Süßkartoffel-Limettencurry

Neulich sind wegen eines – hier unbedingt noch vorzustellenden – Gerichts Süßkartoffeln und wegen eines wohlbekannten Getränks (Caipi!!) Limetten übrig geblieben. Daraus habe ich dann ein schönes Curry gekocht, dass sich an einem Rezept aus dem Eintopf-Buch „Einer für alle“ von Katharina Seiser und Meinrad Neunkirchner orientiert. Da nicht alle Zutaten zuhause vorrätig waren, habe ich das Rezept ein wenig abgewandelt.

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Für zwei Teller Curry: 2 kleine rote Zwiebel und 2 Knoblauchzehen schälen und fein würfeln, 1 von 4 Süßkartoffeln ebenfalls klein würfeln. Gemeinsam in etwas Öl andünsten, mit 1 TL Currypulver bestäuben. Mit 200 ml Milch* und 500 ml Gemüsefond aufgießen und fünf bis sieben Minuten köcheln lassen. Pürieren.

Abschmecken mit Salz, Pfeffer, getrocknetem Chili, gemahlenen Koriandersamen und dem Saft plus dem Abrieb einer halben Limette. Dann die restlichen 3 Süßkartoffeln (geschält und grob gewürfelt) dazugeben und bissfest kochen lassen.

Ich habe kurz vor dem Servieren noch Cocktailtomaten dazugegeben und das Curry mit Koriander und Erdnüssen bestreut.

*Milch wie in der Originalversion durch Kokosmilch ersetzen macht das Gericht vegan, sonstige Änderungen  – plus Kochbanane, plus Karotten, mehr Limette … seht ihr sofort beim Klick auf das Rezept unter dem Link ganz oben!

 

 

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Melanzani-Erdäpfel-Curry

Irgendwie fallen mir bei Melanzani immer nur mediterrane Speisen ein, von denen gibt es ja einige großartige: Parmigiana, Pasta alla Norma, Moussaka, Caponata, Imam Bayildi … Dabei vertragen sich Auberginen auch sehr gut mit Asiatischem – wie Sojasauce, Ingwer, Sesamöl. Schließlich gehören sie zu den Gemüsesorten, die wie ein Schwamm den Geschmack in sich aufsaugen. Das gilt auch für Curry, bester Beweis ist dieses ganz einfache Rezept hier, das aus der Zeitschrift „Für jeden Tag“ stammt:

melanzanicurry

Für 2-3 Portionen erst einmal schnipseln: Ein 5-cm-Stück Ingwer, 1 Chili, 1 Knoblauchzehe und 1 große Zwiebel schälen und fein schneiden, ca. 400-500 g Erdäpfel schälen und in gleichmäßige Würfel schneiden.

Zuerst Zwiebel, Knoblauch, Chili und Ingwer mit etwas Öl in einer großen Pfanne glasig dünsten. Nach 2 Minuten Erdäpfel mit 1 TL Paradeismark und 2 TL Currypulver (ich habe hier geröstetes verwendet) dazugeben und weitere 2 Minuten mitdünsten lassen. Dann mit 1 Dose Paradeisern und 300 ml Gemüsesuppe aufgießen und eine knappe halbe Stunde zugedeckt aufmittlerer Stufe kochen lassen.

Währenddessen eine Melanzani putzen und in regelmäßige Würfel schneiden. In 2 EL Sesamöl scharf anbraten, ca. 10 Minuten bei starker Hitze braten lassen, dann reduzieren und schön weich werden lassen – ev. etwas von der Curry-Flüssigkeit zugeben. Mit Currypulver, Salz und Pfeffer würzen und ev. mit Sesamsamen bestreuen.

Erdäpfelcurry mit den Melanzani anrichten, mit Koriander (ich hab den Vietnamesischen Koriander verwendet, der hat sich am Balkon als weeesentlich robuster als der echte erwiesen) bestreuen.

