Quiche mit Spargel, Weißkraut und Haselnüssen

Ich sag’s gleich – über diese Quiche waren die Gäste geteilter Meinung: Den einen war die Kombi von Haselnuss-Mürbteig und Spargel und Weißkraut einfach zu süß, die anderen fanden’s aber sehr gut (oder waren sie nur höflich?). Tatsache ist, mir selbst hat die auf  eatsmarter.de gefundene Quiche sehr gut geschmeckt – und deshalb gibt es das Rezept jetzt auch hier im Blog. 🙂

Note to myself: Das nächste Mal in einer länglichen Form machen, da passt der Spargel besser rein!

spargel quiche

Für eine Quiche: Zuerst den Teig zubereiten, denn der muss mindestens eine Stunde im Kühlschrank rasten: Dafür 150 g (Dinkel-)Vollkornmehl, 75 g gemahlene Haselnüsse und  1/2 TL Salz gut vermischen. 120 g kalte Butter in kleine Würfel schneiden. Mehlmischung auf der Arbeitsfläche häufen und eine Kuhle in der Mitte bilden, ein Ei hineinschlagen und die Butter dazugeben und alles flott zusammenkneten. Kugel formen und mit Frischhaltefolie in den Kühlschrank geben.

Für den Belag ein Viertelkopf Weißkraut vom Strunk befreien und in Streifen schneiden. Mit etwas Öl anschwitzen und mit Salz und Pfeffer kräfig würzen, mit 100 ml Gemüsesuppe 10 Minuten dünsten, dann offen weiterkochen, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Vom Herd nehmen, abkühlen lassen. 500 g weißen Spargel schälen, falls nötig holzige Enden abschneiden, 10 Minuten in Salzwasser vorgaren. Abschrecken und gut abtropfen lassen, damit er beim Backen nicht zuviel Wasser lässt.

Backrohr auf 180 Grad Umluft vorheizen.

Die Quicheform einfetten und gleichmäßig mit dem Teig auskleiden. 10 Minuten blindbacken und währenddessen den Belag vorbereiten: 4 Eier, 1 Becher Sauerrahm, 1 Tl Zitronen-Abrieb, 2 EL gehackter Dill und 100 g geriebener Käse in einer Schüssel vermischen, mit Salz, Pfeffer und etwas geriebenem Kümmel kräftig würzen. Abgekühles Kraut ausdrücken und zur Mischung geben.

Vorgebackenen Teig mit der Eier-Kraut-Mischung füllen, Spargel darauf legen, mit gehackten Haselnüssen bestreuen.

Ca. 45 Minuten goldbraun backen.

 

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Brutti ma Buoni

The Good The Bad and The Ugly Movie PosterDrei Eiweiß blieben vom Eggs Benedict Frühstücksexzess letztens übrig. An Möglichkeiten, aus denen auch noch etwas Feines zu zaubern, mangelt es keineswegs, und eigentlich hätte ich gern wieder Baisers gemacht. Doch als ich beim Herumgooglen auf die italienischen Brutti Ma Buoni („Häßlich, aber gut“) stieß, mussten es einfach die werden – zumal ich zufälligerweise auch genau die richtigen Zutaten zum Aufbrauchen herumliegen hatte. Davon braucht’s nicht viel: gemahlene Haselnüsse, gestiftelte oder gehobelte Mandeln, Eiweiß und eine angebrauchte Zitrone.

The Good, the bad and the ugly? Zumindest das mit dem „schlecht“ muss man streichen – und die Schönheit liegt bekanntlich auch im Auge der Genießerin …

Brutti ma Buoni

Die Brutti ma Buoni sind im Handumdrehen gebacken – und im Handumdrehen wieder aufgegessen, versprochen:

Brutti Making OfFür ca. 20-30 Stück – je nach Größe: Backrohr auf 160 Grad vorheizen. Je rund 100 Gramm geriebene Haselnüsse und gehobelte (oder gestiftelte) Mandeln in einer Pfanne bei wenig Hitze leicht anrösten – nur so viel, dass sich der Geruch und damit auch der Geschmack schön entfaltet. Herdplatte ausschalten, aber am Herd stehen lassen. Währenddessen 3 Eiklar mit einer Prise Salz und ca. 50 g Kristallzucker zu Schaum schlagen. Vorsichtig in die Nussmasse einrühren und 2 EL Zitronensaft und 1 TL Zitronenabrieb sorgfältig einarbeiten, noch ca. 2 Minuten am Herd stehen lassen.

Dann mit einem Löffel kleine Häufchen direkt aufs Blech platzieren. 20 bis 25 Minuten backen, bis sie einen schönen Goldton haben.

