Quiche mit Tomaten, Ziegenkäse und Lavendel

Eine Profi-Foodbloggerin hätte das Essen jetzt noch rustikal inszeniert, auf einem alten Holztisch, mit einem dekorativen Landhausstil-Geschirrhangerl, wahrscheinlich noch ein paar Lavendelblüten rundherum drapiert … Bis es kalt wird. Wir haben diese provenzalische Quiche mit Kirschtomaten, Ziegenkäse, Thymian und Lavendel lieber gleich angeschnitten.

Obwohl sie später dann zugegebenermaßen auch kalt sehr gut geschmeckt hat! Das Rezept stammt aus der TV-Sendung „Sweet and easy“ von und mit Enie van de Meiklokjes und ist gar nicht so sweet, aber ziemlich easy. 🙂

Quiche mit Ziegenkäse, Tomaten und Lavendel

Quiche mit Ziegenkäse, Tomaten und Lavendel

Für eine Tarte-Form: Backrohr vorheizen (160 Grad Umluft). Backform einfetten. Eine Packung Fertig-Blätterteig (270 Gramm sind das typischerweise) ausrollen, in die Form legen und zu einem runden Teig zusammenstückeln, dabei darf am Rand gerne etwas mehr drauf sein.

400 g Kirschparadeiser waschen und gleichmäßig auf dem Blätterteig verteilen.

In einer Schüssel 250 ml Schlagobers, 4 Eier, 200 g Ziegenfrischkäse, 1 EL Lavendelblüten, 4 Zweige Thymian (nur die Blätter) und einen Schuss Olivenöl vermischen, mit Salz und Pfeffer würzen.

Ca. 25-30 Minuten backen. Schmeckt heiß, aber wie bereits oben erwähnt auch kalt.

Quiche mit Spargel, Weißkraut und Haselnüssen

Ich sag’s gleich – über diese Quiche waren die Gäste geteilter Meinung: Den einen war die Kombi von Haselnuss-Mürbteig und Spargel und Weißkraut einfach zu süß, die anderen fanden’s aber sehr gut (oder waren sie nur höflich?). Tatsache ist, mir selbst hat die auf  eatsmarter.de gefundene Quiche sehr gut geschmeckt – und deshalb gibt es das Rezept jetzt auch hier im Blog. 🙂

Note to myself: Das nächste Mal in einer länglichen Form machen, da passt der Spargel besser rein!

spargel quiche

Für eine Quiche: Zuerst den Teig zubereiten, denn der muss mindestens eine Stunde im Kühlschrank rasten: Dafür 150 g (Dinkel-)Vollkornmehl, 75 g gemahlene Haselnüsse und  1/2 TL Salz gut vermischen. 120 g kalte Butter in kleine Würfel schneiden. Mehlmischung auf der Arbeitsfläche häufen und eine Kuhle in der Mitte bilden, ein Ei hineinschlagen und die Butter dazugeben und alles flott zusammenkneten. Kugel formen und mit Frischhaltefolie in den Kühlschrank geben.

Für den Belag ein Viertelkopf Weißkraut vom Strunk befreien und in Streifen schneiden. Mit etwas Öl anschwitzen und mit Salz und Pfeffer kräfig würzen, mit 100 ml Gemüsesuppe 10 Minuten dünsten, dann offen weiterkochen, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Vom Herd nehmen, abkühlen lassen. 500 g weißen Spargel schälen, falls nötig holzige Enden abschneiden, 10 Minuten in Salzwasser vorgaren. Abschrecken und gut abtropfen lassen, damit er beim Backen nicht zuviel Wasser lässt.

Backrohr auf 180 Grad Umluft vorheizen.

Die Quicheform einfetten und gleichmäßig mit dem Teig auskleiden. 10 Minuten blindbacken und währenddessen den Belag vorbereiten: 4 Eier, 1 Becher Sauerrahm, 1 Tl Zitronen-Abrieb, 2 EL gehackter Dill und 100 g geriebener Käse in einer Schüssel vermischen, mit Salz, Pfeffer und etwas geriebenem Kümmel kräftig würzen. Abgekühles Kraut ausdrücken und zur Mischung geben.

Vorgebackenen Teig mit der Eier-Kraut-Mischung füllen, Spargel darauf legen, mit gehackten Haselnüssen bestreuen.

Ca. 45 Minuten goldbraun backen.

