Steirischer Käferbohnensalat

Käferbohnensalat mit Kernöl – steirischer geht’s eigentlich kaum. Das ist ein wahrer Klassiker der Küche meines Heimatbundeslandes und etwas, das man unbedingt ausprobieren sollte, wenn man in der Steiermark ist. Oder falls man das Glück hat, irgendwo sonst Käferbohnen erstehen zu können. Mit dem Kernöl gibt es da ja mittlerweile weniger Probleme.

2015-12-18 12.45.30

Käferbohnensalat mit Rettich und Vogerlsalat

Für 2 Portionen: Am Vortag 250 g Käferbohnen in Wasser einweichen. Das dauert ca. 12 Stunden, das Wasser sollte man zwischendurch 2, 3 Mal wechseln. Bis die Bohnen wirklich weich sind, muss man sie danach noch 1 Stunde kochen.

Einen halben schwarzen Rettich schälen und in kleine Würfel schneiden. Zwei Handvoll Vogerlsalat waschen und schleudern. Bohnen und Rettichwürfel in einer Schüssel vermischen.

Dressing aus 3 EL Kernöl und 2 EL Apfelessig mit Salz und Pfeffer zubereiten. Alles vermischen. Dazu unbedingt Schwarzbrot! Und ein guter steirischer Wein …

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Salat von Radicchio, Halloumi, Granatapfel und Walnüssen

Den gibt es ganz bestimmt sehr bald wieder: Dieser Radicciosalat mit Halloumi, Granatapfel und Walnüssen ist eine geniale Mischung aus unterschiedlichsten Aromen von bitter bis fruchtig-süß und macht auch optisch so richtig was her.

Gefunden habe ich ihn auf der Seite des Guardian – in den Kochrezepten von Yotam Ottolenghi. Der verwendet eine Mischung aus rotem und weißem Chichorée – wobei der rote bei uns weithin als Radicchio bekannt ist. Ich hab mich mal auf den beschränkt.

2015-12-13 22.30.00

Radicciosalat mit Halloumi, Granatapfelkernen und Walnüssen

Die Zubereitung ist keine Hexerei – ist ja schließlich ein Salat 😉

Für 2 Personen: Zunächst das Dressing zubereiten. Dafür 2 EL Olivenöl, 3 EL Rotweinessig, 1/2 TL Zucker, 1 Knoblauchzehe (zerdrückt), 1 TL Granatapfelsaft (falls vorhanden) und 1/2 Bund Petersilie (grob geschnitten) in einer Schüssel gut vermischen.

1 Handvoll Walnusskerne anrösten und beiseite stellen.

125 g Halloumi (eine halbe Packung) mit etwas Olivenöl goldbraun anbraten. 1 Kopf Radicchio in breite Streifen schneiden und gleich in der selben Pfanne anbraten, dabei mit einer Prise Zucker leicht karamellisieren lassen und kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Der Salat sollte beim Braten ein wenig Farbe bekommen.

Alles zusammenmischen, fertig!

Zu Besuch im Landhauskeller Graz

Meine Lieblingsgeschichte aus dem Landhauskeller wird wohl nicht mehr zu toppen sein: Ich durfte einmal die Restl von Arnold Schwarzenegger aufessen – also nicht, was auf seinem Teller übrig blieb, sondern das, was zu viel aufgetischt worden ist. Unvergesslich köstliche gebackene Steinpilze mit Sauce Tartar und Kaiserschmarrn waren das! Seit ein paar Wochen wurde das Restaurant an der wohl ersten Adresse von Graz neu übernommen, und zwar vom Aiola-Paar Judith und Gerald Schwarz als Inhaber und Geschäftsführer Raphael Kosubek, Küchenchef ist jetzt Joachim Windhager.

Die Neugier war also groß – zuerst einmal auf die neue Optik, und die ist durchaus sehr gelungen: Die Renaissancegewölbe wurden wieder freigelegt, die Einrichtung ist schlicht, aber schick. Es gibt eine Bar (deren Cocktailkarte nur Bestes verspricht, noch nicht getestet) und einen Club namens „Katze Katze“ im Gewölbekeller.

Die Küche bleibt der klassischen, gutbürgerlichen Linie treu. Und etwas anderes macht wohl in diesen Räumlichkeiten auch keinen Sinn. „Ehrlichkeit trifft Erdigkeit“ ist das Motto der überschaubaren Speisekarte, auf der Beuschel und Blunzen nicht fehlen, aber auch Vegetarier glücklich werden.

In den Fotos gibt’s eine kleine Bilder-Revue unseres ersten Besuchs – wie immer mehr schlecht als recht mit dem Handy fotografiert. Erstes Fazit: Es war alles köstlich, nur der Suppe fehlte es an Würze. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist angesichts der hervorragenden Qualität sehr in Ordnung, der Service ist sehr bemüht, an wohlfeilen Weinen mangelt es auch nicht.

