Kimchi-Omelette mit Sriracha-Sirup

Das ist das vielleicht beste Fast-Food-Rezept überhaupt, finde ich gerade. Wenn man allerdings eine Zutat vorrätig hat, die hierzulande (trotz Korea-Boom) nach wie vor nicht so leicht im Geschäft erhältlich ist: Kimchi! Da die koreanische Variante von Sauerkraut (es handelt sich auch um fermentiertes Kraut, das aber natürlich ganz anders gewürzt ist) aber so gut schmeckt, so gesund ist, und auch so einfach zu machen ist, folgt ein Rezept für selbst gemachtes Kimchi weiter unten.

Für den Sriracha-Sirup braucht es nichts anderes als diese beliebteste Chili-Sauce Asiens (die gibt es in jedem Supermarkt fertig) und Reisessig. Bei uns gibt’s noch selbst gemachte Sriracha zuhause, die entstand im Sommer, als die Thaichilipflanze einfach nicht mehr aufhören wollte, Früchte zu produzieren.

Und sonst: Eier plus Koriander zum Bestreuen. That’s it!

Das Rezept stammt übrigens aus einem Blog der New York Times und wurde von der Autorin in einem Deli in Brooklyn entdeckt.

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Für ein Omelette (1 Person als Hauptgericht oder 2-3 als Vorspeise) 125 Milliliter Reisessig mit 60 g Zucker aufkochen und auf die Hälfte einreduzieren lassen. Abkühlen lassen und 1-2 Teelöffel Sriracha-Sauce einrühren (je nach gewünschter Schärfe).

Eine halbe Tasse Kimchi fein schneiden, mit etwas Öl in einer beschichteten Pfanne anbraten. Währenddessen 2 Eier in einer Schüssel versprudeln und mit Salz und Pfeffer würzen, ev. einen kleinen Schuss Mineralwasser dazugeben (für mehr Fluffigkeit!). Eimischung zum Kimchi geben und kurz verrühren, dann stocken lassen. Sobald die Eier fast ganz fest sind und nur noch oben ganz leicht flüssig, mit einem Gummispatel vorsichtig von außen nach innen lösen und zusammenklappen.

Auf einem Teller anrichten – mit darüber gesprenkeltem Sirup und frischem Koriander. Mahlzeit!

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Es folgen wie versprochen noch die Rezepte für Kimchi und Sriracha-Sauce:

Für die Srirachasauce: (Ergibt ca. 1 l) 125 g rote Chilis mit 150 ml Reisessig in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Temperatur reduzieren, 1 gehäuften TL Zucker und eine Prise Salz dazugeben. Rühren, bis sich beides aufgelöst hat.

Kurz abkühlen lassen, im Mixer pürieren, bis eine dünnflüssige Paste entsteht (etwas flüssiger als Ketchup). Eventuell noch durch ein Sieb passieren, falls ihr keine Kerne in der Sauce wollt. Ein paar Stunden ziehen lassen und in Flaschen oder Gläsern im Kühlschrank aufbewahren.

Für das Kimchi: Am Vorabend einen Chinakohl (habe es aber auch schon mit Weißkraut gemacht) längs vierteln, in dünne Streifen schneiden [Anmerkung: Das ist die vereinfachte Variante – eigentlich wird der Chinakohl im gesamten behandelt. Eine gute Anleitung gibt es hier.]. Mit 35 g Salz und 20 g Zucker vermischen und über Nacht ziehe lassen. Zuckersirup aus 100 ml Wasser und 100 ml Zucker kochen.

Die Flüssigkeit vom Kohl am nächsten Tag wegschütten. 2 Karotten schälen, in feine Streifen schneiden. Eine halbe Lauchstange putzen und in feine Ringe schneiden. Beides unter den Chinakohl mischen.

6 Knoblauchzehen (geschält), 1 daumengroßes Stück Ingwer, 60 ml helle Sojasauce, 50 ml Fischsauce, 4 El Gochugaru (getrocknete koreanische Chilipaste, kann auch durch Sambal Oelek ersetzt werden), 2 EL Shrimps aus dem Glas (oder Shrimp-Flocken – oder einfach weglassen), Zuckersirup, 1 Tl Paprikapulver und einem Viertelliter Wasser in den Mixer geben und gut durchmixen. Die Paste mit 1 TL Koriandersamen über den Chinakohl geben und mit den Händen kräftig durchmischen. Abschmecken und falls nötig mit Salz nachwürzen.

