Saltimbocca-Erdäpfelchen

In den Mund springen die auch – und wie! Statt dem klassischen Kalbsschnitzel wie beim Saltimbocca Romana (wörtlich „Spring-in-den-Mund“) werden hier kleine Erdäpfel mit Salbei und Prosciutto umwickelt. Ein ganz einfaches, aber effektvolles Rezept – und sehr köstlich.

Für vier Portionen als Beilage oder für zwei als Hauptgericht: 16-20 kleine Erdäpfel (vorwiegend festkochend) waschen und fallweise schälen. In Salzwasser 20-25 Minuten garen (je nach Größe). Abgießen und abschrecken, etwas abkühlen lassen.

8-10 Scheiben Prosciutto der Länge nach halbieren. Nun die Erdäpfel mit je einem von 16-20 Salbeiblättern belegen und mit einer halben Scheibe Prosciutto fest umwickeln. Die Schinkenstreifen zusammendrücken, sie halten durch das Fett gar nicht so schlecht.

Nun in einer großen Pfanne (vielleicht auch auf zwei Portionen aufgeteilt) etwas Oliven- oder Sonnenblumenöl erhitzen und die Erdäpfel vorsichtig mit den Schinkenenden nach unten hineinlagen. Das funktioniert mit einer Zange am besten. Rundum anbraten, bis sie knusprig sind. Dann eventuell noch einen Löffel Butter und, falls noch welche übrig geblieben sind, Salbeiblätter, dazugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Spargel mit Kräuter-Vinaigrette

Endlich gibt es Spargel! Und heuer, im Corona-Jahr, wo man um genügend Erntehelfer bangen muss, muss man ihn noch mehr schätzen denn je. Vorbei sind glücklicherweise die Zeiten, da man das edle Gemüse zu Tode gekocht und mit Hollandaise aus dem Packerl übergossen hat. Nur kurz gegart, mit einer simplen, aber feinen Kräuter-Vinaigrette und in Butter angebratenen heurigen Erdäpfeln (Kartoffeln), schmeckt er viel besser!

spargel

Für zwei Portionen:  Ca. 8-10 kleine heurige Erdäpfel sorgfältig waschen und abputzen und kochen. Wer sie nicht gerne mit Schale ist, bitte schälen. Diesen Schritt kann man auch am Vortag erledigen!

Erdäpfel mit etwas Butter in einer Pfanne goldbraun anbraten, mit etwas Salz bestreuen. Großen Topf mit Wasser für den Spargel bereitstellen, Wasser zum Kochen bringen.

Vinaigrette aus 3 EL Weißweinessig (alternativ: Sherryessig, Kräuteressig …), 4 EL neutralem Öl (Raps-, Maiskeim- …), 3 EL gehackten gemischten Kräutern (Petersilie, Kerbel, Oregano, Basilikum, Estragon, Bohnenkraut ….), 1/2 TL Honig (oder Ahornsirup)  zubereiten, vom Spargelsud kommen dann später auch noch 1-2 EL dazu. Wer mag: 1 hart gekochtes Ei macht sich auch noch hervorragend im Dressing!

Und nun zum Hauptdarsteller: 8-10 dicke Stangen Solospargel schälen und von den harten Enden befreien, in Salzwasser rund 5 Minuten bissfest kochen. Die Stangen herausnehmen, ein wenig abtupfen und auf die Teller geben, gleich warm mit der Vinaigrette übergießen und einziehen lassen. Gemeinsam mit den Heurigen servieren.

Tandoori-Erdäpfel mit geschmortem Sauerkraut

Zugegeben, die Mischung klingt irgendwie sehr schräg und auf meinem Foto gibt das Gericht auch nicht viel her … es ist aber ziemlich köstlich! Erdäpfel und Lauch mit geschmacksexplosiver, exotisch-scharfer Tandoori-Würze, gebacken am Blech, getoppt mit ebenfalls sehr intensivem Rahm-Sauerkraut und dazu noch knusprig-süße Erdnüsse. Das Rezept stammt aus der Zeitschrift „Living at Home“, da wurde es als Beilage zu Zitronenhuhn serviert – ich kann es aber auch alleine, als Comfort Food für endlose Jogginghosen-Tage, sehr empfehlen. #stayathome #bakeathome

tandoori kartoffeln (2)

Für ein Blech (ca. 4 Portionen):  Backrohr auf 180 Grad (Umluft) vorheizen. 1 kg Erdäpfel schälen und in dünne Scheiben schneiden/hobeln. 1 Stange Lauch putzen und in Ringe schneiden. Blech einfetten und Erdäpfel und Lauch darauf schichten (wer will, dass das besser als auf meinem Foto aussieht, der macht das ordentlich und fächerartig).

