10: Was man mit Marmelade machen kann

Marmelade (Konfitüre) türmt sich in meinem Kühlschrank. Klar, ich mag sie sehr gerne, aber Marmeladenbrot esse ich sehr selten. Was also tun mit der vielen Marmelade?

1.) Palatschinken (Pfannkuchen, Crepes) machen
Mit Marmelade bestreichen, immer super! Hier ein Rezept. Viele weitere österreichische Nachspeisen verlangen Marmelade – Krapfen, Buchteln …

2.) Polsterzipf backen
Mit Marmelade gefülltes Kleingebäck – hier ein Rezept, geht aber auch mit Fertigteig. Bestreichen, zu kleinen Dreiecken formen, backen.

3.) Torte backen
Viele Rezepte – wie Sachertorte, Linzertorte, Biskuitrolle … benötigen große Mengen Marmelade.

4.) Tee mit Marmelade kochen
Die Russen machen das – Schwarztee mit Marmelade ist genauso geläufig wie mit Milch oder mit Zitrone. Original russisch nimmt man einen Löffel Marmelade in den Mund und lässt den Tee darüber laufen.

5.) Salatdressing mit Marmelade
Dem Salat eine fruchtig-süße Note hinzufügen mit einem Essig-Öl-Dressing mit 1,2 Löffeln Marmelade. Zum Beispiel hier mit Johannisbeergelee.

6.) Saucen zum Fleisch
Eine scharfe, chutneyartige Sauce ganz einfach aus Marmelade, Sambal Oelek, Ingwer und Sojasauce zusammenrühren. Oder eine BBQ-Sauce mit Zwiebeln, Chilisauce und Worcester Sauce. Oder für eine süßsaure Marinade verwenden.

7.) Fruchtsauce erzeugen
Erhitzt und verflüssigt ergibt Marmelade eine tolle Sauce für Eis, Panna Cotta, Pudding …

8.) Strawberry Fool
Erdbeermarmelade mit Schlagobers als fruchtig-süßes Dessert, Rezept von Autumn Makes and Does.

9.) In Cocktails und Drinks schmuggeln
Marmelade funktioniert als Ersatz für Sirupe/Zucker. ZB im Erdbeerdaiquiri. Natürlich auch in alkoholfreie Drinks wie Smoothies oder Milkshakes.

10.) Mit Käse kombinieren
Auf der Käseplatte, in Bagels, Sandwiches …

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Gekauft: Schokolade mit Kren

Eines geht ja immer unter, wenn Chocolatier Josef Zotter (natürlich zu Recht) als Schoko-Innovator gelobt wird: Dass es mit Felber in Birkfeld eine weitere großartige Schokoladenmanufaktur in der Steiermark gibt.

Schoggi Ganz so viele exotische Sorten wie Zotter bietet Felber nicht an, aber letztens fiel mir eine doch seehr interessante Geschmacksrichtung in den Schoß. Anlässlich der Präsentation der „Scharfen Wochen“ in der Steiermark wurde auch Kren-Schokolade verkostet.

5 Prozent steirischen Kren listet die Verpackung auf und dementsprechend dezent hält sich der Kren-Geschmack auch im Hintergrund. Seine Schärfe harmoniert aber wunderbar mit der Bitterschokolade!

Note to myself: Vielleicht auch einmal dieses Schokomousse mit Kren ausprobieren … Oder auch hier in der Abteilung Desserts ausgiebig schmökern …

Gekocht: Erdäpfellaibchen mit Sauerkraut

Das Rezept hier ist eine Mischung aus Mamas Erdäpfellaibchen und den klassischen Südtiroler Erdäpfelblattln. Von ersterem kommt die Form, von zweiterem das Rezept für den Teig. Perfekt dazu: Sauerkraut, gekocht mit Gewürzen und Wein.

Erdäpfellaibchen

Für 4 Personen als kleines Hauptgericht:

Für die Erdäpfellaibchen 300 g Erdäpfel kochen und schälen, mit dem Erdäpfelstampfer stampfen. Mit 80 g Mehl, einem Ei, 2 TL Butter, Salz und Pfeffer zu einem glatten Teig verarbeiten. Mit großzügig bemehlten Händen Laibchen formen, in einer großen Pfanne mit fingerhoch Öl darin auf beiden Seiten goldbraun anbraten. Fett mit Küchenrolle abtupfen.

Für das Sauerkraut eine halbe Zwiebel würfeln und in etwas Öl anbraten, 500 g Sauerkraut dazugeben, mit 100 ml Weißwein und 300 ml Rindsuppe aufgießen, mit Lorbeerblättern und Piment, Salz und Pfeffer würzen.

Gekocht: Sellerie-Apfel-Suppe

Apfel und Sellerie sind im Waldorfsalat ein Dream Team, warum sollten sie nicht auch im Suppentopf harmonieren? Das Rezept dieser fruchtig-mediterranen Gemüsecremesuppe stammt von Sarah Wiener.

