Besucht: Promenade, Graz

Aus dem schicken Stadtparklokal – das es übrigens schon seit 1870 (!) gibt – ist seit der Übernahme durch Judith und Gerald Schwarz und Simon Posegger ein noch schickeres geworden. Seit der Eröffnung, bei der sich die VIPs nur so stapelten, bin ich nicht mehr dort gewesen. Nach einem frühlingssonntäglichen Burggarten-Spaziergang war es nun aber so weit: Wir nahmen auf einen Spritzer und eine Kleinigkeit zu essen im Gastgarten Platz. Und waren durchaus angetan von der Speisekarte: Es gibt viel verheißende Frühstücksvariationen (zB Geröstetes Sauerteigbrot mit Paradeisern, Spiegelei & Ruccola um € 4,20 oder „Gib mir Saures“ – Rollmops, Teufelsroller, Toastbrot und Virgin Mary um € 3,50 oder Rohkost um € 2,90) und auch das Kuchenangebot klingt sehr fein, wir haben ein paar Gerichte aus der Tapas-Karte gekostet …

Tapas im Promenade
Hier zwei der Tapas: ein feiner Kichererbsensalat mit Bärlauchsauerrahm (€ 3,90) und knusprigem Speck, dahinter Bohnensalat mit Tomaten und frischer Minze (ebenfalls € 3,90)

Burrata im Promenade

Hier ein Gericht aus der Abteilung für den größeren Hunger: eine cremige Buratta mit Ruccola, sonnengetrockneten Tomaten, Pesto genovese (€ 9,50)

Spritzer im Promenade
Und hier die Spritzer 🙂

Dass das Essen gut schmeckt, kann man glaube ich erkennen, das Preis-Leistungsverhältnis geht in Ordnung – wenn auch schon deutlich im oberen Bereich, optisch ist das Lokal mehr als nur gelungen (ich liebe den Fußboden!) und hebt sich von der vermeintlich originellen Einheitshipstereinrichtung deutlich ab. Empfehlenswert bei einem Promenadebesuch ist allerdings neben der gut gefüllten Brieftasche eine ausreichende Schickimickitoleranz. Aber man soll Lokale, die einem gefallen, nicht unbedingt den Leuten überlassen, die einem möglicherweise nicht so sympathisch sind, oder?

Promenade (c) Promenade/Kernasenko
So schaut’s aus! Foto geborgt von Promenade auf Facebook (c) Joel Kernasenko

Hard Facts:
Promenade, Erzherzog Johann Allee 1, 8010 Graz
Telefon: 0316 813 840
E-Mail: promenade@aiola.at
promenade.aiola.atwww.facebook.com/CafeBarPromenade
Geöffnet: Mo-Do 9.00-1.00 • Fr-Sa 9.00-2.00 • So 9.00-0.00

Galettes mit Spinatfüllung

Einer von vielen Vorteilen der Weizenmeiderei in der Fastenzeit: Man kommt auf Alternativen, die nicht nur gesünder sind, sondern auch viel besser schmecken. Wie zum Beispiel Buchweizen für Palatschinken. Das gibt’s auch auf Österreichisch – oder in diesem Fall auf Französisch: hier ein Rezept für betronische Galettes.

galette

Für 6 Galettes rührt man 250 Gramm Buchweizenmehl mit 1/4 Liter Milch, einem Ei und einer guten Prise Salz zu einem glatten Teig zusammen. Mit ca. 100 ml Wasser verdünnen, je nach Belieben. Mindestens eine halbe Stunde ruhen lassen.

Inzwischen das Backrohr auf 180 Grad vorheizen. Und die Füllung vorbereiten: Einfach eine große Zwiebel mit zwei Knoblauchzehen fein würfeln und in etwas Öl anbraten, ein Kilo frischen Spinat dazugeben und zusammenfallen lassen, Schafs-/Ziegen-/Frischkäse hineinrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Galettes wie Palatschinken in einer heißen, eingefetteten Pfanne braten. Mit der Spinatmischung füllen, an vier Seiten zusammenklappen, mit Parmesan bestreuen. Im Backrohr ca. 10 Minuten überbacken, bis der Käse geschmolzen ist.

Kerala-Gemüsecurry mit Papadams und Nelkenreis

Dieses un-glaub-lich gute südindische Gemüsecurry war die perfekte Gelegenheit, endlich die 100er-Packung Papadam-Brot, das wir im Sri Lanka Urlaub am Markt in einem winzigen Dorf mitgenommen haben, weiterzubringen. Es stammt aus Jamie Olivers 15-Minuten-Dinners, aber ganz so schnell geht’s natürlich nicht wie Herr Oliver verspricht. Vielleicht, wenn man schon alles fix und fertig vorbereitet, geschält und geschnipselt hat, aber wer hat das schon. However, die vielleicht 40 Minuten Kochzeit lohnen sich absolut.

