Milchschokoeis (Jeni Britton Bauer)

„Das milchigste Schokoladeneis der Welt“ verspricht Jeni Britton Bauer in ihrem Buch „Das beste Eis der Welt“ (das übrigens erst in der deutschen Übersetzung mit dem selbstbewussten Superlativ versehen wurde). Und fürwahr, das Eis, dessen Kalorienanzahl hier vermutlich jeden Rahmen sprengen würde, ist tatsächlich seeehr cremig, milchschokoladig und unglaublich gut. Wie ein gefrorener Schokopudding! Für den einzigartigen Geschmack sorgt eine Vielfalt an Zutaten, wie Kakao und Zartbitterkuvertüre, Milch, Schlagobers und Kondensmilch.

Schokoladeneis

Für 1 Liter Eismasse

Zunächst 2 EL Milch mit 1 EL + 1 TL Speisestärke (Mais- oder Tapioka-) glattrühren.

60 g Zartbitterschokolade hacken.

In einem 4-Liter-Topf 200 ml Vollmilch, 300 g Schlagobers, 230 ml Kondensmilch (am besten ungesüßt), 150 g Zucker und 2 EL Glukosesirup aufkochen, 40 g ungesüßtes Kakaopulver einrühren, 4 Minuten sprudelnd kochen lassen.

Vom Herd nehmen und Strärkemischung einrühren, nochmals aufkochen und rühren, bis die Mischung andickt. Erneut vom Herd nehmen.

Die heiße Mischung zur Schokolade geben, eine Prise Meersalz dazugeben und rühren, bis die Schokolade geschmolzen ist und die Mischung glatt.Die Eiscremebasis 30 Minuten auskühlen lassen (am schnellsten geht das in einem Wasserbad mit Eiswürfeln drin), am besten noch eine weitere halbe Stunde in den Kühlschrank stellen.In der Eismaschine rühren, bis die Mischung dick und cremig ist. In einem Behälter 4 Stunden lang tiefgefrieren.

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Wassermelonen-Limonaden-Sorbet

Schon über einen Monat dauert der „Sommer“, höchste Zeit, meine alte Eismaschine einmal wieder zu aktivieren. Jedes Jahr nehme ich mir vor, mich einmal intensiv mit der Eismacherei zu beschäftigen, jedes Jahr mache ich vielleicht ein, zwei Mal Eis. Das Buch „Das beste Eis der Welt“, das ich mir – ebenso großspurig wie dessen Titel – gleich einmal zugelegt habe, blieb bis vor kurzem unbenutzt im Kochbuchregal stehen.

Eine der Zutaten stellt mich allerdings vor ein Rätsel: Autorin Jeni Britton Bauer schwört in ihren Rezepten auf Glukosesirup, der gar nicht so einfach zu bekommen ist. „Natürlich haben wir den“, sagte die Fachverkäuferin im Reformhaus Brantner. Und führt mich sicheren Schrittes zu ein paar Flaschen Agavendicksaft. Obwohl ich Zweifel anmeldete, überredeten mich die Damen dann doch, ihn zu verwenden. Warum nicht gleich in der ersten der besten Eiscremen, die ich ausprobiert habe?

Das Ergebnis war mir jedenfalls erstmal zu süß. Und seit ich von einer lieben Freundin, Doktorin der Pharmazie, erfahren habe, dass man für Glukosesirup einfach nur Traubenzucker in Wasser auflösen muss, wird dem Agavendicksaft wohl keine große Karriere in meiner Eismaschine bevorstehen.

Wassermelonensorbet

Wassermelonensorbet

Aber nun, tada: Wassermelonen-Limonaden-Sorbet!

Für etwa 1 Liter Masse 350 ml pürierte Wassermelone (der Menge muss man sich – ausgehend von einem schmalen Stück annähren und dabei vielleicht ein wenig überschüssigen Melonensaft trinken 🙂 in eine Schüssel geben.

100 ml Zitronensaft, frisch gepresst, mit 100 g Zucker und 2 EL Sirup (Glukose!) aufkochen, bis der Zucker sich gut aufgelöst hat, abkühlen lassen. Die Zitronenzuckermischung unter das Melonenpürree mischen, die Mischung in einem Beutel in Eiswasser mind. 30 Minuten abkühlen lassen.

