Ein paar Eindrücke vom Street Food Market Graz

That escalated quickly! Zwei kurze Besuche am Street Food Market am Grazer Messegelände später sind unsere Geldbörserln um einige Scheine erleichtert, die Kalorien zählen wir lieber nicht zusammen, aber es war sooo guuuut! Teilweise bin ich mit dem Fotografieren nicht mehr mitgekommen, teilweise sind die Fotos vor lauter Gier schwer verwackelt – aber bitte, ein paar Eindrücke von der wunderbaren Fressorgie. Die Drinks lassen wir mal beiseite … 😉

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Mutabbaq

Letztens waren wir bei Freunden zum Essen geladen und sollten die Nachspeise mitbringen. Eigentlich gab es an diesem Abend türkisches Essen, aber wir haben etwas geschwindelt und nicht etwa Baklava, sondern Mutabbaq mitgebracht. So etwas wie ein arabischer Topfenstrudel. Sieht von außen irgendwie ähnlich aus, ist aber nicht türkisch, sondern arabisch bzw. palästinensisch – das Rezept habe ich nämlich in Ottolenghis „Jerusalem“-Kochbuch entdeckt. Jedenfalls sieht es genauso beeindruckend aus wie eine Baklava, ist aber wesentlich einfacher herzustellen und auch wesentlich weniger süß. Auch wenn es, wie so oft bei orientalischen Desserts, mit Sirup übergossen wird.

Mutabbaq Für eine große Form voll, mit der ihr leicht 8-10 Personen erfreuen könnt …

Backrohr auf 230 Grad vorheizen.

Eine große flache Backform bzw. ein Blech mit ein wenig von 130 g zerlassener Butter großzügig einfetten. Eines von 14 Filoteig-Blättern (aka Yufka, gibt es in türkischen Läden oder auch von Tante Fanny bei Merkur) darauflegen (ev. ein wenig über den Rand schlagen). Wieder mit Butter bestreichen, ein neues Blatt darauflegen, wiederholen, bis den Boden sieben Schichten schaffen. Falls eure Form etwas größer als die Teigblätter sind, einfach ein wenig versetzt auflegen, so streng ist das auch wieder nicht.

Teigfülle: 500 g Ricotta (kann auch durch Topfen ersetzt werden) und 250 g Ziegenfrischkäse (oder halt nur Frischkäse, wer den nicht mag) in einer Schüssel mit einer Gabel gut vermengen und regelmäßig auf dem Teig verteilen. Am Rand jeweils ein paar cm frei lassen. Die Käsemasse ebenfalls mit Butter bestreichen.

Dann wird das Ganze wieder mit sieben Teigblättern belegt, dabei gleich wie beim Boden verfahren und auch die oberste Schicht mit Butter bestreichen (falls noch etwas übrig ist 😉 ). Die Teigränder einschlagen (dafür steht wohl auch das Wort Mutabbaq bzw. Murtabak im Arabischen). Dann die Oberfläche mit einem Messer einschneiden, damit gleich Stücke in den Portionsgrößen gebacken werden.

25-30 Minuten lang backen.

Inzwischen einen Sirup aus 90 ml Wasser, 280 g Feinkristallzucker und dem Saft einer halben Zitrone zubereiten und bereit stellen. Sobald der/die? Mutabbaq fertig ist und herrlich golden glänzend aus dem Backrohr kommt, gleichmäßig mit dem Sirup beträufeln und (optional) mit gehackten Pistazien bestreuen.

Ein Video zu diesem Rezept gibt’s übrigens hier!

Melanzani-Erdäpfel-Curry

Irgendwie fallen mir bei Melanzani immer nur mediterrane Speisen ein, von denen gibt es ja einige großartige: Parmigiana, Pasta alla Norma, Moussaka, Caponata, Imam Bayildi … Dabei vertragen sich Auberginen auch sehr gut mit Asiatischem – wie Sojasauce, Ingwer, Sesamöl. Schließlich gehören sie zu den Gemüsesorten, die wie ein Schwamm den Geschmack in sich aufsaugen. Das gilt auch für Curry, bester Beweis ist dieses ganz einfache Rezept hier, das aus der Zeitschrift „Für jeden Tag“ stammt:

melanzanicurry

Für 2-3 Portionen erst einmal schnipseln: Ein 5-cm-Stück Ingwer, 1 Chili, 1 Knoblauchzehe und 1 große Zwiebel schälen und fein schneiden, ca. 400-500 g Erdäpfel schälen und in gleichmäßige Würfel schneiden.

Zuerst Zwiebel, Knoblauch, Chili und Ingwer mit etwas Öl in einer großen Pfanne glasig dünsten. Nach 2 Minuten Erdäpfel mit 1 TL Paradeismark und 2 TL Currypulver (ich habe hier geröstetes verwendet) dazugeben und weitere 2 Minuten mitdünsten lassen. Dann mit 1 Dose Paradeisern und 300 ml Gemüsesuppe aufgießen und eine knappe halbe Stunde zugedeckt aufmittlerer Stufe kochen lassen.

Währenddessen eine Melanzani putzen und in regelmäßige Würfel schneiden. In 2 EL Sesamöl scharf anbraten, ca. 10 Minuten bei starker Hitze braten lassen, dann reduzieren und schön weich werden lassen – ev. etwas von der Curry-Flüssigkeit zugeben. Mit Currypulver, Salz und Pfeffer würzen und ev. mit Sesamsamen bestreuen.

Erdäpfelcurry mit den Melanzani anrichten, mit Koriander (ich hab den Vietnamesischen Koriander verwendet, der hat sich am Balkon als weeesentlich robuster als der echte erwiesen) bestreuen.

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