Kerala-Curry

Für vier hungrige Curry-Fans

1. Reis: Eine Tasse Reis in 2 Tassen Wasser mit ca. 10 Nelken und einer Prise Salz kochen. Wer nicht weiß, wir’s geht, schaut auf die Packungsanleitung.

2. Curry: (Kokos-)Öl in einer großen Pfanne erhitzen, darin je einen TL Senfsamen, Kurkuma und Bockshornkleesamen plus eine kleine Handvoll Curryblätter anrösten. Inzwischen kommt der bei Oliver so beliebte Multizerkleinerer zum Einsatz: Zwei Knoblauchzehen, ein daumengroßes Stück Ingwer, Stängel eines Büschels Koriander und sechs Frühlingszwiebel darin zerkleinern und die Mischung ebenfalls in die Pfanne geben. Einen halben Kopf Karfiol (Blumenkohl) in Röschen zerteilen, auch er kommt jetzt in die Pfanne. Wie auch eine Dose Kichererbsen (abgetropft) und eine Viertel Ananas, in Würfel zerschnitten. Das Ganze wird mit einer Dose Kokosmilch aufgegossen darf nun 10-15 Minuten vor sich hin köcheln. Wenn der Karfiol fast durch ist, kommt zum Schluss noch eine Handvoll Cocktailtomaten, in Hälften geschnitten, dazu.

3. Papadams: Je nach Packungsanleitung die Papadams (gibt’s für alle, die nicht mal schnell nach Sri Lanka oder Indien fliegen möchten im Asiamarkt) in der Mikrowelle aufpoppen lassen oder in einer weiteren Pfanne in (Kokos-)Öl erhitzen und dort poppen lassen.

4. Joghurtdip: 3 gute EL voll Joghurt mit einem Spritzer Zitronensaft und viel Minze verrühren. Für eine vegane Variante gibt’s einfach ein feines Chutney dazu. Oder natürlich Sojajoghurt mit Minze.

Wenn alles fertig ist, das Curry noch mit Zitronensaft abgeschmecken und mit Koriander bestreut servieren.

Besucht: Kunsthauscafé Graz

Zwölf Jahre nach der Eröffnung des Grazer Kunsthauses hat der Friendly Alien jetzt endlich ein Café, das dem Haus entspricht. Nix gegen die vielen früheren Betreiber, die in den hinteren Räumlichkeiten 11 Jahre ihr Bestes versucht haben, aber die Café-Versuche auf der Lendkai-Seite waren eine Themenverfehlung gegen die jetzige Öffnung auf der Seite des Südtiroler Platzes. Wofür aber wohl nur die Kunsthaus-Leitung etwas kann.

Wichtiger ist aber, was jetzt im neuen Kunsthauscafé passiert: Dafür ist das Team um Eckstein-Chef Michael Schunko nämlich in der ersten Reihe der Hipsterschule gesessen und hat ordentlich aufgezeigt. Das zeigt schon mal ein Blick auf die Getränkekarte – da gibts „handgepflückte“ Säfte vom Biofux aus Feldbach, Flaschenlimo in hippen Marken und Sorten wie LemonAid, Wostok Tanne und Club Mate, Detox-Smoothies (um wohlfeile 4,90 Euro) und ausgewählte Spirituosen wie den steirischen Aijst-Gin (7,50 für 4 cl).

Essen gibt’s auch – ein Blick auf die etwas bummelwitzige Speisekarte: „Gib mir nen Kuss Cous“ ist Couscous mit Feigen, Pitabrot, griechischem Joghurt, Gurken und Radieschen (9,50), „Hipsterfutter“ Bulgur mit Limetten, Grapefruit, Tzatsikicrostinis, Salatherzen und Olivenöl (9,50). Um zwischen 13 und 15 Euro gibts auch Burger und Pasta, dazu Suppen und täglich wechselnde Mittagsgerichte.

Wir haben uns durchs Frühstück gekostet (sorry für die schlechten Fotos wieder mal) …

Pablo Picasso Frühstück mit eingelegtem Gemüse, Avocadocreme, Lachs, Garnelen, Dijon-Honigdip, Creme Cheese mit Kräutern

Pablo Picasso Frühstück mit eingelegtem Gemüse, Avocadocreme, Lachs, Garnelen, Dijon-Honigdip, Creme Cheese mit Kräutern

Modern Art Frühstück: Bacon, Würstchen, Hash Browns, Spiegelei, Hollandaise und Kräuter

Modern Art Frühstück: Bacon, Würstchen, Hash Browns, Spiegelei, Hollandaise und Kräuter

