Gurkenlimonade

Seit wir einen Sodastreamer im Haushalt haben – übrigens eine echt lohnenswerte Anschaffung, wenn man gern Blubberbläschen im Wasser hat und nebenbei auch zur Plastikvermeidung beitragen will – war auch der Gedanke da, endlich einmal selbst eine Limonade zu machen. Sooo schwer kann das ja wohl nicht sein, wenn momentan jedes Hipster-Lokal seine Homemade Lemonades auf der Karte hat. Ganz vorn dabei sind natürlich Gurken, die sich mittlerweile zu einer der angesagtesten Limonaden-Zutaten entwickelt haben.

gurkenlimo

Ergibt ca. 300-400 Mililiter Sirup: Läuterzucker aus 100 ml Wasser und 100 g Zucker kochen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Abkühlen lassen.

Eine Gurke schälen und in Scheiben schneiden. Mit etwas Salz und Zucker ziehen lassen, austretende Flüssigkeit auffangen. Gurkenscheiben in der Küchenmaschine klein hacken und in ein Sieb geben, auch hier die Flüssigkeit auffangen. Sorgfältig ausdrücken.

Gewonnenen Gurkensaft mit Läuterzucker und 100 ml Zitronensaft vermischen.

Wer mag, gibt noch fein geschnittene Kräuter (Basilikum, Minze, Zitronenmelisse, Zitronenverbene) dazu.

Sirup in verschließbare Flaschen abfüllen.

Für die Limonade einfach mit Eiswürfeln und Soda mischen.

 

Sehr gut soll der Sirup angeblich auch in Gin Tonic schmecken, wird demnächst mal ausprobiert! 🙂

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Melanzani-Pilaw

Vom Balkan bis Afghanistan ist Pilaw, Pilau, Plov, … oder wie es auch immer in den jeweiligen Ländern heißt, ein Nationalgericht. Das Prinzip ist ganz einfach und ähnelt ein wenig dem hierzulande weiter verbreitetem Risotto: Reis wird mit Zwiebeln, Gemüse oder Fleisch und Gewürzen zusammen weich gekocht – nur der Käse fehlt.

Das folgende Rezept – Pilaw mit Melanzani und Pinienkernen (Patlıcanlı Pilav) ist eine vegane Variante aus der Türkei, die als Beilage toll schmeckt, aber auch bei einem Soloauftritt glänzt. Quelle: „Türkei vegetarisch“ von Katharina Seiser und Orkide & Orhan Tancgil.

pilaw

Für 2 Portionen: Eine Melanzani (Aubergine) grob schälen, damit ca. die halbe Schale in Steifen stehen bleibt (ist wichtig, damit nicht zu viel der zähen Schale vorkommt, die einzelnen Stücke aber dennoch ganz bleiben). In 1×1 cm-Würfel schneiden und eine halbe Stunde lang in Salzwasser wässern. Mit Küchenrolle sorgfältig abtropfen. Die Melanzaniwürfel mit viel Olivenöl stark anbraten, bis sie Farbe bekommen. Wieder mit Küchenrolle abtropfen.

1 kleine Zwiebel fein würfeln, in einem flachen Topf mit Butter andünsten. 1 EL Pinienkerne und 100 g Risottoreis dazugeben und 2-3 Minuten glasig werden lassen. Dann kommt noch eine klein gewürfelte Tomate hinein, und noch einmal 2-3 Minuten weiterköcheln lassen und mit 1 TL Zucker, Salz und Pfeffer würzen.

Dann mit 200 ml Gemüsesuppe (oder einfach Wasser) aufgießen und schnell zum Kochen bringen. Sobald alles kocht, Hitze reduzieren, Deckel drauf und gute 15 Minuten köcheln lassen. Es sollte dann aussehen wie beim Risotto: Wasser aufgesogen, Reis gar.

Dann kommen noch die Melanzaniwürfel mit frischen Kräutern (Dill oder Minze; ich habe noch Basilikum genommen, weil sonst nichts anderes da war) hinein.

Wer es eilig hat, kann den Reis natürlich jetzt sofort essen – da er aber traditionell lauwarm oder sogar kalt aus einer Schüssel gestürzt serviert wird, sollte man ihn noch eine weitere Viertelstunde mit geschlossenem Deckel ziehen lassen.

Zucchinicremesuppe mit Parmesan

Wie mir Freunde mit Garten sagen, sind sie gerade eine große Herausforderung für’s Verkochen: Zucchini haben im Moment Saison und gedeihen offenbar prächtig – wie auch riesige Exemplare in der Gemüsekiste beweisen. Glücklicherweise fehlt es an vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten wirklich nicht: Vom Zucchinigratin über Gefüllte Zucchini aller Arten und Zucchinilaibchen oder Zucchinikuchen bis hin zur Suppe natürlich. Die habe ich immer ein wenig langweilig gefunden. Die folgende Variante ist aber alles andere als das – obwohl nicht viel hineinkommt außer Zucchini, Kräuter und Parmesan.

