Das Galaxy Eis Experiment

Im letzten Jahr ist es das meist gepinnte Eis auf Pinterest gewesen, was sagt das über ein Rezept aus? Wohl nur, dass es optisch wohl was hermacht. Dennoch war ich neugierig, wie so ein Galaxy Eis – eine Materialschlacht aus Lebensmittelfarbe und essbarem Glitzer – aussieht, wenn man es selber macht. Da kam die Kindergeburtstagsparty für Erwachsene mit Freunden gerade richtig – und so gab es nach einer Fritattensuppe, Fischstäbchen, Mini-Burgern und Schokotorte eben noch ein Galaxy-Eis.

 

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Fazit: Nicht allzu schwer zu machen und optisch fast so spektakulär wie in den vielen Blogs und Pins – aber geschmacklich … naja … Für die Variante, die da im Internet überall herumgeistert, sollte man ein ausgesprochenes Faible für Kondensmilch haben. Beim nächsten Mal würde ich jedenfalls ein gutes Eis-Grundrezept verwenden. Da man – ähnlich wie bei einem Marmorkuchen – verschieden gefärbte Eismassen vorsichtig durchmischt, geht das leider nicht mit der Eismaschine, die würde aus allem eine einzige graue Masse machen. Viel besser hat aber das Schlumpfeis geschmeckt!

Nun aber zum Rezept (für alle Kondensmilch-Fans!):

500 ml Schlagobers in einer großen Schüssel steif schlagen, bis sich Spitzen bilden. 225 ml gezuckerte Kondensmilch einrühren. Etwas Vanillemark oder Vanillearoma dazufügen. Masse in 3-4 Teile aufteilen und mit Lebensmittelfarbe einfärben – zum Beispiel grau/schwarz, rosa/pink, blau und lila (dafür versucht auf jeden Fall, eine eigene lila Lebensmittelfarbe zu bekommen – das mischen aus blau und rot hat bei mir ganz schlecht funktioniert). In eine große Form unten den größten Teil des Graus geben, oben drauf die einzelnen Farben verteilen und mit einem Stäbchen die Farben ineinander ziehen. Mit essbarem Glitzer bestreuen und so wie es ist für mindestens 4 Stunden einfrieren.

Schlumpfeis & Joghurt-Schoko-Keks-Eis

Es gibt im Freundeskreis schon des Längeren die herumschwebende Idee, gemeinsam ein Kinderessen für Erwachsene auszurichten, mit solch wunderbaren Dingen wie Goofy- und Arielle-Teller. Das hat bis jetzt zwar noch nicht stattgefunden, aber seither hat sich in mir der Wunsch festgesetzt, irgendwann einmal selber ein Schlumpfeis machen.

Und dafür war die Gelegenheit jetzt perfekt: Hab ich doch vom Liebsten zu Weihnachten eine neue Eismaschine geschenkt bekommen! Juhu! Im Gegensatz zu meiner rund 30 Jahre alten, in Miami-Vice-Türkis gehaltenen Maschine (die aber echt schon Kultfaktor hatte) kühlt der neue Riesenkasten die Masse selbst – man kann also sofort loslegen, ohne den Behälter lang vorkühlen zu müssen. Die Konsistenz der Eiscreme ist auch wesentlich besser.

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Und weil die Eisherstellung gleich beim ersten Versuch so gut funktioniert hat, gab’s dann auch gleich eine zweite Sorte, die wir spontan in „Gargamel“ umbenannt haben: „Gelato ai Biscotti e Yogurt“, also Eis mit Keksen und Joghurt, aus dem Silberlöffel-Eisbuch. Für das Rezept für das Schlumpfeis habe ich mich übrigens bei einem Rezept aus dem Blog eis-selber-machen.com bedient. Die geheime Zutat hätte auch perfekt zu einem Kinderessen gepasst. Pssst: Marshmellows!

Für das Schlumpfeis: Zuerst 280 ml Milch mit 120 g Zucker erhitzen. 1 Vanilleschote massieren, auskratzen und Vanillemark mitsamt der Schote in die Milch geben. Kurz aufkochen lassen. 10-15 Marshmellows (je nach Größe) in die Masse geben und auflösen lassen. Die Masse sollte cremig werden, dafür ca. 10 Minuten köcheln lassen.

Vom Herd nehmen und abkühlen – ich mache das meistens, indem ich meine Spüle mit eiskaltem Wasser fülle, ein paar Icepacks dazugebe und den Topf (mit Deckel!) hineinstelle. Funktioniert gut, und man muss nichts extra anpatzen. Wenn Zeit ist, kommt die Masse anschließend auch noch für ein paar Stunden in den Kühlschrank.

250 ml Schlagobers steif schlagen und unter die Eismasse heben. Bevor es ans Frieren geht, kommt nun endlich die Farbe dazu. Das ist ganz einfach Lebensmittelfarbe – von der haut man so viel rein, wie notwendig ist, um ein ordentliches Blau zu erzielen (durch die Vanille muss man schließlich gegen einen leichten Gelbstich arbeiten). Wer sein Schlumpfeis tatsächlich nicht an Kinder verteilen will, kann auch Blue Curacao verwenden. Und jetzt ab in die Maschine! 30 Minuten sollten reichen, danach noch mindestens 3 Stunden in den Gefrierschrank.

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Für das Joghurteis mit Keksen, Schoko und Haselnüssen: 150 g Kekse (nach Wahl) grob zerbröseln und in etwas Rum einweichen (ich hab hier als alkoholfreie Alternative auf Apfelsaft zurückgegriffen).

Inzwischen in einer Schüssel 100 ml Joghurt mit 20 ml Mascarpone und 30 ml Obers (Originalrezept: 50 ml Crème Double, das gibt’s hierzulande aber gar nicht) mit 150 feinem Kristallzucker und 1 TL Vanillezucker verrühren.

50 g Zartbitterkuvertüre und 75 g Haselnüsse sehr fein hacken.

Alles zusammenmischen und gut kühlen, am besten ein paar Stunden in den Kühlschrank stellen. Eine halbe Stunde lang in der Eismaschine gefrieren, danach im Gefrierschrank fest werden lassen (mind. 3 Stunden).

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