Brokkoli mit Knoblauch Thai-style

Für Niki Segnit, Autorin des Buches „Der Geschmacks Thesaurus“, bietet die Kombi Knoblauch und Brokkoli „den größten Genuss, den einem gesundes Essen verschaffen kann“. Da bin ich ja anderer Meinung, aber das Rezept, dass sie im Buch als Beispiel für die Kombination anführt, hat schon einmal ziemlich toll geschmeckt – es handelt sich um der Thai-Küche nachempfundenes Gericht mit Eiernudeln, zum Würzen werden Sojasauce und Austernsauce verwendet – es wäre also prinzipiell vegetarisch, wenn man bei den Saucen darauf achtet, tierfreie Alternativen zu finden. Zumal es auch noch sehr einfach nachzukochen ist, will ich es hier teilen:

brokkoli nudeln

Für 2 Personen: Einen Brokkoli in kleine Röschen zerteilen (diese sollten wirklich klein sein, sie werden nämlich nicht gekocht!).

200 g feine Eiernudeln nach Packungsanweisung garen, dann abtropfen lassen.

Inzwischen 5 Knoblauchzehen vierteln und in etwas Erdnussöl im Wok braten. Sobald sie goldbraun sind, herausnehmen und beiseite legen.

Die Brokkoliröschen in den Wok geben und 3 Minuten braten, die Nudeln dazugeben und ebenfalls braten.

1-2 verquirlte Eier dazugeben und mit den Nudeln vermischen, in einer kleinen Schüssel außerdem noch eine Sauce aus 2 TL heller Sojasauce, 1 TL dunkler Sojasauce, 1 TL Austernsauce, 1 TL Zucker und 1 TL Wasser mischen (keine Sorge, wer nicht so viele Sojasaucen hat: Einfach nur die eine vorhandene nehmen, das wird trotzdem gut!).

Zu den Brokkoli-Nudeln geben und alles gut vermischen, dann rasch servieren und mit Pfeffer und den Knoblauchstücken garnieren. Die rote Sauce am Foto ist Sriracha, die passt natürlich auch gut dazu!

Champagner-Granita

Eiskratzen deluxe: Die einen tun’s im Winter auf der Windschutzscheibe ihres Autos, wir leben glücklich autolos und kratzen höchstens mal ein schönes Granita zu Crushed Ice. Dieses Rezept stammt aus dem DK-Buch „Eis und Sorbet selbstgemacht“ und ist watscheneinfach nachzumachen. Es braucht allerdings ein bisschen Zeit – fünf Stunden sollte man schon einplanen!

champagner-granita

Für ca. 6 Portionen: Zuerst einmal den Zuckersirup kochen. Dafür 100 ml Wasser mit 100 g Kristallzucker in einem kleinen Topf aufkochen, dabei immer wieder durchrühren, damit sich der Zucker gut auflöst. Zwei Minuten köcheln lassen, dann abkühlen lassen.

Eine Orange auspressen, den Saft durch ein Sieb gießen.

Zuckersirup, Orangensaft und 400 ml Champagner (oder guter Sekt) in einer Schüssel mischen. Das war’s im Prinzip – jetzt wird nur noch gefroren und eisgekratzt.

Die Flüssigkeit in eine flache, gefriergeeignete Form füllen, zudecken. Das ganze muss jetzt mindestens vier Stunden lang gefroren werden, nach etwa einer Stunde und dann jede halbe Stunde mit einer Gabel durchrühren, damit Crushed Ice entsteht.

250 g Erdbeeren putzen, Granita mit Erdbeeren in vorgekühlten Sektschalen anrichten.

Sardische Pasta Fregola mit Romanesco

Bei diesen Temperaturen muss es auch am Teller mediterran werden. Mindestens! In diesem Rezept, gefunden bei „Essen & Trinken“, spielen Fregola – das sind kleine runde Nudeln aus Sardinien – an der Seite von Romanesco-Kohl die Hauptrolle. In den ebenso oscarwürdigen Nebenrollen: Rosinen, Oliven, Kapern, getrockene Tomaten, Chili, Petersilie und Mandelmus.

fregola romanesco

Für vier Teller: 20 g Rosinen mit heißem Wasser übergießen und beiseite stellen. 1 mittelgroßen Romanesco-Kopf putzen, Röschen vom Strunk schneiden. (Wer mag, kann den Romanesco an dieser Stelle auch blanchieren, ansonsten wird er nur kurz angebraten und etwas gedünstet, bleibt also ziemlich knackig!)

