Fattoush

Ich kann mich immer kindisch freuen, wenn ich zufällig alle Zutaten für etwas im Kühlschrank finde, auf das ich gerade so richtig Gusto habe. Neulich wieder das Buch „Türkei vegetarisch“ durchgeblättert, mit dem mir die liebe J. zu Weihnachten eine Riesenfreude gemacht hat. Und da war er – bunt, frisch, köstlich: Ein Fattoush-Salat, so etwas wie die orientalische Variante des Panzanella. Stammen tut dieses köstliche Sommeressen genaugenommen aus der Levante, es ist von Syrien bis Libanon beliebt, aber auch in der Türkei.

Zwei kleine steirisch-italienische Adaptionen habe ich aber doch vorgenommen – statt des Romana-Salats beinhaltet dieser Fattoush Grazer Krauthäuptel, statt türkischem Pita einfach italienisches Weißbrot. Schmeckt vielleicht sogar ein bisschen besser.

fattoush

Für eine große Schüssel (3-4 Portionen) einen kleinen Kopf grünen Salat in Stücke reißen, waschen und trocken schleudern. Rund 350 Gramm (Kirsch-)Tomaten und 1/2 Salatgurke waschen und in kleine Stücke schneiden. 3 Frühlingszwiebel putzen und in dünne Ringe schneiden/hobeln. Je 1/2 Bund Petersilie und (Nana-)Minze fein hacken. Alles in einer Schüssel mit 1 TL Sumach gut vermischen.

Croutons: Dafür 150 g Weißbrot in kleine Stücke schneiden oder reißen, in einer Pfanne mit Olivenöl anrösten. Mit 1/2 TL Za’atar (= Gewürzmischung aus Thymian, Sesam und Sumach), 1 Prise Salz und 1 Prise Chiliflocken würzen, auch Küchenpapier abtrocknen lassen.

Dressing: 1 Knoblauchzehe (zerdrückt), 3 EL Zitronensaft, 5 EL Olivenöl, Salz und schwarzer Pfeffer.

Salat mit dem Dressing vermischen, mit Croutons anrichten und schnell servieren.

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Pinke Rohnen-Fleckerl mit Krenrahm

Die (vermutlich) letzten Rohnen aus der Gemüsekiste sind schon ein Weilchen im Kühlschrank gelegen. Jetzt ist aber endlich Zeit, Platz für junges Gemüse zu schaffen. So fiel die Wahl auf ein schönes Rezept aus „Österreich vegetarisch“: Fleckerl-Nudeln mit einer spektakulär pinken Rohnen-Sauce, der es tatsächlich gelingt, die gefürchtete „Erdenschwere“ der roten Rüben aufzuheben.

Wenn das sogar der Rohnen-hassende Freund fast aufschleckt, kann’s soo schlecht nicht gewesen sein!

rohnen fleckerl

Rohnen-Fleckerl mit Kren-Rahm

Für vier Portionen: 3 Rohnen als Ganzes mit Schale in Salzwasser mit etwas Kümmel weich kochen (dauert je nach Größe etwa 30-40 Minuten), danach etwas abkühlen lassen.

Inzwischen einen Saft aus 500 ml Rohnensaft, Salz, weißem Pfeffer und 1 TL gemahlenem Kümmel kochen, auf etwa 300 ml einreduzieren  lassen und mit 1 TL Stärke (vorher in Wasser auflösen!) leicht binden.

400 g (Dinkel)fleckerl-Nudeln in Salzwasser al dente kochen.

Die gekochten Rohnen schälen und in kleine Würfel schneiden. Zum Saft geben. Mit den Nudeln vermischen.

5 EL Sauerrahm mit frisch geriebenem Kren glattrühren.

Nudeln auf den Tellern anrichten, mit Kren-Rahm anrichten, mit noch mehr frisch geriebenem Rahm bestreuen, mit frischem Majoran behübschen.

Zu Besuch: Mangold’s vis-a-vis

An vegetarischen Lokalen mangelt es in Graz im Moment wirklich nicht – Ginko mit dem neuen Greenhouse, Parks, Café Erde, Die Erbse International, Café Grün … und natürlich das Mangolds, das seit ein paar Wochen ein Tochterlokal in der Zinzendorfgasse (gleich bei der Karl-Franzens-Universität) bekommen hat. Ein ziemlich tolles sogar, davon konnte ich mich jetzt endlich bei einem Besuch überzeugen. Es wird nicht nur im Gegensatz zu den vielen Buffetlokalen Alacarte gekocht, das ganze auch noch in einem ziemlich schicken Ambiente und auf ziemlich gutem Niveau. Gut gefallen hat mich überhaupt die Auswahl der Speisen, da ist einiges dabei, das ich in dieser Stadt noch nie gefunden habe.