Wenn also Arnie einmal meine Reste essen will, wird er leider leer ausgehen! 😉

Landhauskeller Graz
Schmiedgasse 9
8010 Graz
www.landhauskeller.at

Öffnungszeiten
Mo-Mi 12.00-1.00
Do-Sa 12.00-2.00

Pasta con le Sarde

Auf Brigitte.de gefunden: Ein Rezept für köstliche, sizilianisch angehauchte Spaghetti mit Fenchel, Sardinen, Pignoli und Rosinen – es ist eine vereinfachte Abwandlung des klassischen sizilianischen Rezepts mit frischen Sardinen, Bucatini, wildem Fenchel und Olivenöl-Bröseln.

nudeln mit fenchelFür 2 Portionen: Eine Fenchelknolle putzen, Strunk entfernen und in feine Scheiben schneiden. 1/2 EL Fenchelsamen im Mörser grob zermahlen. 1 EL Olivenöl erhitzen, Fenchelknolle und -samen salzen, Deckel drauf und rund 10 Minuten braten.

1 Knoblauchzehe schälen und fein hacken, etwas Petersilie (je nach Geschmack) fein hacken, mit 1 EL Rosinen und 30 g Pinienkernen plus 1 Dose Sardinen und 3 Sardellen aus dem Glas unter den Fenchel heben und mitbraten.

200 g Spaghetti kochen, abtropfen lassen und noch tropfnass unter das Gemüse mischen, mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken und vor dem Servieren mit Fenchelgrün bestreuen.

Himbeersorbet mit Whiskey

Himbeersorbet Jaaa, das ist ein besonders schlechtes Handyfoto, aber das Himbeerrot des Sorbets leuchtet wirklich so: Dieses superfruchtige Eis mit dem interessanten, rauchigen Whiskey-Twist habe ich nach einem Rezept aus dem hübschen Buch von Bloggerin Sylvia Reiter, rock the kitchen!, gemacht.

Und da es sich bei Himbeer-Sorbet anbietet, gleich mit TK-Beeren zu arbeiten, kann man das Sorbet ruhig auch im Winter anbieten – zB als erfrischenden Zwischengang beim Festtagsmenü oder so.

Zuerst 100 g Zucker und 100 ml Wasser in einem kleinen Topf drei Minuten köcheln lassen, bis sich der Zucker ganz aufgelöst hat. Von der Flamme nehmen, etwas abkühlen lassen und 60 g Glukosesirup (Reiter nimmt Inverzuckersirup) dazugeben.

600 g leicht angetaute TK-Himbeeren (oder eben frische) mit 30 ml Limettensaft pürieren. Durch ein feines Sieb passieren, damit die Kerne herausgehen, 4 EL Whiskey (Reiter nimmt Smokehead Islay Single Malt Scotch Whisky, aber das ist wohl Geschmackssache – ein leicht rauchiger dürfte sich aber toll eignen).

Gut vorkühlen lassen – am schnellsten geht’s in Eiswasser, sonst über Nacht im Kühlschrank, dann in der Eismaschine gefrieren lassen. Wer keine hat und sich die Arbeit antun will: Ab ins Gefrierfrach und 1x pro Stunde mit einer Gabel durchmischen.

Fenchel mit Kartoffeln, Ziegenkäse und Salbei

Ereignisreiche Wochen und wenig Zeit zum Kochen … Ein paar Mal wurde aber der Herd doch angeworfen – und die besten Rezepte werden hiermit en bloc im Blog nachgeliefert. Beginnen wir mit einem ganz tollen, bunten und auch geschmacklich vielfältigen Fenchelgemüse. Das wird mit Kartoffeln im Backrohr geschmort und mit Ziegenkäse überbacken, dazu kommen getrocknete Tomaten, Walnüsse, Feigen und Salbei.

Das Rezept stammt aus „essen & trinken“.

Erdäpfel mit Fenchel

Für zwei große Portionen: 2 Fenchelknollen putzen, Strunk entfernen, Blätter beiseite legen und in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. 300 g Erdäpfel schälen und in ca. 2 cm dicke Scheiben schneiden. Backrohr auf 220 Grad vorheizen. Fenchel und Erdäpfel zusammen 8-10 Minuten in Wasser kochen oder dampfgaren. In einem Sieb abtropfen lassen, dann in eine Form geben und mit 6 EL Olivenöl, Salz und Pfeffer durchmischen.

50 g getrocknete Feigen, 100 g getr. Paradeiser in grobe Stücke schneiden, 30 g Walnüsse grob hacken und in einer Pfanne ohne Fett anrösten. 1 Rolle Ziegenkäse in Würfel schneiden, alles mit ein paar Blättern Salbei und 50 g schwarzen Oliven unter das Gemüse mischen.

12 bis 15 Minuten garen, bis der Käse zu schmelzen beginnt. Vor dem Servieren dünn Parmesan darüberhobeln und Fenchelblätter darüberstreuen.

Erdäpfel mit Fenchel

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