Wenn der Lieferservice 3x klingelt: Ein Corona-Best-of aus Graz

Glücklicherweise dürfen die Restaurants nach den Covid-19-Schließungen bald wieder öffnen, davor konnte man ja lange Zeit nur bestellen. Auch, wenn bei uns leidenschaftlich gerne gekocht wird, haben wird das mit dem Bestellen mindestens einmal pro Woche gemacht, zur köstlichen Abwechslung und auch ein wenig zur Unterstützung der Gastronomen. Zum Geburtstag des Liebsten hat es etwas ganz Besonderes sein sollen, das über die übrigen Lieferangebote von Velofood, Mjam und Lieferando hinausgeht.

Drei Mal hat es an der Tür geklingelt, und jedes Mal war etwas ganz besonders feines dabei …

Die Mehlspeisenfräulein: Mehlspeisen Box

Für die beiden Bäckerinnen aus Graz sind eigentlich Hochzeiten das wichtigste Geschäft, sie backen ganz wundervolle, prächtige Kunstwerke für diesen schönsten Tag. Das fällt jetzt weg, also hatten die beiden eine Popup-Bakery gestartet und lieferten Kuchen-Carepakete frei Haus. (Update: Mittlerweile gibt es die Kuchenboxen nur noch zum Abholen bzw. gegen eine kleine Liefergebühr – Info hier).

Für äußerst faire 23 Euro  gab es je ein Stück Birne-Walnuss Brownie, Apfel-Streusel Cheesecake, Schoko-Nuss Tarte, Waldbeer-Vanille Cupcake, Bananabread mit Karamellcreme und Punsch Cake Pop.

mehlspeisenfrl

Am frühen Abend hat es dann schon wieder geklingelt, wer war denn da?

Genusssbox vom Restaurant artis

Das Gourmetrestaurant in der Grazer Schmiedgasse hat sich für die Lockdown-Zeit etwas Besonderes überlegt, man fand nämlich eine Möglichkeit, auch die gehobene Küche lieferfertig zu verpacken – und das noch dazu besonders liebevoll. Für 125 Euro gab es die Genussbox. Inhalt: ein sehr feines und aufwändig gekochtes dreigängiges Menü, das warme Hauptgericht war in einzelne Komponenten verpackt und kam mit einer Anleitung zum Aufwärmen, der Rest war bereits fertig verpackt. Und zwar …

  • Gebeizter Lachs mit geflämmtem Karfiol als Vorspeise
  • Geschmortes Iberico Backerl mit karamellisiertem Weißkraut, Rotweinjus, Erdäpfelwürfel mit Buttersauce
  • Ein Topfen-Himbeer-Kirsch-Dessert
  • Petits Fours
  • Eine Flasche Wein (bei uns war es ein ganz wunderbarer leichter biodynamischer Wein, „Touch“ von Koppitsch aus Neusiedl am See)
  • Ein Kerzerl für die Stimmung
  • Zwei Kekserl

Es war wirklich köstlich und auch reichlich, an der Hauptspeise haben wir zwei Tage gegessen, auch die Petits Fours waren viel zu schade, um sie rasch zu vernaschen. Das machte auf jeden Fall auch Gusto, das Lokal ganz bald auch endlich in Echt zu besuchen!

Und dann hat es später am Abend noch einmal geklingelt …

Home Delivery Cocktails vom Churchill

Die Bar in der Grazer Heinrichstraße hat ziemlich gleich nach Beginn des Lockdown begonnen, ein Lieferservice aufzuziehen. Geliefert wird fertig gemixt in Marmeladegläsern, Eiswürfel und Extrazutaten wie etwa Orangenscheiben kommen verpackt dazu. Die Preise sind dieselben wie im Lokal, so um die 10 Euro pro Drink, ab 40 Euro ist die Lieferung kostenlos. Alle Infos gibt es hier!

Als besonderes Special für die von Covid-19 geprägte Zeit haben sich die Churchills einen eigenen Drink überlegt, „Churchills Pandemic Cure“ besteht aus Belvedere Vodka infused mit albanischem Bergtee, Rosmarin, Zitronen-Bitters und noch ein paar Geheimzutaten. Dass es uns nicht geheilt hat, lag nur daran, dass wir nicht krank waren, aber wir sind seit dem Genuss dieses tollen Cocktails auch noch nicht krank geworden!

