Endivien-Pizza

Kürzlich habe ich mal wieder im wunderbaren Kochbuch von Sophia Loren geblättert, da fiel mir ein Rezept von Sophia ins Auge, das sich ganz wunderbar für den Winter eignet: Pizza mit Endivie. „Für mich gibt es nichts Besseres als diese Pizza – und das gilt, glaube ich, nicht nur für mich, sondern für alle Neapolitaner“, schreibt die Filmdiva, und das klingt doch recht interessant! Und nachdem die Füllung dem durchaus köstlichen kampanischen Endiviengemüse gleicht, das es im Winter mittlerweile öfters als Beilage bei uns gibt, auch sehr köstlich.

Unter der Endivienpizza darf man sich jetzt keine runde Pizza mit grünem Belag vorstellen. Vielmehr ist es eine Art Kuchen mit Pizzateig: Eine Springform wird mit Germteig ausgelegt, Gemüsefüllung rein, Deckel drauf, und ab ins Backrohr …

Ich habe Sofias Rezept übrigens ein wenig abgewandelt – bei ihr werden kleine Scarole verwendet, die als Ganzes gefüllt werden.

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Für eine Endivienpizza (ca. 6 Personen) muss natürlich zuerst der Germteig vorbereitet werden: 600 Gramm Mehl, 2 Päckchen Trockengerm (Hefe) mit etwas lauwarmem Wasser, etwas Salz in der Küchenmaschine gut durchkneten lassen (oder natürlich alles von Hand kneten, ist ein super Training!). Zu einer Kugel formen, in eine mit Mehl ausgestaubte Schüssel geben, kreuzweise einschneiden (damit er besser aufgeht), mit einem Geschirrhangerl bedecken und an einem warmen Ort gehen lassen.

endivie-4Inzwischen die Füllung vorbereiten: 2 große Köpfe Endiviensalat waschen, schleudern und in breite Streifen schneiden. In einem großen Topf mit etwas Olivenöl zusammenfallen lassen, mit gehackten Oliven, Kapern und Pinienkernen (Menge je nach Lust und Laune) vermengen, mit Salz und Pfeffer würzen.

Sobald der Teig aufgegangen ist, Backrohr auf 200 Grad vorheizen. Den Teig in zwei Teile teilen (ein größerer, ein kleinerer) und fingerdick ausrollen. Eine eingefettete Backform damit auslegen, den Salat darauf verteilen. Die zweite Teigscheibe mit etwas Olivenöl bepinseln und als Deckel auf die Pizza legen.

Die Pizza wird im heißen Backofen 30 Minuten lang gebacken. Danach etwas abkühlen lassen und lauwarm servieren.

Am besten verratet ihr euren Gästen gar nicht, was drin ist! 🙂

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Zucchinicremesuppe mit Parmesan

Wie mir Freunde mit Garten sagen, sind sie gerade eine große Herausforderung für’s Verkochen: Zucchini haben im Moment Saison und gedeihen offenbar prächtig – wie auch riesige Exemplare in der Gemüsekiste beweisen. Glücklicherweise fehlt es an vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten wirklich nicht: Vom Zucchinigratin über Gefüllte Zucchini aller Arten und Zucchinilaibchen oder Zucchinikuchen bis hin zur Suppe natürlich. Die habe ich immer ein wenig langweilig gefunden. Die folgende Variante ist aber alles andere als das – obwohl nicht viel hineinkommt außer Zucchini, Kräuter und Parmesan.

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Für 2-3 Portionen: 1 große Zucchini (oder 2 kleine) schälen und grob würfeln. 1 Knoblauchzehe schälen und grob schneiden. Je 1 kleine Handvoll Petersilie und Basilikum ebenfalls grob schneiden und Stängel von Blättern trennen – es wird ohnehin alles püriert.

Knoblauch mit den Stängeln der Kräuter in etwas Olivenöl anbraten, Zucchini dazugeben und mit Salz und weißem Pfeffer würzen, etwa 10 Minuten langsam leicht braun werden lassen. Mit etwa einem halben Liter Gemüsesuppe aufgießen und nocheinmal rund 10 Minuten kochen lassen. Kräuterblätter dazugeben und pürieren (wer mag, kann einen kleinen Teil der Zucchiniwürfel beiseite legen und als Einlage verwenden).

Mit ein wenig Schlagobers und einer Handvoll geriebenem Parmesan (Veganer lassen den einfach weg) verfeinern. Mit geröstetem Knoblauchbrot servieren.