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Für 2-3 Portionen: 1 große Zucchini (oder 2 kleine) schälen und grob würfeln. 1 Knoblauchzehe schälen und grob schneiden. Je 1 kleine Handvoll Petersilie und Basilikum ebenfalls grob schneiden und Stängel von Blättern trennen – es wird ohnehin alles püriert.

Knoblauch mit den Stängeln der Kräuter in etwas Olivenöl anbraten, Zucchini dazugeben und mit Salz und weißem Pfeffer würzen, etwa 10 Minuten langsam leicht braun werden lassen. Mit etwa einem halben Liter Gemüsesuppe aufgießen und nocheinmal rund 10 Minuten kochen lassen. Kräuterblätter dazugeben und pürieren (wer mag, kann einen kleinen Teil der Zucchiniwürfel beiseite legen und als Einlage verwenden).

Mit ein wenig Schlagobers und einer Handvoll geriebenem Parmesan (Veganer lassen den einfach weg) verfeinern. Mit geröstetem Knoblauchbrot servieren.

Shakshuka

Ein paar Eier und Tomaten, dazu Zwiebel, Knoblauch, Gewürze, ein wenig Petersilie – so simpel kann köstlich sein. Shakshuka ist ein Grundnahrungsmittel in Nordafrika und auch in Israel, wo ich es kennengelernt habe. Und eigentlich auch in der Türkei, denn das türkische Menemen ist praktisch dasselbe, mit dem winzigen Unterschied, dass da auch Paprika hineingehören. Was aber bei der Shakshuka auch öfters der Fall ist. Das folgende Rezept – es stammt aus dem Buch „So schmeckt Israel“ des deutsch-israelischen Kochs Tom Franz – verzichtet aber darauf und kommt praktischerweise auch mit ganz wenigen Gewürzen aus.

Shakshuka ist sehr einfach zuzubereiten, nur etwas Geduld sollte man mitbringen, da die Soße eine zeitlang kochen muss. Funktioniert übrigens großartig auch als Hangover-Gericht – wir haben es erst kürzlich ausprobiert.

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Für 2 als sattmachendes Frühstück oder Mittagessen: 1 Zwiebel und 2 Knoblauchzehen würfelig schneiden und in einer beschichteten Pfanne in etwas Olivenöl anbraten. 1 Chili in Ringe geschnitten dazugegeben, mit 1/2 TL Kreuzkümmel, 1 TL Paprikapulver (edelsüß) und 1/2 TL Chilipulver bestäuben.

Fünf schöne reife Tomaten würfelig schneiden (alternativ im Winter eine Dose Tomaten in Stücke) und in die Pfanne dazugeben, und dann richtig lange schmurgeln lassen, eine Stunde sollte es schon sein. (Wen die Haut stört, der überbrüht die Tomaten zuvor mit heißem Wasser und zieht sie ab.)

Wenn die Sauce schon richtig dick ist und das Wasser verkocht, mit Salz und Pfeffer würzen. Dann mit dem Schöpfer vier Mulden für die vier Eier bilden und sie vorsichtig hineinschlagen. Ein paar Minuten warten, bis das Eiweiß fest ist (je nachdem, wie ihr eure Eier gerne esst). Mit Petersilie bestreuen und mit Weißbrot/Fladenbrot servieren.

Lachs mit Zoodles aglio e olio

So ein, zwei Jahre nach dem großen Trend haben wir sie nun auch endlich mal ausprobiert: Zoodles, Zucchini Noodles, sind ja das Lieblingsessen der Low-Carb-Fanatiker – und das nicht von ungefähr: Sie sind, zumindest mit dem richtigen Gerät, sehr einfach herzustellen, schauen fast aus wie Nudeln und werden auch so gegessen – mit guter Pasta-Sauce.

Für das Zucchininudel-Schneiden haben wir den Julienne-Einsatz des „Küchenprofi“-Gemüsehobels verwendet, der nur für Großschneideaufträge zum Einsatz kommt. Mit dem ging das sehr schnell – nur eine Fingerkuppe des Liebsten musste daran glauben.  😮

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Für zwei bis drei Portionen: eine mittelgroße Zucchini in feine Spaghetti-Nudeln hobeln (wir haben sie nicht geschält, weil das Grüne ja ganz hübsch aussieht – wer den optischen Effekt von richtigen Spaghetti erzielen will, sollte sie aber schälen). Und nun kann man sie wie gekochte Nudeln zubereiten – wie hier eben als aglio olio e peperoncino: 2 Knoblauchzehen, ganz fein gehackt, in 2-3 EL gutem Olivenöl anbraten, 1-2 Chilischoten, ebenfalls feingehackt, dazugeben. Dann kommen auch schon die Zoodles hinein, werden 2,3 Minuten mitgebraten (so bleiben sie noch „al dente“) und mit Salz und Pfeffer gewürzt. Mit geriebenem Parmesan und gehacktem Basilikum vermischen.

Dazu perfekt: Ein schönes Stück Lachsfilet, kurz angebraten.  Die Zoodles schmecken aber auch ohne – und sind dann freilich sogar vegan!

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