Himbeersorbet mit Whiskey

Himbeersorbet Jaaa, das ist ein besonders schlechtes Handyfoto, aber das Himbeerrot des Sorbets leuchtet wirklich so: Dieses superfruchtige Eis mit dem interessanten, rauchigen Whiskey-Twist habe ich nach einem Rezept aus dem hübschen Buch von Bloggerin Sylvia Reiter, rock the kitchen!, gemacht.

Und da es sich bei Himbeer-Sorbet anbietet, gleich mit TK-Beeren zu arbeiten, kann man das Sorbet ruhig auch im Winter anbieten – zB als erfrischenden Zwischengang beim Festtagsmenü oder so.

Zuerst 100 g Zucker und 100 ml Wasser in einem kleinen Topf drei Minuten köcheln lassen, bis sich der Zucker ganz aufgelöst hat. Von der Flamme nehmen, etwas abkühlen lassen und 60 g Glukosesirup (Reiter nimmt Inverzuckersirup) dazugeben.

600 g leicht angetaute TK-Himbeeren (oder eben frische) mit 30 ml Limettensaft pürieren. Durch ein feines Sieb passieren, damit die Kerne herausgehen, 4 EL Whiskey (Reiter nimmt Smokehead Islay Single Malt Scotch Whisky, aber das ist wohl Geschmackssache – ein leicht rauchiger dürfte sich aber toll eignen).

Gut vorkühlen lassen – am schnellsten geht’s in Eiswasser, sonst über Nacht im Kühlschrank, dann in der Eismaschine gefrieren lassen. Wer keine hat und sich die Arbeit antun will: Ab ins Gefrierfrach und 1x pro Stunde mit einer Gabel durchmischen.

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Lachs mit Orangen, Gin und Rohnen

Ich glaube, viel einfacher kann man es nicht hinkriegen, die Leute mit einem raffinierten Rezept so richtig zu beeindrucken. Lachs ist ja generell sehr wandlungsfähig und verträgt sich mit vielen Aromen. Aber die Kombi aus Wacholder (samt Gin!) und Orangenschalen ist unschlagbar. Die Rohnen (Roten Rüben) passen dazu wunderbarst – übergossen mit ein wenig Saft, ein herrlich rundes, spezielles und unglaublich einfaches Essen.

Gin LaxGefunden habe ich es wieder einmal bei Essen & Trinken, die Seite ist einfach unglaublich praktisch, wenn es darum geht, Rezepte mit einer bestimmten Zutat zu finden. In diesem Fall waren es die Rohnen, nicht der Lachs 😉 Da die Gemüsekiste im Winter ja – sehr zum „Leidwesen“ des Liebsten – verlässlich regelmäßig Rohnennachschub brachte, habe ich mir schon einen Vorrat an Rezeptideen zurechtgelegt.

Für vier Portionen:

Für den Rohnensalat: 2 Rohnen in Alufolie eine Stunde lang backen (180°C). Das Backrohr dann für den Lachs auf 100°C herunterkühlen lassen.

Für den Lachs: 4 Wacholderbeeren und 4 schwarze Pfefferkörner im Mörser grob zerstoßen, mit 1 TL Fleur de Sel und 1 TL Orangenschale vermischen. 4 frische Lachsfilets nebeneinander in eine ofenfeste Form legen, mit der Gewürzmischung bestreuen. 3 EL Orangensaft, 2 El Gin (ich Luxusbitch hab Tanqueray verwendet) und 2 EL Olivenöl vermischen, über den Lachs träufeln, die Form mit Alufolie verschließen. Bei 100°C im Backrohr dauert das etwas über eine Stunde.