Navratan Korma Curry mit Paneer

Eigentlich hatte ich so richtig Lust auf ein Korma, oder zumindest das, was ich bislang darunter verstanden habe – dieses extraweiche, dicke, sämige Currygericht. Laut Wikipedia ist das aber nur die britische Version eines Kormas – der indische Begriff bezieht sich lediglich auf das langsame Schmoren. Und dann war da aber noch von einer weiteren Variante des Kormas zu lesen: Das Navratan Korma – das aus „neun Schätzen“ besteht, was sich auf die neun Gemüsesorten bzw. Nüsse bezieht. Und, wie ich später noch im tollen (und übrigens paleo-freundlichen) Blog My Heart Beets lerne, stammt das Gericht aus dem indischen Mogulnreich (1526-1858) und wurde damals Königen serviert. Klingt alles nicht so schlecht, oder?

Navratan Korma

Für dieses königliche Gericht voller Schätze habe ich es dann endlich auch einmal ausprobiert, Paneer – den indischen Frischkäse – selbst zu machen. Das ist übrigens ziemlich einfach! Man braucht dafür ein wenig Zeit (am besten am Vorabend machen), aber nur wenige Zutaten: Vollmilch, Säure (zB 1-2 Zitronen oder milden Weinessig), ein feinmaschiges Sieb und ein Passiertuch (oder eine Baumwollwindel).

Paneer selber machen: 2 Liter Vollmilch langsam zum Kochen bringen und regelmäßig rühren, damit nichts anbrennt. Am besten mit einem Thermometer kontrollieren. Sobald sie zu kochen beginnt (laut manchen Internetseiten schon kurz davor, bei 93 Grad), wird Säure eingerührt: Zuerst den Saft einer halben Zitrone, dann die andere Hälfte – spätestens jetzt sollte die Milch gerinnen und ausflocken. Jetzt die Hitze zurücknehmen, nicht mehr umrühren und noch ein wenig mehr Zitronensaft hineingießen, kurz arbeiten lassen. Nun gießt man die Milch über ein mit einem Tuch abgedeckten Sieb ab und spült kurz mit kaltem Wasser über die Käsemasse. Das Tuch zudrehen und das restliche Wasser gut ausdrücken. Die Masse im Sieb mit dem Tuch über eine Schüssel stellen, falls noch etwas austropft, dann mit ein paar Gewichten beschweren – Konservendosen oder ähnliches vielleicht und ein paar Stunden im Kühlschrank ruhenlassen. So wird der Käse zusammengepresst und verliert wenn nötig noch etwas Flüssigkeit. Das war’s schon – nun sollte man ihn mit dem Messer in Stücke schneiden können.

Navratan Korma (4 Portionen): Zunächst das Gemüse vorbereiten – je eine großzügige Handvoll von fünf Sorten sollte es sein, etwa Karotten, Brokkoli, Karfiol (Blumenkohl), Erbsen, Zuckerschoten, Paprika, Champignons, … klein schnipseln. Zwei Zwiebeln, 4 Knoblauchzehen, ein großzügiges Stück Ingwer und 1 Chili fein schneiden.

Nun die Zwiebeln in etwas Fett (bevorzugt Ghee oder Kokosfett, aber alles andere tuts natürlich auch) anschwitzen und glasig braten, Knoblauch und Ingwer dazugeben. Dann kommen auch schon die Gewürze:  je 1/2 TL Kreuzkümmel, Kurkuma, Garam Masala, Kardamompulver, und je 1 TL Salz, Paprika und Korianderpulver. Scharf anbraten, dann noch eine halbe Handvoll Nüsse (zB Cashews oder Mandeln) unterrühren, ein paar Minuten braten lassen. Dann wird aus den angebratenen Zutaten eine Paste erzeugt: Einfach mit dem Pürierstab bearbeiten, Wasser dazugeben bis die Masse sämig ist.

Jetzt kommt das Gemüse dran: Während es im Originalrezept extra gekocht wird, habe ich es mir etwas einfacher gemacht und es direkt im Curry gekocht – einfach in die Masse geben, mit 1/4 l Kokosmilch und Wasser bedecken und 5-10 Minuten (je nachdem, was man so an Gemüse hat) kochen lassen. Kurz bevor es durch ist, noch eine fein geschnittene Tomate dazugeben.

