Klare Kohlrabisuppe

Die vornehme Alternative zur köstlichen Kohlrabicremesuppe ist eine köstliche Klare Kohlrabisuppe. Diese hier stammt aus dem Buch „Österreich vegetarisch“ und wird eigentlich mit „normalen“, grünen Kohlrabi und violetten Erdäpfeln als Einlage zubereitet. Unsere Kohlrabi waren halt violett und die Erdäpfel gelb. Auch schön!

Klare Kohlrabisuppe

Für 2-4 Portionen: 3 von 4 Kohlrabi ungeschält in kleine Stücke schneiden, mit 750 ml Wasser in einen Topf geben und erhitzen, währenddessen 2 Schalotten und 1 Knoblauchzehe (geschält, halbiert), Salz, 3-4 Pfefferkörner (zerstoßen), eine Prise Kümmel und eine Prise Muskat dazugeben (für eine scharfe Variante noch eine Chilischote). Aufkochen lassen. Bei kleiner Flamme etwa 40 Minuten ziehen lassen.

2 Erdäpfel für die Einlage kochen, schälen, in Scheiben schneiden. Den übrig gebliebenen Kohlrabi schälen, in feine Würfel schneiden, in Salzwasser blanchieren. 4 Kohlrabiblätter waschen und in feine Streifen schneiden.

Suppe mit einem Spritzer Zitronensaft abschmecken, durch ein Tuch oder feines Sieb abseihen. Mit Kohlrabiwürfeln, Kartoffel und dem in feine Streifen geschnittenen Kohlrabigrün anrichten.

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Tarte Tatin mit Fenchel und Pastinaken

Eine Tarte Tatin habe ich erst einmal gemacht, nämlich mit Roten Rüben. Das Besondere daran ist, dass die Tarte kopfüber gebacken wird: Man weiß also erst kurz vor dem Servieren – im aufregenden Moment, wenn sie aus der Pfanne auf den Teller gestürzt wird – wie sie aussehen wird. Leider lang nicht so gut wie auf dem foodgestylten Bild im Frisch gekocht Magazin, aber auch nicht ganz übel. Und Hauptsache, es hat geschmeckt! 😉

Tarte Tatin mit Fenchel

Zubereitet ist die Tarte recht schnell: Zwei Knollen Fenchel putzen, den Strunk entfernen und in dünne Streifen schneiden. Grün beiseite legen. Zwei Pastinaken schälen und ebenfalls in dünne, lange Scheiben schneiden.

Hintereinander mit etwas Olivenöl anbraten, bis es weich ist (ca. 5 Minuten), Fett abtupfen. In einer großen, tiefen Pfanne oder einer Backform (rund 25 cm Durchmesser) die Gemüsemischung einrühren und mit 2 Knoblauchzehen (fein geschnitten), 3 Zweigen Thymian und Salz und Pfeffer (ich nahm Orangenpfeffer) vermengen. Mit 80 ml Gemüsesuppe benetzen.  1 Rolle Fertig-Blätterteig quadratisch zuschneiden und auf das Gemüse legen, den Rest an den noch offenen Seiten dazustoppeln.

20 Minuten auf mittlerer Schiene backen, bis der Teig goldbraun ist (notfalls gegen Ende der Backzeit mit Oberhitze arbeiten). Wenn die Tarte fertig gebacken ist, vorsichtig auf einen Teller stürzen. 2 EL Olivenöl, 1 EL weißen Balsamico, 1/2 TL Dijonsenf und 2 TL Zitronensaft vermischen, auf die fertige Tarte träufeln. Mit Fenchelgrün bestreuen.

Zucchini-Erdäpfel-Tortilla

Ein einfaches, schnelles, gutes, vegetarisches und günstiges Mittagessen: die gute alte spanische Tortilla!

Hier eine Variante mit Zucchini.

Tortilla

Für zwei Portionen: Backrohr auf 160 Grad vorheizen (Umluft).

400 g Kartoffeln schälen, kochen (lässt sich auch am Vortag vorbereiten) und in dicke Scheiben schneiden. Einen Zucchino ebenfalls in Scheiben schneiden. Eine Zwiebel schälen und würfeln.

Die Kartoffeln in Olivenöl leicht knusprig anbraten, Zwiebel und Zucchini dazugeben und ein paar Minuten mitbraten. Vier Eier mit 100 ml (oder 8 EL) Milch verquirlen, kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Die Gemüsemischung in eine Form geben und mit der Eiermischung übergießen, im Backrohr 30 Minuten backen – bis die Masse fest wird.

Dazu: Salat!

Besucht: Hasewend’s Kirchenwirt, Eibiswald

Das Gasthaus Hasewend in Eibiswald ist nicht gerade ein Geheimtipp: Das uralte Familienlokal mit hauseigener Fleischerei und Programmkino (das heuer seinen 101. Geburtstag feiert!!) ist Mitglied bei Slow Food und in jedem Restaurantführer, der etwas auf sich hält, zu finden. Davon zeugt auch der dicke Stapel, der im Lokal zum Durchblättern aufliegt. Gleich neben dem lokaleigenen Magazin „Die Liese“ übrigens. Wichtig ist aber, was auf den Teller kommt, und das ist offenbar sogar noch besser geworden, seit Sohn Bernd Hasewend letztes Jahr nach Lehrjahren in Graz und Wien die Küche von seiner Mutter Josefine übernommen hat.

