Essen in Hongkong

Anfang März hat es uns für luxuriöse 10 Tage nach Hongkong gezogen. Gerade genug Zeit, um eine kleine Ahnung von dieser Wahnsinnsstadt zu bekommen. Um durch die Tempel voller Rauchschwaden zu streuen, in denen archaischen Göttern Zuckerl und Obst geopfert werden. Um sich das Einatmen zu verkneifen, wenn man durch Straßen voller Shops mit haufenweise getrockeneten Fischblasen spaziert. Um sich in den Unmengen von Menschen, die sich durch die Straßenschluchten zwängen, treiben zu lassen. Um per Rolltreppe die höher gelegenen Wohnviertel zu erreichen. Um die vielen Naturparadiese, die auch zu dieser Welthauptstadt des Kapitalismus gehören, zu Fuß zu erkunden. Und natürlich auch, um Hongkong, Südchina, Asien auf den Geschmack zu kommen.

Das ist zunächst einmal nicht so einfach. Typisch ist in Südchina nämlich die Chiuchow- Küche oder kantonesische Küche (Kanton ist der früher im Westen gebräuchliche Name für die Millionenstadt Guangzhou, gerade einmal 3 Stunden von Hongkong entfernt) ist die Frische der Zutaten, aber auch die Reinheit, Purheit des Geschmacks – und so bekamen wir meist für unseren Geschmack völlig fade Dinge serviert. Das galt auch für die für Hongkong so typischen Dim Sim, die kleinen Bissen, die auf Buffetwägen vorbeigeschoben werden. Auf die Tatsache, dass so wenig gewürzt wird, mussten wir uns erst einmal einstellen. Und dann war da die Sache mit dem Glibber – Chinesen lieben schleimige Konsitenzen, auch das ist nicht unbedingt unser Fall gewesen. Ein bisschen befremdlich, aber irgendwie lustig, ist der Küchenstil Soy Sauce Western, den man noch in älteren Traditionscafes bekommt: Dahinter verbergen sich westliche Gerichte, die von Chinesen auf ihre Art nachgekocht wurden. Darüber wundern wir uns wohl ebenso wie die Chinesen über das, was sie in Europa im Chinarestaurant so vorgesetzt bekommen …

Gewundert haben wir aus auch, als wir in die Filiale einer österreichischen Bäckerei gestolpert sind: Österreichisch war nur ein Poster von Hallstatt, in den Regalen war seltsam softes Brot mit Avocado- und Süßkartoffelgeschmack in Grün und Lila … Und dann gibt’s einige Lokale, bei denen die Optik offenbar mehr zählt als der Geschmack – Instagram sei dank: Aber um einmal ein Foto mit den Dim-Sum-Bällchen in Rosa mit dem lustigen Schweinsgesicht oder einer Zuckerwattewolke mit Augen drauf zu posten, pilgern viele Leute hin – auch ein Geschäftsmodell (auf das wir freilich auch reingefallen sind)!

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Daneben haben wir aber auch ziemlich fantastisch gegessen. Einerseits kantonesisch – aber auf Sterneniveau neu interpretiert in Form der X-treme chinese cuisine von Alvin Leung im Top-Lokal „Bo Innovation“ (mehr dazu in den Fotos weiter unten). Andererseits hatten wir unsere erste Begegnung mit der völlig zu Recht sehr hippen Nikkei-Küche – eine in Peru entstandene Fusion aus japanischem und peruanischem Essen. Und großartige Sushi 🙂 Und einen wundervollen Tee im legendären Peninsula Hotel.

Bo Innovation – Blue Menu

Zu Gast im „das anna“

Es sind nur noch drei Wochen, in denen man „das anna“ im Erzherzog Johann besuchen kann: Mit 25. Februar müssen Anna und Manuel Hofmarcher das Hotel verlassen, nachdem ihr Mietvertrag aufgekündigt wurde. Seit etwas mehr als zwei Jahren waren die Deutsche (die eigentlich Theaterwissenschaft studiert hat) und der Niederösterreicher (der bei Heinz Winkler, Alex Fankhauser, Lisl Wagner-Bacher und Thomas Dorfer sowie Didi Dorner gelernt hat) in der Grazer Sackgasse beheimatet.