Vor dem Servieren Paneer auf die Teller legen (für die vegane Alternative weglassen oder durch Tofu ersetzen) und noch mit Rosinen, Nüssen und Kräutern bestreuen.

Kerala-Gemüsecurry mit Papadams und Nelkenreis

Dieses un-glaub-lich gute südindische Gemüsecurry war die perfekte Gelegenheit, endlich die 100er-Packung Papadam-Brot, das wir im Sri Lanka Urlaub am Markt in einem winzigen Dorf mitgenommen haben, weiterzubringen. Es stammt aus Jamie Olivers 15-Minuten-Dinners, aber ganz so schnell geht’s natürlich nicht wie Herr Oliver verspricht. Vielleicht, wenn man schon alles fix und fertig vorbereitet, geschält und geschnipselt hat, aber wer hat das schon. However, die vielleicht 40 Minuten Kochzeit lohnen sich absolut.

Kerala-Curry

Für vier hungrige Curry-Fans

1. Reis: Eine Tasse Reis in 2 Tassen Wasser mit ca. 10 Nelken und einer Prise Salz kochen. Wer nicht weiß, wir’s geht, schaut auf die Packungsanleitung.

2. Curry: (Kokos-)Öl in einer großen Pfanne erhitzen, darin je einen TL Senfsamen, Kurkuma und Bockshornkleesamen plus eine kleine Handvoll Curryblätter anrösten. Inzwischen kommt der bei Oliver so beliebte Multizerkleinerer zum Einsatz: Zwei Knoblauchzehen, ein daumengroßes Stück Ingwer, Stängel eines Büschels Koriander und sechs Frühlingszwiebel darin zerkleinern und die Mischung ebenfalls in die Pfanne geben. Einen halben Kopf Karfiol (Blumenkohl) in Röschen zerteilen, auch er kommt jetzt in die Pfanne. Wie auch eine Dose Kichererbsen (abgetropft) und eine Viertel Ananas, in Würfel zerschnitten. Das Ganze wird mit einer Dose Kokosmilch aufgegossen darf nun 10-15 Minuten vor sich hin köcheln. Wenn der Karfiol fast durch ist, kommt zum Schluss noch eine Handvoll Cocktailtomaten, in Hälften geschnitten, dazu.

3. Papadams: Je nach Packungsanleitung die Papadams (gibt’s für alle, die nicht mal schnell nach Sri Lanka oder Indien fliegen möchten im Asiamarkt) in der Mikrowelle aufpoppen lassen oder in einer weiteren Pfanne in (Kokos-)Öl erhitzen und dort poppen lassen.

4. Joghurtdip: 3 gute EL voll Joghurt mit einem Spritzer Zitronensaft und viel Minze verrühren. Für eine vegane Variante gibt’s einfach ein feines Chutney dazu. Oder natürlich Sojajoghurt mit Minze.

Wenn alles fertig ist, das Curry noch mit Zitronensaft abgeschmecken und mit Koriander bestreut servieren.

Rotes Weißkraut-Curry

Weißkraut einmal anders, und zwar asiatisch: Ein scharfes Curry aus Weißkraut und Erdäpfeln mit Ingwer, Chili und roter Thai-Currypaste – gefunden auf eatsmarter.de

Weißkrautcurry

Für vier Portionen mit der Mise en Place anfangen: Zwei Zwiebeln, zwei Knoblauchzehen und ein dickes Stück Ingwer schälen und fein würfeln. Ein halbes Kilo Erdäpfel schälen und in grobe Stücke schneiden. Von einem kleinen Kopf Weißkraut (Weißkohl) den Strunk und die äußeren Blätter entfernen, Kraut in feine Streifen schneiden.

