Salat von geröstetem Karfiol mit Granatapfel und Haselnüssen

Ottolenghi-Jerusalem-Mania, die Vierte – und jetzt ist vorerst mal Schluss. Mit einem fantastischen Salat aus geröstetem Karfiol, Stangensellerie, Granatapfelkernen und gerösteten Haselnüssen. Yum Yum Yum.

Karfiolsalat

Für 2 Personen als Hauptgericht, für 4 als Vorspeise:

Backrohr vorheizen – 220 Grad.

Einen Karfiol (Blumenkohl) in Röschen zerpflücken und in einer Mischung aus 3 EL Olivenöl, 1/2 TL Salz und etwas Pfeffer wenden. In einer flachen ofenfesten Form verteilen, 25-35 Minuten knusprig backen. Sobald er ein bisschen braun ist, in eine Schüssel füllen und abkühlen lassen.

Das Backrohr auf 170 Grad herunterschalten und eine Handvoll Haselnüsse auf einem Blech rösten. Das dauert ca. 15-20 Minuten – sie verfärben sich und riechen himmlisch.

Inzwischen den Karfiol mit den Kernen aus 1/2 Granatapfel, einer Selleriestange (in 1/2-Zentimeter-Stücke geschnitten), einem kleinen Bund Petersilie und einem Dressing aus 1 EL Sherryessig, 1 1/2 TL Ahornsirup, 1/3 TL Piment und 1/3 TL Zimt vermischen. Die Haselnüsse grob hacken und darüberstreuen.

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Puten-Zucchini-Laibchen mit Joghurtsauce

Wunderbar gewürzte Putenlaibchen mit Zucchinistücken und einer säuerlich-cremigen Sauce aus Joghurt, Sauerrahm und Sumach. Und wieder ein Rezept aus dem „Jerusalem“-Kochbuch von Ottolenghi

Putenlaibchen#

Die Sauce lässt sich super vorbereiten und passt übrigens überhaupt toll zu hellem Fleisch. Dafür 100 g Sauerrahm, 150 griechisches Joghurt, 1 TL Zitronenschale, 1 EL Zitronensaft, 1 kleine Knoblauchzehe (zerdrückt), 1 1/2 EL Olivenöl, 1 „L Sumach, 1/2 TL Salz, 1/4 TL schwarzer Pfeffer in einer Schüssel verrühren. Wenn man die Sauce lange im Voraus zubereitet, muss man eventuell nochmals mit Zitronensaft und Sumach nachwürzen.

Für die Laibchen 500 g Putenfaschiertes mit 1 großer Zucchini (geraspelt), 2-3 Frühlingszwiebeln (in feine Ringe geschnitten) und ein Ei in einer Schüssel vermengen. Würzen mit 2 EL Minze (gehackt), 2 EL Koriandergrün (gehackt), 2 Knoblauchzehen (zerdrückt), 1 EL gemahlener Kreuzkümmel, 1 TL Salz, 1/2 TL Cayennepfeffer und 1/2 TL schwarzer Pfeffer. Laibchen formen und in Sonnenblumenöl braten. Sie brauchen etwa 4 Minuten auf jeder Seite.

Würziger Karottensalat

Dieser Salat aus gekochten Karotten und viieelen Gewürzen stammt aus dem „Jerusalem“-Kochbuch von Ottolenghi und ist von der libyschen Küche inspiriert. In Tripolis, schreibt er, käme der Salat bei jüdischen Familien freitagabends nach dem Hauptgang – ein Eintopf oder Couscous – auf den Tisch und wird oft mit eingelegtem Gemüse serviert.

karottensalat ottolenghiFür eine Schüssel voll (etwa vier Portionen): 6-8 große Karotten schälen und ca. 20 Minuten in Wasser kochen. Abgießen und leicht abkühlen lassen, in 1/2 cm dicke Scheiben schneiden.

Während die Karotten kochen, eine Zwiebel (fein gehackt) in etwas Sonnenblumenöl braten. Dann in einer Salatschüssel mit den Gewürzen vermischen: 2 EL Harissa, 1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel, 1/2 TL gemahlener Schwarzkümmel, 3/4 TL Salz, 1/2 TL Zucker, weiters 3 EL Apfelessig und 1-2 EL Sonnenblumenöl. Die Karotten dazugeben, gut durchmischen, mindestens 30 Minuten ziehen lassen.

Vor dem Servieren mit Rucola vermischen.

Melanzani mit Chermoula, Bulgursalat und Joghurt

Mein erster Ottolenghi. Seit ich das „Jerusalem“-Kochbuch aus einer Wühlkiste (!!) gerettet habe, hat’s mich jetzt auch erwischt. Seit zwei Wochen steht das Buch im Regal, vier Rezepte sind bereits nachgekocht. Und immer wieder muss ich darin blättern, weil es so schön ist – und auch hochinteressant. Schließlich war ich im März dieses Jahres in Jerusalem und bin nach wie vor von der Stadt geflasht. Ein kulinarischer Reisebericht der Israel-Reise steht übrigens schon länger auf der To-Do-Liste.