Wie es der Zufall wollte, habe ich gerade kurz vor dem Zusperren einen Tisch für die ganze Familie zu einem besonderen Anlass reserviert. Andernfalls hätte ich auch was verpasst: Was Küchenchef Manuel auf die Teller zaubert, hat locker Zwei-Hauben-Niveau. Sehr aufwändig und perfekt gekocht, großartig inszeniert, modern, mit Augenmerk auf regionale Zutaten – ein wirklich tolles Menü.

Während das, was aus der Küche kommt, absolut tadellos ist, ist das Service wunderbar unperfekt: Chefin Anna hat das Handwerk nicht gelernt, und das merkt man auch. Das macht sie aber so gut wie möglich mit Einsatz, Charme und Witz wieder wett. Man sollte sich allerdings auf längere Wartezeiten abstimmen, da sie alles alleine macht. Das erklärt möglicherweise auch, warum das Lokal mit „nur“ 14 Punkten bzw. einer Haube bewertet wurde.

Nach der Beendigung ihres Mietverhältnissen sollen Anna und Manuel nun schon auf der Suche nach einem neuen Lokal sein. Und da das konservativ-klassische Ambiente des Erzherzog Johann nun eh nicht so gut zu den beiden zu passen scheint, kann es ja eigentlich nur besser werden. Alles Gute!

Besucht: Schmidhofer im Palais

Das Prato im Palais ist also nach sechs Jahren Geschichte, doch schon nächste Woche wird das 2-Hauben-Lokal das nächste Mal „aufpoppen“ – mit einem 14 Tage langen Gastspiel in der Hemingway Bar nämlich, bei dem ein Tribut an den guten alten Ernest aufgetischt wird.

Zeit aber auch, einmal Nachschau zu halten, was sich inzwischen in den alten Gemäuern des Palais Herberstein getan hat, seit es Magnolia-Koch Herbert Schmidhofer übernommen hat. Die gewagten Wandmalereien, die zwar cool aussahen, aber den Raum doch irgendwie erdrückt haben, sind klarem Weiß gewichen, die Einrichtung ist jetzt eine ganz klare, Bistro-mäßige mit grauen Stühlen. Tischdecken gibt’s keine, mit Deko wird äußerst sparsam umgegangen. So weit schon einmal ganz gelungen.

 

 

Auf der Karte steht Hausmannskost auf hohem Niveau – Lieblingsgerichte auf Hauben-Art neu interpretiert, was sicher eine gute Idee ist und wohl auch bei den internationalen Gästen gut ankommen wird. Die Speisekarte teilt sich nicht in Vorspeise, Hauptspeise und Nachspeise auf, sondern in die Kategorien „Heimat und Tradition“, „Schmidhofers Klassiker. Vertraut – kreativ“, „Vegetarisch – raffiniert“ (es gibt vier fleischlose Gerichte), „Süße Geheimnisse“ und – auch das eine Besonderheit  -„Pikante Versuchungen“ zum Dessert (da findet man den Käsegang und ein pikant-süßes Dessert namens „Goldeneye“ mit einer absolut köstlichen Gänseleber-Schoko-Praline).

Zu bemängeln gibt es da eigentlich wenig, es war Gang für Gang ein Vergnügen. Das hat natürlich seinen Preis – der Rehrücken kostet etwa 29,50; ein (nicht getestetes) Schnitzerl gibt’s um 19,50; die Beef Tartare-Torte ist mit 24 Euro auch eine recht teure Vorspeise (aber hey, dafür sind Trüffel und Kaviar mit von der Teller-Party). Das Verhältnis zwischen Preis und Leistung ist aber kein schiefes. Service und Weinkarte auch schwer ok!

Schmidhofer im Palais
Sackstraße 16
8010 Graz

T 0676 4200848
www.schmidhoferimpalais.com

Öffnungszeiten
Montag – Freitag
Küche von 11:30 – 14:00 und 17:30 – 21:30 Uhr
Samstag, Sonn- und Feiertag geschlossen

Besucht: Café Abol, Graz

Das Angebot an afrikanischen Lokale in Graz ist recht übersichtlich. Auf Dauer konnte sich nur das von einem gebürtigen Nigerianer geführte „Omoka“ in der Keplerstraße halten, dazu gibt es derzeit noch die „South African Lounge“ namens „Hakuna Matata“ in der Grabenstraße, die sich aber eher als Bar versteht, afrikanisches Essen wird dort eher nicht angeboten.