Weiter mit dem Rohnensalat: Zeit genug für die Beilage: Die Knollen leicht abkühlen lassen und schälen (Achtung, färbt stark ab!!). In ganz dünne Scheiben schneiden und auf den Tellern anrichten. Vinaigrette aus 5 El Weißweinessig, 4 El Olivenöl, 1 TL Dijonsenf, Salz und Pfeffer zubereiten, über die Rohnenscheiben träufeln. Nicht nur zur Behübschung, sondern auch als bitteren Kontrast ein bisschen Friseesalat auf die Scheiben legen (ich hatte keinen und habe Blutampfer vom Balkon verwendet).

Wassermelonen-Limonaden-Sorbet

Schon über einen Monat dauert der „Sommer“, höchste Zeit, meine alte Eismaschine einmal wieder zu aktivieren. Jedes Jahr nehme ich mir vor, mich einmal intensiv mit der Eismacherei zu beschäftigen, jedes Jahr mache ich vielleicht ein, zwei Mal Eis. Das Buch „Das beste Eis der Welt“, das ich mir – ebenso großspurig wie dessen Titel – gleich einmal zugelegt habe, blieb bis vor kurzem unbenutzt im Kochbuchregal stehen.

Eine der Zutaten stellt mich allerdings vor ein Rätsel: Autorin Jeni Britton Bauer schwört in ihren Rezepten auf Glukosesirup, der gar nicht so einfach zu bekommen ist. „Natürlich haben wir den“, sagte die Fachverkäuferin im Reformhaus Brantner. Und führt mich sicheren Schrittes zu ein paar Flaschen Agavendicksaft. Obwohl ich Zweifel anmeldete, überredeten mich die Damen dann doch, ihn zu verwenden. Warum nicht gleich in der ersten der besten Eiscremen, die ich ausprobiert habe?

Das Ergebnis war mir jedenfalls erstmal zu süß. Und seit ich von einer lieben Freundin, Doktorin der Pharmazie, erfahren habe, dass man für Glukosesirup einfach nur Traubenzucker in Wasser auflösen muss, wird dem Agavendicksaft wohl keine große Karriere in meiner Eismaschine bevorstehen.

Wassermelonensorbet

Wassermelonensorbet

Aber nun, tada: Wassermelonen-Limonaden-Sorbet!

Für etwa 1 Liter Masse 350 ml pürierte Wassermelone (der Menge muss man sich – ausgehend von einem schmalen Stück annähren und dabei vielleicht ein wenig überschüssigen Melonensaft trinken 🙂 in eine Schüssel geben.

100 ml Zitronensaft, frisch gepresst, mit 100 g Zucker und 2 EL Sirup (Glukose!) aufkochen, bis der Zucker sich gut aufgelöst hat, abkühlen lassen. Die Zitronenzuckermischung unter das Melonenpürree mischen, die Mischung in einem Beutel in Eiswasser mind. 30 Minuten abkühlen lassen.

Die Sorbetbasis in die Eismaschine füllen und gefrieren, bis sie die Konsistenz von weich geschlagenem Obers hat – mehr als zähflüssig wird sie normalerweise nicht. Mindestens 4 Stunden im Tiefkühlgerät gefrieren lassen.

Tipp: Schmeckt super mit einem Stamperl Wodka darüber! 🙂

Kohlrabicremesuppe mit Radieschen

Kohlrabi entwickeln sich mit ihrem frischen Geschmack gerade zu einem Lieblingsgemüse für mich. Als Carpaccio, mit einer Sauce, mit Bröseln – bis jetzt war einfach jedes Rezept unheimlich gut. Diesmal gibt es eine Cremesuppe, für die ich mich wieder einmal bei Essen&Trinken bedient habe. Die Suppe allein schmeckt schon hervorragend, der Clou ist aber die Einlage: süßsauer marinierte Radieschen mit Zucker, Rotweinessig und Grenadinesirup.

kohlrabicremesuppe

Für zwei Personen:

Fangen wir mit den Radieschen an: Einen halben Bund Radieschen putzen, waschen, in sehr dünne Scheiben hobeln. In einem kleinen Topf einen Löffel Zucker karamellisieren,  mit 50 ml Rotweinessig ablöschen. Köcheln lassen, bis sich der Zucker ganz aufgelöst hat. Von der Herdplatte nehmen, 2 EL Grenadinesirup dazugeben und die Radieschen hineingeben. Mindestens eine halbe Stunde marinieren lassen, dabei öfter durchmischen.

