Eingekauft: Joghurt von der Milch Marie

Milch Marie Joghurt Eine liebe Kollegin fragte letztens, ob ich auch Joghurt mitbestellen möchte. Handgemacht aus hofeigener Milch in Stubenberg – und dann noch in Geschmacksrichtungen wie Ingwer-Kardamom, Chili-Zimt oder Birne-Ras el Hanout. „Normale“ wie Himbeer oder stichfestes Naturjoghurt gibt aber auch. Natürlich habe ich sofort „ja“ gesagt.

Diese Woche kam die Lieferung – und große Freude auf: Das Joghurt schmeckt toll (ganz besonders die gewagteren Mischungen) und ist richtig schön cremig, die Zutatenliste listet nur Natürliches auf und der Preis ist mit 1,80 Euro für einen halben Liter auch total in Ordnung (70 Cent kommen als Pfand für die Glasbehälter dazu).

Da es sich hier um ein regionales Produkt handelt, ist es (für alle, die nicht das Glück haben, mit einer Bekannten der Milch Marie in einer Firma zu arbeiten) nur in der Oststeiermark erhältlich – und zwar in der Dorfgreißlerei Götzl in Stubenberg.

Gekauft: Pizzaburger

Aufruhr in der Medienwelt: Mirjam Marits von der Presse sinniert über die Zielgruppe „tiefkühlproduktaffiner Nichtentscheidungsträger“ und Produktdesigner, die sich „mit immer absurderen Kreationen“ übertreffen, Severin Corti vom Standard über das Potenzial der neuen Kreation für mehr Crossover-Fastfood – „auch der Pastasciutta-Hotdog (dem Ingeniör ist nix zu schwör!) harrt schon viel zu lange seiner Snackwerdung“. Die Satireseite Die Tagespresse berichtet, dass die „Staatsanwaltschaft gegen Dr. Oetker wegen Anschlags auf den guten Geschmack ermittelt“.

Dr. Oetker bewirbt seine Innovation, den Pizzaburger, mit einem Spot, der Gourmets wahrscheinlich die Haare zu Berge stehen lässt – und freilich genau damit kokettiert. „Für alle, für die Salat nur Tischdeko ist. Für alle, die keinen Appetit haben, sondern Hunger. Für alle, für die Messer und Gabel nur Kinderkram sind“, heißt es da. Letztere können in einem Pacman-Game sogar die Flucht vor dem „Besteckmonster“ üben.

PizzaburgerUnd was ist nun dran, an dieser angeblichen TK-Fertiggerichtrevolution? Schlecht schmeckt er nicht, das muss man schon sagen – wie übrigens die meisten Tiefkühlpizzen der Marke. Praktisch ist er auch – und das ist aber auch schon ein bisschen das Problem: Den Burger isst man nämlich weg wie nix. Und übersieht dabei wahrscheinlich schnell, dass der schon eine volle Mahlzeit ist. Ein Salamiburger (siehe Bild) deckt mit rund 500 Kalorien schon ein Viertel des Energiebedarfs einer Frau.

Wer’s ausprobieren mag: Der Burger ist in den drei Geschmacksrichtungen Salami, Diavolo (Salami und Pepperoni) und Speciale (Schinken, Champignons, Edamer und Cheddar) erhältlich und kostet rund 2,80 Euro im Handel – ist also ungefähr gleich teuer wie eine Pizza.

Gekauft: Schokolade mit Kren

Eines geht ja immer unter, wenn Chocolatier Josef Zotter (natürlich zu Recht) als Schoko-Innovator gelobt wird: Dass es mit Felber in Birkfeld eine weitere großartige Schokoladenmanufaktur in der Steiermark gibt.

Schoggi Ganz so viele exotische Sorten wie Zotter bietet Felber nicht an, aber letztens fiel mir eine doch seehr interessante Geschmacksrichtung in den Schoß. Anlässlich der Präsentation der „Scharfen Wochen“ in der Steiermark wurde auch Kren-Schokolade verkostet.

5 Prozent steirischen Kren listet die Verpackung auf und dementsprechend dezent hält sich der Kren-Geschmack auch im Hintergrund. Seine Schärfe harmoniert aber wunderbar mit der Bitterschokolade!

Note to myself: Vielleicht auch einmal dieses Schokomousse mit Kren ausprobieren … Oder auch hier in der Abteilung Desserts ausgiebig schmökern …

Gekostet: Zotter Overdose

Kühler Kakao als Energy Drink, das ist die neueste Innovation aus der Schokoladenmanufaktur Zotter: Die „Overdose“, so der ein bisschen kindisch-provokativen Powerdrinks, gibt es ab sofort in drei Sorten: dark, milk und white.