Allein deshalb kann man diesen Neuzugang schon einmal als absolute Bereicherung bezeichnen: Im Café Abol gibt es erstmals in Graz äthiopisches Essen. Wer das schon einmal irgendwo auf der Welt gekostet hat (ich selbst war schon einmal in einem äthiopischen Lokal in Brooklyn), der weiß: Das schmeckt ziemlich gut – und ist übrigens auch innerhalb von Afrika ziemlich einzigartig.

Das Café Abol in Graz jedenfalls ist im ehemaligen „Schönautreff“ untergebracht, einem recht rustikalen Lokal, das wegen seiner Ursprünglichkeit auch als Set für eine Szene des Brenner-Krimis „Das ewige Leben“ auserkoren wurde. Wo kürzlich noch Grete Tiesel als „Maritschi“ ihre Schnitzel geklopft hat, gibt es nun Injera-Fladenbrot mit Wot (Sauce). Das Lokal werden Schönautreff-Stammgäste sofort wiedererkennen – die Theke ist noch da, bis auf behutsam eingesetzte Äthiopien-Deko wurde kaum etwas verändert.

Die Speisekarte ist vernünftig übersichtlich. Und ich war unvernünftig genug, mir nicht die Namen der Speisen aufzuschreiben. Den Namen des ersten Gerichts weiß ich aber noch: Siga Wot könnte man als eine Art äthiopisches Gulasch oder Chili beschreiben – es ist lange mit vielen Zwiebeln und Gewürzen geschmortes Rindfleisch. Daneben gibt’s andere, vegetarische Saucen zB mit Linsen oder Kichererbsenmehl, Spinat und Gemüse. Und das alles wird auf Injeera, einem weichen, gesäuerten Fladenbrot aus Teff- (Hirse-)mehl serviert. Und üblicherweise auch ohne Besteck gegessen – man benutzt das Brot, um sich ein wenig Sauce zu greifen und in den Mund zu führen.

Klingt ungewohnt und ist optisch wegen des Eintopf-Charakters auch nicht so der Bringer, schmeckt aber köstlich!

Dringend empfehlen kann ich auch den köstlichen und ganz milden Kaffee im Café Abol – ist doch Äthiopien eines der wichtigsten Kaffee-Länder der Welt. Der wird übrigens traditionell mit Popcorn serviert. Und ab drei Personen wird auch eine Kaffeezeremonie mit mehreren Aufgüssen angeboten.

  • Café Abol
  • Schönaugasse 16, 8010 Graz
  • Öffnungszeiten: Mo bis Sa  8-21 Uhr, So 13-21 Uhr
  • Tel. 0699 17306064
  • auf Facebook

Bye Bye Prato

Das Prato im Palais schließt mit Ende September, also höchste Zeit für eine letzte Aufwartung.

Das Lokal hat ja nun wirklich einiges versucht, vom Feelgood-Essen von Ernährungsberaterin Walleczek bis hin zur Positionierung als teures Schickimicki-Haubenlokal im Palais, das 2015 vom Künstlerkollektiv „LosLohBros&TheLostKids“ komplett umgestaltet wurde. Kurz vor dem Ende folgte noch die erste Natural Wine Bar der Steiermark – und eine neue Gastro-Schiene mit Hausmannskost. Nun wird das Prato flügge – Restaurantchef Michael Pech und Küchenchef Kevin Hamminger machen als Popup-Lokal weiter.

Wir haben ein letztes Mal das sechsgängige Gourmetmenü mit Natural Wine Begleitung genossen. Und müssen sagen: Wirklich schade drum – aber auf jeden Fall ganz viel Erfolg mit dem neuen Popup-Lokal!

Zu Besuch: Mangold’s vis-a-vis

An vegetarischen Lokalen mangelt es in Graz im Moment wirklich nicht – Ginko mit dem neuen Greenhouse, Parks, Café Erde, Die Erbse International, Café Grün … und natürlich das Mangolds, das seit ein paar Wochen ein Tochterlokal in der Zinzendorfgasse (gleich bei der Karl-Franzens-Universität) bekommen hat. Ein ziemlich tolles sogar, davon konnte ich mich jetzt endlich bei einem Besuch überzeugen. Es wird nicht nur im Gegensatz zu den vielen Buffetlokalen Alacarte gekocht, das ganze auch noch in einem ziemlich schicken Ambiente und auf ziemlich gutem Niveau. Gut gefallen hat mich überhaupt die Auswahl der Speisen, da ist einiges dabei, das ich in dieser Stadt noch nie gefunden habe.

