Geschmorte Eier mit Faschiertem, Tahini und Sumach

Der Herbst neigt sich seiner ungemütlichen Phase zu. Zeit für einen kleinen köstlichen kulinarischen Ausflug an die Levante. Zeit, den Ottolenghi mal wieder aufzuschlagen. Diese Köstlichkeit hat der Liebste kürzlich für uns zubereitet. Es handelt sich um eine Variation von Hamshuka, ein israelischer Klassiker mit Lamm-Faschiertem auf einer Schicht Hummus. Nur kommen hier noch Eier dazu.

Nicht von der langen Zutatenliste abschrecken lassen – die Zubereitung selbst ist einfach! Lohnen tut sich das ganze sowieso. Und wie!

otto

Für vier Personen eine Zwiebel und sechs Knoblauchzehen schälen und fein hacken. Einen EL Olivenöl in einer Pfanne (sie muss unbedingt einen Deckel haben, sonst großen Topf verwenden!) anbraten. 300 g Faschiertes (im Originalrezept Lammhackfleisch, wir verwendeten Rinderhack) dazugeben und ein paar Minuten bei starker Hitze braten, bis es durch ist.

Zugleich 200 g Kirschtomaten im Backrohr oder in einem Schmortopf bei starker Hitze anrösten.

Mit 2 EL gemahlenen Sumach, 1 TL gemahlenem Kreuzkümmel, 1 TL Salz und etwas Pfeffer würzen und noch etwas weiterbraten. Pfanne vom Herd nehmen, 50 g  Pinienkerne und 50 g Pistazienkerne (vorher rösten und grob hacken), 2 TL Harissa und eine eingelegte Zitrone (gehackt) untermischen.

Sauce aus 100 g griechischem Joghurt, 25 Tahini und 2 EL Zitronensaft zusammenrühren. Eventuell etwas Wasser hinzufügen, falls die Sauce zu dickflüssig ist.

Vor dem Servieren das Fleisch noch einmal erhitzen, etwa 100 ml Hühnersuppe dazugießen, zum Kochen bringen. Vier kleine Vertiefungen hineindrücken, 4 Eier hineinschlagen. Deckel auflegen, Eier ca. 8 Minuten bei schwacher Hitze stocken lassen. Das Eiweiß sollte idealerweise fest, der Dotter noch flüssig sein.

Das Gericht am besten direkt in der Pfanne servieren – davor noch mit der Joghurtsauce garnieren, mit noch mehr Sumach, Korianderblättern oder auch Zhoug (grüne Chilipaste mit Koriandergrün, Petersilie und Gewürzen) bestreuen, sofort servieren. Dazu passt natürlich Fladenbrot.

 

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JRE Chefs Roulette: Kärnten tauscht mit der Steiermark

„Rien ne va plus“ hat es am 11. Oktober 2017 in Top-Restaurants in ganz Österreich geheißen: 22 junge Spitzenköche und Mitglieder der Vereinigung Jeunes Restaurateurs d’Europe Österreich haben für einen Abend ihre Küchen getauscht und sind mit Sack und Pack, vor allem mit den besten Erzeugnissen ihrer Produzenten, zum Restaurant eines anderen Mitglieds gereist, um dort die Gäste zu verwöhnen.

Ich durfte den „JRE Chefs Roulette“ Abend im Restaurant der Familie Krainer in Langenwang (Mürztal, Steiermark) verbringen. Dort hat man zwar bis ganz zum Ende des Menüs dicht gehalten, wer denn der Gastkoch ist, aber wie man am Menü sieht, war es längst kein Geheimnis mehr, dass die Reise nach Kärnten gehen würde …

Thomas Gruber, der in Pörtschach am Wörthersee in einem Restaurant, das ganz einfach Gasthof von Thomas Gruber heißt, kocht, hatte für einen Abend mit Andreas Krainer getauscht. Ich denke, da kann man die Bilder durchaus für sich sprechen lassen:

Penne mit Grünkohl, Pecorino & Rauchmandeln

Als diese komische grüne Beilage, die man in Deutschland zu Wurst und Kartoffeln serviert („Pinkel“, was für ein Name!), hat mich der Grünkohl nie überzeugt. Liegt aber vielleicht auch daran, dass der Grünkohl hier in Österreich weitaus weniger bekannt ist als bei den Nachbarn im Norden. Nicht nur, weil er als Superfood gilt, darf er in unserer Küche sehr gerne die Hauptrolle spielen – wie zum Beispiel hier in diesem Salat mit Walnuss, Speck und Parmesan.

Nach den Nationalratswahlen sogar nach dem Motto „grün – jetzt erst recht“.

Das Rezept stammt übrigens von Tim Mälzer, aus irgendeiner ARD-Kochsendung.

gruenkohl

Für 4 Portionen: Einen großen Bund, ca. 500 Gramm Grünkohl waschen und putzen, in reichlich Salzwasser rund 10 Minuten blanchieren. Danach mit kaltem Wasser abschrecken, gut abtropfen lassen.

Inzwischen 400 g Penne (oder andere kurze Nudeln) nach Packungsanweisung kochen. Eine Peperoni in dünne Ringe schneiden. Zwei Knoblauchzehen und eine rote Zwiebel schälen und fein schneiden. Alles in einer Pfanne mit etwas Öl anbraten. Den Grünkohl fest ausdrücken, in kleine Stücke zerschneiden (oder zerzupfen) und in die Pfanne dazugeben, 2 EL Rosinen kommen dann auch noch dazu. Das Ganze mit 100 ml Suppe (oder einfach Wasser) ablöschen, aufkochen und mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Rund 5 Minuten bei mittlerer Hitze schmoren lassen, dann noch ein kleines bisschen Butter und geriebenen Pecorino daruntermischen.

Die Nudeln gut mit dem Grünkohlgemisch vermengen, auf Tellern anrichten. Mit etwas geriebenem Pecorino bestreuen, gehackte Rauchmandeln darüberstreuen.

Erdäpfel mit Fenchel, Pecorino und Zitrone

Heute: Eine köstliche Kartoffel-Variante mit Gemüse, Pecorino-Käse und einem Hauch Zitronenschale. Noch besser: Es handelt sich um ein Gericht, das praktisch gar keine Arbeit macht – die Erdäpfel und das Gemüse garen ganz von alleine im Backrohr, gewürzt mit nur ein bisschen Olivenöl und Salz und Pfeffer und werden mit geriebenem Käse und ein wenig Zitronen-Zesten bestreut.

Als Beilage, etwa zu Lachsfilet, oder ganz allein kann das schon was!

erdäpfel fenchel pecorino

Für 4-6 Beilagenportionen bzw. 2-3 als Hauptgericht: Backrohr auf 220 Grad (Umluft) vorheizen. 600-700 Gramm kleine Erdäpfel gut waschen und abbürsten, 2 Fenchelknollen vom Strunk befreien und putzen. Erdäpfel nicht schälen, nur in 2-3 cm dicke Scheiben schneiden, Fenchel in gleichmäßige Stücke schneiden. Beides mit gutem Olivenöl vermischen, mit reichlich Meersalz und Pfeffer mischen und gleichmäßig auf einem Backblech verteilen.

15 Minuten bei 220 Grad backen, wenden und nocheinmal 15 Grad backen. Dann mit fein geriebenem Pecorino bestreuen, durchmischen und weitere 10 Minuten ins Backrohr geben. Herausnehmen, mit noch mehr Pecorino und Zitronenzesten (von etwa einer halben Zitrone) bestreuen, nachwürzen und servieren!

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