Die Vorspeisenvariation bietet eine tolle Auswahl aus steirischen Köstlichkeiten – ganz wichtig: die selbst gemachten Fleischspezialitäten wie Kübelfleisch und Zelodec, eine Sulmtaler Schinkenrohwurst. Der Wildbacher Seesaibling kommt mit Nacktgersterisotto, gegrilltem Kürbis und gelbem Paradeiserfond schwer haubenverdächtig daher, ein schlichtes Gemüserisotto entpuppt sich als gespickt mit einer sensationellen Auswahl an frischem Marktgemüse.

Besucht: Liepert’s Kulinarium, Leutschach

In der Südsteiermark ist in kulinarischer Hinsicht ja einiges im Umbruch: Gerhard Fuchs verabschiedete sich ja schon vor längerer Zeit vom Kreuzwirt in Leutschach, mit 1. Oktober eröffnet er sein neues Lokal „Die Weinbank“ in Ehrenhausen. Und Tom Riederer ist von seinem „T.O.M. am Kochen“ in Leutschach kürzlich in den Pfarrhof in St. Andrä im Sausal gewechselt. Die Stellung im ehemaligen Haubenmekka Leutschach hält nun Riederers hochtalentierter Koch Manuel Liepert: In den Räumlichkeiten am Hauptplatz hat er im April Liepert’s Kulinarium eröffnet. Noch nicht bewertet, aber ziemlich sicher auf Zwei-Hauben-Kurs … Mindestens!

Sehr liebevoll angerichtete, kreative und schlüssige Gerichte, ein sehr sympathisches und junges Team, eine ordentliche Weinkarte – es hat sehr gefallen. Auch toll ist übrigens das Zimmer – richtig gelesen, es gibt nur eines!

Besucht: Weinkuchl im Loisium

Als Aufwärmübung für eine längere Wandertour gönnten wir uns eine Nacht im Loisium in Ehrenhausen. Nicht ganz billig, aber seeehr toll. Das angeschlossene Restaurant „Weinkuchl“ ist ganz in Ordnung (eine Haube, 14 Punkte), das Frühstücksbuffet in schlichtweg sensationell …

Hier ganz einfach ein paar Impressionen davon, ich finde weder Rechnung noch Online-Speisekarte 😉

Karotten-Ingwer-Suppe mit Limetten-Obers

Eine fruchtig-wärmende Variante des Klassikers aus Karotten und Ingwer, gefunden bei den Küchengöttern.

Karottensuppe

Für vier Teller ein halbes Kilo Karotten schälen und in gleichmäßige Stücke schneiden. Eine Zwiebel schälen und grob zerteilen. Ein großes Stück Ingwer (vielleicht so 10 cm) schälen und fein schneiden.

Die Zwiebel in etwas Rapsöl glasig anbraten, Karotten und Ingwer dazugeben, zwei Minuten mitbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen (wer’s mag: ein Hauch Kardamom ist auch nicht übel!). Dann mit 750 ml Gemüsesuppe übergießen, 15 Minuten kochen.

Inzwischen eine Limette heiß abspülen, Schale abreiben. Den Saft auspressen (kommt später in die Suppe). 150 ml Schlagobers (Sahne) einigermaßen steif schlagen, Abrieb untermischen.

Wenn das Gemüse weich ist, Suppe pürieren. Limettensaft und die Hälfte des Obers einrühren, nochmals abschmecken. Mit dem restlichen Obers servieren.

Salat mit kandierten Kirschen, Ziegenkäse und Walnüssen

Ich liiieebe kandierte Kirschen. Und da ich neulich welche zur Verzierung von Schoko-Kirsch-Cupcakes, über die an dieser Stelle kein Wort mehr verloren wird, gekauft habe, musste ich den ständigen Naschdrang unterbinden, indem ich sie verkoche. Die Idee war vielleicht ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber gar nicht so weit hergeholt: Wenn Ziegenkäse so gut mit getrockneten Cranberries funktioniert, warum nicht auch mit Kirschen. Auch wenn die natürlich ein ganzes Stück süßer sind.

kirschsalat

Die Versuchsanordnung: Ein halber Kopf Salat, etwas Ziegenfrischkäse, je 3 TL Walnüsse (gehackt) und kandierte Kirschen (geviertelt). Das Dressing: Olivenöl, Balsamico, ein wenig Honig, Kräutersalz und Pfeffer. Das Ergebnis: eigentlich ganz gelungen, beim nächsten Mal werde ich aber mindestens zur Hälfte Bittersalate verwenden, da das Ganze doch zu süß geworden ist.

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