Apfel Sellerie Suppe

Für sechs Suppenteller voll eine Zwiebel in einem weiten Topf (oder etwas tiefere Pfanne) anschwitzen, 1 Sellerieknolle und 2 säuerliche Äpfel (beides geschält, in kleine Stücke geschnitten) dazugeben und anbraten. 1 TL Zucker darüberstreuen und mit 4 cl Calvados oder anderem hochprozentigen Alkohol darübergießen, flambieren.

Apfel, Sellerie, PetersilieFlambierenMit 100 ml Weißwein (säuerliche Sorte wie Veltliner), 100 ml Apfelsaft und 500 ml Gemüsesuppe aufgießen, 20 Minuten zugedeckt bei mittlerer Hitze kochen lassen, bis der Sellerie weich ist.

Pürieren, einen halben Becher Schlagobers (125 ml) dazugeben, mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.

Gebacken: Zweierlei Flammkuchen

Hier zwei ganz schnelle Partyrezepte – damit es auch wirklich schnell geht mit fertigem Teig zubereitet. Für die beiden Kuchen habe ich zwei Packungen Flammkuchenteig gebraucht, für das Bestreichen des Teiges einen Becher Sauerrahm (250 g) und einen Becher Creme Fraiche (150 g), gewürzt mit Salz und viel schwarzem Pfeffer.

Flammkuchen mit gehobelten Pilzen

Flammkuchen

100 Gramm Räucherkäse (zB Scamorza, gleich an der Feinkosttheke in Scheiben aufschneiden lassen) auf den bestrichenen Teig legen, 150 Gramm dunkle Champignons (oder alle möglichen anderen Pilze) waschen, putzen und in dünne Scheiben direkt auf den Flammkuchen hobeln. Mit Rosmarin bestreuen. Ca. 15 Minuten bei 220 Grad Umluft backen.

Erdäpfelflammkuchen mit roten Balsamico-Zwiebeln

Flammkuchen

Ca. 250 Gramm Erdäpfel schälen und in Scheiben hobeln, auf dem bestrichenen Teig verteilen. Drei rote Zwiebeln in Ringe schneiden, in etwas Öl anbraten, mit 2 EL Zucker karamellisieren lassen und mit 3 EL Balsamico ablöschen, mit Salz, Pfeffer und Thymian würzen. Auf den Erdäpfeln am Flammkuchen verteilen.  Ca. 15 Minuten bei 220 Grad Umluft backen.

Gekostet: Zotter Overdose

Kühler Kakao als Energy Drink, das ist die neueste Innovation aus der Schokoladenmanufaktur Zotter: Die „Overdose“, so der ein bisschen kindisch-provokativen Powerdrinks, gibt es ab sofort in drei Sorten: dark, milk und white.

Alle drei Sorten bestehen aus Fairtrade-Schokolade und Bio-Milch aus dem Ennstal, die dunkle Schoko enthält dazu Ginseng und einen Hauch Chili „Bird’s Eye“, die Milchschoko Guarana, echte Vanille, Zimt, Rosenblüten und einen Hauch Zitrone, die weiße Schoko Chaga-Pilz, Rosenblüten, einen Flash Zitrone, Vanille und Zimt.

OverdoseKalorienmäßig schlägt sich eine Dose „Overdose“ (23o ml) mit stolzen 310 Kalorien zu Buche, im Geldbeutel mit 2,75 Euro. Erhältlich hier und im Handel, zB bei Wein & Co.

Gekocht: Rotkraut mit Kichererbsen, Bulgur und Tomaten

Dieses mediterrane, vegane Rezept landete erst über Umwege bei mir: Aus Griechenland via die USA – es stammt nämlich von der Seite der New York Times.

Rotkrautkichererbsen

Für vier Portionen eine große Zwiebel fein schneiden und in Olivenöl glasig braten. Mit einer Prise Salz und zwei TL süßem Paprika bestäuben. Einen halben Kopf Rotkraut, in Streifen geschnitten, dazugeben und ein paar Minuten rühren, bis das Kraut weich wird. 400 g Tomaten in Stücken dazugeben, mit je 2 TL Zucker und Sherryessig würzen, wenn gewünscht nachsalzen. 10-15 Minuten köcheln lassen.

Eine Tasse Bulgur darunterrühren, 2 Tassen Wasser dazugeben, außerdem 400 g Kichererbsen. Aufkochen, 10 Minuten zugedeckt köcheln. Mit Petersilie (im Originalrezept: Dill) bestreuen.

Lässt sich natürlich auch mit Weißkraut kochen!

Gekocht: Spinat-Fusilli mit Zitronenbröseln

Die Idee dieses Blitz-Pasta-Rezepts stammt aus essen & trinken, ich habe allerdings frischen Spinat dafür verwendet und auch darauf verzichtet, ihn zu pürieren.