Mein erstes Ottolenghi-Rezept waren, weil Gemüsekiste, Melanzani (Auberginen) mit nordafrikanischer Chermoula Marinade bestrichen, getoppt mit einem orientalischen Bulgursalat und Joghurt. Beim Nachkochen habe ich wohl alles richtig gemacht – und es war unglaublich lecker.

Ottolenghi Melanzani

Für vier Vorspeisenportionen bzw. kleine Hauptgerichte:

Zuerst das Backrohr auf 180 Grad vorheizen.

Dann die Chermoula-Paste vorbereiten: Dafür vermischt man 2 Knoblauchzehen (geschält und gepresst), 2 TL Kreuzkümmel, 2 TL geriebenen Koriander, 1 TL Paprika, 1 TL Chiliflocken, 1/2 TL Salz und 2 TL geriebene Zitronenschale (eigentlich sollte man die Schale von eingelegten Zitronen verwenden, also wer die zufällig zuhause hat …) mit ordentlich Olivenöl. Gründlich vermengen, damit eine dicke Paste entsteht.

Zwei Melanzani jeweils längs halbieren und das Fruchtfleisch vorsichtig rautenförmig tief einschneiden. Die Haut muss dabei aber intakt bleiben. Jetzt die vorbereiteten Melanzani mit der Paste bestreichen. So bestrichen, werden sie 40 Minuten im Backrohr gebacken, bis sie schön weich sind.

Der Bulgursalat: 150 Gramm Bulgur mit ca 140 ml kochendem Wasser übergießen und quellen lassen (siehe Packungsanleitung). 50 g Rosinen in Wasser einweichen. Den fertigen Bulgur mit den Rosinen, je einer Handvoll frischem Koriander und Minze, ein paar grünen Oliven, zwei bis drei Frühlingszwiebeln (fein gehackt), einer Handvoll Mandelblättchen (ohne Fett geröstet) vermischen, mit einem Dressing aus Olivenöl und Zitronensaft plus ein wenig Salz übergießen.

Die fertig gebackenen Melanzani mit dem Salat darauf servieren, mit einem großzügigen Klecks griechischem Joghurt und etwas frischem Koriander.

Und es ist perfekt.

Die New York Times Guacamole – mit ERBSEN!

Ich muss sagen, ich finde es ja irgendwie beruhigend, dass wir noch andere Probleme haben. Nach #thedress war wohl der  Guacamole-Vorschlag der New York Times, der ERBSEN !!! in den mexikanischen Avocadomantsch mischt, das große Much Ado About Nothing im Internet. Das Rezept von NYT-Food-Autorin Melissa Clark, in dem sie die Hülsenfrüchte eh schon als „radical move“ bezeichnete, hat sogar Obama und seinen Gegenkandidaten Jeb Bush auf den Plan gerufen – und hier waren sie sich ausnahmsweise einig – in Guacamole haben Erbsen nix zu suchen.

Nun ja, die ganze Aufregung hat mich natürlich neugierig gemacht – so musste ich das Rezept auch probieren. Optisch macht es ja durchaus etwas her. Aber erst das Rezept – ganz leicht vereinfacht von der NYT.

Guacamole NYT

Für eine kleine Schüssel: Für Testzwecke habe ich mich mit TK-Erbsen begnügt, man braucht davon etwa 1/2 Cup, das sind ca. 100-120 ml. Ich denke, da es ja nicht unbedingt erwünscht ist, den zarten Geschmack frischer Erbsen rauszuarbeiten, ist das völlig ausreichend und man kann sich die Arbeit sparen, frische Erbse auszunehmen. Im Originalrezept wird außerdem eine frische Jalapeno angebraten, um dann das weiche Fruchtfleisch auszuschaben – das wird sich wahrscheinlich lohnen – ich habe eine getrocknete Chilischote zerrieben. Auch gut.

Die Erbsen mit Chili (oder Jalapeno), zwei grob gehackten Schalotten, und 2 TL gehacktem Koriander sowie einer Prise Salz pürieren.

Drei reife Avocados sorgfältig zermantschen, mit der Erbenmasse, abgeriebener Schale und Saft einer Limette und noch etwas Salz gut vermischen. Mit Korianderblättern, Salzflocken und Tortillachips servieren. Wer seine Gäste ein bisserl schockieren will, garniert die Guacamole auch noch mit ein paar Erbsen.