In der Keksdose sollten die Brutti rund 4 Wochen haltbar sein. Das nur der Vollständigkeit halber – ich denke nicht, dass sie so lange überleben werden. 🙂

Gemüsechips grün, gelb, rot

chips chips chipsChips Chips Chips – oder wie bekomme ich einen Mann dazu, das Gemüse aufzuessen 😉

Kale Chips, also Gemüsechips aus Kohl, sind ja in den USA total in – weil gesund und auch ziemlich wohlschmeckend, sagt man. Da das „Superfood“ auch sehr einfach zubereitet werden kann, war das definitiv einen Versuch wert – und wird glaube ich auch mal wiederholt!

Kale Chips:

Backrohr auf 130 Grad vorheizen. Für ein Blech voll, das ergibt 4 kleine Portionen, ca. 150 Gramm Kohlblätter waschen und trockenschleudern, in handliche Stücke reißen (sie gehen beim Trocknen stark ein), Strunk entfernen. In einer Salatschüssel mit 2 EL Olivenöl und einer guten Prise Salz gründlich vermischen, gleichmäßig auf ein Backblech schlichten, 20 Minuten backen – einfach probieren, ob sie schon knusprig sind. Das war’s!

Und weil ich schon mal dabei war, gab es gleich auch noch Pastinaken- und Rote-Rüben-Chips …

Dafür braucht es ein bisschen mehr Hitze – Backrohr auf 160 Grad vorheizen. Das Gemüse mit einem Hobel ganz dünn schneiden, dünn mit Öl versehen, gut salzen (zu den Pastinaken passt auch Thymian sehr gut) und rund eine halbe Stunde backen. Die Rohnen brauchen etwas länger.

Tarte Tatin mit Rohnen

Über das Rohnen-Abo vulgo winterliche Gemüsekiste ist schon wieder Nachschub für den Kühlschrank gekommen. Nun muss ich schon auf die britischen Rezepte ausweichen, wie die vielversprechende Liste des Guardian hier. Das vielleicht spektakulärste: Ein Tarte Tatin, der statt wie traditionell mit Äpfeln mit dicken Scheiben von Roten Rüben belegt wird. Was gleich bleibt, ist die Karamellschicht ganz oben, der Blätterteig unten – und die Backweise: nämlich upside down in einer großen Pfanne.

Das Ergebnis ist optisch ziemlich toll, mein Foto leider nicht:

tartetatin

Zuerst das Backrohr vorheizen: Auf 200 Grad Celsius.

Dann das Karamell vorbereiten: 60 Gramm Rohrzucker in einer Pfanne (mittelgroß, schwer und backofengeeignet muss sie sein) bei mittlerer Hitze zum Schmelzen bringen, 40 Gramm Butter, eine große Prise Salz und einen ordentlichen Schuss Sherryessig dazugeben, rühren, bis es eine schöne karamellig-braune Farbe bekommt. Einen Teelöffel Honig und 4 TL Thymian einrühren. Von der Kochplatte nehmen, damit es nicht anbrennt.

4 kleine gekochte Rohnen in dicke Scheiben schneiden, vorsichtig auf das Karamell auflegen – am besten in Spiralenform und Ziegel-Schichtung. Mit Salz und Pfeffer kräftig würzen. Nun den fertigen Blätterteig (1 Packung) über die Rote Bete schichten.

Eine knappe halbe Stunde backen, bis der Blätterteig goldfarben ist. Danach etwas abkühlen lassen, die Tarte auf einen großen Teller stürzen. Je nach Geschmack mit etwas Ziegenkäse belegen – passt sehr gut zur Süße von Honig, Thymian und Rohnen.

Aufgeblättert: Backen mit Leila

Backen mit LeilaBacken mit Leila, die Backbibel der schwedischen TV-Köchin Leila Lindholm haben mir Freundinnen vor einigen Monaten als Einweihungsgeschenk für meine neue Wohnung – und meine neue Küche! – geschenkt. Es ist bis fast über die Buchdeckel hinaus gefüllt mit 200+ Backrezepten für Kuchen, Torten, Gebäck, Brot und dazu noch Marmeladen, Limonaden und viele Tipps. Viele Rezepte haben US-amerikanischen Einschlag, die meisten sind natürlich schwedisch – wie Kardamom-Zimt-Knoten …

Ausprobiert habe ich bereits vier Rezepte aus dem Buch, gelungen sind alle, aber nur zwei haben es in dieses Blog geschafft.  Die Zitronen-Mohn-Cupcakes und der American Apple Pie werden hoffentlich irgendwann nocheinmal gebacken und fotografiert und gebloggt, hier nocheinmal Links auf die bereits vorhandenen Rezepte: Schwedischer Beerenkuchen und der „weltbeste“ Karottenkuchen.

