Tandoori-Erdäpfel mit geschmortem Sauerkraut

Zugegeben, die Mischung klingt irgendwie sehr schräg und auf meinem Foto gibt das Gericht auch nicht viel her … es ist aber ziemlich köstlich! Erdäpfel und Lauch mit geschmacksexplosiver, exotisch-scharfer Tandoori-Würze, gebacken am Blech, getoppt mit ebenfalls sehr intensivem Rahm-Sauerkraut und dazu noch knusprig-süße Erdnüsse. Das Rezept stammt aus der Zeitschrift „Living at Home“, da wurde es als Beilage zu Zitronenhuhn serviert – ich kann es aber auch alleine, als Comfort Food für endlose Jogginghosen-Tage, sehr empfehlen. #stayathome #bakeathome

tandoori kartoffeln (2)

Für ein Blech (ca. 4 Portionen):  Backrohr auf 180 Grad (Umluft) vorheizen. 1 kg Erdäpfel schälen und in dünne Scheiben schneiden/hobeln. 1 Stange Lauch putzen und in Ringe schneiden. Blech einfetten und Erdäpfel und Lauch darauf schichten (wer will, dass das besser als auf meinem Foto aussieht, der macht das ordentlich und fächerartig).

Für die Sauce ca. 3 EL Tandoori-Paste (die gibt es fertig im Supermarkt oder Asialaden zu kaufen) mit 1 Becher Schlagobers und 200 ml Gemüsesuppe in einem Topf verrühren, 2,3 Lorbeerblätter dazugeben und kurz aufkochen lassen. Die noch heiße Mischung über die Erdäpfel und den Lauch gießen. Auf der mittleren Schiene rund 20 Minuten garen lassen.

400 g Sauerkraut gut ausdrücken und zerzupfen, mit einem Becher Sauerrahm oder Creme fraiche (Originalrezept: Schmand, also könnte man auch halb-halb mischen) verrühren und mit Salz und Pfeffer würzen. In einem kleinen Topf ein großes Stück Butter erhitzen, 100 g Erdnüsse mit 3 EL Honig mit etwas Currypulver (und optional mit etwas Chili) erhitzen und karamellisieren lassen.

Die Kartoffeln und den Lauch nach den 20 Minuten herausnehmen und das Sauerkraut und die Nüsse darauf verteilen. Noch weitere 20 Minuten garen lassen, dabei eventuell mit Alufolie abdecken. Danach sogleich servieren.

Erdäpfelrisotto mit Buschbohnen

„Risotto“ kann man auch ohne Reis machen – freilich muss man es dann streng genommen unter Anführungszeichen setzen. Zum Beispiel Erdäpfel: In feine Würfel geschnitten, kann man sie genauso wie ein Risotto zubereiten. In diesem Fall kommen als Ergänzung knackige Bohnschoten dazu, man kann mit dem Grundrezept aber sicher gut herumexperimentieren – Eierschwammerln passen beispielweise sicher gut.

erdäpfelrisotto

Für 4 Portionen: 1/2 kg Fisolen (Buschbohnen) putzen und in mundgerechte Stücke schneiden. In Salzwasser ca. 10 Minuten bissfest kochen. 3/4 kg Erdäpfel schälen und in ca. 1/2 cm große Würfel schneiden. 1 kleine Zwiebel und 1 Knoblauchzehe schälen und fein würfeln. Zwiebel in etwas Olivenöl andünsten, Knoblauch und Erdäpfel hinzufügen und kurz andünsten, dann mit Wermut / Weißwein ablöschen. 3/4 l Gemüsesuppe bereitstellen und nach und nach eingießen und jeweils kochen lassen, bis die Flüssigkeit verkocht ist. Wenn die Erdäpfel gar sind, mit den Fisolen, Basilikum(pesto) und Parmesan vermischen und servieren.

Gekocht: Szegediner Bolo

Zwei Gerichte zu kreuzen ist eigentlich eine ganz reizvolle Idee – vor allem natürlich, wenn es irgendwie Sinn macht. Wie schon beim Frühlingsrollen-Strudel. Nun bin ich auf ein Rezept aus Essen & Trinken gestoßen, das zwei geniale Klassiker vereint: Szegediner Gulasch und Spaghetti Bolognese. Macht: Szegediner Bolo.

Szegediner Bolo

Für 3-4 Portionen 250 Gramm gemischtes Faschiertes (Hackfleisch) in etwas Öl anbraten, 1 Zwiebel und 2 Knoblauchzehen (fein gewürfelt) dazugeben und braten, mit Tomatenmark, Paprikapulver (scharf) und etwas Kümmel (der Verdauung zuliebe) würzen.

Dann ca. 350 Gramm Sauerkraut dazugeben, mit 300 ml Rindsuppe aufgießen, mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker würzen und zugedeckt eine halbe Stunde köcheln lassen.

Währenddessen 200 Gramm Nudeln (Makkaroni oder ähnliches) kochen, eventuell etwas Nudelwasser in die Sauce geben, falls nach dem Kochen zu wenig Flüssigkeit übrig ist. Die fertigen Nudeln unter die Sauce mischen.

Servieren mit einem großzügigen Klacks Sauerrahm.

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