Für die Sauce ca. 3 EL Tandoori-Paste (die gibt es fertig im Supermarkt oder Asialaden zu kaufen) mit 1 Becher Schlagobers und 200 ml Gemüsesuppe in einem Topf verrühren, 2,3 Lorbeerblätter dazugeben und kurz aufkochen lassen. Die noch heiße Mischung über die Erdäpfel und den Lauch gießen. Auf der mittleren Schiene rund 20 Minuten garen lassen.

400 g Sauerkraut gut ausdrücken und zerzupfen, mit einem Becher Sauerrahm oder Creme fraiche (Originalrezept: Schmand, also könnte man auch halb-halb mischen) verrühren und mit Salz und Pfeffer würzen. In einem kleinen Topf ein großes Stück Butter erhitzen, 100 g Erdnüsse mit 3 EL Honig mit etwas Currypulver (und optional mit etwas Chili) erhitzen und karamellisieren lassen.

Die Kartoffeln und den Lauch nach den 20 Minuten herausnehmen und das Sauerkraut und die Nüsse darauf verteilen. Noch weitere 20 Minuten garen lassen, dabei eventuell mit Alufolie abdecken. Danach sogleich servieren.

Salat von Spargel, Fenchel, Erdäpfeln und Garnelen

Early Summer on a plate!

Ein feiner Sommersalat aus dem Kochbuch „Frisch gekocht für alle Jahreszeiten“

fenchel spargel salat

Für vier Portionen, etwa als Vorspeise: 250 g Erdäpfel (Kartoffeln) schälen und in gleichmäßige, salatkompatible (also mundgerechte) Stücke schneiden, in Salzwasser garen.

1 Packung Garnelen (ca. 225 g. Abtropfgewicht; aufgetaut!) in eine Schüssel geben, in einer Marinade aus 6 ml Olivenöl, dem Saft und der Schale einer halben Zitrone, 2 Knoblauchzehen (zerdrückt), 2 TL Dille, Salz und Pfeffer 15 Minuten ziehen lassen.

500 g grünen Spargel von den holzigen Enden befreien, mit etwas Öl in einer großen Pfanne anbraten (ca. 5-10 Minuten). Aus der Pfanne heben und gemeinsam mit den garen und abgetropften Erdäpfeln in eine Salatschüssel geben.

Eine Fenchelknolle mit dem Fenchelgrün in dünne Scheiben schneiden. Zu Spargel und Kartoffeln in die Schüssel geben.

Garnelen in dem Öl aus der eigenen Marinade anbraten, dauert nur ca. 5 Minuten. Ebenfalls zum Salat geben. Alles gut durchmischen und nocheinmal abschmecken, ev.  noch den Saft der zweiten Hälfte der Zitrone dazugeben.

Erdäpfel mit Fenchel, Pecorino und Zitrone

Heute: Eine köstliche Kartoffel-Variante mit Gemüse, Pecorino-Käse und einem Hauch Zitronenschale. Noch besser: Es handelt sich um ein Gericht, das praktisch gar keine Arbeit macht – die Erdäpfel und das Gemüse garen ganz von alleine im Backrohr, gewürzt mit nur ein bisschen Olivenöl und Salz und Pfeffer und werden mit geriebenem Käse und ein wenig Zitronen-Zesten bestreut.

Als Beilage, etwa zu Lachsfilet, oder ganz allein kann das schon was!

erdäpfel fenchel pecorino

Für 4-6 Beilagenportionen bzw. 2-3 als Hauptgericht: Backrohr auf 220 Grad (Umluft) vorheizen. 600-700 Gramm kleine Erdäpfel gut waschen und abbürsten, 2 Fenchelknollen vom Strunk befreien und putzen. Erdäpfel nicht schälen, nur in 2-3 cm dicke Scheiben schneiden, Fenchel in gleichmäßige Stücke schneiden. Beides mit gutem Olivenöl vermischen, mit reichlich Meersalz und Pfeffer mischen und gleichmäßig auf einem Backblech verteilen.

15 Minuten bei 220 Grad backen, wenden und nocheinmal 15 Grad backen. Dann mit fein geriebenem Pecorino bestreuen, durchmischen und weitere 10 Minuten ins Backrohr geben. Herausnehmen, mit noch mehr Pecorino und Zitronenzesten (von etwa einer halben Zitrone) bestreuen, nachwürzen und servieren!