BeerenkuchenKarottenkuchen

Was nicht unerwähnt bleiben darf: Das Buch ist nicht nur aufgrund der großartigen Rezepte, die sehr einfach und genau erklärt werden, empfehlenswert, sondern auch wegen der Aufmachung. Die wunderschönen Bilder machen Lust aufs Backen – oder einfach nur aufs Backbilder anschauen. Da macht es auch nix, dass die eigenen Backwerke optisch nicht ganz an Leilas herankommen. 😉

Gebacken: Karottenkuchen

Lieblings-Gemüseversteck, die zweite (nach dem Zucchinikuchen): Diese  saftig-flaumig-süße Köstlichkeit stammt aus dem Backbuch von Leila Lindholm – „Backen mit Leila“ und ist laut Autorin „die beste Version, die ich kenne“. 

Karottenkuchen

Noch dazu ist er ganz einfach zuzubereiten:

Backrohr auf 150 Grad vorheizen.

Der Teig: 3 Eier und 240 Gramm Zucker zu einer schaumigen Masse schlagen. 180 g Weizenmehl, 3 TL Backpulver, 1 Prise Salz und Gewürze (ich habe 5 TL „Chai Küsschen“ von Sonnentor genommen, Leila verwendet 1 TL Vanillezucker, 1,5 TL Zimt, 1 TL Kardamompulver und 0,5 TL Ingwerpulver) gut vermengen. 150 ml Sonnenblumenöl und 270 g geriebene Karotten dazugeben.

Backen: Form einfetten und mit Semmelbröseln ausstreuen. Ca. 55 Minuten bei 150 Grad in der Mitte des Backrohrs backen. Fertig ist er, wenn nichts mehr an der Gabel hängen bleibt, wenn man hineinsticht.

Glasur: 100 g Doppelfrischkäse, 150 g Puderzucker (Leila nimmt 240!), 60 weiche Butter, 1 TL Vanillezucker, abgeriebene Schale einer Zitrone (Leila nimmt eine Limette, aber die bekommt man ja kaum unbehandelt) vermischen. Auf dem abgekühlten Kuchen verteilen.

Gebacken: Kürbis-Mangold-Lasagne

Für den herrlichen Kürbis und den frischen Mangold aus der Gemüsekiste habe ich folgendes Rezept von Anita_11 auf chefkoch.de gefunden: Eine einfache Gemüselasagne aus eben diesen beiden Zutaten.

Dafür habe ich die zwei Kürbisse geschält (den Hokkaido natürlich nicht), die Kerne entfernt und alles in kleine Stücke geschnitten, den Mangold (1 Bund) in schmale Streifen.

Weiter geht es so: Das Backrohr auf 190 Grad vorheizen. 3 Zehen Knoblauch hacken und mit etwas Olivenöl anbraten, den Kürbis dazugeben und ein paar Minuten anbraten, dann den Mangold dazugeben. Würzen mit Cayennepfeffer,  Kurkuma, Muskatnuss und süßem Paprikapulver. Mit einem Viertelliter Gemüsesuppe aufgießen und köcheln lassen, bis das Gemüse gekocht ist, aber noch etwas Biss hat.

Für die Sauce 150 g Parmesan, einen Becher Sauerrahm (150 g) und einen kleinen Becher Creme Fraiche (150 g) verrühren.

Dann eine Auflaufform mit Olivenöl bepinseln und eine Lage Lasagneblätter darauf auslegen. Mit Gemüse und Sauce belegen, dann noch eine Schicht und noch eine, bis alles aufgebraucht ist. Ganz oben noch weitere 50 g Parmesan und eine zerzupfte Kugel Mozzarella daraufgeben, und ab ins Rohr.

Backen: eine halbe Stunde auf der mittleren Stufe.

Kürbis-Mangold-Lasagne

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Mangold-Kürbis-Lasagne

Gebacken: Zucchinikuchen

Das ultimative Versteck für die grüne Cousine des Kürbis:  Zucchinikuchen lässt den dezenten Geschmack seiner namensgebenden Zutat komplett verschwinden und ist dafür in Sachen Flaumigkeit und Saftigkeit kaum zu schlagen. Wenn man will, kann man sich auch einreden, etwas Gesundes zu essen. 🙂

Zucchinikuchen

Zucchinikuchen

Zucchinikuchen, 1 Blech
Rezept frei nach ichkoche.at

Backrohr auf 180 °C vorheizen.

Ein halbes Kilo Zucchini schälen, entkernen und klein reiben. Etwas stehen lassen, dann ausdrücken und das Wasser ausgießen.