Nun kann alles in die Einmachgläser, den Deckel aber nur locker drauflegen. In den Kühlschrank geben und mindestens eine Woche fermentieren lassen, dabei täglich umrühren, damit das Gemüse gleichmäßig mit der Flüssigkeit bedeckt ist. Danach kosten, ob der gewünschte Fermentierungs-Grad schon erreicht ist. Wenn ja, Deckel schließen und aufbewahren – hält sich ein gutes halbes Jahr!

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Pizza Quattro Formaggi mit Fenchel

Ein super Pizzabelag ist uns schon im Herbst aus dem „Frisch gekocht“-Magazin von Billa entgegen gesprungen: Die so beliebte wie üppige Vier-Käse-Pizza, ergänzt durch frischen Fenchel. Der hilft quasi schon live während des Kauens beim Verdauen 🙂

Da ich das Rezept noch immer nicht gebloggt habe, wird das hiermit nachgeholt. Da es von den hinteren Seiten des Magazins stammt, da, wo es um die schnelle Alltagsküche geht, wird diesmal fertiger Pizzateig verwendet. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass das mit frischem Teig der absolute Wahnsinn ist. Bitte aber nicht Kalorien zählen ^^

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Für vier Portionen benötigt man zwei Rollen Fertig-Pizzateig (oder eben die entsprechende Menge frischen Teig). Aus dem Kühlschrank nehmen und das Backrohr auf 220 °C Ober-/Unterhitze (bzw. 200 °C Umluft) vorheizen. Ca. 60 g Parmesan hobeln. 100 g Ziegenkäserolle, 1 Packung Mozzarella (125 g) und 100 g Blauschimmelkäse in kleine Stücke zerteilen.

Den Teig auf zwei Backblechen mit Backpapier ausrollen – entweder für zwei Blechpizzen auslegen oder vier ovale Stücke formen. Für die Sauce einfach 6 EL passierte Tomaten mit 2 EL Tomatenmark vermischen, leicht salzen, stärker pfeffern. Teig damit bestreichen und den Käse gleichmäßig darauf verteilen. Ab ins Backrohr – für etwa 15 Minuten (Herstellerangaben beachten!). Nach der Hälfte der Zeit am besten die beiden Bleche im Backrohr tauschen, damit beide gleichmäßig gebacken werden.

Inwischen eine Fenchelknolle putzen, Strunk entfernen und fein hobeln. In einer kleinen Schüssel mit 2 EL Olivenöl und 2 EL Zitronensaft marinieren, mit Salz und Pfeffer würzen. Wenn die Ränder der Pizza goldbraun sind, herausnehmen und mit dem Fenchel bestreuen. Sofort servieren.

Zu Gast im „das anna“

Es sind nur noch drei Wochen, in denen man „das anna“ im Erzherzog Johann besuchen kann: Mit 25. Februar müssen Anna und Manuel Hofmarcher das Hotel verlassen, nachdem ihr Mietvertrag aufgekündigt wurde. Seit etwas mehr als zwei Jahren waren die Deutsche (die eigentlich Theaterwissenschaft studiert hat) und der Niederösterreicher (der bei Heinz Winkler, Alex Fankhauser, Lisl Wagner-Bacher und Thomas Dorfer sowie Didi Dorner gelernt hat) in der Grazer Sackgasse beheimatet.

Wie es der Zufall wollte, habe ich gerade kurz vor dem Zusperren einen Tisch für die ganze Familie zu einem besonderen Anlass reserviert. Andernfalls hätte ich auch was verpasst: Was Küchenchef Manuel auf die Teller zaubert, hat locker Zwei-Hauben-Niveau. Sehr aufwändig und perfekt gekocht, großartig inszeniert, modern, mit Augenmerk auf regionale Zutaten – ein wirklich tolles Menü.

Während das, was aus der Küche kommt, absolut tadellos ist, ist das Service wunderbar unperfekt: Chefin Anna hat das Handwerk nicht gelernt, und das merkt man auch. Das macht sie aber so gut wie möglich mit Einsatz, Charme und Witz wieder wett. Man sollte sich allerdings auf längere Wartezeiten abstimmen, da sie alles alleine macht. Das erklärt möglicherweise auch, warum das Lokal mit „nur“ 14 Punkten bzw. einer Haube bewertet wurde.

Nach der Beendigung ihres Mietverhältnissen sollen Anna und Manuel nun schon auf der Suche nach einem neuen Lokal sein. Und da das konservativ-klassische Ambiente des Erzherzog Johann nun eh nicht so gut zu den beiden zu passen scheint, kann es ja eigentlich nur besser werden. Alles Gute!

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