Das Galaxy Eis Experiment

Im letzten Jahr ist es das meist gepinnte Eis auf Pinterest gewesen, was sagt das über ein Rezept aus? Wohl nur, dass es optisch wohl was hermacht. Dennoch war ich neugierig, wie so ein Galaxy Eis – eine Materialschlacht aus Lebensmittelfarbe und essbarem Glitzer – aussieht, wenn man es selber macht. Da kam die Kindergeburtstagsparty für Erwachsene mit Freunden gerade richtig – und so gab es nach einer Fritattensuppe, Fischstäbchen, Mini-Burgern und Schokotorte eben noch ein Galaxy-Eis.

 

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Fazit: Nicht allzu schwer zu machen und optisch fast so spektakulär wie in den vielen Blogs und Pins – aber geschmacklich … naja … Für die Variante, die da im Internet überall herumgeistert, sollte man ein ausgesprochenes Faible für Kondensmilch haben. Beim nächsten Mal würde ich jedenfalls ein gutes Eis-Grundrezept verwenden. Da man – ähnlich wie bei einem Marmorkuchen – verschieden gefärbte Eismassen vorsichtig durchmischt, geht das leider nicht mit der Eismaschine, die würde aus allem eine einzige graue Masse machen. Viel besser hat aber das Schlumpfeis geschmeckt!

Nun aber zum Rezept (für alle Kondensmilch-Fans!):

500 ml Schlagobers in einer großen Schüssel steif schlagen, bis sich Spitzen bilden. 225 ml gezuckerte Kondensmilch einrühren. Etwas Vanillemark oder Vanillearoma dazufügen. Masse in 3-4 Teile aufteilen und mit Lebensmittelfarbe einfärben – zum Beispiel grau/schwarz, rosa/pink, blau und lila (dafür versucht auf jeden Fall, eine eigene lila Lebensmittelfarbe zu bekommen – das mischen aus blau und rot hat bei mir ganz schlecht funktioniert). In eine große Form unten den größten Teil des Graus geben, oben drauf die einzelnen Farben verteilen und mit einem Stäbchen die Farben ineinander ziehen. Mit essbarem Glitzer bestreuen und so wie es ist für mindestens 4 Stunden einfrieren.

Muttertagsmenü: Spargel mit Ziegenkäse, Kotelett mit Polenta, Topfennockerln

Wie jedes Jahr wurde Mama heuer zum Muttertag anständig von meiner Schwester und mir bekocht. Und wie jedes Jahr war das Muttertagsmenü ein schönes Frühlingsmenü – Spargel, Himbeeren und Rhabarber durften da natürlich nicht fehlen. Und die Rezepte sind uns quasi zugeflogen: Zwei stammen aus dem aktuellen „Frisch gekocht“-Heft von Billa, eines aus dem vorletzten „Friends“-Magazin von Merkur.

Es folgen die drei Rezepte hintereinander. Beginnen wir mit …

Spargel mit Himbeer-Rhabarber-Marinade und Ziegenkäse

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Für 4 Vorspeisen-Portionen braucht es 12 weiße Spargelstangen, hier die holzigen Enden abschneiden und gut schälen. In Salzwasser etwa 10+ Minuten bissfest garen (oder im Dämpfer zubereiten).

Währenddessen die Marinade zubereiten: 1 Rhabarberstange schälen und in feine Scheiben schneiden. Eine Schalotte schälen und fein hacken. 3 EL Himbeeressig, 2 EL Holunderblütensirup und 5 EL Olivenöl vermischen, Rhabarber und Schalotte untermischen.

Warmen Spargel auf eine Servierplatte legen und mit der Marinade überziehen. In Frischhaltefolie einwickeln und ca. 20 Minuten ziehen lassen. Dabei von Zeit zu Zeit etwas schwenken, damit die Marinade überall hinkommt.

Inzwischen 3 EL Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten. 4-6 Radieschen putzen und in feine Scheiben schneiden. 1 Ziegenkäse-Rolle (150 Gramm) in Scheiben schneiden.

Spargel auf den Tellern anrichten und mit dem Ziegenkäse, frischen Himbeeren, Kresse und den Pinienkernen anrichten.

