Selleriecremesuppe mit Speck und Rosmarin

Mein Liebster ist für Knollensellerie nur dann zu begeistern, wenn man ihn aus dem Essen fast nicht herausschmeckt. Deshalb hat er sich – frei nach diesem Rezept hier auf BBC Good Food mit Pancetta und Thymian – sein eigenes Süppchen mit Frühstücksspeck und Rosmarin gekocht, das ich hier vorstellen darf:

SelleriesuppeFür ca. 6 Suppenteller voll …

eine mittelgroße Sellerieknolle schälen und grob würfeln. 100 g Frühstücksspeck gleich im Suppentopf knusprig braten und beiseite stellen. Eine Zwiebel, grob gewürfelt, in etwas Butter anbraten, vier Rosmarinzweige und 1 TL Estragonsenf sowie 1 TL Tomatenmark (oder Bioketchup) dazugeben, mit der Zwiebel 5 Minuten braten. Selleriewürfel dazugeben, weitere 5 Minuten anbraten.

Mit 1,5 Litern Suppe (Hühner-, Gemüse- oder Rinds-, je nach Geschmack) aufgießen, 10-15 Minuten lang kochen, Rosmarin herausfischen. Sobald der Sellerie weich ist, die Suppe pürieren. Einen kleinen Becher Crème fraîche light einrühren und nochmals aufkochen.

Und schließlich mit frischen Rosmarinzweigen und dem Speck servieren.

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Avocados mit Tahini-Joghurtsauce und Granatapfel

Wenn ich nach einer Rezeptidee im Internet suche, dann hat das meistens einen Grund: Es gibt irgendetwas im Kühlschrank, das endlich mal aufgegessen werden sollte. In diesem Fall war es ein Glas Tahini, diese israelische Sesampaste, die vom letzten Mal Hummus zubereiten übrig geblieben ist. Zunächst war ich unsicher, ob ich es nicht doch wegwerfen soll – es war doch schon einige Monate lang geöffnet im Kühlschrank. Es war zwar nicht abgelaufen, doch es stand kein Hinweis auf dem Glas über die Haltbarkeit nach dem Öffnen. Internetrecherchen ergaben, dass man es bedenkenlos essen kann – vor allem, wenn es das Tahini noch mit Öl bedeckt ist. Also … los!

Das Rezept meiner Wahl steht auf mehreren Seiten, u.a. Chefkoch.de (User Safaro), daher kann ich nicht sagen, woher es eigentlich kommt.

Avocadosalat

Zuerst wird die Tahini-Joghurtsauce zubereitet: Dafür 4-5 EL Tahina (im Originalrezept sind es sogar 100 g, das fand ich zu viel) mit etwas Wasser glattrühren, dann mit dem Saft einer halben Zitrone (bitte ein bisschen davon übrig lassen), einer Prise Salz und zwei Knoblauchzehen (zerdrückt) in eine Schüssel geben. Mit einem Becher Joghurt (250 g) zusammenrühren, bis alles gleichmäßig vermischt ist, mit weißem Pfeffer, Cayennepfeffer, 1/2 TL gemahlenem Kreuzkümmel und 1/2 gemahlenem Koriander würzen.

Zwei reife Avocados schälen und entkernen, in Spalten schneiden, auf dem Teller anrichten und mit dem restlichen Zitronensaft beträufeln (damit sie nicht braun werden). Das Tahini-Joghurt über die Avocados geben. Kerne aus einem halben Granatapfel kratzen und darüber streuen. Kräuter (am besten wohl Minze, ich habe grad nur Rucola bekommen, was natürlich nicht zu den Kräutern zählt, aber aber auch gut schmeckte), darüber zupfen. Zuletzt noch 50 g Mandelblättchen in einer Pfanne ohne Fettzugabe anrösten, ebenfalls darüber streuen.

Durchgekostet: Sri Lanka

Ui. Schon gute eineinhalb Monate seit meinem letzten Post. Die Hälfte davon waren wir aber unterwegs: im wundervollen Sri Lanka. Da haben wir uns ordentlich durchgekostet, wenn auch vielleicht nicht ganz so scharf – wir haben fast ausschließlich in den Hotels gegessen.

Das allerwichtigste Gericht  ist natürlich Rice & Curry, das bekommt man wirklich überall serviert. Üblicherweise sucht man ein Curry seiner Wahl aus – und bekommt dann einen Teller Reis und mindestens drei Schüsselchen mit dem gewünschten Curry plus einem weiteren und ein Dal (mildes Linsencurry), dazu Papadam (die köstlichen frittierten Fladen aus Linsenmehl) und vielleicht auch noch Pol Sambol (ein köstlicher Mix aus fein geraspelter Kokosnuss, roten Zwiebeln, Tomaten, Chili, Limette und Gewürzen).

Rice & Curry, Forest Rock Garden Resort, Sri Lanka

Rice & Curry, Wathsala Inn, Sri Lanka

Rice & Curry, Wathsala Inn, Sri Lanka

Gegessen wird übrigens mit den Händen – ganz ehrlich haben wir’s nicht einmal probiert. Das Essen sah einfach zu köstlich aus, um sich da lang mit ungeschickten Versuchen, es mit den Fingern in den Mund zu befördern, aufzuhalten.

Wenn ihr einmal nach Sri Lanka fahrt, solltet ihr unbedingt folgendes kosten:

Roti. Ein eher trockener Fladen aus Mehl und Kokosraspeln, den man zum Frühstück oder so als Snack ist. Am besten im Sambol.

Hoppers. Die sind uns täglich am Frühstücksbuffet begegnet: Meistens als String Hoppers, das sind Fladen aus spaghettiartigen Nudeln, die man mit Curry isst. Normale Hoppers gibt es auch, die haben wir allerdings nie bekommen. Die ganz dünnen Pfannkuchen werden in einer hochwandigen Pfanne zubereitet. In der „Luxusvariante“ mit einem hineingeschlagenen Ei sind es „Egg Hoppers“. Sehr köstlich!

Egg Hopper

Egg Hopper

Curd & Treacle. Der srilankesische Klassiker zum Dessert: Curd, ein dicker Wasserbüffeljoghurt – eher Frischkäse -, den man klassischerweise mit Palmhonig (Treacle) isst. Eine andere typische Süßungsvariante ist mit Jaggery, dunkelbraunem Palmzucker.

Was die Früchte angeht: die kleinen Bananen, die Mangos, Ananas, Papaya und Wassermelone bekommt man in den Hotels ständig angeboten. Seltener bekommt man als Touri auch die Früchte, die weniger gängig sind: zum Beispiel der Wood Apple, eine seltsame Frucht, die außen holzig und hart ist, dafür innen wie verfault aussieht. Ihr Saft sieht aus wie bereits schon einmal gegessen und schlecht verdaut. Aber bitte trotzem kosten – schmeckt zumindest wesentlich besser als die Optik verspricht! Nicht kosten konnten wir die Mangustanen, Rambutan (eine Lychee-Art) und die roten Bananen (Ratu Kessel), dafür aber den Saft der überall erhältlichen Königskokosnüsse (Thambili), die vor dem Kunden am Stand geöffnet werden.

Auch beim Gemüse gibt es interessante Dinge zu entdecken: Okras (Ladyfingers), Schlangengurken, Süßkartoffeln, ganz andere, aber toll ausschauende Melanzani/Auberginen oder, recht gewöhnungsbedürftig: die Bittergurke.

Bittergurke

Bittergurke

 

Hier noch ein paar Eindrücke vom Markt:

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