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Charity Lunch für die Morgentaugärten

Wir trafen uns in einem Garten …

Nicht unter einem Baum, sondern mitten zwischen abgeblühten Sonnenblumen, Paprika, Paradeisern und Mangold war ein schön gedeckter Tisch aufgebaut, direkt daneben hatte sich das Team von Essenzz-Dreihauben-Koch Alexander Posch mit einer Freiluftküche hingepflanzt, in einer Scheibtruhe lagerten großartige Naturweine der Pannobile-Winzer. Ein ganz besonderer Erntedank, als Charity Lunch, der mitten in einem der Morgentaugärten – ein österreichweites Urban Gardening Projekt – stattfand, nämlich in Andritz in der St. Veiter Straße.

Posch ist Testimonial der Morgentaugärten, die nicht nur erschwingliche Gartenparzellen für jedermann anbieten (alles natürlich Bio, und noch dazu mit fachmännischer Unterstützung), sondern auch einige Parzellen für finanziell schwächer gestellte Menschen bereit halten. Um diese zu finanzieren, wurde eben zum Charity Lunch unter freiem Himmel geladen.

Was es dabei Feines zu essen gab, ist in der Fotoserie zu sehen!

Ein Abend bei Margarethe Yoshida

 

Noch ist es ein Geheimtipp: Ganz oben am Grazer Ruckerlberg kocht die gebürtige Klagenfurterin Margarethe Yoshida, eine frühere AHS-Lehrerin und Küchen-Autodidaktin, das möglicherweise beste japanische Essen von ganz Österreich.

16 Jahre hat sie mit ihrem Mann im japanischen Kobe verbracht, dort ihre beiden Kinder großgezogen – und aus dem Fernsehen und von einer japanischen Freundin die Kochkunst des Landes erlernt, die so kompromisslos wie kaum eine andere Küche ist – perfektionistisch, puristisch und produktverliebt.

In ihrem Kochstudio hält sie Workshops und Kurse ab, und zeigt dabei nicht nur, wie man Sushi & Co. richtig zubereitet, sondern auch Katei Ryori – japanische Hausmannskost.

Und die hatte ich das Glück kosten zu dürfen, mehr dazu in den Fotos!

 

Alle Infos zu Margarethe Yoshidas Kochstudio, den Kursangeboten und Kontaktmöglichkeiten findet ihr auf ihrer Homepage: www.yoshida.at

Zu Gast im „das anna“

Es sind nur noch drei Wochen, in denen man „das anna“ im Erzherzog Johann besuchen kann: Mit 25. Februar müssen Anna und Manuel Hofmarcher das Hotel verlassen, nachdem ihr Mietvertrag aufgekündigt wurde. Seit etwas mehr als zwei Jahren waren die Deutsche (die eigentlich Theaterwissenschaft studiert hat) und der Niederösterreicher (der bei Heinz Winkler, Alex Fankhauser, Lisl Wagner-Bacher und Thomas Dorfer sowie Didi Dorner gelernt hat) in der Grazer Sackgasse beheimatet.

Wie es der Zufall wollte, habe ich gerade kurz vor dem Zusperren einen Tisch für die ganze Familie zu einem besonderen Anlass reserviert. Andernfalls hätte ich auch was verpasst: Was Küchenchef Manuel auf die Teller zaubert, hat locker Zwei-Hauben-Niveau. Sehr aufwändig und perfekt gekocht, großartig inszeniert, modern, mit Augenmerk auf regionale Zutaten – ein wirklich tolles Menü.

Während das, was aus der Küche kommt, absolut tadellos ist, ist das Service wunderbar unperfekt: Chefin Anna hat das Handwerk nicht gelernt, und das merkt man auch. Das macht sie aber so gut wie möglich mit Einsatz, Charme und Witz wieder wett. Man sollte sich allerdings auf längere Wartezeiten abstimmen, da sie alles alleine macht. Das erklärt möglicherweise auch, warum das Lokal mit „nur“ 14 Punkten bzw. einer Haube bewertet wurde.