Für die Suppe einen Kohlrabi putzen und würfeln, eine Zwiebel fein würfeln. Zwiebel in etwas Butter anbraten und glasig dünsten, Kohlrabi dazugeben und ca. drei Minuten mitdünsten. Mit 50 ml Noilly Prat ablöschen, den Alkohol fast ganz verkochen lassen, dann mit ca. 200 ml heißer Gemüsesuppe aufgießen, eine Viertelstunde köcheln lassen, bis der Kohlrabi weich ist. Pürieren, mit 250 ml Schlagobers verfeinern. Würzen mit Salz, Pfeffer, Muskat und etwas Zitronensaft.

Die Radieschen abtropfen lassen und in die Suppe geben (wenn man diese nochmals aufschäumt, hat man eine bessere Chance, dass die Radieschen an der Oberfläche bleiben), mit ein paar Tropfen Kernöl verzieren.

Gekocht: Penne mit Wodka (1. Versuch)

Das ist jetzt wirklich Studentenküche. Kommt mir nicht nur aufgrund der unschlag(obers)baren Einfachheit des Rezepts so vor, sondern stammt auch wirklich aus dem Buch Das vegetarische Studenten-Kochbuch. Es ist auf jeden Fall ein guter Grundstock, um das Rezept noch etwas auszubauen. Und hat ordentlich Wodka drin – der nicht verkocht wird, sondern erst am Schluss zugegeben. Damit es auch im Bäuchlein schön warm wird 🙂

Penne mit Wodka

Für zwei hochprozentige Portionen: 300 g Penne nach Packungsanweisung zubereiten, inzwischen eine Sauce aus 4 TL Tomatenmark und 150 ml Schlagobers zubereiten, vom Herd nehmen und 3 EL Wodka einrühren. Mit Salz und viel Pfeffer würzen. Mit den Nudeln mischen, Basilikum und Parmesan untermischen, fertig! Einfacher geht’s fast nicht. Und es schmeckt super!

Note to myself: das nächste Mal das Rezept hier versuchen!

Gemacht: Syllabub mit Trauben und Amaretto

Syllabub, wtf? Der noch bösere Bruder von Beelzebub? Nein, es handelt sich um ein altes britisches Dessert, das traditionellerweise hergestellt wurde, indem man süßen Wein wie Cider oder Gewürzwein in den Melkeimer gab und direkt dort hineinmolk. Heute wird Syllabub – der Namensursprung ist übrigens unbekannt – etwas anders hergestellt, die Hauptzutaten sind jedoch nach wie vor Milch/Schlagobers und süßer Wein. Was sich anbietet, ist wie hier in diesem Rezept, das ganze zu einer Art Trifle zu machen, also mit noch mehr Zutaten zu „pimpen“.

Syllabub

Für vier Gläser Syllabub mit Trauben und Amaretto eine Handvoll Trauben halbieren und wenn nötig entkernen und mit 50 ml von 100 ml Beerenauslese (Dessertwein) und 2 EL Amaretto marinieren. Inzwischen 1 Eiklar zu Eischnee schlagen, 35g Staubzucker hinzufügen. 200 ml Schlagobers ebenfalls steif schlagen, mit dem restlichen Wein und 1 TL Limettensaft vermischen und alles unter den Eischnee mischen.

50g Cantuccini (traditionelles Mandelgebäck) zerkleinern, auf vier Dessertschalen verteilen und mit den Trauben bedecken, dann die Obers-Eischnee-Masse darauf verteilen. Mit gehackten Pistazien servieren.

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