Gröstl mit Eierschwammerln

Ein Gröstl ist eigentlich ein superes Essen, das man viel zu selten macht. Man braucht nicht viele Zutaten (Erdäpfel, Zwiebeln, Öl/Butter/Butterschmalz plus Speck, Wurstreste und/oder einfach nur Gemüse, eventuell noch Ei) und es ist sehr einfach zu machen. Ein klassisches österreichisches Restlessen, das in diesem Fall aus Frühkartoffeln, Eierschwammerln (Pfifferlingen) und Frühlingszwiebeln mit ein paar Kräutern bestand.

Das nur ganz leicht abgewandelte Rezept stammt aus „Österreich Vegetarisch„: Das Buch hat wieder einmal nicht enttäuscht!

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Für 4 kleine Portionen: 6-8 Erdäpfel kochen, ausdampfen lassen (kann man auch am Vortag machen). In Scheiben schneiden. Die Erdäpfelscheiben in einer großen Pfanne in etwas Öl (oder Butter/-schmalz) anbraten, bis sie schon leicht knusprig sind. Aus der Pfanne nehmen, Rückstände entfernen.

1 Zwiebel schälen und grob schneiden, in Öl anbraten. 300 g geputzte Eierschwammerln (Pfifferlinge) dazugeben und ca. 10 Minuten mitbraten. Mit Salz, Pfeffer und Kümmel würzen.

Erdäpfelscheiben grob zerkleinern, zu den Schwammerln geben und weiter mitbraten. Abschmecken und mit Kräutern (Schnittlauch und Petersilie) vermischen.

Wer mag, kann jetzt noch ein versprudeltes Ei darüber schütten und stocken lassen.

Am Teller anrichten, mit in Ringe geschnittenen Frühlingszwiebeln und noch mehr Schnittlauch bestreuen.

 

Grüner Salat ist ein Muss dazu! Und Kernöl die Krönung!

Aloo Tikki mit Rotkraut

Erdäpfelpuffer gibt es auch auf Indisch: Aloo Tikki heißt das dann und bekommt natürlich erst durch jeeeede Menge feine Gewürze den typischen Geschmack. Bekannt und beliebt ist aloo tikki (aloo = Kartoffel) vor allem in Nordindien und Pakistan, dazu gibt’s unter anderem Chutney, Joghurt oder Kräutersauce.

Die Bloggerin und Kochbuchautorin  Anupama Paliwal macht sie in ihrem Blog www.mygingergarlickitchen.com mit Rotkraut. Optisch habe ich die Laibchen natürlich nicht einmal annährend so schön hinbekommen wie sie, aber geschmeckt haben sie 1A – und waren darüberhinaus auch noch sehr einfach zu machen.unspecified

Für 4 Vorspeisen-Portionen zunächst einmal vier bis fünf große Kartoffeln weich kochen und schälen. 1/4 von einem kleinen Kopf Rotkohl fein schreddern, es sollte von der Menge her etwa 1 Cup bzw. etwas weniger als 1/4 Liter ergeben. 1/2 Zwiebel und eine grüne Chili fein hacken.

Für die Gewürzmischung je 1/2 TL gem. Koriander, 1/2 TL Kreuzkümmel, 1/4 TL Garam Masala, 1 TL rotes Chilipulver und 1 TL Mangopulver (Amchoor) vermengen.

Die Kartoffeln stampfen und alle Zutaten gleichmäßig vermengen. 8-10 etwa gleich große Kugeln aus der Masse formen und zu Laibchen flachdrücken. Eine Stunde im Kühlschrank fest werden lassen (wer mag, rollt sie auch noch in Semmelbröseln, um sie extra knusprig zu machen). Mit etwas Öl in der Pfanne goldbraun braten.

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Fenchel mit Kartoffeln, Ziegenkäse und Salbei

Ereignisreiche Wochen und wenig Zeit zum Kochen … Ein paar Mal wurde aber der Herd doch angeworfen – und die besten Rezepte werden hiermit en bloc im Blog nachgeliefert. Beginnen wir mit einem ganz tollen, bunten und auch geschmacklich vielfältigen Fenchelgemüse. Das wird mit Kartoffeln im Backrohr geschmort und mit Ziegenkäse überbacken, dazu kommen getrocknete Tomaten, Walnüsse, Feigen und Salbei.

Das Rezept stammt aus „essen & trinken“.