Nach der Beendigung ihres Mietverhältnissen sollen Anna und Manuel nun schon auf der Suche nach einem neuen Lokal sein. Und da das konservativ-klassische Ambiente des Erzherzog Johann nun eh nicht so gut zu den beiden zu passen scheint, kann es ja eigentlich nur besser werden. Alles Gute!

Besucht: Schmidhofer im Palais

Das Prato im Palais ist also nach sechs Jahren Geschichte, doch schon nächste Woche wird das 2-Hauben-Lokal das nächste Mal „aufpoppen“ – mit einem 14 Tage langen Gastspiel in der Hemingway Bar nämlich, bei dem ein Tribut an den guten alten Ernest aufgetischt wird.

Zeit aber auch, einmal Nachschau zu halten, was sich inzwischen in den alten Gemäuern des Palais Herberstein getan hat, seit es Magnolia-Koch Herbert Schmidhofer übernommen hat. Die gewagten Wandmalereien, die zwar cool aussahen, aber den Raum doch irgendwie erdrückt haben, sind klarem Weiß gewichen, die Einrichtung ist jetzt eine ganz klare, Bistro-mäßige mit grauen Stühlen. Tischdecken gibt’s keine, mit Deko wird äußerst sparsam umgegangen. So weit schon einmal ganz gelungen.

 

 

Auf der Karte steht Hausmannskost auf hohem Niveau – Lieblingsgerichte auf Hauben-Art neu interpretiert, was sicher eine gute Idee ist und wohl auch bei den internationalen Gästen gut ankommen wird. Die Speisekarte teilt sich nicht in Vorspeise, Hauptspeise und Nachspeise auf, sondern in die Kategorien „Heimat und Tradition“, „Schmidhofers Klassiker. Vertraut – kreativ“, „Vegetarisch – raffiniert“ (es gibt vier fleischlose Gerichte), „Süße Geheimnisse“ und – auch das eine Besonderheit  -„Pikante Versuchungen“ zum Dessert (da findet man den Käsegang und ein pikant-süßes Dessert namens „Goldeneye“ mit einer absolut köstlichen Gänseleber-Schoko-Praline).

Zu bemängeln gibt es da eigentlich wenig, es war Gang für Gang ein Vergnügen. Das hat natürlich seinen Preis – der Rehrücken kostet etwa 29,50; ein (nicht getestetes) Schnitzerl gibt’s um 19,50; die Beef Tartare-Torte ist mit 24 Euro auch eine recht teure Vorspeise (aber hey, dafür sind Trüffel und Kaviar mit von der Teller-Party). Das Verhältnis zwischen Preis und Leistung ist aber kein schiefes. Service und Weinkarte auch schwer ok!

Schmidhofer im Palais
Sackstraße 16
8010 Graz

T 0676 4200848
www.schmidhoferimpalais.com

Öffnungszeiten
Montag – Freitag
Küche von 11:30 – 14:00 und 17:30 – 21:30 Uhr
Samstag, Sonn- und Feiertag geschlossen

Besucht: Café Abol, Graz

Das Angebot an afrikanischen Lokale in Graz ist recht übersichtlich. Auf Dauer konnte sich nur das von einem gebürtigen Nigerianer geführte „Omoka“ in der Keplerstraße halten, dazu gibt es derzeit noch die „South African Lounge“ namens „Hakuna Matata“ in der Grabenstraße, die sich aber eher als Bar versteht, afrikanisches Essen wird dort eher nicht angeboten.

Allein deshalb kann man diesen Neuzugang schon einmal als absolute Bereicherung bezeichnen: Im Café Abol gibt es erstmals in Graz äthiopisches Essen. Wer das schon einmal irgendwo auf der Welt gekostet hat (ich selbst war schon einmal in einem äthiopischen Lokal in Brooklyn), der weiß: Das schmeckt ziemlich gut – und ist übrigens auch innerhalb von Afrika ziemlich einzigartig.

Das Café Abol in Graz jedenfalls ist im ehemaligen „Schönautreff“ untergebracht, einem recht rustikalen Lokal, das wegen seiner Ursprünglichkeit auch als Set für eine Szene des Brenner-Krimis „Das ewige Leben“ auserkoren wurde. Wo kürzlich noch Grete Tiesel als „Maritschi“ ihre Schnitzel geklopft hat, gibt es nun Injera-Fladenbrot mit Wot (Sauce). Das Lokal werden Schönautreff-Stammgäste sofort wiedererkennen – die Theke ist noch da, bis auf behutsam eingesetzte Äthiopien-Deko wurde kaum etwas verändert.