 

Weiter ging es dann mit …

Schweinekotelett auf Paprika-Polenta mit Radicchio-Apfel-Salat

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Für vier Portionen. Los geht’s mit der Paprikasauce für die Polenta, die könnte man auch schon früher vorbereiten: Im vorgeheizten Backrohr (200 Grad Umluft) 4 rote Paprika auf einem Backblech 30-35 Minuten backen, bis die Haut schon schwarz wird und Blasen wirft. Danach abkühlen lassen, häuten bzw. Fruchtfleisch ausschaben, grob zerschneiden und mit 1-2 Knoblauchzehen pürieren. Beiseite stellen.

Für die Polenta 1 Liter Suppe zum Köcheln bringen und salzen, 300 g Polenta einrieseln lassen (Anmerkung: das hat bei uns viel zu viel Polenta für vier Portionen ergeben – da sie aber sehr köstlich und auch recht aufwändig ist, loht es sich, gleich mehr zu machen!) und mit Schneebesen rühren, um Klumpen zu vermeiden. Ca. 40 Minuten köcheln, dabei nach und nach rund 300 ml Wasser nachschütten.

Während die Polenta köchelt, geht es zum Fleisch: Je 2 TL Thymian- und Salbeiblätter fein hacken. 1 Biozitrone heiß waschen, abtrocknen und Schale fein abreiben, rund 2 EL Saft auspressen. Würzöl mit den Kräutern und der Zitronenschale, 2 EL Olivenöl, 1 Knoblauchzehe (fein gehackt), Salz und Pfeffer herstellen. 4 Schweinekoteletts waschen und trockentupfen, mit dem Würzöl bestreichen, mit je einer von 4 Prosciuttoscheiben einwickeln.

Der Salat: 1 Radicchio putzen und in feine Streifen schneiden. 1/2 rote Zwiebel schälen und in feine Scheiben schneiden. 1 Apfel putzen und in dünne Scheiben schneiden. In einer Schüssel mit 5 EL Olivenöl, 1 El Rotweinessig, 2 TL Dijonsenf, 1 Knoblauchzehe (fein gehackt) und den vorhin ausgepressten 2 EL Zitronensaft marinieren. Kurz durchziehen lassen.

Das Fleisch kommt in die Pfanne, wenn die Polenta noch ca. 10 Minuten braucht. In etwas Olivenöl auf jeder Seite rund 3 Minuten goldbraun braten. Vom Herd nehmen, zugedeckt 5 Minuten rasten lassen.

Die Polenta mit 40 g gewürfelter Butter, 100 g Mascarpone, 60 g geriebenem Parmesan und dem Paprikamus mischen und abschmecken. Auch den Salat nochmals abschmecken.

Polenta als Spiegel auf den Teller geben, Koteletts und Salat darauf anrichten.

 

Und jetzt ist trotz allem bestimmt noch Platz für Dessert. Nämlich:

Topfennockerln mit Rhabarberkompott und Melissen-Pistazien-Zucker

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Für 6 Portionen: 500 g Topfen (40 Prozent Fettgehalt) in einem Tuch über einem Sieb mindestens 2 Stunden im Kühlschrank abtropfen lassen.

Inzwischen 300 g Rhabarber putzen und schälen, in breite Stücke schneiden. 70 g Zucker karamellisieren und Rhabarber dazugeben. Mit 1 TL Speisestärke stäuben und vermischen. Mark einer halben Vanilleschote dazugeben, mit 200 ml Beerensaft (wir haben hier einen Bio-Beerensmoothie verwendet, daher die Farbe – mit zb. Erdbeerpago wird es bestimmt schöner rot) auffüllen. Kompott 3 Minuten kochen, erkalten lassen.

Den inzwischen bröselig gewordenen Topfen mit 60 g Zucker, dem restlichen Mark der Vanilleschote und 1 TL fein geriebener Zitronenschale vermischen und mit dem Stabmixer schaumig aufschlagen. In einer zweiten Schüssel 200 ml Schlagobers steif schlagen und unterheben.

Für den Zucker ca. 15 Blätter Zitronenmelisse fein hacken, mit 1 EL gehackten Pistazienkernen und 1 TL Zucker vermischen.

Rhabarberkompott in Schälchen anrichten, aus der Topfenmasse mit zwei Suppenlöffeln Nocken formen und darauf legen, mit Melissen-Pistazien-Mischung bestreuen.