150-200 g Pasta Fregola nach Packungsanweisung in Salzwasser kochen. Inzwischen eine Chili putzen und entkernen. Chili mit 35 g getrockneten Tomaten (abgetropft), 20 g Mandelmus (am besten dunkles) und 50 ml vom Nudel-Kochwasser in einen Blitzhacker geben und zu einer leicht flüssigen Paste verarbeiten.

Romanesco in etwas Olivenöl in einer großen Pfanne bei mittlerer bis starker Hitze braten. Salzen, zudecken und bei mittlerer Hitze 12-15 Minuten dünsten (wer sie schon blanchiert hat, braucht hier wesentlich kürzer).

Die Nudeln abseihen, dabei etwas vom Nudelwasser auffangen. Nudeln mit Tomaten-Mandel-Sauce  vermischen, mit den Rosinen samt Einweichwasser, 25 g Oliven (am besten ohne Kern) und 1 El Kapern zum Romanesco geben. Mit Petersilie bestreuen und servieren!

Orechiette mit Grünkohl und Salsiccia

Ein schnelles, einfaches und deftiges Pasta-Rezept, bei dem das pikante Brät aus Salsiccia-Würsten mit Grünkohl kombiniert wird.

orechiette

Für zwei Teller: Zuerst einen Bund Grünkohl gründlich waschen und Strünke entfernen. In einem großen Topf mit heißem Salzwasser kurz blanchieren, herausnehmen und mit kaltem Wasser abschrecken, abtropfen lassen. (Das Kochwasser könnte man gleich zum Nudelkochen weiterverwenden).

Brät aus zwei Salsicca-Würsten drücken und in einer Pfanne mit etwas Öl anbraten.

Ca. 250 Gramm Nudeln (hier: Orecchiette) nach Packungsanweisung kochen.

2 Knoblauchzehen schälen und hacken, zur Wurst geben. 1-2 Esslöffel Senf ebenfalls zur Wurst geben. Grünkohl in Streifen schneiden und auch in die Pfanne dazugeben. Mit einem halben Becher Schlagobers und fallweise etwas (Koch-)Wasser aufgießen, mit Salz, Pfeffer und vielleicht etwas Chili würzen.

Nudeln zur Sauce geben und gleich servieren.

Lachsröllchen im Kräuter-Crêpesteig

Immerhin noch vor Pfingsten liefere ich zwei Rezepte vom letzten Osterbrunch nach.  Sind aber soundso nicht zwingend österliche Rezepte. Bevor morgen ein köstlicher Eierlikörkuchen mit Haselnüssen drankommt, hier die sensationellen und sensationell einfach zu machenden Lachsröllchen. Geht im Handumdrehen, ist leicht vorzubereiten und macht auch optisch etwas her!

lachsröllchen

Für etwa acht Personen als Vorspeise oder Fingerfood: Crêpesteig aus 150 g Mehl (Weizen, Dinkel …), 250 ml Milch, 2 Eiern, fein gehackter Petersilie und Schnittlauch und etwas Salz zubereiten, ca 15 Minuten stehen lassen.

Aus dem Teig in einer beschichteten Pfanne mit etwas Öl die Crêpes ausbacken, die Teigmenge sollte etwa acht bis zehn Stück ergeben. Auskühlen lassen.

Für die Füllung 200 g Topfen (Quark), 300 g Frischkäse und 2-5 TL Meerrettich (gerieben) vermengen, mit etwas Salz abschmecken. Falls die Masse zu fest ist, noch etwas Milch hinzufügen – flüssig sollte sie natürlich nicht werden!

Die Crêpes mit der Creme bestreichen, mit insgesamt ca. 400 g Räucherlachs belegen, eng aufrollen und in Frischhaltefolie einwickeln. Vor dem Servieren mindestens 30 Minuten kühl stellen, damit sie später gut halten.

 

Blätterteigpizza mit Paprika und Spiegelei

Nach einer längeren Sommerpause soll es auch hier endlich wieder los gehen. Und zwar mit einem schnellen, aber köstlichen und auch ziemlich hübschen Gericht für Faule. Blätterteigkuchen mit Paprika & Spiegelei aus dem Ottolenghi-„Jerusalem“-Buch.