Zuerst Zwiebel, Knoblauch und Ingwer in etwas Öl anbraten, dann 2 EL rote Currypaste daruntermischen und mit anbraten. Als nächstes kommen Weißkraut und Erdäpfel dazu. Mit der Zwiebelmischung und einer Dose geschälten Paradeisern (Tomaten) vermengen, mit einem Viertelliter Gemüsesuppe übergießen und 20 Minuten zugedeckt kochen lassen, bis die Erdäpfel durch und das Kraut weich ist.

Mit gehackten Erdnüssen und Petersilie servieren.

Curry mit roten Linsen und Mangold

Hier ein schnelles, fruchtiges Curry mit Mangold, das man natürlich auch mit Spinat zubereiten kann. Das Foto ist leider etwas unscharf, das habe ich in meinem Hunger nicht bemerkt, sorry! Aber ich glaube, man kann erahnen, wie es aussehen sollte.

Linsen-Mangold-CurryFür zwei bis drei Portionen: Eine Zwiebel schälen und würfeln, drei große Karotten ebenso schälen und in Scheiben schneiden. Die Zwiebeln in etwas Kokosfett (oder halt neutralem Öl) in einem mittelgroßen Topf anbraten, Karotten dazugeben, weiters ein daumengroßes Stück Ingwer, in feine Stücke geschnitten. Zwei Minuten braten. (Optional noch mit Chilis nachschärfen).

Mit zwei TL Currypulver (am besten passt eine fruchtige Mischung) bestreuen, 200g rote Linsen in den Topf dazugeben und umrühren. Das ganze mit 500 ml Gemüsesuppe aufgießen. 20 Minuten kochen lassen, bis die Linsen fast weich sind.

Nun kommt noch der Mangold (200-300g) dazu: Während die Linsen garen, gut waschen, abtropfen lassen und in Streifen schneiden. Zu den Linsen geben und mitgaren, bis er zusammenfällt. Mit Currypulver und Salz abschmecken.

Mit (Soja-)Joghurt mit einem großen Spritzer Limettensaft servieren (bei Biolimetten unbedingt auch ein bisschen Schale hineinreiben!). Dazu: Naanbrot und/oder Reis.

Rohnen-Kokos-Curry-Suppe

Wer diesen Blog schon länger verfolgt, hat vielleicht schon mitbekommen, dass der Gemüsekistenlieferant meine Kreativität mit regelmäßigen Lieferungen von Rohnen (Rote Rüben bzw. Rote Bete) auf Trab hält.

Umso größer war die Freude, als ich im aktuellen Frisch gekocht-Magazin ein sehr ansprechend ausschauendes Rezept für Rohnensuppe mit Kokosmilch und Curry fand. Als sättigende Einlage fungiert hier ganz einfach Reis, für ein bisserl mehr Pep sorgen darübergestreute gehackte Erdnüsse. Hab ich natürlich gleich ausprobiert!

Rohnen-Kokos-Suppe

Für 4-6 sättigende Teller: 750 g Rohnen (müssen nicht gekocht sein, aber wenn geht’s schneller) schälen und würfeln. 1 Zwiebel und 3 Knoblauchzehen ebenfalls. Gut 5 cm Ingwer auch von der Schale befreien und in kleine Stücke hacken. Ein wenig von einem neutralen Öl in einem Topf erhitzen, Zwiebel und Knoblauch darin anbraten, dann den Ingwer dazugeben. Rohnen dazugeben und etwas mitdünsten, mit 3 TL Currypulver würzen. Mit 750 ml Suppe aufgießen, das Gemüse darin weich kochen (wenn die Rohnen noch roh waren, dauert das ca. 30 Minuten, sonst gehts recht rasch).

Inzwischen in einem separaten Topf eine kleine Tasse Reis nach Packungsanleitung kochen.

Die Suppe pürieren, eine Dose (400 ml) Kokosmilch dazugeben und nochmals aufkochen lassen. Dann mit Sojasauce, Salz, Pfeffer und ein wenig Currypulver abschmecken.