Alle drei Sorten bestehen aus Fairtrade-Schokolade und Bio-Milch aus dem Ennstal, die dunkle Schoko enthält dazu Ginseng und einen Hauch Chili „Bird’s Eye“, die Milchschoko Guarana, echte Vanille, Zimt, Rosenblüten und einen Hauch Zitrone, die weiße Schoko Chaga-Pilz, Rosenblüten, einen Flash Zitrone, Vanille und Zimt.

OverdoseKalorienmäßig schlägt sich eine Dose „Overdose“ (23o ml) mit stolzen 310 Kalorien zu Buche, im Geldbeutel mit 2,75 Euro. Erhältlich hier und im Handel, zB bei Wein & Co.

Gekostet: Steirer Cider

Steirercider

Daran, dass zu wenige Äpfel in der Steiermark angebaut werden, kann es nicht liegen. Aber warum gibt es kaum Cider aus der Steiermark? Gut, den Haider Cider gibt es schon seit ein paar Jährchen (verbunden mit dunklen Erinnerungen an Farm Raves am Stubenbergsee …), der scheint aber technisch gesagt ein Apfelmost zu sein.

In den letzten Jahren tauchten aber plötzlich zwei Cider-Marken aus der Steiermark auf:  Einerseits das Goldkehlchen, das wird in Burgenland hergestellt, aber aus steirischen Äpfeln. In Graz ist der Premium Cider bei Jodl, bei VDB und in der Metro erhältlich.

Und dann wäre da noch der Steirer Cider. Hergestellt wird er von Mostsommelier Manfred Fauster aus Graz-Mariatrost, der sich schon damit einen Namen gemacht hat, den Most auf ein neues Level zu heben – der wird dann als Edelmost in entsprechend edlen (Wein-)Flaschen verkauft, es gibt ihn auch als Frizzante von alten Sorten. Von da ist es nur ein logischer Schritt, auch Cider anzubieten: süßen Steirer Cider, mit leichten 3,8 Prozent Alkohol und prickelnder Kohlensäure.

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Most und Cider? Cider ist moussierender Apfelwein: vergorener Apfelsaft, der meistens mit Kohlensäure angereichert wird. Und Most ist Fruchtwein aus vergorenen Äpfeln. Anders gesagt: Beim Most wird Apfelsaft mittels Kellertechnik und Hefe vergoren. Bei Cider wird hingegen bereits vergorener Apfelsaft mit reinem Apfelsaft vermischt und mit Kohlensäure versetzt. So ist Cider weniger sauer als Most und hat weniger Alkohol, laut österreichischem Lebensmittelkodex weniger als 4,5 Prozent Alkohol.

Gekauft: Omi’s Apfelstrudel

Omi's Apfelstrudel Okay, genaugenommen habe ich ihn nicht gekauft – er wurde mir neulich in die Hand gedrückt, ich habe ihn also kostenlos bekommen. Aber die Kategorie heißt nun einmal so. 🙂

Viel kann ich euch nicht darüber erzählen: Es ist ein steirischer Apfelsaft, der mit Zimt veredelt wurde. Kommen tut das ganze aus Leoben, hergestellt wird es von der Alfred Kendlbacher GmbH in Leoben.

Und wie schmeckt das? Super, wie Omi’s Apfelstrudel halt schmeckt! Sehr süß, dank des Zimtgeschmacks noch süßer. Laut „Flaschentext“ kann man ihn auch heiß trinken, am besten ist es wohl, ihn „gespritzt“, also mit Wasser zu trinken.

Die Homepage zum Apfelstrudelsaft ist erst im Aufbau, zumindest einen Verkaufspunkt kann ich aber nennen: Café-Restaurant Steira-Eck im Shopping Nord, Graz.

Also: Prost und alles Gute, liebe Omi!

Eingekauft: Kardamint-Schokolade

Kardamint ist eine geniale Sache: Ein Sirup aus Nana-Minze und Kardamom, der gleichzeitig erfrischend und wärmend ist und dementsprechend auch heiß und kalt getrunken werden kann. Oder in einem Spritzer. Oder in einem Prosecco. Oder in einem Mojito.

Der Drink kommt aus Graz, wurde von Herbert Möstl erfunden, und kann hier gekostet und hier bestellt werden.

Jetzt gibt’s aber etwas Neues: Kardamint-Schokolade!

kardamint

Handgeschöpfte Zartbitterschokolade mit Kardamint-Extrakt – und schmeckt wahnsinnig toll. Erhältlich ist sie in Graz bei VDB.

Eingekauft: „Wunderlinge“ bei Rewe

Natürlich ist es in Wirklichkeit nicht mehr als eine nette Geste, wenn ein Konzern wie REWE (der dafür bekannt ist, den Freeganern und Mülltauchern den Zugang zu den weggeworfenen Lebensmitteln unmöglich zu machen) jetzt auch Obst und Gemüse anbietet, das nicht den Richtlinien entspricht und sonst entsorgt würde. Aber es ist definitiv ein Schritt in die richtige Richtung.