Dieses Rezept erfordert nicht viel Arbeit, aber damit die Paprika schön langsam im Backrohr rösten können, braucht es etwas (für die Köchin, den Koch inaktive!) Zeit.

blätterteig paprika

Für zwei Personen als kleines Abendessen: Backofen auf 210 Grad vorheizen. 4 rote Paprikaschoten von den Samen befreien, in ca 1 cm breite Streifen schneiden. 2 Zwiebeln halbieren und in Streifen schneiden. Das Gemüse in einer Schüssel mit 6 EL Olivenöl, Thymianblättern, 1 TL gemahlener Koriander, 1,5 TL gemahlener Kreuzkümmel und einer kräftigen Prise Salz gut vermengen. Auf einem Backblech verteilen, 35 Minuten im Backofen rösten, dabei gelegentlich wenden. Der Paprika darf dabei gerne schon leicht schwarz werden.

Inzwischen 1 Rolle Blätterteig auf ein Blech mit Backpapier ausrollen, zwei Quadrate daraus formen, Teig an den Rändern einschlagen. Mehrfach mit einer Gabel einstechen. Den Teig vor allem an den Rändern mit Eidotter oder Milch bepinseln, dann den Boden mit etwas Sauerrahm bestreichen.

Wenn die Paprikamischung fertig ist, herausnehmen und die Temperatur auf 220 Grad erhöhen. Paprika mit frischen Kräutern (gehackte Petersilie und Koriander) vermischen. Auf den Teigstücke verteilen, dabei in der Mitte eine Vertiefung für die Eier lassen.

14 Minuten backen, danach 2 Eier vorsichtig in die Vertiefungen schlagen. Noch einmal ca. 7 Minuten backen, bis die Eier gerade gestockt sind und der Dotter noch weich ist.

Vor dem Servieren mit frisch gemahlenem Pfeffer und gehackter Petersilie bestreuen, mit etwas Olivenöl beträufeln.

Variante: Das Gericht eignet sich auch kalt als Party-Snack – dafür einfach kleinere Stücke machen und die Eier durch Feta ersetzen.

Gröstl mit Eierschwammerln

Ein Gröstl ist eigentlich ein superes Essen, das man viel zu selten macht. Man braucht nicht viele Zutaten (Erdäpfel, Zwiebeln, Öl/Butter/Butterschmalz plus Speck, Wurstreste und/oder einfach nur Gemüse, eventuell noch Ei) und es ist sehr einfach zu machen. Ein klassisches österreichisches Restlessen, das in diesem Fall aus Frühkartoffeln, Eierschwammerln (Pfifferlingen) und Frühlingszwiebeln mit ein paar Kräutern bestand.

Das nur ganz leicht abgewandelte Rezept stammt aus „Österreich Vegetarisch„: Das Buch hat wieder einmal nicht enttäuscht!

groestl

Für 4 kleine Portionen: 6-8 Erdäpfel kochen, ausdampfen lassen (kann man auch am Vortag machen). In Scheiben schneiden. Die Erdäpfelscheiben in einer großen Pfanne in etwas Öl (oder Butter/-schmalz) anbraten, bis sie schon leicht knusprig sind. Aus der Pfanne nehmen, Rückstände entfernen.

1 Zwiebel schälen und grob schneiden, in Öl anbraten. 300 g geputzte Eierschwammerln (Pfifferlinge) dazugeben und ca. 10 Minuten mitbraten. Mit Salz, Pfeffer und Kümmel würzen.

Erdäpfelscheiben grob zerkleinern, zu den Schwammerln geben und weiter mitbraten. Abschmecken und mit Kräutern (Schnittlauch und Petersilie) vermischen.

Wer mag, kann jetzt noch ein versprudeltes Ei darüber schütten und stocken lassen.

Am Teller anrichten, mit in Ringe geschnittenen Frühlingszwiebeln und noch mehr Schnittlauch bestreuen.

 

Grüner Salat ist ein Muss dazu! Und Kernöl die Krönung!

Polenta mit Mangold

Ganz einfach zu machen, gesund und gut: Diese „Pizza“ ist eigentlich eine überbackene Polenta, bestrichen mit Pesto, belegt mit blanchiertem Mangold und frischen Tomatenscheiben und überbacken mit Schafskäse. Das Rezept stammt aus der Zeitschrift Biorama, hier finden sich noch weitere köstlich klingende Gerichte mit Mangold. Den Mozzarella habe ich durch Schafskäse ersetzt.