Die Sorbetbasis in die Eismaschine füllen und gefrieren, bis sie die Konsistenz von weich geschlagenem Obers hat – mehr als zähflüssig wird sie normalerweise nicht. Mindestens 4 Stunden im Tiefkühlgerät gefrieren lassen.

Tipp: Schmeckt super mit einem Stamperl Wodka darüber! 🙂

Besucht: Mau Shi, Graz

Dass die asiatische Küche viel mehr zu bieten kann als die ewig gleichen Klassiker, die der Großteil der Grazer Lokale so bietet – man ahnte es (Ausnahmen ausgenommen!).  Umso erfreulicher ist der Neuzugang in der Altstadtpassage (Herrengasse 7), wo bis vor kurzem die Pizzeria Regina Margeritha residierte: Mau Shi ist da! Hinter „Mauschi“, der seinen Spitznamen zum pseudochinesischen Namen für sein neues Lokal machte, verbirgt sich Manuel Angkawidjaja, der davor das „coffee + soda“, das Cafe vom Brühl, führte.

Der Untertitel des Lokals ist „De Wind’n“ und das zeugt eher vom Humor des Chefs. Die urban-urig-originelle Einrichtung (Unterwäsche an der Leine!) gefällt, das Essen auch: Wir haben uns durch Wan Tan mit Garnelenfüllung (dazu gab es pinken Krautsalat), Räuchertofusalat mit Koriander, gedämpfte Edamame mit Fleur de Sel und karamellisierte Schweinerippchen mit Reis und Salat gekostet – und das war alles sehr lecker. Die Speisekarte ist klein, aber fein – und bietet, wie eingangs erwähnt, echt einmal etwas anderes. Und auf der Getränkekarte gibt’s beispielsweise Prinzessinnenwasser, was das ist, habe ich aber noch nicht erforscht.

Hier ein paar Eindrücke von Lokal (borrowed from www.facebook.com/maushi) und vom Essen:

 

Karotten-Thymian-Quiche

Eine Quiche hat’s schon länger nicht gegeben! Dieses Mal dürfen Karotten die Hauptrolle spielen, ergänzt mit Thymian. Mit fertigem Blätterteig ratzfatz fertig.

Tarte mit Möhren und Thymian

Tarte mit Möhren und Thymian

Für eine Quiche

Das Backrohr auf 200 Grad vorheizen. Ein halbes Kilo Karotten und eine große Zwiebel schälen, gemeinsam fein hacken, mit einer halben Handvoll Thymian vermischen.

Für den Guss drei Eier mit 200-250 Gramm Schlagobers und 100 Gramm Bergkäse vermengen. Würzen.

Eine Rolle Blätterteig über einer Quicheform (26 cm Durchmesser) stülpen, überflüssige Enden abschneiden.

Zuerst das Gemüse auf dem Teig ausbreiten, mit dem Guss überziehen, etwa 40 Minuten lang backen, bis sie schön braun ist.

Salat mit Wassermelonen, Feta und Minze

Keine Ahnung, woher der Wassermelonen-Feta-Salat plötzlich herkam, gegessen habe ich ihn vor ein paar Jahren erstmals im Münchner Veggie-Tempel Prinz Myshkin. Nun, an einem heißen Tag, an dem mir noch dazu ein großes Stück Wassermelone von einem Wassermelonen-Limonaden-Sorbet übrig blieb, habe ich mich wieder dran erinnert. Und ihn hunderte Male im Internet gefunden. Für mein Rezept habe ich mich an Martha Stewart orientiert, die statt der Minze allerdings einen Bund Rucola in den Salat gibt.

Salat mit Wassermelone, Feta und Minze

Salat mit Wassermelone, Feta und Minze

Für eine mittlere Schüssel voll ein Achtel Wassermelone in ca. 3×3 cm große Würfel zerteilen, mit einer halben roten Zwiebel, in feine Ringe geschnitten, einer halben Packung Feta, zerkrümelt, und einer großen Handvoll Minze, geschnitten, vermischen. Für das Dressing zwei EL Olivenöl und zwei EL weißen Balsamico (oder Weißweinessig) vermischen, mit Salz und Pfeffer würzen.