Neben einer riesigen Frühstücksauswahl (Montag bis Freitag 8-11 und Samstag und Sonntag bis 14 Uhr) gibt’s zu Mittag zwei verschiedene Suppen, zwei Hauptspeisen, ein Special, kleine und große Salate (alles auch zum Mitnehmen), zwischendurch Kaffee und Kuchen und auch eine kleine, feine Cocktailkarte. Alles obendrein vegetarisch und dazu noch zu 50 Prozent vegan bzw. glutenfrei.

Das Highlight ist aber natürlich das Abendmenü, auf dem viele Besonderheiten locken – im saisonalen Frühlingsangebot finden sich da etwa schwarzer Linsensalat mit Tsatsiki und Avocado, Carpaccio vom weißen Rettich mit Paprika und Jungsalaten, Thai-Burger mit Sojalaibchen, Gurkenpickles, weißem Rettich und Chili-Koriander-Mayo, Mango-Zitronengras-Curry oder auch heimisches Deftiges wie Gefüllte Paprika und gratinierte Käsespätzle … Da gibt’s noch einiges, für das ich gerne bald wiederkommen werde.

Die Wahl fiel bei uns auf Folgendes …

Fazit: Vor- und Nachspeisen waren top und auch vom Preis-Leistungs-Verhältnis sehr in Ordnung. Ausgerechnet bei den Salaten hat es ein bisschen nachgelassen, die waren beide sehr blattsalat-lastig, ich würde sie daher nicht als Hauptgang empfehlen – bei uns war der Hunger diesmal (!!) aber leider nicht so groß.

Sehr sympathisch ist die Auswahl an Getränken – neben selbst gemachten Limos und Smoothies gibt es Bio-Bier und Craft Beer und auch die Weine sind allesamt biologisch. Auch der Service hat seine Sache übrigens ausgezeichnet gemacht. Bis ganz bald, Mangolds vis-a-vis!!

Praktische Infos:

 

Zu Gast bei Tement’s Weinlegenden, Weinbank Ehrenhausen

Das war ein Abend im Zieregg-Himmel! Zieregg ist die beste Lage des für viele besten Winzers der Steiermark – Manfred Tement. Und der lud mit seiner Familie zu einem wahrhaft legendären Abend, bei dem ich das Glück hatte, dabei sein zu dürfen: Ganze 25 der allerbesten Weine aus mehr als 20 Jahren wurden in Doppelmagnum-Flaschen ausgeschenkt, darunter manch einer, der „wie Gold gehandelt wird“, wie mein Tisch-Gegenüber, übrigens Autor ziemlich bekannter Wein-Bücher, bemerkte.

Mehr als nur fein war auch das Essen dazu, das Dreihaubenkoch Gerhard Fuchs mit seinem Team auftischte. Aber seht doch selbst:

Zu Besuch im Kupferdachl

Das Kupferdachl in Unterpremstätten ist seit Jahren ein beliebtes, gutbürgerliches Restaurant ein paar Kilometer südlich von Graz. Wie am Gang zur Toilette (und in dieser Online-Serie) zu sehen, haben es sich dort schon etliche prominente Gäste gut gehen lassen. So jetzt auch wir. Neugierig waren wir vor allem darauf, was der heimgekehrte Sohn des Hauses, Daniel Edelsbrunner, so kocht. Der hatte nämlich Stationen im Landhaus Bacher, beim Kreuzwirt am Pössnitzberg, war als Küchenchef im Prato jüngster Zwei-Hauben-Koch der Steiermark und ging danach weiter zu 2- bis 3-Sterne-Lokale nach Holland, in die Schweiz und zurück nach Österreich (u. a. bei Andreas Döllerer in Golling).

Was nun in Unterpremstätten aufgetischt wird, ist nun keine 3-Sterne-Küche mehr, sondern hervorragende „Nur“-Ein-Hauben-Küche – weil: ein Schnitzel und ein Zwiebelrostbraten gehört einfach dazu -, dazu kann man sich aber auch überraschen lassen (das Überraschungsmenü besteht aus Variationen des aktuellen Menüs) oder auf Vorbestellung ein Gourmetmenü servieren lassen.