In Suppentellern mit dem Reis anrichten, mit gehackten Erdnüssen und Kräutern (am besten Koriander) garnieren, mit etwas Currypulver bestreuen.

Durchgekostet: Sri Lanka

Ui. Schon gute eineinhalb Monate seit meinem letzten Post. Die Hälfte davon waren wir aber unterwegs: im wundervollen Sri Lanka. Da haben wir uns ordentlich durchgekostet, wenn auch vielleicht nicht ganz so scharf – wir haben fast ausschließlich in den Hotels gegessen.

Das allerwichtigste Gericht  ist natürlich Rice & Curry, das bekommt man wirklich überall serviert. Üblicherweise sucht man ein Curry seiner Wahl aus – und bekommt dann einen Teller Reis und mindestens drei Schüsselchen mit dem gewünschten Curry plus einem weiteren und ein Dal (mildes Linsencurry), dazu Papadam (die köstlichen frittierten Fladen aus Linsenmehl) und vielleicht auch noch Pol Sambol (ein köstlicher Mix aus fein geraspelter Kokosnuss, roten Zwiebeln, Tomaten, Chili, Limette und Gewürzen).

Rice & Curry, Forest Rock Garden Resort, Sri Lanka

Rice & Curry, Wathsala Inn, Sri Lanka

Rice & Curry, Wathsala Inn, Sri Lanka

Gegessen wird übrigens mit den Händen – ganz ehrlich haben wir’s nicht einmal probiert. Das Essen sah einfach zu köstlich aus, um sich da lang mit ungeschickten Versuchen, es mit den Fingern in den Mund zu befördern, aufzuhalten.

Wenn ihr einmal nach Sri Lanka fahrt, solltet ihr unbedingt folgendes kosten:

Roti. Ein eher trockener Fladen aus Mehl und Kokosraspeln, den man zum Frühstück oder so als Snack ist. Am besten im Sambol.

Hoppers. Die sind uns täglich am Frühstücksbuffet begegnet: Meistens als String Hoppers, das sind Fladen aus spaghettiartigen Nudeln, die man mit Curry isst. Normale Hoppers gibt es auch, die haben wir allerdings nie bekommen. Die ganz dünnen Pfannkuchen werden in einer hochwandigen Pfanne zubereitet. In der „Luxusvariante“ mit einem hineingeschlagenen Ei sind es „Egg Hoppers“. Sehr köstlich!

Egg Hopper

Egg Hopper

Curd & Treacle. Der srilankesische Klassiker zum Dessert: Curd, ein dicker Wasserbüffeljoghurt – eher Frischkäse -, den man klassischerweise mit Palmhonig (Treacle) isst. Eine andere typische Süßungsvariante ist mit Jaggery, dunkelbraunem Palmzucker.

Was die Früchte angeht: die kleinen Bananen, die Mangos, Ananas, Papaya und Wassermelone bekommt man in den Hotels ständig angeboten. Seltener bekommt man als Touri auch die Früchte, die weniger gängig sind: zum Beispiel der Wood Apple, eine seltsame Frucht, die außen holzig und hart ist, dafür innen wie verfault aussieht. Ihr Saft sieht aus wie bereits schon einmal gegessen und schlecht verdaut. Aber bitte trotzem kosten – schmeckt zumindest wesentlich besser als die Optik verspricht! Nicht kosten konnten wir die Mangustanen, Rambutan (eine Lychee-Art) und die roten Bananen (Ratu Kessel), dafür aber den Saft der überall erhältlichen Königskokosnüsse (Thambili), die vor dem Kunden am Stand geöffnet werden.

Auch beim Gemüse gibt es interessante Dinge zu entdecken: Okras (Ladyfingers), Schlangengurken, Süßkartoffeln, ganz andere, aber toll ausschauende Melanzani/Auberginen oder, recht gewöhnungsbedürftig: die Bittergurke.