Parmigiana

Ein italienischer Klassiker, den man viel öfter essen sollte: Parmigiana di Melanzane, ein Gratin aus Auberginen, Paradeisern, Mozzarella und Parmesan, der garantiert auch Fleischesser überzeugt. Für das Rezept habe ich mich weitgehend an einem Rezept von Jamie Oliver orientiert. Zumal der mit der Grillmethode viel Fett spart (in einem anderen Rezept aus meiner Sammlung werden die Melanzani nämlich in Öl frittiert). Jamie wäre aber nicht Jamie, wenn er die gesparten Kalorien nicht wieder hineinschummeln würde: Er verwendet gleich vier Handvoll geriebenen Parmesan.

Parmigiana

Für vier Personen drei Melanzani in 1 cm breite Scheiben schneiden, kräftig salzen und etwa eine halbe Stunde lang ziehen lassen, bis Wasser austritt: die Bitterstoffe. Diese mit einem Küchentuch abtropfen. Die Melanzani danach in einer Grillpfanne oder im Backrohr mit Grillfunktion oder auf dem Griller – wait for it – grillen. Am allerbesten so lange, bis sie leicht angekokelt sind.

Für die Tomatensauce eine Zwiebel und zwei Knoblauchzehen, fein gewürfelt, in Öl anbraten. 500 ml passierte Tomaten zufügen, köcheln lassen, mit Salz, Pfeffer und gerebeltem Oregano würzen.

Zwei Packungen Mozzarella in dünne Scheiben schneiden.

Melanzanischeiben in eine Auflaufform schichten (Einfetten ist nicht notwendig). Mit Tomatensauce begießen, jede Scheibe mit einer Mozzarellascheibe belegen. Das ganze mit einer weiteren Schicht wiederholen. Ganz obenauf kommt eine großzügige Schicht geriebener Parmesan. Das ganze bei 190 Grad (Umluft) eine halbe Stunde lang backen.Mit gehacktem Basilikum bestreuen. Mit Brot servieren. Schmeckt auch kalt, falls man es je so weit kommen lässt.

Besucht: Esszimmer, Salzburg

Ein Après-Festspielwochenende in Salzburg: Da muss man den Abend schon mit etwas Besonderem ausklingen lassen. Die Preise im Hangar-7-Restaurant waren uns gar zu abgehoben,  über Google findet man Hinweise auf Menüs um 150-175 Euro. Dagegen isst man im Esszimmer bei Andreas Kaiblinger, der mit drei Hauben und einem Michelinstern ausgezeichnet wurde, ja wirklich günstig: Das vegetarische Menü kostet 64 Euro, das Fischmenü 85 Euro (je fünf Gänge plus drei Grüße, ohne Gedeck und Getränke).

Was wir dafür bekommen haben kann sich wirklich sehen lassen. Und dafür, mich daran noch ein bisschen mittels schlechter Handyfotos erinnern können, schäme ich mich gerne ein wenig beim dämlichen Fotografieren der Teller im Restaurant. 😉

Ja, es war genau so gut wie es aussieht …!

 

Brokkoli in Asia-Marinade

Mit ihm kann man’s ja machen – fast alles nämlich. Diesmal wird der Brokkoli mit einer asiatischen Sauce aus Sojasauce und Sesamöl, mit Knoblauch und Ingwer, zubereitet. Ganz einfach und ganz raffiniert. Das Rezept stammt von Jamie Oliver. Ja, schon wieder.

Ich habe mich an der Variante aus dem Blog Elly’s Art orientiert, hier gibt es die vielleicht ganz originale Jamie-Variante mit Balsamico und Chili. Wird demnächst ausprobiert.