Shakshuka

Ein paar Eier und Tomaten, dazu Zwiebel, Knoblauch, Gewürze, ein wenig Petersilie – so simpel kann köstlich sein. Shakshuka ist ein Grundnahrungsmittel in Nordafrika und auch in Israel, wo ich es kennengelernt habe. Und eigentlich auch in der Türkei, denn das türkische Menemen ist praktisch dasselbe, mit dem winzigen Unterschied, dass da auch Paprika hineingehören. Was aber bei der Shakshuka auch öfters der Fall ist. Das folgende Rezept – es stammt aus dem Buch „So schmeckt Israel“ des deutsch-israelischen Kochs Tom Franz – verzichtet aber darauf und kommt praktischerweise auch mit ganz wenigen Gewürzen aus.

Shakshuka ist sehr einfach zuzubereiten, nur etwas Geduld sollte man mitbringen, da die Soße eine zeitlang kochen muss. Funktioniert übrigens großartig auch als Hangover-Gericht – wir haben es erst kürzlich ausprobiert.

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Für 2 als sattmachendes Frühstück oder Mittagessen: 1 Zwiebel und 2 Knoblauchzehen würfelig schneiden und in einer beschichteten Pfanne in etwas Olivenöl anbraten. 1 Chili in Ringe geschnitten dazugegeben, mit 1/2 TL Kreuzkümmel, 1 TL Paprikapulver (edelsüß) und 1/2 TL Chilipulver bestäuben.

Fünf schöne reife Tomaten würfelig schneiden (alternativ im Winter eine Dose Tomaten in Stücke) und in die Pfanne dazugeben, und dann richtig lange schmurgeln lassen, eine Stunde sollte es schon sein. (Wen die Haut stört, der überbrüht die Tomaten zuvor mit heißem Wasser und zieht sie ab.)

Wenn die Sauce schon richtig dick ist und das Wasser verkocht, mit Salz und Pfeffer würzen. Dann mit dem Schöpfer vier Mulden für die vier Eier bilden und sie vorsichtig hineinschlagen. Ein paar Minuten warten, bis das Eiweiß fest ist (je nachdem, wie ihr eure Eier gerne esst). Mit Petersilie bestreuen und mit Weißbrot/Fladenbrot servieren.

Gebackener Karfiol

Er hätte natürlich auch eine tolle lila Suppe abgegeben. Aber die Wahl für den schönen violetten Karfiol (Blumenkohl) aus der Gemüsekiste fiel auf noch etwas Besseres: ein orientalisches Rezept aus dem Buch „Türkei vegetarisch“. Das Gericht ist sehr simpel und schmeckt ziemlich köstlich: Das Gemüse wird dafür ganz einfach mit Öl, Zitrone und Gewürzen vermischt und auf dem Backblech gebacken. Dazu gibt es einfach Joghurt oder eine Joghurt-Tahin-Sauce, außerdem Brot. Oder man macht es als Beilage.

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Für 4 Vorspeisen-/Beilagenportionen Backrohr auf 200 Grad Umluft vorheizen. Einen Karfiol in Röschen zerteilen und waschen bzw. putzen. Für das Dressing 2 EL Olivenöl, den Saft einer Zitrone, 2 TL gemahlenen  Kreuzkümmel, 2 TL Sumach, 2-3 zerdrückte Knoblauchzehen, Salz und Pfeffer zusammenmischen und in einer Schüssel mit den Röschen ordentlich vermengen. Karfiol mit 3 EL Pinienkernen auf ein Backblech verteilen.

Rund 20 bis 25 Minuten backen, nach der Hälfte der Zeit einmal wenden. Danach mit etwas Olivenöl beträufeln, mit Salz und Pfeffer nachwürzen.

Mit Joghurt und Zitronenscheiben oder mit Joghurt-Tahin-Sauce (dafür griechisches Joghurt, 1 Knoblauchzehe (zerdrückt), Tahin (die Sesampaste vom Humus), Spritzer Zitrone und Salz, Pfeffer und Sumach vermischen.

Pinke Rohnen-Fleckerl mit Krenrahm

Die (vermutlich) letzten Rohnen aus der Gemüsekiste sind schon ein Weilchen im Kühlschrank gelegen. Jetzt ist aber endlich Zeit, Platz für junges Gemüse zu schaffen. So fiel die Wahl auf ein schönes Rezept aus „Österreich vegetarisch“: Fleckerl-Nudeln mit einer spektakulär pinken Rohnen-Sauce, der es tatsächlich gelingt, die gefürchtete „Erdenschwere“ der roten Rüben aufzuheben.

Wenn das sogar der Rohnen-hassende Freund fast aufschleckt, kann’s soo schlecht nicht gewesen sein!

