Räucherfisch-Pastinaken-Laibchen

Die Mission, Pastinaken auch für den pastinakenhassenden Liebsten in erträglicher Weise zu verarbeiten, geht weiter. Nächstes Kapitel: Wir versuchen es mit Laibchen / Frikadellen aus dem Kochbuch „Ottolenghi Simple“, in denen feiner Räucherfisch auf das Winterwurzelgemüse trifft, gewürzt mit Zitronenschale, Dill und Schnittlauch und Knoblauch.  Und ich sag euch: Es ist wunderbar angekommen! „Was ist denn da noch drin?“ – „Errätst du nie …“

ottolenghi räucherfisch

Für 6-8 Laibchen: 4 Pastinaken (ca. 300 g) schälen und in gleichmäßige Stücke schneiden. In einer Backform mit etwas Olivenöl und Salz vermengen und im Backrohr bei 190 Grad (Umluft) etwa eine halbe Stunde im Ofen rösten, bis sie goldbraun und weich sind. Dabei eventuell einmal wenden. Anschließend im Mixer grob pürieren (geht sonst auch mit einer Gabel oder einem Stampfer). Falls die Masse recht trocken ist, 1-2 EL Wasser darunterrühren. In einer Schüssel beiseitestellen.

280 g geräuchertes Fischfilet (ich habe Heilbutt genommen, Ottolenghi schlägt Kabeljau oder Schellfisch vor) im Mixer grob hacken – es sollte noch stückig sein. Zu den Pastinaken in die Schüssel geben. Dann noch je 10 g Dill und Schnittlauch hacken bzw. in Röllchen schneiden und dazugeben, 1 Knoblauchzehe hineindrücken, ca 1 TL Zitronenschale hineinreiben, 1 Ei, etwas Salz und Pfeffer daruntermischen.

Aus der Masse gleichmäßig große Laibchen formen – so kann man sie übrigens auch vorbereiten und einen Tag lang im Kühlschrank aufbewahren.

Die Laibchen in etwas Butter und Öl in einer Pfanne braten, bis sie goldbraun und knusprig sind, und wenden.

Servieren mit Zitronenspalten und einem Klacks Sauerrahm mit Kren.

Rotkrautsuppe mit karamellisierten Grießknödeln

Da gibt nicht nur die Farbe was her: Ein feines, fruchtiges Rotkraut in Suppenform, mit knusprig karamellisierten Grießknödeln als Einlage – das ist ein wunderbares vegetarisches Winteressen aus Paul Ivićs Buch „Vegetarische Winterküche“.

rotkrautsuppe (1)

Für 4-6 Teller Suppe: Einen Kopf Rotkraut vierteln, vom Strunk und den dickeren Blattrippen befreien, rund 400 Gramm abwiegen und diese in Streifen schneiden (wird später püriert, muss also nicht so genau sein). 4 Schalotten (oder eine Zwiebel) schälen und würfeln. 1 säuerlichen Apfel (Granny Smith zB) schälen, Gehäuse entfernen, würfeln.

Öl in einem mittelgroßen Topf erhitzen, Schalotten, Rotkraut und Apfel darin anbraten. 40 g Rohrzucker dazugeben und karamellisieren lassen, dann mit 20 ml Rotwein und 70 ml Orangensaft ablöschen. Die Flüssigkeit auf 1/3 einreduzieren lassen.

1 l Gemüsesuppe dazugießen und aufkochen lassen. Etwas Zimt (im Originalrezept sind es Zimtblüten), 50 g Preiselbeerkompott und einen Becher Schlagobers dazugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen, rund 20 Minuten köcheln lassen.

Für die Grießknödeln: 1/8 Liter Milch mit 30 g von 70 g Butter, etwas Muskat, etwas Salz und Pfeffer aufkochen lassen, dann 50 g Weizengrieß einrühren. Dickflüssig einkochen lassen und dabei regelmäßig umrühren. Etwas abkühlen lassen.

50 g Semmelbrösel (oder Semmelwürfel oder altes, gewürfeltes Weißbrot) und 2 Eier unter die Griesmasse mischen. Wasser in einem Topf zum Kochen bringen, Knödel hineinlegen, nochmals aufkochen lassen, Hitze reduzieren und köcheln lassen, bis die Knödel an die Oberfläche steigen (falls das zu lange dauert, vl mit einem Löffel vorsichtig von unten anschubsen – es könnte sein, dass sie am Boden festpicken). Herausheben und beiseite stellen.

1 EL Zucker in einer Pfanne karamellisieren, restliche Butter dazugeben und die Knödeln darin anbraten. Mit einem Schuss Apfelbalsamessig ablöschen, in gehackter Petersilie wälzen.

Suppe mit Knödeln anrichten, guten Appetit!

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