Fusilli

Für 3 Portionen 300 g Fusilli laut Packungsanweisung kochen.

Inzwischen eine Schalotte und zwei Knoblauchzehen fein würfeln, in etwas Olivenöl anbraten. 300 Gramm frischen Spinat waschen und abtropfen lassen, zum Zwiebelgemisch geben, zusammenfallen lassen. Einen kleinen Becher Creme fraiche (150 g) darunter rühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Ein wenig vom Nudelwasser dazugeben, um die Masse glattzurühren.

3 EL Semmelbrösel in ein wenig Zitronenöl goldbraun werden lassen (Achtung, das geht sehr schnell – und man kann natürlich auch anderes Öl nehmen und Zitronensaft dazugeben), gehackte Petersilie und die Zesten einer halben Zitrone und etwas geriebenen Parmesan daruntermischen.

Gekostet: Steirer Cider

Steirercider

Daran, dass zu wenige Äpfel in der Steiermark angebaut werden, kann es nicht liegen. Aber warum gibt es kaum Cider aus der Steiermark? Gut, den Haider Cider gibt es schon seit ein paar Jährchen (verbunden mit dunklen Erinnerungen an Farm Raves am Stubenbergsee …), der scheint aber technisch gesagt ein Apfelmost zu sein.

In den letzten Jahren tauchten aber plötzlich zwei Cider-Marken aus der Steiermark auf:  Einerseits das Goldkehlchen, das wird in Burgenland hergestellt, aber aus steirischen Äpfeln. In Graz ist der Premium Cider bei Jodl, bei VDB und in der Metro erhältlich.

Und dann wäre da noch der Steirer Cider. Hergestellt wird er von Mostsommelier Manfred Fauster aus Graz-Mariatrost, der sich schon damit einen Namen gemacht hat, den Most auf ein neues Level zu heben – der wird dann als Edelmost in entsprechend edlen (Wein-)Flaschen verkauft, es gibt ihn auch als Frizzante von alten Sorten. Von da ist es nur ein logischer Schritt, auch Cider anzubieten: süßen Steirer Cider, mit leichten 3,8 Prozent Alkohol und prickelnder Kohlensäure.

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Most und Cider? Cider ist moussierender Apfelwein: vergorener Apfelsaft, der meistens mit Kohlensäure angereichert wird. Und Most ist Fruchtwein aus vergorenen Äpfeln. Anders gesagt: Beim Most wird Apfelsaft mittels Kellertechnik und Hefe vergoren. Bei Cider wird hingegen bereits vergorener Apfelsaft mit reinem Apfelsaft vermischt und mit Kohlensäure versetzt. So ist Cider weniger sauer als Most und hat weniger Alkohol, laut österreichischem Lebensmittelkodex weniger als 4,5 Prozent Alkohol.

Gebacken: Kohlstrudel mit Pilzsauce

Ein vegetarisches Festessen, bei dem ich mich wirklich nicht vorstellen kann, dass hier jemand Fleisch vermisst. Für eine große Portion Umami-Geschmack sorgt nämlich der Kohl in Verbindung mit getrockneten Tomaten, Pilzen und Parmesan. Er ist (trotz Fertig-Blätterteig) etwas aufwändiger, aber einfach nachzukochen. Und der Aufwand lohnt sich.

KohlkopfFür zwei Strudel – sechs bis acht Portionen – benötigt man einen Kopf Kohl. Davon die äußeren Blätter und den Strunk entfernen, die Blätter in dicke (2-3 cm) Streifen schneiden und in einem großen Topf mit Salzwasser 5 Minuten blanchieren. Inzwischen zwei Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden, 80 g getrocknete Tomaten in Steifen schneiden. Die Zwiebel mit etwas Olivenöl anbraten, Kohl und Tomaten dazugeben, mit 50 ml von 250 ml Schlagobers aufgießen und mit Salz und Pfeffer würzen, Obers beinahe ganz einkochen lassen. Die Kohlmasse einige Minuten auskühlen lassen. Backrohr auf 200 Grad Umluft vorheizen. Und schon einmal die 20 g getrocknete Steinpilze für die Sauce in 150 ml heißem Wasser einweichen.

KohlstrudelInzwischen zwei Blätterteigplatten ausrollen. 100 g Parmesan reiben und unter die Kohlmasse mischen, eines von zwei Eiern trennen, den Dotter aufbewahren. Die restlichen Eier zum Kohl geben.  Nun die Masse auf die beiden Strudel verteilen, gut zusammendrücken und mit dem Teig bedecken, mit dem Dotter bestreichen. Für eine halbe Stunde backen.

Für die Pilzsauce 500 g Champignons putzen und in etwas Öl in einer großen Pfanne goldbraun braten. Mit dem Steinpilzwasser und dem restlichen Schlagobers aufgießen, einkochen lassen, mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft würzen.

Strudel mit Sauce anrichten, mit Petersilie bestreuen.

kohlstrudel

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