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Rohnen-Fleckerl mit Kren-Rahm

Für vier Portionen: 3 Rohnen als Ganzes mit Schale in Salzwasser mit etwas Kümmel weich kochen (dauert je nach Größe etwa 30-40 Minuten), danach etwas abkühlen lassen.

Inzwischen einen Saft aus 500 ml Rohnensaft, Salz, weißem Pfeffer und 1 TL gemahlenem Kümmel kochen, auf etwa 300 ml einreduzieren  lassen und mit 1 TL Stärke (vorher in Wasser auflösen!) leicht binden.

400 g (Dinkel)fleckerl-Nudeln in Salzwasser al dente kochen.

Die gekochten Rohnen schälen und in kleine Würfel schneiden. Zum Saft geben. Mit den Nudeln vermischen.

5 EL Sauerrahm mit frisch geriebenem Kren glattrühren.

Nudeln auf den Tellern anrichten, mit Kren-Rahm anrichten, mit noch mehr frisch geriebenem Rahm bestreuen, mit frischem Majoran behübschen.

Sizilianische Brokkoli-Fusilli mit Mandeln

Eine kleine Teller-Reise: Für eine Portion Nudeln geht’s nach Sizilien mit seiner spannenden, orientalisch inspirierten Küche. Knackig grüner Brokkoli trifft auf die Süße von karamellisierten Mandeln und in Marsala eingeweichten Rosinen, frische Tomaten und Kapern sorgen für das Säure-Element und ein bisschen Chili für den Schärfe-Kick. Quelle: Essen & Trinken.

Fusilli Brokkoli

Für vier Teller. Erst heißt es vorbereiten: 1 Handvoll Rosinen in etwas Marsala (ersatzweise: Sherry, Portwein) einweichen. Eine Handvoll geschälte Mandelkerne ohne Fett anrösten, mit 1 TL Zucker karamellisieren, abkühlen lassen und fein hacken. Beiseite stellen. 1 Handvoll Kirschtomaten halbieren, 2 Knoblauchzehen und 1 Chilischote in feine Scheiben schneiden.

1 ganzer Brokkoli putzen, in Röschen zerteilen. Ein gutes Stück vom Strunk kann auch gerne mit. In kochendem Salzwasser etwa 4 Minuten garen, so dass sie noch leicht bissfest sind. Abgießen, abschrecken, beiseite stellen.

Jetzt wird ein Pesto aus dem Brokkoli gemacht: Die Strunk-Teile und etwa ein Drittel der Röschen mit etwa 100 ml Wasser und der Hälfte der Mandelkerne fein pürieren. Die Masse mit Salz und Pfeffer würzen.

In einem Topf Öl erhitzen, Knoblauch und Chili darin anbraten, die restlichen Brokkoliröschen dazugeben und rund 2 Minuten mitbraten. Dann die Rosinen, 3 EL Kapern und das Brokkolipesto unterrühren.

400 g Fusilli al dente kochen (das auf dem Foto sind Dinkelnudeln, Hartweizen geht natürlich aber auch). Einen Teil des Nudelwassers auffangen. Alles zusammenrühren, nach und nach ein bisschen Nudelwasser dazugießen, bis die Sauce sämig ist. Mit ein wenig Butter verfeinern, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Wird angeblich ohne Käse gegessen, ich habe ihn jedenfalls nicht vermisst.

 

Überbackener Semmelkren mit Gemüse

gemuesesemmelkrenSemmelkren ist eine unglaublich köstliche Sache. Wer’s nicht kennt – es handelt sich um eine ganz klassische Beilage zum Altwiener Tafelspitz. Mit diesem Rezept – es stammt aus dem tollen Buch „Österreich vegetarisch“ – wird der Semmelkren nicht nur zum Hauptgericht, sondern auch zu einer wunderbaren Möglichkeit der Resteverwertung: Alte Semmeln und übrig gebliebenes Gemüse gehören zu den Hauptzutaten.

Für zwei Portionen:

300 g Gemüse (Karotten, Zuckerschoten, Kohlrabi, Spinat, Pastinaken, Petersilienwurzeln, Chicoree …) oder Pilze klein schneiden und blanchieren.

4 Semmeln (Brötchen) vom Vortag in kleinere Würfel schneiden, in einen Topf geben, bei kleinerer Flamme kurz trocken rösten. Mit 1/2 l Gemüsesuppe nach und nach untergießen, bis die Semmeln schön vollgesogen sind.

Würzen mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und 2-4 EL Kren (Meerrettich) würzen, Gemüse und 1 EL Obers (wenn geht geschlagen) hinzufügen. In eine feuerfeste Form geben. Mit 2-3 EL Käse bestreuen.