Die Speisekarte ist vernünftig übersichtlich. Und ich war unvernünftig genug, mir nicht die Namen der Speisen aufzuschreiben. Den Namen des ersten Gerichts weiß ich aber noch: Siga Wot könnte man als eine Art äthiopisches Gulasch oder Chili beschreiben – es ist lange mit vielen Zwiebeln und Gewürzen geschmortes Rindfleisch. Daneben gibt’s andere, vegetarische Saucen zB mit Linsen oder Kichererbsenmehl, Spinat und Gemüse. Und das alles wird auf Injeera, einem weichen, gesäuerten Fladenbrot aus Teff- (Hirse-)mehl serviert. Und üblicherweise auch ohne Besteck gegessen – man benutzt das Brot, um sich ein wenig Sauce zu greifen und in den Mund zu führen.

Klingt ungewohnt und ist optisch wegen des Eintopf-Charakters auch nicht so der Bringer, schmeckt aber köstlich!

Dringend empfehlen kann ich auch den köstlichen und ganz milden Kaffee im Café Abol – ist doch Äthiopien eines der wichtigsten Kaffee-Länder der Welt. Der wird übrigens traditionell mit Popcorn serviert. Und ab drei Personen wird auch eine Kaffeezeremonie mit mehreren Aufgüssen angeboten.

  • Café Abol
  • Schönaugasse 16, 8010 Graz
  • Öffnungszeiten: Mo bis Sa  8-21 Uhr, So 13-21 Uhr
  • Tel. 0699 17306064
  • auf Facebook

Bye Bye Prato

Das Prato im Palais schließt mit Ende September, also höchste Zeit für eine letzte Aufwartung.

Das Lokal hat ja nun wirklich einiges versucht, vom Feelgood-Essen von Ernährungsberaterin Walleczek bis hin zur Positionierung als teures Schickimicki-Haubenlokal im Palais, das 2015 vom Künstlerkollektiv „LosLohBros&TheLostKids“ komplett umgestaltet wurde. Kurz vor dem Ende folgte noch die erste Natural Wine Bar der Steiermark – und eine neue Gastro-Schiene mit Hausmannskost. Nun wird das Prato flügge – Restaurantchef Michael Pech und Küchenchef Kevin Hamminger machen als Popup-Lokal weiter.

Wir haben ein letztes Mal das sechsgängige Gourmetmenü mit Natural Wine Begleitung genossen. Und müssen sagen: Wirklich schade drum – aber auf jeden Fall ganz viel Erfolg mit dem neuen Popup-Lokal!

Zu Besuch: Mangold’s vis-a-vis

An vegetarischen Lokalen mangelt es in Graz im Moment wirklich nicht – Ginko mit dem neuen Greenhouse, Parks, Café Erde, Die Erbse International, Café Grün … und natürlich das Mangolds, das seit ein paar Wochen ein Tochterlokal in der Zinzendorfgasse (gleich bei der Karl-Franzens-Universität) bekommen hat. Ein ziemlich tolles sogar, davon konnte ich mich jetzt endlich bei einem Besuch überzeugen. Es wird nicht nur im Gegensatz zu den vielen Buffetlokalen Alacarte gekocht, das ganze auch noch in einem ziemlich schicken Ambiente und auf ziemlich gutem Niveau. Gut gefallen hat mich überhaupt die Auswahl der Speisen, da ist einiges dabei, das ich in dieser Stadt noch nie gefunden habe.

Neben einer riesigen Frühstücksauswahl (Montag bis Freitag 8-11 und Samstag und Sonntag bis 14 Uhr) gibt’s zu Mittag zwei verschiedene Suppen, zwei Hauptspeisen, ein Special, kleine und große Salate (alles auch zum Mitnehmen), zwischendurch Kaffee und Kuchen und auch eine kleine, feine Cocktailkarte. Alles obendrein vegetarisch und dazu noch zu 50 Prozent vegan bzw. glutenfrei.