Das Foto wird dem Gericht übrigens nicht wirklich gerecht – es sah besser aus als auf dem Bild und schmeckte dann auch noch einmal wesentlich besser.

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Für 1/2 Backblech voll (4 Portionen): Backrohr auf 180 Grad (Umluft) vorheizen. Eine große Tasse Polenta nach Packungsanweisung zubereiten, dabei auch gleich würzen. Inzwischen einen halben Bund Mangold von den Strünken entfernen, in reichlich Salzwasser blanchieren. Dann mit kaltem Wasser abschrecken, ausdrücken und in Streifen schneiden.

Polenta auf ein eingefettetes Backblech oder in eine flache Form streichen. Ein kleines Glas Pesto auf der Polenta verteilen. 2 Tomaten in dünne Scheiben schneiden und auf die bestrichene Polenta legen. Mit zerbröseltem Schafskäse bestreuen, salzen und pfeffern.

10 bis 15 Minuten backen, bis der Käse schon leicht verläuft.

Kimchi-Omelette mit Sriracha-Sirup

Das ist das vielleicht beste Fast-Food-Rezept überhaupt, finde ich gerade. Wenn man allerdings eine Zutat vorrätig hat, die hierzulande (trotz Korea-Boom) nach wie vor nicht so leicht im Geschäft erhältlich ist: Kimchi! Da die koreanische Variante von Sauerkraut (es handelt sich auch um fermentiertes Kraut, das aber natürlich ganz anders gewürzt ist) aber so gut schmeckt, so gesund ist, und auch so einfach zu machen ist, folgt ein Rezept für selbst gemachtes Kimchi weiter unten.

Für den Sriracha-Sirup braucht es nichts anderes als diese beliebteste Chili-Sauce Asiens (die gibt es in jedem Supermarkt fertig) und Reisessig. Bei uns gibt’s noch selbst gemachte Sriracha zuhause, die entstand im Sommer, als die Thaichilipflanze einfach nicht mehr aufhören wollte, Früchte zu produzieren.

Und sonst: Eier plus Koriander zum Bestreuen. That’s it!

Das Rezept stammt übrigens aus einem Blog der New York Times und wurde von der Autorin in einem Deli in Brooklyn entdeckt.

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Für ein Omelette (1 Person als Hauptgericht oder 2-3 als Vorspeise) 125 Milliliter Reisessig mit 60 g Zucker aufkochen und auf die Hälfte einreduzieren lassen. Abkühlen lassen und 1-2 Teelöffel Sriracha-Sauce einrühren (je nach gewünschter Schärfe).

Eine halbe Tasse Kimchi fein schneiden, mit etwas Öl in einer beschichteten Pfanne anbraten. Währenddessen 2 Eier in einer Schüssel versprudeln und mit Salz und Pfeffer würzen, ev. einen kleinen Schuss Mineralwasser dazugeben (für mehr Fluffigkeit!). Eimischung zum Kimchi geben und kurz verrühren, dann stocken lassen. Sobald die Eier fast ganz fest sind und nur noch oben ganz leicht flüssig, mit einem Gummispatel vorsichtig von außen nach innen lösen und zusammenklappen.

Auf einem Teller anrichten – mit darüber gesprenkeltem Sirup und frischem Koriander. Mahlzeit!

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Es folgen wie versprochen noch die Rezepte für Kimchi und Sriracha-Sauce:

Für die Srirachasauce: (Ergibt ca. 1 l) 125 g rote Chilis mit 150 ml Reisessig in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Temperatur reduzieren, 1 gehäuften TL Zucker und eine Prise Salz dazugeben. Rühren, bis sich beides aufgelöst hat.

Kurz abkühlen lassen, im Mixer pürieren, bis eine dünnflüssige Paste entsteht (etwas flüssiger als Ketchup). Eventuell noch durch ein Sieb passieren, falls ihr keine Kerne in der Sauce wollt. Ein paar Stunden ziehen lassen und in Flaschen oder Gläsern im Kühlschrank aufbewahren.