Himbeer-Cheesecake mit Vanilleespuma (Modern Art Frühstück)

Himbeer-Cheesecake mit Vanilleespuma (Modern Art Frühstück)

Detox-Saft: Pflücksalat, Gurke, Kokos, Ananas & Banane

Detox-Saft: Pflücksalat, Gurke, Kokos, Ananas & Banane

Unser Frühstücksfazit: Die Variationen wirken vielleicht auf den ersten Blick etwas teuer („Modern Art“ kostet 11,50, „Pablo Picasso“ 12,70 Euro; Kaffee ist nicht dabei, je 2 Stück Gebäck im Papiersackerl aber schon), das Preis-Leistungs-Verhältnis geht aber absolut in Ordnung: die Qualität ist toll, alles ist absolut liebevoll zubereitet und angerichtet.

Hier noch die Hard Facts:
Ab 9. April geöffnet von Mo bis Sa: 9–23 Uhr So: 9–18 Uhr
Kontakt:  Tel.: +43-316/714 957
info@kunsthauscafe.co.at
www.facebook.com/kunsthauscafe

Asiatische Vichysoisse

Ganz klassisch habe ich sie ja schon einmal gekocht, die Vichysoisse. Dass man aus der schlichten Schönheit der Erdäpfel-Lauch-Suppe auch köstliche Variationen machen kann: Na klar! Es folgt ein Rezept von Frank Rosin – auch bekannt als TV-Restaurant-Retter -, in dem er dem Klassiker mit Ingwer, Zitronengras, Kokos und Chili einen asiatischen Touch verleiht. Ganz einfach und doch so raffiniert. Rosin setzt dem ganzen mit einem Tunfischtatar die Krone auf, wir haben uns in Ermangelung fangfrischen Tunfisches für Tunfischlaibchen (-Frikadellen) entschieden.

Vichysoisse

Für 6 Teller Suppe 800 g Erdäpfel sowie 140 Gramm Lauch (Porree) putzen, waschen und in grobe Stücke schneiden. 2 Schalotten und ein daumengroßes Stück Ingwer schälen und fein würfeln. 1 Stange Zitronengras in grobe Stücke schneiden.

(Kokos)öl in einem weiten Topf erhitzen. Alles obige bei mittlerer Hitze andünsten, mit 1 TL Kurkuma bestäuben. 1 Chili fein schneiden (ev entkernen) und dazugeben. Mit 1 Liter Gemüsefond und 1 Dose Kokosmilch aufgießen, aufkochen lassen. Ca. 20-25 Minuten kochen lassen.

Zitronengras entfernen, pürieren. Lauwarm abkühlen lassen, mit Salz und Limettensaft abschmecken. Mit rosa Beeren (schön retro!) und Koriander servieren.

Rachs Tunfischtatar besteht, für alle, die die Möglichkeit haben, richtig frischen Tunfisch zu bekommen, aus: 250 g Thunfischfilet, 4-5 El Olivenöl, 2 Tl Korianderöl, Pfeffer, 2 El fein gehacktes Koriandergrün, 1-2 Tl Limettensaft und Salz: Einfach alles im Blender zusammenmixen, anrichten, fertig! Wir haben einfach aus der selben Mischung plus einem Ei plus Semmelbrösel Laibchen geformt und diese gut angebraten.

Durchgekostet: Venedig

Bis jetzt glaube ich es ja nicht, dass Venedig sooo überlaufen von Touris sein soll. Ich habe die Serenissima nämlich bis jetzt nur zwei Mal total abseits der Saison kennenlernen dürfen: Einmal Anfang Jänner, einmal ganz kurz nach Carneval-Ende. So kann man sich nämlich nicht nur einigermaßen frei zwischen den Canales bewegen, sondern sich auch ganz wunderbar aufs Essen konzentrieren. Das ist in Venezia natürlich so gut wie überall toll. Zum Beispiel hier …

Restaurant-Tipps Venedig

Il Ridotto, Sestiere Castello, 4509 – ein sehr empfehlenswertes Sternelokal, ganz zentral 10 Minuten vom Markusplatz weg gelegen

Trattoria Alla Rivetta, Castello 4625, Ponte San Provolo – winziges, verstecktes, authentisch venezianisches Lokal, das immer gestopft voll ist

Al Vecio Forner, Campo San Vio, Dorsodura 671/A – direkt um die Ecke des Peggy Guggenheim Museums – ein einfaches, ebenfalls immer volles, venezianisches Lokal, schnelle Bedienung, tolles Essen

B Restaurant alla Vecchia Pescheri, Campiello Pescheria, 4, 30141 Murano – eine tolle Überraschung in Murano: moderne Interpretation venezianischer Küche, absolut toll gekocht

Venedigs Restaurants auf den Teller geschaut …

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