Schlumpfeis & Joghurt-Schoko-Keks-Eis

Es gibt im Freundeskreis schon des Längeren die herumschwebende Idee, gemeinsam ein Kinderessen für Erwachsene auszurichten, mit solch wunderbaren Dingen wie Goofy- und Arielle-Teller. Das hat bis jetzt zwar noch nicht stattgefunden, aber seither hat sich in mir der Wunsch festgesetzt, irgendwann einmal selber ein Schlumpfeis machen.

Und dafür war die Gelegenheit jetzt perfekt: Hab ich doch vom Liebsten zu Weihnachten eine neue Eismaschine geschenkt bekommen! Juhu! Im Gegensatz zu meiner rund 30 Jahre alten, in Miami-Vice-Türkis gehaltenen Maschine (die aber echt schon Kultfaktor hatte) kühlt der neue Riesenkasten die Masse selbst – man kann also sofort loslegen, ohne den Behälter lang vorkühlen zu müssen. Die Konsistenz der Eiscreme ist auch wesentlich besser.

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Und weil die Eisherstellung gleich beim ersten Versuch so gut funktioniert hat, gab’s dann auch gleich eine zweite Sorte, die wir spontan in „Gargamel“ umbenannt haben: „Gelato ai Biscotti e Yogurt“, also Eis mit Keksen und Joghurt, aus dem Silberlöffel-Eisbuch. Für das Rezept für das Schlumpfeis habe ich mich übrigens bei einem Rezept aus dem Blog eis-selber-machen.com bedient. Die geheime Zutat hätte auch perfekt zu einem Kinderessen gepasst. Pssst: Marshmellows!

Für das Schlumpfeis: Zuerst 280 ml Milch mit 120 g Zucker erhitzen. 1 Vanilleschote massieren, auskratzen und Vanillemark mitsamt der Schote in die Milch geben. Kurz aufkochen lassen. 10-15 Marshmellows (je nach Größe) in die Masse geben und auflösen lassen. Die Masse sollte cremig werden, dafür ca. 10 Minuten köcheln lassen.

Vom Herd nehmen und abkühlen – ich mache das meistens, indem ich meine Spüle mit eiskaltem Wasser fülle, ein paar Icepacks dazugebe und den Topf (mit Deckel!) hineinstelle. Funktioniert gut, und man muss nichts extra anpatzen. Wenn Zeit ist, kommt die Masse anschließend auch noch für ein paar Stunden in den Kühlschrank.

250 ml Schlagobers steif schlagen und unter die Eismasse heben. Bevor es ans Frieren geht, kommt nun endlich die Farbe dazu. Das ist ganz einfach Lebensmittelfarbe – von der haut man so viel rein, wie notwendig ist, um ein ordentliches Blau zu erzielen (durch die Vanille muss man schließlich gegen einen leichten Gelbstich arbeiten). Wer sein Schlumpfeis tatsächlich nicht an Kinder verteilen will, kann auch Blue Curacao verwenden. Und jetzt ab in die Maschine! 30 Minuten sollten reichen, danach noch mindestens 3 Stunden in den Gefrierschrank.

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Für das Joghurteis mit Keksen, Schoko und Haselnüssen: 150 g Kekse (nach Wahl) grob zerbröseln und in etwas Rum einweichen (ich hab hier als alkoholfreie Alternative auf Apfelsaft zurückgegriffen).

Inzwischen in einer Schüssel 100 ml Joghurt mit 20 ml Mascarpone und 30 ml Obers (Originalrezept: 50 ml Crème Double, das gibt’s hierzulande aber gar nicht) mit 150 feinem Kristallzucker und 1 TL Vanillezucker verrühren.

50 g Zartbitterkuvertüre und 75 g Haselnüsse sehr fein hacken.

Alles zusammenmischen und gut kühlen, am besten ein paar Stunden in den Kühlschrank stellen. Eine halbe Stunde lang in der Eismaschine gefrieren, danach im Gefrierschrank fest werden lassen (mind. 3 Stunden).

Gewürzmandarinen mit Nougatmousse und Pinien-Thymian-Krokant

Zu Weihnachten bin ich, auch das ist Familientradition, abgesehen von ein paar Schnippel-Diensten „nur“ für das Dessert am Christtag verantwortlich. Das hat ein paar Recherchen notwendig gemacht – weihnachtlich sollte es natürlich schmecken und dabei nicht allzu schwer sein.