Bittergurke

Bittergurke

 

Hier noch ein paar Eindrücke vom Markt:

Grünes Thaicurry mit Karfiol

Ein wunderschöner violetter Karfiol (das ist ein Blumenkohl) war uns mit der Gemüsekiste ins Haus geflattert. Und nach langem Hin- und Herüberlegen und Rezepte Durchforsten, weil ich unbedingt ein ganz besonderes Rezept dafür ausprobieren wollte, ließ ich mich dann doch vom Liebsten überreden, der große Lust auf ein Thaicurry hatte. Und das  Ergebnis sah natürlich erst recht toll aus, nämlich so:

cauli curry

Für vier Portionen (die wir aber zu zweit ratzfatz aufgegessen haben) eine Zwiebel und 4 Knoblauchzehen fein würfeln und in etwas Öl anbraten. 3 TL grüne Currypaste und 3 TL von 1 Dose Kokosmilch dazugeben und weiter mit anbraten.

250 g TK-Fisolen (grüne Bohnen), 2 große Karotten (in dünne Scheiben geschnitten) und 1 Dose Kichererbsen (abgetropft natürlich) dazugeben, mit der restlichen Kokosmilch aufgießen, mit 1-2 EL Fischsauce würzen und aufkochen lassen. Inzwischen 1 Karfiol (Blumenkohl) in gleichmäßige Röschen zerteilen, in die Sauce geben und ca. 10-15 Minuten köcheln lassen, bis der Karfiol schön weich ist.

Inzwischen Reis kochen (1 Tasse auf 2 Tassen Wasser sollte reichen).

Das fertig gekochte Curry mit dem Saft einer Limette und einem halben Bund Thai-Basilikum verfeinern, nochmals abschmecken. MIt dem Reis anrichten.

Karotten-Curry-Couscous

Weil ich letztens auf der Homepage von Annemarie Wildeisen, eine Schweizer Fernsehköchin, war, hab ich dort gleich weiter herumgeklickt und nach einem würdigen Karottenrezept für den wunderschönen Bund Möhren aus der Gemüsekiste gesucht. Die heißen in der Schweiz Rüebli, aber schweizerisch ist das tolle Rezept, das ich mir ausgesucht habe ganz und gar nicht. Sondern vielmehr indisch-orientalisch inspiriert. Man braucht zwar gar nicht wenige Zutaten – für eine Vielfalt an Aromen sorgen Currypulver, Datteln, Pinienkerne, Rosinen und Petersilie zufälligerweise hatte ich aber alle zuhause (bis auf die Datteln, die habe ich durch Feigen ersetzt), und schon ging es los …

karottencouscous

… mit Couscous für drei bis vier Personen als kleine Hauptspeise oder große Beilage:

50 g Rosinen in heißem Wasser einweichen. Einen Bund Karotten putzen, schälen und würfeln.

In einer Schüssel 250 g Couscous (= eine halbe Packung) mit 250 ml kochender Gemüsesuppe, in die 1 gehäufter Löffel Currypulver eingerührt ist, übergießen und quellen lassen.

Zwei Schalotten (oder eine Zwiebel) mit etwas Öl anbraten, Karotten dazugeben und anbraten. 200 ml Wasser dazugeben, salzen und die Karotten und Zwiebel darin mit einem Lorbeerblatt und ein paar Nelken weich kochen, bis das Wasser eingedickt ist.

Inzwischen 4 Datteln (oder wie ich getrocknete Feigen) und einen halben Bund Petersilie, wer mag auch einen Teil des Karottengrüns, mit dem Messer zerkleinern. 40 g Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fettzugabe anbraten.

Rosinen abtropfen lassen. Lorbeer und Nelken entfernen, Karotten und Zwiebel zum fertig gequollenen Couscous geben und gut durchmischen. Datteln, Petersilie (und Karottengrün), Rosinen und Pinienkerne daruntermischen. Mit Cayennepfeffer oder Chilisalz, je nach Geschmack auch Salz und Pfeffer, würzen.

Eine Sauce aus einem kleinen Becher Joghurt und Currypulver zusammenrühren und damit servieren (wer es vegan essen will, lässt es weg oder findet sicher eine Alternative).

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