Fazit: Schlecht ist es nicht! Die Erbsen fügen sich nahtlos ein, fallen kaum auf – wenn man es nicht weiß, zumindest -, und sorgen tatsächlich für eine tolle Farbe der Guacamole. Unbedingt brauchen tut man sie natürlich nicht, aber ich finde, den Versuch war das absolut wert! Toll geschmeckt hat sie allerdings dank des Korianders und der Limette.

Zucchini-Ricotta-Puffer

ZucchinipufferHeute hatte es an die 32 Grad in Graz, eigentlich kann man da nix anderes als Salat essen und Eis. Diese fluffigen Zucchini-Ricotta-Puffer haben aber trotzdem gut geschmeckt. (Quelle: Brigitte)

Für ca. 10 Puffer (2-3 Hauptspeisenportionen bzw. 4-5 Vorspeisen) eine kleine Zucchini gut waschen und die Enden entfernen, grob in eine Schüssel reiben und salzen, leicht ausdrücken. 100 g Ricotta, 1 Ei und je etwa 3 EL Mehl und geriebenen Parmesan dazumischen. Sorgfältig vermengen. Die Masse wird ganz locker und bleibt leicht flüssig.

In eine große Pfanne mit etwas Öl bei mittlerer Hitze 4-5 Häufchen mit je 1 EL der Masse setzen und leicht flachdrücken, 4-5 Minuten braten und dann wenden.

Dazu haben uns grüne Blattsalate mit Schafskäse, Kürbiskernen, Karotten und Kernöldressing geschmeckt, gut harmoniert sicher auch ein Paradeisersalat.

Schwedische Ribiseltarte

Der Besuch bei den lieben Eltern war gerade zur rechten Zeit: Sie waren kurz davor, in den Urlaub zu fahren – und ganze Sträuche voller Ribisel (rote Johannisbeeren), Himbeeren und Stachelbeeren mussten dringend abgeerntet werden. Gerne! Als Belohnung habe ich mir eine große Schüssel voll Ribisel nachhause genommen. Und sie in einer Tarte aus dem wundervollen Backbuch von Leila Lindholm verarbeitet. So schmeckt der Sommer!

Ribiseltarte

Für eine Tarte zuerst den Mürbteig zubereiten: 240 g Dinkelmehl (Originalrezept: Weizenmehl) mit 30 g Puderzucker vermischen, 150 g Butter (kalt, gewürfelt), 1 Ei und 1 EL kaltes Wasser dazugeben und rasch zu einem Teig zusammenfügen. Schnell verarbeiten, nicht kneten. Teig in Frischhaltefolie einwickeln, mindestens 30 Minuten lang im Kühlschrank rasten lassen. Backrohr auf 175 Grad vorheizen.

Für den Belag 3 Eier, 200 g Magertopfen (Quark), 100 g Crème Fraiche und 80 g Zucker vermischen. 100 g Marzipanrohmasse hineinreiben (geht am besten, wenn sie ganz kalt ist) und gut verrühren.

Den Teig ausrollen und eine große Tarteform damit auslegen. Mit der Belag-Masse füllen, 200 g Ribisel (geht natürlich auch mit anderen Beeren) darauf verteilen. Eine Handvoll Mandelsplitter (oder -Blättchen) darüber verteilen, das sorgt für einen schönen Crunch. Auf der untersten Schiene 30-40 Minuten backen. Der Belag sollte fest sein. Man kann die vorbereitete Tarte übrigens auch vor dem Backen einfrieren und später backen.

Hält sich etwa zwei Tage – oder länger, wenn man sich beherrschen kann 😉

Ribiseltarte

Salat mit Melone, Fenchel und Mozzarella

Jaaa, er hat Nachschlag genommen! Die Mission, dem Liebsten sein „Hassgemüse“ Fenchel unterzujubeln, ist wieder einmal gelungen. Kein Wunder, hier kriegt der strenge Anisgeschmack des Fenchels es ja mit süßer Zuckermelone zu tun – und wird außerdem in Honig weich gekocht. (Gesehen bei brigitte.de)

Melone-Fenchel-Salat

Für eine Schüssel voll eine halbe Fenchelknolle in feine Scheiben schneiden, Strunk entfernen. In einer kleinen Pfanne mit etwas Öl, 1 TL Honig und 1 TL Fenchelsamen 3-5 Minuten weich braten, mit Salz und Pfeffer würzen und abkühlen lassen. 1/2 Zuckermelone schälen, Kerne entfernen, grob würfeln und in eine Schüssel geben. 1 Packung Mozzarella (~200 g) grob würfeln, dazugeben. Fenchel daruntermischen.
Für das Dressing den Saft einer Zitrone, 3 EL (Nuss)öl, 2 Frühlingszwiebeln (fein gewürfelt), Salz und Pfeffer vermischen und über den Salat träufeln. Mit grob gehackter Zitronenmelisse betreuen.

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