Erdäpfel mit Fenchel

Für zwei große Portionen: 2 Fenchelknollen putzen, Strunk entfernen, Blätter beiseite legen und in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. 300 g Erdäpfel schälen und in ca. 2 cm dicke Scheiben schneiden. Backrohr auf 220 Grad vorheizen. Fenchel und Erdäpfel zusammen 8-10 Minuten in Wasser kochen oder dampfgaren. In einem Sieb abtropfen lassen, dann in eine Form geben und mit 6 EL Olivenöl, Salz und Pfeffer durchmischen.

50 g getrocknete Feigen, 100 g getr. Paradeiser in grobe Stücke schneiden, 30 g Walnüsse grob hacken und in einer Pfanne ohne Fett anrösten. 1 Rolle Ziegenkäse in Würfel schneiden, alles mit ein paar Blättern Salbei und 50 g schwarzen Oliven unter das Gemüse mischen.

12 bis 15 Minuten garen, bis der Käse zu schmelzen beginnt. Vor dem Servieren dünn Parmesan darüberhobeln und Fenchelblätter darüberstreuen.

Erdäpfel mit Fenchel

Melanzani-Erdäpfel-Curry

Irgendwie fallen mir bei Melanzani immer nur mediterrane Speisen ein, von denen gibt es ja einige großartige: Parmigiana, Pasta alla Norma, Moussaka, Caponata, Imam Bayildi … Dabei vertragen sich Auberginen auch sehr gut mit Asiatischem – wie Sojasauce, Ingwer, Sesamöl. Schließlich gehören sie zu den Gemüsesorten, die wie ein Schwamm den Geschmack in sich aufsaugen. Das gilt auch für Curry, bester Beweis ist dieses ganz einfache Rezept hier, das aus der Zeitschrift „Für jeden Tag“ stammt:

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Für 2-3 Portionen erst einmal schnipseln: Ein 5-cm-Stück Ingwer, 1 Chili, 1 Knoblauchzehe und 1 große Zwiebel schälen und fein schneiden, ca. 400-500 g Erdäpfel schälen und in gleichmäßige Würfel schneiden.

Zuerst Zwiebel, Knoblauch, Chili und Ingwer mit etwas Öl in einer großen Pfanne glasig dünsten. Nach 2 Minuten Erdäpfel mit 1 TL Paradeismark und 2 TL Currypulver (ich habe hier geröstetes verwendet) dazugeben und weitere 2 Minuten mitdünsten lassen. Dann mit 1 Dose Paradeisern und 300 ml Gemüsesuppe aufgießen und eine knappe halbe Stunde zugedeckt aufmittlerer Stufe kochen lassen.

Währenddessen eine Melanzani putzen und in regelmäßige Würfel schneiden. In 2 EL Sesamöl scharf anbraten, ca. 10 Minuten bei starker Hitze braten lassen, dann reduzieren und schön weich werden lassen – ev. etwas von der Curry-Flüssigkeit zugeben. Mit Currypulver, Salz und Pfeffer würzen und ev. mit Sesamsamen bestreuen.

Erdäpfelcurry mit den Melanzani anrichten, mit Koriander (ich hab den Vietnamesischen Koriander verwendet, der hat sich am Balkon als weeesentlich robuster als der echte erwiesen) bestreuen.

Erdäpfelrisotto mit Buschbohnen

„Risotto“ kann man auch ohne Reis machen – freilich muss man es dann streng genommen unter Anführungszeichen setzen. Zum Beispiel Erdäpfel: In feine Würfel geschnitten, kann man sie genauso wie ein Risotto zubereiten. In diesem Fall kommen als Ergänzung knackige Bohnschoten dazu, man kann mit dem Grundrezept aber sicher gut herumexperimentieren – Eierschwammerln passen beispielweise sicher gut.

erdäpfelrisotto

Für 4 Portionen: 1/2 kg Fisolen (Buschbohnen) putzen und in mundgerechte Stücke schneiden. In Salzwasser ca. 10 Minuten bissfest kochen. 3/4 kg Erdäpfel schälen und in ca. 1/2 cm große Würfel schneiden. 1 kleine Zwiebel und 1 Knoblauchzehe schälen und fein würfeln. Zwiebel in etwas Olivenöl andünsten, Knoblauch und Erdäpfel hinzufügen und kurz andünsten, dann mit Wermut / Weißwein ablöschen. 3/4 l Gemüsesuppe bereitstellen und nach und nach eingießen und jeweils kochen lassen, bis die Flüssigkeit verkocht ist. Wenn die Erdäpfel gar sind, mit den Fisolen, Basilikum(pesto) und Parmesan vermischen und servieren.

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