Das Highlight ist aber natürlich das Abendmenü, auf dem viele Besonderheiten locken – im saisonalen Frühlingsangebot finden sich da etwa schwarzer Linsensalat mit Tsatsiki und Avocado, Carpaccio vom weißen Rettich mit Paprika und Jungsalaten, Thai-Burger mit Sojalaibchen, Gurkenpickles, weißem Rettich und Chili-Koriander-Mayo, Mango-Zitronengras-Curry oder auch heimisches Deftiges wie Gefüllte Paprika und gratinierte Käsespätzle … Da gibt’s noch einiges, für das ich gerne bald wiederkommen werde.

Die Wahl fiel bei uns auf Folgendes …

Fazit: Vor- und Nachspeisen waren top und auch vom Preis-Leistungs-Verhältnis sehr in Ordnung. Ausgerechnet bei den Salaten hat es ein bisschen nachgelassen, die waren beide sehr blattsalat-lastig, ich würde sie daher nicht als Hauptgang empfehlen – bei uns war der Hunger diesmal (!!) aber leider nicht so groß.

Sehr sympathisch ist die Auswahl an Getränken – neben selbst gemachten Limos und Smoothies gibt es Bio-Bier und Craft Beer und auch die Weine sind allesamt biologisch. Auch der Service hat seine Sache übrigens ausgezeichnet gemacht. Bis ganz bald, Mangolds vis-a-vis!!

Praktische Infos:

 

Ein paar Eindrücke vom Street Food Market Graz

That escalated quickly! Zwei kurze Besuche am Street Food Market am Grazer Messegelände später sind unsere Geldbörserln um einige Scheine erleichtert, die Kalorien zählen wir lieber nicht zusammen, aber es war sooo guuuut! Teilweise bin ich mit dem Fotografieren nicht mehr mitgekommen, teilweise sind die Fotos vor lauter Gier schwer verwackelt – aber bitte, ein paar Eindrücke von der wunderbaren Fressorgie. Die Drinks lassen wir mal beiseite … 😉

Besucht: Pierogi, Graz

Osteuropäische Küche hat’s in Graz offenbar nicht so leicht: Die beiden russischen Lokale, die es vor Kurzem noch gab – „Jana & Galina“ in der Sporgasse und „Kalinka“ in der Schönaugasse – wurden beide nach wenigen Monaten wieder geschlossen. Hoffentlich ist den Polinnen mehr Glück beschieden: Adrianna & Marzena haben 2015 das „Pierogi“ in der Leonhardstraße (gleich gegenüber der Kunstuni) eröffnet. Der Name ist Programm: Es gibt Pieroggen (polnische Teigtaschen mit Füllung) und sonst nix, einmal abgesehen von Beilagensalat, Saucen und Getränken.

„Witamy“, „willkommen“, steht über der Eingangstür. Und „witamy“ fühlt man sich auch sofort. Das Lokal ist dezent, aber geschmackvoll im Oma-Stil eingerichtet. Und schlicht ist auch die Speisekarte: Es gibt je vier pikante (Erdäpfel, Sauerkraut, Käse, Fleisch) und vier süße Pieroggen (Topfen, Apfel, Schokolade, Mohn  – dazu gibt’s übrigens Filterkaffee) plus eine saisonale Sorte (im Moment Kürbis). Gewählt werden können jetzt noch die Portionsgrößen (4, 8 oder 12 Stück). Die Pieroggen werden frisch in der Küche zubereitet und kommen mit feiner Butter auf den Teller.

Wir waren hungrig (extra das Frühstück ausgelassen!) und haben gleich so gut wie alle Sorten durchgekostet. Und empfehlen das auch gerne weiter! Wenn man Lust auf eine Abwechslung zu Kärtner Nudeln, Ravioli, Gyōza, Mantı & Co. hat, unbedingt einmal in der Leonhardstraße 24 vorbeischauen. Und wir wünschen Adrianna & Marzena alles Gute, dass sie den Fluch der osteuropäischen Küche in Graz brechen! 🙂

Im Oktober sind die beiden übrigens auch beim Street Food Market am Gelände der Grazer Messe vertreten.

Pierogi
Adresse: Leonhardstrasse 24
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 9.00 bis 17.00 Uhr
Telefon: 0650 44 21 902
www.pierogi-graz.at
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