„Wunderlinge“ heißt das bei Billa, Adeg und Merkur. Verkauft werden unter dieser Marke bislang nur Erdäpfel, Karotten und Äpfel, die leichte Fehler aufweisen oder einfach nur zu klein sind. Normalerweise würden sie es nicht in den Supermarkt schaffen, sondern industriell weiterverwertet werden, an Tiere verfüttert oder gleich bei der Ernte am Feld liegengelassen werden.

Wundern muss man sich angesichts der „Wunderlinge“ tatsächlich: Es ist nämlich wirklich schwer, herauszufinden, warum die Erdäpfel nicht supermarkttauglich sein sollten. Für das Foto habe ich die 5 Stück herausgepickt, die überhaupt Fehler aufgewiesen haben – sonst: Einfach zu klein …

Wunderlinge

Gekauft: Die andere Gemüsebox

Da der Frischehof Robier seine Frischebox-Lieferungen leider eingestellt hat, mussten wir uns einen neuen Lieferanten suchen: Die Steirische Erntebox liefert donnerstags nach Graz und Umgebung und freitags ins Mur- und Mürztal, es gibt zwei Varianten, die Gemüsebox um 13,20 Euro und die Salatbox um 10,50 Euro, optional kann man sich noch Extras wie ein gemischtes Obstkisterl (7,90  Euro) bestellen.

Vom Gemüse unserer ersten Kiste waren wir begeistert.

Gemüsebox

 

Der Inhalt

  • 1 Stk. Kräuselendivien
  • 1 Stk. Eichblatt
  • 1 Stk. Weißkraut
  • 1 Stk. Fenchel
  • 5 Karotten
  • 1 Stk. Sellerie
  • 1 Bund Schnittlauch

Was soll daraus werden? Geschmorter Endiviensalat mit Chili? Oder Eichblattsalat mit Fenchel? Oder Lauwarmer Eierschwammerlsalat mit Ziegenkäse? Irish Stew? Weißkrautlasagne? Kraut-Kartoffelpfanne mit Bratwurst?

Selbstgemacht: Hummus

Woher kam das plötzlich? Fast wie aus dem Nichts finden sich in den Supermarktregalen fast so viele Sorten Hummus wie … sagen wir Butter. Spar bietet ihn klassisch oder mit Olivenöl und Pinienkernen von Neni am Wiener Naschmarkt,  bei Billa gibt es ihn in den Sorten Tomaten-Zwiebel-Confit, Pinienkernen und wilden Kräutern, Chili oder Koriander von delidip. Und seit neuestem auch in der sehr ordentlichen Billa-Eigenmarke.

Nicht die schlechteste Entwicklung, seit es Supermärkte gibt: Hummus schmeckt gut, ist kalorienarm, macht satt, ist dank seines Hauptbestandteils, der Kichererbse, reich an Eisen, Magnesium und Zink – und dazu noch vegan.

Auch wenn das Hummusangebot in den Läden sehr beachtlich ist, am besten schmeckt er selbstgemacht. Da ist allerdings nix mit spontan: Die Kichererbsen müssen über Nacht eingeweicht werden, gerne auch noch länger.

Hummus

Hummus

Hier das Rezept (4 Personen als Vorspeise):

200 Gramm getrocknete Kichererbsen über Nacht mit viel Wasser  (3fache Menge) einweichen, das Wasser dabei ein paar Mal wechseln. Dann noch 1, 2 Stunden köcheln lassen, bis sich die Erbsen mit der Gabel zermantschen lassen. Beim Abgießen ein wenig vom Kochwasser übrig lassen.

6 EL Tahini (Sesampaste, gibt es im Glas in jedem größeren Supermarkt in der Exoten-Abteilung oder beim Türken um die Ecke) mit dem Saft einer halben Zitrone und – Puristen bitte wegschauen! – einer zerdrückten Knoblauchzehe vermischen. Das ganze mit den weich gekochten Kichererbsen in den Food Processor geben und zu einem Brei mixen lassen.

Würzen mit einer großzügigen Prise Salz, je nach Geschmack weiters mit Kreuzkümmel, noch einer Knoblauchzehe und dem Saft der halben Zitrone. Das vor dem Abfluss gerettete Kochwasser verwenden, um die gewünschte Konsistenz zu erreichen.

Serviert wird Hummus klassischerweise auf einem Teller mit einer kleinen Kuhle in der Mitte, in die man etwas Olivenöl gießt, und Rosenpaprika (milder roter Paprika tut’s wohl auch).

 

Eine interessante Variante (noch nicht ausprobiert!) habe ich bei Nigella Lawson gefunden: Erdnussbutter-Hummus.

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