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Da bin ich auf ein ganz  bestimmt wunderbares Kochbuch gestoßen: Lieblingskochbuchautorin Katharina Seiser hat den ersten Teil einer Jahrezeiten-Reihe mit Lieblingskoch Richard Rauch herausgebracht. „Winter“, natürlich. Als Kostprobe daraus gibt’s auf der Seite des Verlages ein Rezept als PDF, und das war irgendwie genau das, wonach ich gesucht hatte: Fruchtig, weihnachtlich, nicht allzuschwer, gut vorzubereiten. Gewürzmandarinen!

Dazu gab es – zugegebenermaßen –  eine nicht sooo leichte „Beilage“: Nougatmousse und Pinienkern-Thymian-Krokant nach einem ganz einfachen Rezept von Tim Mälzer.

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Gewürzmandarinen, ein Glas: Man benötigt etwa 15 Mandarinen, mindestens eine davon unbehandelt. Die sechs schönsten davon schälen, das Weiße herunterkratzen, halbieren und behutsam in ein Einmachglas schlichten. Die restlichen auspressen, bis man ca. 400 ml Saft beisammen hat. Diesen beiseite stellen.

Von einer unbehandelten Orange und der unbehandelten Mandarine grob die Zesten abziehen. Eine Vanilleschote halbieren und auskratzen.

130 g Kristallzucker in einem Topf mit 4 EL Wasser karamellisieren. Mit 100 ml Weißwein ablöschen, rund fünf Minuten köcheln lassen. Den Mandarinensaft, eine Sternanis, eine Zimtstange, 4 Nelken, die Vanille samt dem Mark und die Zesten dazugeben. Nocheinmal 10 Minuten köcheln lassen. Wenn gewünscht mit etwas Stärke binden (Dafür Stärke mit 3 EL Saft verrühren, in die heiße Flüssigkeit rühren, aufkochen).

Mit 2 cl Orangenlikör abschmecken, alles zusammen über die Mandarinen gießen. Mindestens über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.

Nougatmousse: 100 von 300 ml Schlagobers in einem Topf aufkochen und beiseite stellen. 80 g Haselnussnougat und 120 g Vollmilchkuvertüre hacken und im heißen Obers schmelzen. Abkühlen lassen (wenn ihr das Krokant machen wollt, ist jetzt ein guter Zeitpunkt). Die restlichen 200 ml Schlagobers steif schlagen und unter die Nougatcreme heben. Mindestens drei Stunden, am besten über Nacht, kalt stellen.

Pinien-Thymian-Krokant: 4 El Pinienkerne fein hacken. 5 gehäufte EL Puderzucker in einer Pfanne schmelzen und mit den Pinien karamellisieren lassen, Blätten von 6 Stielen Thymian dazugeben, 1 Prise Salz untermischen. Die Karamellmasse zwischen zwei Lagen Backpapier mit einem Nudelwalker flach rollen und fest werden lassen.

Nougatmousse mit einem Löffel zu Nockerl formen, Krokant in Stücke brechen, alles gemeinsam servieren.

Himbeersorbet mit Whiskey

Himbeersorbet Jaaa, das ist ein besonders schlechtes Handyfoto, aber das Himbeerrot des Sorbets leuchtet wirklich so: Dieses superfruchtige Eis mit dem interessanten, rauchigen Whiskey-Twist habe ich nach einem Rezept aus dem hübschen Buch von Bloggerin Sylvia Reiter, rock the kitchen!, gemacht.

Und da es sich bei Himbeer-Sorbet anbietet, gleich mit TK-Beeren zu arbeiten, kann man das Sorbet ruhig auch im Winter anbieten – zB als erfrischenden Zwischengang beim Festtagsmenü oder so.

Zuerst 100 g Zucker und 100 ml Wasser in einem kleinen Topf drei Minuten köcheln lassen, bis sich der Zucker ganz aufgelöst hat. Von der Flamme nehmen, etwas abkühlen lassen und 60 g Glukosesirup (Reiter nimmt Inverzuckersirup) dazugeben.