 

Galettes mit Spinatfüllung

Einer von vielen Vorteilen der Weizenmeiderei in der Fastenzeit: Man kommt auf Alternativen, die nicht nur gesünder sind, sondern auch viel besser schmecken. Wie zum Beispiel Buchweizen für Palatschinken. Das gibt’s auch auf Österreichisch – oder in diesem Fall auf Französisch: hier ein Rezept für betronische Galettes.

galette

Für 6 Galettes rührt man 250 Gramm Buchweizenmehl mit 1/4 Liter Milch, einem Ei und einer guten Prise Salz zu einem glatten Teig zusammen. Mit ca. 100 ml Wasser verdünnen, je nach Belieben. Mindestens eine halbe Stunde ruhen lassen.

Inzwischen das Backrohr auf 180 Grad vorheizen. Und die Füllung vorbereiten: Einfach eine große Zwiebel mit zwei Knoblauchzehen fein würfeln und in etwas Öl anbraten, ein Kilo frischen Spinat dazugeben und zusammenfallen lassen, Schafs-/Ziegen-/Frischkäse hineinrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Galettes wie Palatschinken in einer heißen, eingefetteten Pfanne braten. Mit der Spinatmischung füllen, an vier Seiten zusammenklappen, mit Parmesan bestreuen. Im Backrohr ca. 10 Minuten überbacken, bis der Käse geschmolzen ist.

Vichysoisse

Vichysoisse ist ein Begriff, den man schon irgendwo irgendwann mal gehört hat. Aber was das eigentlich ist? Das findet man am besten heraus, indem man sie einfach nachkocht! Es handelt sich um eine kalte gebundene Gemüsesuppe aus Lauch und Erdäpfeln. Das Rezept ist kein französisches, sondern ein amerikanisches, auch wenn der Erfinder Franzose war: Als solcher gilt der Koch Louis Diat, der sie 1917 erstmals im Ritz-Carlton New York auftischte. Er berief sich allerdings auf ein Rezept seiner Mutter – aus Vichy -, die die Suppe allerdings heiß servierte. Also irgendwie doch ein französisches Rezept.

Das Rezept, an dem ich mich orientiert habe, stammt von niemand Geringerem als Vanessa Redgrave, die es in der Serie „A Taste of my Life“ der BBC verraten hat.

Vichysoisse

Für vier Teller voll – als leichte Vorspeise – eine Zwiebel und 300 g Lauch (am besten nur das Weiße verwenden, um die Farbe der Suppe zu erhalten) klein schneiden und in etwas Butter anschwitzen. Einen Spritzer Weißwein dazugeben, 10 bis 15 Minuten lang sanfter Hitze köcheln, bis sie weich sind.  100 g Erdäpfel (geschält, gewürfelt) und 300 ml Gemüsesuppe (oder Hühnersuppe) dazugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und die Erdäpfel darin kochen, etwa 10-15 Minuten.  Pürieren und passieren, dabei etwas abkühlen lassen. 250 ml kalte Milch und einen guten Schuss Obers dazugeben. Nochmals abschmecken.  Kühlen. Mit Schnittlauch servieren.

Choucroute au poisson

Non, la choucroute aux poissons n’est pas un ornithorynque.
?!??! Sauerkraut mit Fisch ist kein Schnabeltier??!!?

Vielleicht kann mir das jemand bezeiten erklären, was auf der Seite mit diesem Rezept eigentlich gemeint ist. Wahrscheinlich bezieht es sich auf die Tatsache, dass die Fisch-Sauerkraut-Kombi eine ist, auf die man nicht so schnell kommen würde. Sauerkraut isst man mit Geselchtem, Speck … und im Elsass mit Fisch. Noch dazu mit möglichst mehreren Fischsorten, die man kombiniert.

sauerkrautfisch

Für vier Portionen eine große Zwiebel in etwas Butter anschwitzen, ein halbes Kilo Sauerkraut (gut abwaschen und noch besser ausdrücken!) dazugeben, bei geschlossenem Deckel kurz andünsten. Mit einem Glas trockenem Weißwein (zB Riesling) ablöschen.  Mit 250 ml Suppe (am besten Fischfond), Wacholderbeeren, Kümmel und Lorbeerblatt eine Stunde zugedeckt köcheln lassen.

Inzwischen die 240 g gemischten Fisch (zB Lachs, Heilbutt und Garnelen) in mundgerechte Stücke schneiden und kurz vor Garende mit dem Kraut mitdämpfen lassen. Kurz vor dem Servieren noch einen schönen Klacks Creme Fraiche unter das Kraut rühren.

Mit Erdäpfelschnee anrichten.

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