

3rohne

Rohnenkaffee (nach einem Frisch gekocht Rezept, für 6-7 kleine Tassen):
Eine Rote Rübe (ca. 200 g) kochen oder mit Alufolie umwickelt im Backrohr backen (200 Grad, 1 Stunde). Oder natürlich eine fertig gekochte verwenden.
Eine gelbe Zwiebel und eine Birne schälen und grob würfeln, nacheinander in einem Topf mit etwas Butter anschwitzen. Mit einem Schuss Noilly Prat (Wermut, alternativ Weißwein) ablöschen und einem halben Liter Gemüsesuppe aufkochen lassen und etwa 10 Minuten kochen lassen. Die Rübe schälen und würfeln und in die Suppe geben, weiters 100 ml Schlagobers (Schlagsahne) hinzufügen. Kurz aufkochen lassen, etwas geriebenen Kren (Meerrettich) dazugeben, mit Cayennepfeffer und Salz würzen. Mit einem Stabmixer pürieren und schaumig schlagen.
In einer Kaffeetasse servieren, garniert mit einer Haube aus Milchschaum oder Schlagobers und geriebenem Kren darauf.

Rohn’Amour (6-7 kleine Portionen): Rohnen-Mozzarella-Caprese mit Petersilien-Walnuss-Pesto
2 kleine gekochte Rote Rüben und 3 Kugeln Mozzarella in je 1-2 cm dicke Scheiben schneiden und abwechselnd auf dem Teller anrichten. Ein Pesto aus einem großen Bund Petersilie, 100 g Walnusskernen, 50 g Parmesan, 1 geschälter Knoblauchzehe und 7-8 EL Olivenöl zubereiten.

The Rohn and Only (etwa 16 Nocken): Rohnenmousse mit Apfel-Speck-Vinaigrette
500 g gekochte und geschälte Rohnen klein schneiden, mit einem Becher Griechisches Joghurt und einem EL Zitronensaft pürieren und mit Salz und Cayennepfeffer abschmecken.
1 Sackerl Agartine nach Packungsanleitung mit Wasser aufkochen, ein Paar Minuten abkühlen lassen. Langsam in die Rohnenmasse einrühren, eine halbe Stunde kalt stellen.
200 g  Schlagobers schlagen und unter die Masse heben, über Nacht kalt stellen.
Für die Vinaigrette eine Schalotte und einen Apfel schälen und sehr fein würfeln, mit 50 g Speck, 8 TL neutralem Öl, 8 TL Apfelessig, 150 ml Gemüsefond, 1 TL Honig und Pfeffer verrühren.

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