600 g leicht angetaute TK-Himbeeren (oder eben frische) mit 30 ml Limettensaft pürieren. Durch ein feines Sieb passieren, damit die Kerne herausgehen, 4 EL Whiskey (Reiter nimmt Smokehead Islay Single Malt Scotch Whisky, aber das ist wohl Geschmackssache – ein leicht rauchiger dürfte sich aber toll eignen).

Gut vorkühlen lassen – am schnellsten geht’s in Eiswasser, sonst über Nacht im Kühlschrank, dann in der Eismaschine gefrieren lassen. Wer keine hat und sich die Arbeit antun will: Ab ins Gefrierfrach und 1x pro Stunde mit einer Gabel durchmischen.

Mutabbaq

Letztens waren wir bei Freunden zum Essen geladen und sollten die Nachspeise mitbringen. Eigentlich gab es an diesem Abend türkisches Essen, aber wir haben etwas geschwindelt und nicht etwa Baklava, sondern Mutabbaq mitgebracht. So etwas wie ein arabischer Topfenstrudel. Sieht von außen irgendwie ähnlich aus, ist aber nicht türkisch, sondern arabisch bzw. palästinensisch – das Rezept habe ich nämlich in Ottolenghis „Jerusalem“-Kochbuch entdeckt. Jedenfalls sieht es genauso beeindruckend aus wie eine Baklava, ist aber wesentlich einfacher herzustellen und auch wesentlich weniger süß. Auch wenn es, wie so oft bei orientalischen Desserts, mit Sirup übergossen wird.

Mutabbaq Für eine große Form voll, mit der ihr leicht 8-10 Personen erfreuen könnt …

Backrohr auf 230 Grad vorheizen.

Eine große flache Backform bzw. ein Blech mit ein wenig von 130 g zerlassener Butter großzügig einfetten. Eines von 14 Filoteig-Blättern (aka Yufka, gibt es in türkischen Läden oder auch von Tante Fanny bei Merkur) darauflegen (ev. ein wenig über den Rand schlagen). Wieder mit Butter bestreichen, ein neues Blatt darauflegen, wiederholen, bis den Boden sieben Schichten schaffen. Falls eure Form etwas größer als die Teigblätter sind, einfach ein wenig versetzt auflegen, so streng ist das auch wieder nicht.

Teigfülle: 500 g Ricotta (kann auch durch Topfen ersetzt werden) und 250 g Ziegenfrischkäse (oder halt nur Frischkäse, wer den nicht mag) in einer Schüssel mit einer Gabel gut vermengen und regelmäßig auf dem Teig verteilen. Am Rand jeweils ein paar cm frei lassen. Die Käsemasse ebenfalls mit Butter bestreichen.

Dann wird das Ganze wieder mit sieben Teigblättern belegt, dabei gleich wie beim Boden verfahren und auch die oberste Schicht mit Butter bestreichen (falls noch etwas übrig ist 😉 ). Die Teigränder einschlagen (dafür steht wohl auch das Wort Mutabbaq bzw. Murtabak im Arabischen). Dann die Oberfläche mit einem Messer einschneiden, damit gleich Stücke in den Portionsgrößen gebacken werden.

25-30 Minuten lang backen.

Inzwischen einen Sirup aus 90 ml Wasser, 280 g Feinkristallzucker und dem Saft einer halben Zitrone zubereiten und bereit stellen. Sobald der/die? Mutabbaq fertig ist und herrlich golden glänzend aus dem Backrohr kommt, gleichmäßig mit dem Sirup beträufeln und (optional) mit gehackten Pistazien bestreuen.

Ein Video zu diesem Rezept gibt’s übrigens hier!

Schwedische Ribiseltarte

Der Besuch bei den lieben Eltern war gerade zur rechten Zeit: Sie waren kurz davor, in den Urlaub zu fahren – und ganze Sträuche voller Ribisel (rote Johannisbeeren), Himbeeren und Stachelbeeren mussten dringend abgeerntet werden. Gerne! Als Belohnung habe ich mir eine große Schüssel voll Ribisel nachhause genommen. Und sie in einer Tarte aus dem wundervollen Backbuch von Leila Lindholm verarbeitet. So schmeckt der Sommer!