Inzwischen drei Eier mit einem halben Kilo Kristallzucker und einer Packung Vanillezucker schaumig rühren. 400 Gramm glattes Mehl mit 100 Gramm geriebenen Haselnüssen, etwas Backpulver und einem Teelöffel Zimt gleichmäßig vermischen und unter die Ei-Zucker-Masse rühren.

1/4 Liter Öl (oder flüssige Butter oder Margarine) und Zucchini beimengen und noch einmal gut durchrühren.

Dann die Masse auf einem mit Backpapier belegten Backblech verteilen und den Zucchinikuchen ca. 20 bis 25 Minuten im Backrohr backen.

Nach Belieben: Noch mit Marmelade (Marillen, Ribisel, Himbeer, you name it) bestreichen und mit Glasur überziehen.

 

 

Gebacken: schwedischer Beerenkuchen

Donnerstag Schwedischer Nationalfeiertag, Freitag WM-Qualifikationsspiel Österreich-Schweden, Samstag Hochzeit von Prinzessin Madeleine – warum nicht dann am Sonntag gleich Midsommar vorfeiern? Weil es auch noch der erste schöne Sommer-Sonntag des Jahres ist, folge ich der Einladung zum Midsommar-Fest des Schwedischkurses meiner Schwester gern.

Und: Es ist eine gute Gelegenheit, endlich wieder etwas aus dem wunderbaren Buch „Backen mit Leila“ von Leila Lindholm zu machen. Unsere Wahl fällt auf einen schnellen Beerenkuchen, ein Rezept von Leilas Freund Bottan, das er im Sommerhaus auf der Insel Munsö auftischt.

Auch wenn der Kuchen aufgrund der tiefgekühlten Himbeeren, die wir verwendet haben, optisch nicht sooo viel hermacht: Geschmacklich war er  sehr gelungen und wird deshalb auch gleich hier geteilt:

Schwedischer Beerenkuchen

Schwedischer Beerenkuchen

Schwedischer Beerenkuchen, Rezept von Leila Lindholm

120 Gramm Butter mit ebensoviel Zucker am Herd köcheln und danach abkühlen lassen. In einer Schüssel wieder 120 Gramm Weizenmehl, 1,5 TL Backpulver und eine Prise Salz vermengen, Butter-Zucker-Gemisch und ein Ei untermischen, ein glatter Teig sollte entstehen.

Eine Springform (etwa 20 cm Durchmesser) einfetten und mit Semmelbröseln ausstreuen, Teig einfüllen. 140 Gramm Beeren in etwas Mehl wenden, überschüssiges Mehl entfernen und Beeren auf dem Kuchen verteilen.

Gebacken wird das ganze laut Rezept 20 Minuten bei 175 Grad (wir haben aufgrund der TK-Beeren, die ja doch viel Wasser lassen den Teig ohne Beeren vorgebacken und die Backzeit fast verdoppelt).Wir haben ihn noch mit ein paar Silber-Zuckerkugeln gepimpt.

Smaklig måltid! Und das richtige Midsommar ist übrigens am 22. Juni! 🙂

Hier noch ein paar Impressionen vom schwedischen Picknick:

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Gekocht: Mangold-Frischkäse-Quiche

Mangold aus der Frischebox, was tun damit? Erste und wohl beste Idee, schnell gefunden per Google: Quiche!

Vorbereitung: 90 Gramm zimmerwarme Butter klein würfeln, Backofen vorheizen (180 Grad, Umluft), ca. ein halbes Kilo Mangold blanchieren, ausdrücken und schneiden, eine Zehe Knoblauch fein hacken, 50 Gramm Pinienkerne anrösten, Form einfetten.

Für den Teig: 180 Gramm Mehl mit der Butter in eine Schüssel geben und verkneten, etwas Wasser (3, 4 EL) und eine Prise Salz dazugeben bis ein weicher Teig entsteht. Eine Kugel formen, eine halbe Stunde rasten lassen. Dann mit dem Teig die Form auslegen, den Boden mit einer Gabel einstechen und eine Viertelstunde vorbacken.

Für die Masse: In einer Pfanne den Knoblauch mit etwas Olivenöl anbraten und den Mangold dazugeben. Vom Herd nehmen und 100 Gramm Ziegenfrischkäse (Schafkäse oder Ricotta ginge auch) mit 50 Gramm Parmesan, zwei Eiern und den Pinienkernen darunter mischen. Abschmecken mit Salz und Pfeffer.

Dann auf den vorgebackenen Boden geben und weitere 40 Min. backen. Warm servieren, am besten natürlich mit Salat.

Mangold-Ziegenkäse-Quiche

Mangold-Ziegenkäse-Quiche

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