Im Backrohr bei starker Oberhitze rund fünf Minuten überbacken. Vor dem Servieren mit weiteren 2 EL Kren bestreuen.

Dazu unbedingt Salat servieren (etwas Bitteres wie Endiviensalat passt gut zur Süße des Semmelkrens)!

Grünes Thaicurry mit Karfiol

Ein wunderschöner violetter Karfiol (das ist ein Blumenkohl) war uns mit der Gemüsekiste ins Haus geflattert. Und nach langem Hin- und Herüberlegen und Rezepte Durchforsten, weil ich unbedingt ein ganz besonderes Rezept dafür ausprobieren wollte, ließ ich mich dann doch vom Liebsten überreden, der große Lust auf ein Thaicurry hatte. Und das  Ergebnis sah natürlich erst recht toll aus, nämlich so:

cauli curry

Für vier Portionen (die wir aber zu zweit ratzfatz aufgegessen haben) eine Zwiebel und 4 Knoblauchzehen fein würfeln und in etwas Öl anbraten. 3 TL grüne Currypaste und 3 TL von 1 Dose Kokosmilch dazugeben und weiter mit anbraten.

250 g TK-Fisolen (grüne Bohnen), 2 große Karotten (in dünne Scheiben geschnitten) und 1 Dose Kichererbsen (abgetropft natürlich) dazugeben, mit der restlichen Kokosmilch aufgießen, mit 1-2 EL Fischsauce würzen und aufkochen lassen. Inzwischen 1 Karfiol (Blumenkohl) in gleichmäßige Röschen zerteilen, in die Sauce geben und ca. 10-15 Minuten köcheln lassen, bis der Karfiol schön weich ist.

Inzwischen Reis kochen (1 Tasse auf 2 Tassen Wasser sollte reichen).

Das fertig gekochte Curry mit dem Saft einer Limette und einem halben Bund Thai-Basilikum verfeinern, nochmals abschmecken. MIt dem Reis anrichten.

Gemüsechips grün, gelb, rot

chips chips chipsChips Chips Chips – oder wie bekomme ich einen Mann dazu, das Gemüse aufzuessen 😉

Kale Chips, also Gemüsechips aus Kohl, sind ja in den USA total in – weil gesund und auch ziemlich wohlschmeckend, sagt man. Da das „Superfood“ auch sehr einfach zubereitet werden kann, war das definitiv einen Versuch wert – und wird glaube ich auch mal wiederholt!

Kale Chips:

Backrohr auf 130 Grad vorheizen. Für ein Blech voll, das ergibt 4 kleine Portionen, ca. 150 Gramm Kohlblätter waschen und trockenschleudern, in handliche Stücke reißen (sie gehen beim Trocknen stark ein), Strunk entfernen. In einer Salatschüssel mit 2 EL Olivenöl und einer guten Prise Salz gründlich vermischen, gleichmäßig auf ein Backblech schlichten, 20 Minuten backen – einfach probieren, ob sie schon knusprig sind. Das war’s!

Und weil ich schon mal dabei war, gab es gleich auch noch Pastinaken- und Rote-Rüben-Chips …

Dafür braucht es ein bisschen mehr Hitze – Backrohr auf 160 Grad vorheizen. Das Gemüse mit einem Hobel ganz dünn schneiden, dünn mit Öl versehen, gut salzen (zu den Pastinaken passt auch Thymian sehr gut) und rund eine halbe Stunde backen. Die Rohnen brauchen etwas länger.

Geröstete Pastinaken mit Parmesan-Bröseln

Eine ein bisserl aufwändige Beilage – man muss kochen, backen und rösten – aber der Aufwand lohnt sich und es ist trotz der vielen Arbeitsschritte leicht zu bewältigen. So gut habe zumindest ich Pastinaken noch nie gegessen. Die Brösel bestehen übrigens aus Polenta!

Pastinaken mit Parmesan

Für 4 Personen als Beilage:

Backrohr auf 200°C vorheizen, einen Topf Salzwasser zum Kochen bringen. 3 TL Polenta mit 50 g geriebenem Parmesan und einer Prise Muskat vermischen, beiseite stellen. 500 g Pastinaken schälen und längs vierteln. 6 Minuten kochen – bis sie weich sind halt. Abgießen. Noch heiß mit der Parmesanmischung vermischen.

Eine ofenfeste Pfanne nehmen, etwas Olivenöl darin erhitzen und die Pastinaken darin anbraten. 15 Minuten im Backrohr lassen, einmal umdrehen und weitere 15 Minuten backen, bis sie schön golden sind.

 

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