Ribiseltarte

Für eine Tarte zuerst den Mürbteig zubereiten: 240 g Dinkelmehl (Originalrezept: Weizenmehl) mit 30 g Puderzucker vermischen, 150 g Butter (kalt, gewürfelt), 1 Ei und 1 EL kaltes Wasser dazugeben und rasch zu einem Teig zusammenfügen. Schnell verarbeiten, nicht kneten. Teig in Frischhaltefolie einwickeln, mindestens 30 Minuten lang im Kühlschrank rasten lassen. Backrohr auf 175 Grad vorheizen.

Für den Belag 3 Eier, 200 g Magertopfen (Quark), 100 g Crème Fraiche und 80 g Zucker vermischen. 100 g Marzipanrohmasse hineinreiben (geht am besten, wenn sie ganz kalt ist) und gut verrühren.

Den Teig ausrollen und eine große Tarteform damit auslegen. Mit der Belag-Masse füllen, 200 g Ribisel (geht natürlich auch mit anderen Beeren) darauf verteilen. Eine Handvoll Mandelsplitter (oder -Blättchen) darüber verteilen, das sorgt für einen schönen Crunch. Auf der untersten Schiene 30-40 Minuten backen. Der Belag sollte fest sein. Man kann die vorbereitete Tarte übrigens auch vor dem Backen einfrieren und später backen.

Hält sich etwa zwei Tage – oder länger, wenn man sich beherrschen kann 😉

Ribiseltarte

Salty Caramel Icecream| Ananassorbet mit Piment d’Espelette

Wie Salz und Pfeffer im Eisbecher: Hier zwei Eissorten, die beide durch Gewürze eine ganz ungewöhnliche Nuance erhalten: Das Karamelleis wird mit einer Prise Salz zum Salzkaramell, das Ananas-Sorbet wird mit einem Hauch Piment d’Espelette (Gewürz aus einer baskischen Chilisorte) verfeinert. Beide Rezepte stammen aus dem Buch „Das beste Eis der Welt“. Das Sorbet ist ganz einfach hergestellt, das Salzkaramell ein bisschen aufwändiger. Aber die Mühe lohnt sich (ich finde, das ist das beste Eis, das ich bisher gemacht habe!)

Eis

Ananassorbet mit Piment d’Espelette:
Eine halbe Ananas putzen, holzige Mitte entfernen, grob schneiden und pürieren. Es sollte etwa 220-250 ml ergeben. In einem kleinen Topf 170 g Zucker, 80 ml Glukosesirup, 3 EL Wasser und 1 EL Piment d’Espelette (den man durch 2 TL edelsüßes Paprikapulver und 2 Prise Cayennepfeffer ersetzen kann) aufkochen, bis sich der Zucker auflöst. In die Schüssel mit der Ananas gießen, gut vermischen und gut kühlen lassen, am besten längere Zeit im kältesten Bereich des Kühlschranks. Sorbetmasse in der Eismaschine gefrieren lassen – es sollte fest werden. In eine Aufbewahrungsbox geben, mit Pergamentpapier bedecken und festdrücken, mindestens 4 Stunden fest werden lassen.

Salziges Karamelleis:
Zunächst die Eisbasis zubereiten: 2 EL von insgesamt 450 ml Milch mit 3 TL Speisestärke glattrühren. 40 g Frischkäse mit 1/2 TL Fleur du Sel und 1/2 Schote echter Vanille (sorgfältig ausgekratzt) in einer weiteren Schüssel verrühren. 300 g Schlagobers mit 2 El Glukosesirup in einem Kännchen bereitstellen.
Nun geht’s ans Karamell machen: 150 g Zucker in einem weiten Topf ganz langsam schmelzen lassen. Erst dann mit einem hitzefesten Spatel umrühren, wenn der Zucker braun wird. Weiterrühren, bis die ganze Zuckermasse bernsteinfarben ist. Dann sofort langsam Schlagobers-Sirupmischung einrühren – Achtung, jetzt kann es spritzen! Ordentlich verrühren, bis die Mischung glatt ist, nach und nach immer mehr Obers dazugeben. Danach kommt die Milch dazu, die Masse wird für 4 Minuten aufgekocht. Vom Herd nehmen, Stärkemischung einrühren, noch einmal für 1 Minuten aufkochen und andicken lassen. Dann vom Herd nehmen, wenn nötig durch ein Sieb passieren.
Die heiße Mischung mit dem Frischkäse verrühren, in ein Eisbad stellen und gut durchkühlen lassen. Ev. noch für eine Stunde in den Kühlschrank stellen.
In der Eismaschine gefrieren, bis die Masse dick und cremig ist. Mit Pergamentpapier bedeckt für mindestens 4 Stunden tiefkühlen.

