Zu Besuch bei Konstantin Filippou

Daaaaanke, M!

Zu meinem Geburtstag bin ich zum Essen eingeladen worden, und zwar nicht irgendwo, sondern beim Koch des Jahres, Konstantin Filippou! Der Grazer mit griechischen Wurzeln hat seit ein paar Jahren ein eigenes Lokal in Wien (Dominikanerbastei) und daneben eine Weinbar. Aktuell kratzt er an der Vier-Hauben-Marke und ist so gut wie andauernd ausgebucht.

Schon optisch ist das Lokal eines der angenehmsten Spitzenlokale, die wir je besucht haben: Es gibt keine Tischdecken, kein Schnickschnack, schlichte graue Wände und eine halb offene Küche, bei der wir durch die Fenster zuschauen können, wie eine ganze Schar Köche unter Hochdruck mit immensem Aufwand arbeitet. Auf der Karte gibt es zwei Menüs zur Auswahl, bestellt werden können entweder vier oder sechs Gänge. Auf keinen Fall verpassen hätten wir dazu die Weinbegleitung wollen – das Lokal ist auf Natural Wines spezialisiert, die Weine wurden uns ausführlich und charmant vom Personal erklärt.

Ein bisserl hart: Als Vorspeise zur Hauptspeise, meiner Taube, wird mir ein Zwischengang mit den Innereien des Vogerls gereicht. Taubenherz und Taubenleber. Wieder ein guter Schritt zum Ich-Esse-Wirklich-Alles-Status.

Sündigster Moment: Nach 6 Gängen und 2 Grüßen noch ein 30 Monate gereifter Comté als Käsegang. Er kommt gerieben über Birnen-Verjus-Haselnuss-Mus und schmeckt wie pures Glück. Wenn ich dafür einen 3000-Höhenmeter-Marsch bewältigen muss zum Abbauen, ok!

Fotos? Ja, sicher! Bitte hier entlang …

 

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