Brokkoli asiatisch

Für zwei Portionen als Hauptgericht (oder vier als Beilage) einen Kopf Brokkoli in Röschen teilen, den Strunk in dünne Scheiben schneiden. 1 TL Sesam (ich hatte nur schwarzen, optisch schöner ist sicher normaler) in einer Pfanne ohne Fett rösten und beiseite stellen. Brokkoli mit Dämpfeinsatz über ein wenig Wasser dämpfen, das dauert knapp 10 Minuten. Inzwischen fünf Knoblauchzehen in feine Scheiben schneiden, in 3 EL Olivenöl knusprig frittieren, aber herausnehmen, bevor sie dunkelbraun werden. Auf Küchenpapier trocknen. Mit dem Knoblauchöl, 3 EL  Sojasauce und einem halben TL Sesamöl eine Marinade zubereiten. Ein daumengroßes Stück Ingwer sehr fein schneiden und unter die Marinade mischen. Den Brokkoli abseihen und noch heiß mit der Marinade übergießen, mit Sesam und Knoblauchchips bestreuen und etwas Limettensaft beträufeln.

Karfiol in Paradeisersauce

Gemüsehirn im TopfEin bisschen schaut er wie ein Gehirn aus, dachte ich mir als der Karfiol (in Deutschland besser bekannt als Blumenkohl) so in der Tomatensauce vor sich hin köchelte (siehe Bild rechts).

Das Rezept mag wie ein uraltes italienisches Rezept klingen, ist aber in Wirklichkeit eine Erfindung Jamie Olivers. Der Karfiol wird im Ganzen im Topf in einer Paradeisersauce mit Oliven geköchelt.

Fleischtiger servieren das Ganze am besten mit Lamm, Vegetarier sind bestimmt auch so glücklich.

 

 

Hier das Rezept – für vier Beilagen- und zwei Hauptgerichts-Portionen:

Wichtig ist die Auswahl des Topfs, der sollte die richtige Größe haben, damit der Karfiol zur Hälfte darin köcheln kann. Die Formel lautet: Karfioldurchmesser plus 2 cm rundherum.

Einen ganzen Karfiol von Blättern und Strunk befreien, die schönen Stücke des Strunks klein hacken. Den Strunk mit einer Zwiebel und fünf Knoblauchzehen, beides klein gewürfelt, in etwas Öl ca. 10 Minuten lang braten, bis sie Farbe angenommen haben. Dann eine gute Handvoll schwarze Oliven (entsteint), sechs Sardellen (grob in Stücke geschnitten) und die Stängel einer Handvoll Petersilie (klein geschnitten) mitbraten. Zwei Dosen Pellati-Paradeiser  hineingießen, die Paradeiser gegebenenfalls mit einer Gabel zerdrücken. Mit einem großen Spritzer Rotweinessig verfeinevern. Die Sauce zum Kochen bringen.

Dann den Karfiol vorsichtig in die Sauce setzen. Er sollte etwa halb eingetaucht sein. Mit etwas Olivenöl beträufeln, Deckel drauf und 40 bis 50 Minuten garen, bis er schön weich ist. Vor dem Servieren – etwa in einer Schüssel – mit den gehackten Petersilienblättern bestreuen.

Lässt man die Sardellen einfach weg, ist das Gericht sogar vegan.

Karfiol in Paradeissauce

 

Rohnensalat mit Mango und Avocado

Rohnen können einfach fast alles. Nämlich auch, sich in einem fruchtig-süßen Sommersalat nahtlos einfügen. Das Rezept stammt von der Seite fressbox.at aus meiner Heimatstadt Graz und macht natürlich auch optisch auch einiges her. Ich habe ihn nur ganz leicht variiert, erstens die Walnüsse weggelassen, ganz einfach weil ich sie einzukaufen vergessen habe. Und zweitens habe ich die Anzahl der Zwiebeln halbiert, eine reicht völlig aus.

Rohnensalat mit Mango und Avocado

Für eine mittelgroße Schüssel voll:

Eine rote Zwiebel in Ringe schneiden, eine Mango schälen und eine Avocado schälen und grob würfeln, zwei große Rohnen (bereits geschält und gekocht) ebenfalls grob würfeln. Das ganze in einer Schüssel mit weißem Balsamico und Olivenöl marinieren, mit Salz und Pfeffer würzen.

Eventuell noch geröstete Walnüsse oder Kräuter (Petersilie, Schnittlauch, je nach Vorlieben) dazu.

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