Beim Servieren eventuell nochmals vorsichtig mit einer Prise Piment bzw. Fleur du Sel/Salzflakes bestreuen – der Geschmack ist beim Gefrorenen nämlich weitaus schwächer.

Brutti ma Buoni

The Good The Bad and The Ugly Movie PosterDrei Eiweiß blieben vom Eggs Benedict Frühstücksexzess letztens übrig. An Möglichkeiten, aus denen auch noch etwas Feines zu zaubern, mangelt es keineswegs, und eigentlich hätte ich gern wieder Baisers gemacht. Doch als ich beim Herumgooglen auf die italienischen Brutti Ma Buoni („Häßlich, aber gut“) stieß, mussten es einfach die werden – zumal ich zufälligerweise auch genau die richtigen Zutaten zum Aufbrauchen herumliegen hatte. Davon braucht’s nicht viel: gemahlene Haselnüsse, gestiftelte oder gehobelte Mandeln, Eiweiß und eine angebrauchte Zitrone.

The Good, the bad and the ugly? Zumindest das mit dem „schlecht“ muss man streichen – und die Schönheit liegt bekanntlich auch im Auge der Genießerin …

Brutti ma Buoni

Die Brutti ma Buoni sind im Handumdrehen gebacken – und im Handumdrehen wieder aufgegessen, versprochen:

Brutti Making OfFür ca. 20-30 Stück – je nach Größe: Backrohr auf 160 Grad vorheizen. Je rund 100 Gramm geriebene Haselnüsse und gehobelte (oder gestiftelte) Mandeln in einer Pfanne bei wenig Hitze leicht anrösten – nur so viel, dass sich der Geruch und damit auch der Geschmack schön entfaltet. Herdplatte ausschalten, aber am Herd stehen lassen. Währenddessen 3 Eiklar mit einer Prise Salz und ca. 50 g Kristallzucker zu Schaum schlagen. Vorsichtig in die Nussmasse einrühren und 2 EL Zitronensaft und 1 TL Zitronenabrieb sorgfältig einarbeiten, noch ca. 2 Minuten am Herd stehen lassen.

Dann mit einem Löffel kleine Häufchen direkt aufs Blech platzieren. 20 bis 25 Minuten backen, bis sie einen schönen Goldton haben.

In der Keksdose sollten die Brutti rund 4 Wochen haltbar sein. Das nur der Vollständigkeit halber – ich denke nicht, dass sie so lange überleben werden. 🙂

Pavlova mit Rhabarber und Erdbeeren

Das Dessert im Muttertagsmenü: Fruchtig-feine Baisertörtchen mit süßen Erdbeeren und säuerlichem Rhabarber (der übrigens, wie ich heute gelernt habe, botanisch ein Gemüse ist).

Pavlova mit Erdbeeren und Rhabarber Für vier Portionen zwei Eiweiß steif schlagen, 100-140 g Zucker langsam einriesen lassen. Die Baisermasse sollte fest und glänzend sein. Mit einer Spritztüte kleine Körbchen formen. Im vorgeheizten Backrohr bei 100 Grad auf der zweiten Schiene von unten eine Stunde lang backen, dann im ausgeschalteten Rohr abkühlen lassen.

500 g Rhabarber putzen, von Fäden befreien, schräg in 1 cm breite Stücke schneiden. 50 g Zucker in einem Topf hellbraun karamellisieren, mit 150 ml Wasser ablöschen und Zucker auflösen lassen. 2, 3 Schalenstücke einer Bio-Orange und Sternanis dazugeben, aufkochen. Rhabarber in eine Auflaufform geben, mit der Karamellflüssigkeit begießen. Bei 180 Grad 12-15 Minuten garen, bis der Rhabarber durch ist.

300 g Erdbeeren putzen.

1 Becher Schlagobers mit dem Mark einer Vanilleschote steif schlagen.

Baiserschalen mit Obers füllen, mit Erdbeeren und Rhabarber anrichten.

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