Für das Kimchi: Am Vorabend einen Chinakohl (habe es aber auch schon mit Weißkraut gemacht) längs vierteln, in dünne Streifen schneiden [Anmerkung: Das ist die vereinfachte Variante – eigentlich wird der Chinakohl im gesamten behandelt. Eine gute Anleitung gibt es hier.]. Mit 35 g Salz und 20 g Zucker vermischen und über Nacht ziehe lassen. Zuckersirup aus 100 ml Wasser und 100 ml Zucker kochen.

Die Flüssigkeit vom Kohl am nächsten Tag wegschütten. 2 Karotten schälen, in feine Streifen schneiden. Eine halbe Lauchstange putzen und in feine Ringe schneiden. Beides unter den Chinakohl mischen.

6 Knoblauchzehen (geschält), 1 daumengroßes Stück Ingwer, 60 ml helle Sojasauce, 50 ml Fischsauce, 4 El Gochugaru (getrocknete koreanische Chilipaste, kann auch durch Sambal Oelek ersetzt werden), 2 EL Shrimps aus dem Glas (oder Shrimp-Flocken – oder einfach weglassen), Zuckersirup, 1 Tl Paprikapulver und einem Viertelliter Wasser in den Mixer geben und gut durchmixen. Die Paste mit 1 TL Koriandersamen über den Chinakohl geben und mit den Händen kräftig durchmischen. Abschmecken und falls nötig mit Salz nachwürzen.

Nun kann alles in die Einmachgläser, den Deckel aber nur locker drauflegen. In den Kühlschrank geben und mindestens eine Woche fermentieren lassen, dabei täglich umrühren, damit das Gemüse gleichmäßig mit der Flüssigkeit bedeckt ist. Danach kosten, ob der gewünschte Fermentierungs-Grad schon erreicht ist. Wenn ja, Deckel schließen und aufbewahren – hält sich ein gutes halbes Jahr!

Melanzani-Pilaw

Vom Balkan bis Afghanistan ist Pilaw, Pilau, Plov, … oder wie es auch immer in den jeweiligen Ländern heißt, ein Nationalgericht. Das Prinzip ist ganz einfach und ähnelt ein wenig dem hierzulande weiter verbreitetem Risotto: Reis wird mit Zwiebeln, Gemüse oder Fleisch und Gewürzen zusammen weich gekocht – nur der Käse fehlt.

Das folgende Rezept – Pilaw mit Melanzani und Pinienkernen (Patlıcanlı Pilav) ist eine vegane Variante aus der Türkei, die als Beilage toll schmeckt, aber auch bei einem Soloauftritt glänzt. Quelle: „Türkei vegetarisch“ von Katharina Seiser und Orkide & Orhan Tancgil.

pilaw

Für 2 Portionen: Eine Melanzani (Aubergine) grob schälen, damit ca. die halbe Schale in Steifen stehen bleibt (ist wichtig, damit nicht zu viel der zähen Schale vorkommt, die einzelnen Stücke aber dennoch ganz bleiben). In 1×1 cm-Würfel schneiden und eine halbe Stunde lang in Salzwasser wässern. Mit Küchenrolle sorgfältig abtropfen. Die Melanzaniwürfel mit viel Olivenöl stark anbraten, bis sie Farbe bekommen. Wieder mit Küchenrolle abtropfen.

1 kleine Zwiebel fein würfeln, in einem flachen Topf mit Butter andünsten. 1 EL Pinienkerne und 100 g Risottoreis dazugeben und 2-3 Minuten glasig werden lassen. Dann kommt noch eine klein gewürfelte Tomate hinein, und noch einmal 2-3 Minuten weiterköcheln lassen und mit 1 TL Zucker, Salz und Pfeffer würzen.

Dann mit 200 ml Gemüsesuppe (oder einfach Wasser) aufgießen und schnell zum Kochen bringen. Sobald alles kocht, Hitze reduzieren, Deckel drauf und gute 15 Minuten köcheln lassen. Es sollte dann aussehen wie beim Risotto: Wasser aufgesogen, Reis gar.

Dann kommen noch die Melanzaniwürfel mit frischen Kräutern (Dill oder Minze; ich habe noch Basilikum genommen, weil sonst nichts anderes da war) hinein.

Wer es eilig hat, kann den Reis natürlich jetzt sofort essen – da er aber traditionell lauwarm oder sogar kalt aus einer Schüssel gestürzt serviert wird, sollte man ihn noch eine weitere Viertelstunde mit geschlossenem Deckel ziehen lassen.

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