Neben einer riesigen Frühstücksauswahl (Montag bis Freitag 8-11 und Samstag und Sonntag bis 14 Uhr) gibt’s zu Mittag zwei verschiedene Suppen, zwei Hauptspeisen, ein Special, kleine und große Salate (alles auch zum Mitnehmen), zwischendurch Kaffee und Kuchen und auch eine kleine, feine Cocktailkarte. Alles obendrein vegetarisch und dazu noch zu 50 Prozent vegan bzw. glutenfrei.

Das Highlight ist aber natürlich das Abendmenü, auf dem viele Besonderheiten locken – im saisonalen Frühlingsangebot finden sich da etwa schwarzer Linsensalat mit Tsatsiki und Avocado, Carpaccio vom weißen Rettich mit Paprika und Jungsalaten, Thai-Burger mit Sojalaibchen, Gurkenpickles, weißem Rettich und Chili-Koriander-Mayo, Mango-Zitronengras-Curry oder auch heimisches Deftiges wie Gefüllte Paprika und gratinierte Käsespätzle … Da gibt’s noch einiges, für das ich gerne bald wiederkommen werde.

Die Wahl fiel bei uns auf Folgendes …

Fazit: Vor- und Nachspeisen waren top und auch vom Preis-Leistungs-Verhältnis sehr in Ordnung. Ausgerechnet bei den Salaten hat es ein bisschen nachgelassen, die waren beide sehr blattsalat-lastig, ich würde sie daher nicht als Hauptgang empfehlen – bei uns war der Hunger diesmal (!!) aber leider nicht so groß.

Sehr sympathisch ist die Auswahl an Getränken – neben selbst gemachten Limos und Smoothies gibt es Bio-Bier und Craft Beer und auch die Weine sind allesamt biologisch. Auch der Service hat seine Sache übrigens ausgezeichnet gemacht. Bis ganz bald, Mangolds vis-a-vis!!

Praktische Infos:

 

Aloo Tikki mit Rotkraut

Erdäpfelpuffer gibt es auch auf Indisch: Aloo Tikki heißt das dann und bekommt natürlich erst durch jeeeede Menge feine Gewürze den typischen Geschmack. Bekannt und beliebt ist aloo tikki (aloo = Kartoffel) vor allem in Nordindien und Pakistan, dazu gibt’s unter anderem Chutney, Joghurt oder Kräutersauce.

Die Bloggerin und Kochbuchautorin  Anupama Paliwal macht sie in ihrem Blog www.mygingergarlickitchen.com mit Rotkraut. Optisch habe ich die Laibchen natürlich nicht einmal annährend so schön hinbekommen wie sie, aber geschmeckt haben sie 1A – und waren darüberhinaus auch noch sehr einfach zu machen.unspecified

Für 4 Vorspeisen-Portionen zunächst einmal vier bis fünf große Kartoffeln weich kochen und schälen. 1/4 von einem kleinen Kopf Rotkohl fein schreddern, es sollte von der Menge her etwa 1 Cup bzw. etwas weniger als 1/4 Liter ergeben. 1/2 Zwiebel und eine grüne Chili fein hacken.

Für die Gewürzmischung je 1/2 TL gem. Koriander, 1/2 TL Kreuzkümmel, 1/4 TL Garam Masala, 1 TL rotes Chilipulver und 1 TL Mangopulver (Amchoor) vermengen.

Die Kartoffeln stampfen und alle Zutaten gleichmäßig vermengen. 8-10 etwa gleich große Kugeln aus der Masse formen und zu Laibchen flachdrücken. Eine Stunde im Kühlschrank fest werden lassen (wer mag, rollt sie auch noch in Semmelbröseln, um sie extra knusprig zu machen). Mit etwas Öl in der Pfanne goldbraun braten.

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Zu Gast bei Tement’s Weinlegenden, Weinbank Ehrenhausen

Das war ein Abend im Zieregg-Himmel! Zieregg ist die beste Lage des für viele besten Winzers der Steiermark – Manfred Tement. Und der lud mit seiner Familie zu einem wahrhaft legendären Abend, bei dem ich das Glück hatte, dabei sein zu dürfen: Ganze 25 der allerbesten Weine aus mehr als 20 Jahren wurden in Doppelmagnum-Flaschen ausgeschenkt, darunter manch einer, der „wie Gold gehandelt wird“, wie mein Tisch-Gegenüber, übrigens Autor ziemlich bekannter Wein-Bücher, bemerkte.

Mehr als nur fein war auch das Essen dazu, das Dreihaubenkoch Gerhard Fuchs mit seinem Team auftischte. Aber seht doch selbst:

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