Und für alle, die sich nach dem Essen etwas Besonders gönnen wollen, gibt es den teuersten Kaffee der Welt: Kupi Luwak. Infos bitte hier. Schmeckt aber köstlich!

Hier nun aber die gesammelten Fotos des feinen Essens:

 

Zu Besuch bei Konstantin Filippou

Daaaaanke, M!

Zu meinem Geburtstag bin ich zum Essen eingeladen worden, und zwar nicht irgendwo, sondern beim Koch des Jahres, Konstantin Filippou! Der Grazer mit griechischen Wurzeln hat seit ein paar Jahren ein eigenes Lokal in Wien (Dominikanerbastei) und daneben eine Weinbar. Aktuell kratzt er an der Vier-Hauben-Marke und ist so gut wie andauernd ausgebucht.

Schon optisch ist das Lokal eines der angenehmsten Spitzenlokale, die wir je besucht haben: Es gibt keine Tischdecken, kein Schnickschnack, schlichte graue Wände und eine halb offene Küche, bei der wir durch die Fenster zuschauen können, wie eine ganze Schar Köche unter Hochdruck mit immensem Aufwand arbeitet. Auf der Karte gibt es zwei Menüs zur Auswahl, bestellt werden können entweder vier oder sechs Gänge. Auf keinen Fall verpassen hätten wir dazu die Weinbegleitung wollen – das Lokal ist auf Natural Wines spezialisiert, die Weine wurden uns ausführlich und charmant vom Personal erklärt.

Ein bisserl hart: Als Vorspeise zur Hauptspeise, meiner Taube, wird mir ein Zwischengang mit den Innereien des Vogerls gereicht. Taubenherz und Taubenleber. Wieder ein guter Schritt zum Ich-Esse-Wirklich-Alles-Status.

Sündigster Moment: Nach 6 Gängen und 2 Grüßen noch ein 30 Monate gereifter Comté als Käsegang. Er kommt gerieben über Birnen-Verjus-Haselnuss-Mus und schmeckt wie pures Glück. Wenn ich dafür einen 3000-Höhenmeter-Marsch bewältigen muss zum Abbauen, ok!

Fotos? Ja, sicher! Bitte hier entlang …

 

Zu Besuch im Landhauskeller Graz

Meine Lieblingsgeschichte aus dem Landhauskeller wird wohl nicht mehr zu toppen sein: Ich durfte einmal die Restl von Arnold Schwarzenegger aufessen – also nicht, was auf seinem Teller übrig blieb, sondern das, was zu viel aufgetischt worden ist. Unvergesslich köstliche gebackene Steinpilze mit Sauce Tartar und Kaiserschmarrn waren das! Seit ein paar Wochen wurde das Restaurant an der wohl ersten Adresse von Graz neu übernommen, und zwar vom Aiola-Paar Judith und Gerald Schwarz als Inhaber und Geschäftsführer Raphael Kosubek, Küchenchef ist jetzt Joachim Windhager.

Die Neugier war also groß – zuerst einmal auf die neue Optik, und die ist durchaus sehr gelungen: Die Renaissancegewölbe wurden wieder freigelegt, die Einrichtung ist schlicht, aber schick. Es gibt eine Bar (deren Cocktailkarte nur Bestes verspricht, noch nicht getestet) und einen Club namens „Katze Katze“ im Gewölbekeller.

Die Küche bleibt der klassischen, gutbürgerlichen Linie treu. Und etwas anderes macht wohl in diesen Räumlichkeiten auch keinen Sinn. „Ehrlichkeit trifft Erdigkeit“ ist das Motto der überschaubaren Speisekarte, auf der Beuschel und Blunzen nicht fehlen, aber auch Vegetarier glücklich werden.

In den Fotos gibt’s eine kleine Bilder-Revue unseres ersten Besuchs – wie immer mehr schlecht als recht mit dem Handy fotografiert. Erstes Fazit: Es war alles köstlich, nur der Suppe fehlte es an Würze. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist angesichts der hervorragenden Qualität sehr in Ordnung, der Service ist sehr bemüht, an wohlfeilen Weinen mangelt es auch nicht.

Wenn also Arnie einmal meine Reste essen will, wird er leider leer ausgehen! 😉

Landhauskeller Graz
Schmiedgasse 9
8010 Graz
www.landhauskeller.at

Öffnungszeiten
Mo-Mi 12.00-1.00
Do-Sa 12.00-2.00

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