Wie man Spaghettieis macht

Ein Menü zum Thema Siebziger Jahre, was macht man da als Nachspeise? Nach vielen Mehlspeisenklassikern, die es aber schon viel länger gibt, kam ich irgendwann auf ein Kultdessert, das ein Italiener 1969 in Mannheim erfunden hat, das in den Siebzigern seinen Siegeszug durch den deutschsprachigen Raum begonnen hat und das auch heute noch bei keiner Eisdiele wegzudenken ist. Spaghettieis!

Spaghetti-EisDas ist eigentlich recht leicht selbst herzustellen. Es besteht aus nichts anderem als Vanilleeis, durch eine Erdäpfelpresse gedrückt, Erdbeersauce und geraspelter weißer Schokolade.

Das natürlich alles selbstgemacht:

Für das Vanilleeis habe ich das Grundrezept aus Jeni Britton Bauers „Das beste Eis der Welt“ verwendet: Dafür 1,5 EL Speisestärke mit 2 EL Milch glattrühren. 50 Frischkäse (Zimmertemperatur) mit einer Prise Salz glattrühren. 450 ml Vollmilch mit einem Becher Schlagobers, 150 g Zucker und 2 EL Glukosesirup mit dem Mark aus einer Vanilleschote aufkochen, 4 Minuten sprudelnd kochen lassen. Vom Herd nehmen, Stärke nach und nach einrühren. Nochmals aufkochen lassen, ca. eine Minute kochen lassen und dabei ständig rühren, bis die Milchmischung leicht eindickt. Vom Herd nehmen, beiseitestellen.

Den Frischkäse unter die Milchmischung rühren, zu einer glatten Masse verarbeiten. Schüssel im Eisbad abkühlen (oder im Winter einfach eine halbe Stunde abgedeckt rausstellen). In der Eismaschine einfrieren, bis das Eis dick und cremig ist.

In eine Aufbewahrungsbox füllen, glatt streichen, mit Pergamentpapier bedecken, mindestens vier Stunden im Gefrierschrank fest werden lassen.

Für die Erdbeersauce: 200 g Erdbeeren (wenn keine frischen verfügbar, dann gefrorene) mit 2 EL Zucker aufkochen und pürieren.

Für das Spaghettieis einen Becher Schlagobers steif schlagen oder im iSi zubereiten. Auf vier Teller verteilen. Jeweils eine Kugel Vanilleeis (leicht angetaut) in die Kartoffelpresse geben und auf das Schlagobers pressen – dabei leicht drehen, damit die „Nudeln“ gleichmäßig verteilt werden. Mit Erdbeersauce begießen, weiße Schokolade (oder weiße Kuvertüre) darüberraspeln.

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Flammkuchen mit Sauerkraut und Sardellen, Herbstrüben-Salat

Sauerkraut und Speck? Pah, das kann ja jeder. So richtig köstlich wird es, wenn Sauerkraut auf die Kraft salziger Sardellen trifft – wie in diesem Flammkuchen aus der „Jahreszeitenkochschule: Winter“ von Katharina Seiser und Richard Rauch. Bevor es auffällt, gestehe ich lieber gleich: Der Flammkuchen-Teig ist auf dem Foto leider nicht selbst gemacht – I’m sorry for what i did when I was very hungry!

Dazu gibt es Salat, diesmal aus köstlichen Herbstrüben (bzw. Mairüben oder Wasserrüben, das ist alles so ähnlich) mit ein bisschen Sauerrahm und Öl-Essig-Dressing.

flammkuchen sauerkraut (1)

Für vier Flammkuchen: Germteig aus 15 g frischer Germ (Hefe), aufgelöst in 125 ml lauwarmen Wasser, 250 g glattem Mehl, etwas Salz und Zucker zubereiten und 30 Minuten gehen lassen oder vier Packungen fertigen Flammkuchenteig aus dem Kühlregal verwenden. Eine Stange Lauch putzen, in dünne Ringe schneiden.

Backrohr vorheizen (230 Grad Umluft bzw. nach Packungsanleitung), Flammkuchen sehr dünn ausrollen, mit 400 g Crème fraîche bestreichen und mit 200 g Sauerkraut (eventuell etwas ausdrücken!), Lauch und mit einer Dose Sardellen belegen. Kräftig pfeffern und mit etwas getrocknetem Oregano bestreuen. Salz braucht es vermutlich keines mehr, außer die Sardellen sind nicht besonders salzig.

Der Flammkuchen wird nun 12-15 Grad (bzw. nach Packungsanleitung) auf der unteren Schiene goldbraun gebacken. Heiß servieren, am besten mit einem kühlen Bier dazu.

Und mit feinem Herbstrübensalat:

Für eine kleine Schüssel Herbstrübensalat: 2 bis 3 faustgroße Herbstrüben waschen, schälen und fein reiben. Mit 4 EL Sonnenblumenöl, 2 EL Apfelessig und 2 EL Sauerrahm abmachen, Schnittlauch daruntermischen, salzen, fertig.

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