Gröstl mit Eierschwammerln

Ein Gröstl ist eigentlich ein superes Essen, das man viel zu selten macht. Man braucht nicht viele Zutaten (Erdäpfel, Zwiebeln, Öl/Butter/Butterschmalz plus Speck, Wurstreste und/oder einfach nur Gemüse, eventuell noch Ei) und es ist sehr einfach zu machen. Ein klassisches österreichisches Restlessen, das in diesem Fall aus Frühkartoffeln, Eierschwammerln (Pfifferlingen) und Frühlingszwiebeln mit ein paar Kräutern bestand.

Das nur ganz leicht abgewandelte Rezept stammt aus „Österreich Vegetarisch„: Das Buch hat wieder einmal nicht enttäuscht!

groestl

Für 4 kleine Portionen: 6-8 Erdäpfel kochen, ausdampfen lassen (kann man auch am Vortag machen). In Scheiben schneiden. Die Erdäpfelscheiben in einer großen Pfanne in etwas Öl (oder Butter/-schmalz) anbraten, bis sie schon leicht knusprig sind. Aus der Pfanne nehmen, Rückstände entfernen.

1 Zwiebel schälen und grob schneiden, in Öl anbraten. 300 g geputzte Eierschwammerln (Pfifferlinge) dazugeben und ca. 10 Minuten mitbraten. Mit Salz, Pfeffer und Kümmel würzen.

Erdäpfelscheiben grob zerkleinern, zu den Schwammerln geben und weiter mitbraten. Abschmecken und mit Kräutern (Schnittlauch und Petersilie) vermischen.

Wer mag, kann jetzt noch ein versprudeltes Ei darüber schütten und stocken lassen.

Am Teller anrichten, mit in Ringe geschnittenen Frühlingszwiebeln und noch mehr Schnittlauch bestreuen.

 

Grüner Salat ist ein Muss dazu! Und Kernöl die Krönung!

Butternut-Kürbis mit Tahini und Za’atar

Schon sooo lange habe ich nichts mehr aus dem Ottolenghi-Buch gekocht. Da war der wunderschöne Butternuss-Kürbis, der mit der Gemüsekiste ins Haus flatterte, wohl Schicksal. Seite 36, der Butternuss-Kürbis mit Tahini-Sauce und Za’atar, sollte es sein. Ottolenghi gart den Kürbis mit roten Zwiebeln im Backrohr, überzieht ihn dann mit einer orientalischen Sesamsauce, bestreut ihn mit der Gewürzmischung (wilder Thymian, Sumach, Sesam und Salz) und streut geröstete Pinienkerne darüber.

kuerbis

Für vier Portionen als Beilage (etwa zu Lamm oder Huhn) oder zwei bis drei als Hauptgericht:  Zuerst den Backofen auf 240 Grad vorheizen. Einen großen Butternusskürbis (wenn gewünscht schälen und) in breite Schnitze schneiden. Zwei rote Zwiebel schälen und in grobe Stücke zerteilen. In einer großen Schüssel mit etwas Olivenöl, Salz und Pfeffer vermischen. Für 30 bis 40 Minuten ins Backrohr schieben. Auf die Zwiebel muss man dabei aufpassen – falls sie zu dunkel werden sollten, dann bitte schon vor dem Kürbis herausnehmen.

Für die Sauce 3 EL Tahini mit 2 EL Wasser, 2 EL Zitronensaft und 1 Knoblauchzehe (zerdrückt) vermischen, mit etwas Salz würzen. Dabei kräftig umrühren, bis die Sauce sämig ist.

30 g Pinienkerne mit ein wenig Olivenöl anrösten, beiseite stellen.

Kürbisspalten auf einer Platte anrichten, mit Za’atar und den Pinienkernen (und ev. noch etwas Petersilie) bestreuen, mit dem restlichen Öl beträufeln.

Kürbis-Apfelsuppe mit Salbei-Croûtons

„Endlich“ Herbst! Das ist ja immer eine zwiespältige Angelegenheit, sich auf die Jahreszeit nach dem Sommer zu freuen, und doch gibt es so viele schöne Dinge am Herbst, auf und über man sich freuen kann. Eines davon leuchtet so richtig schön orange …

Kürbis. Suppe. DAS Herbstessen, wenn draußen die Blätter von den Bäumen baumeln und die ersten richtig kühlen Tage herrschen. In diesem von „Brigitte“ geborgten Rezept trifft der süßliche Kürbis auf Senf, Sauerrahm und Apfel, dazu gibt’s knusprigen Salbei .

kuerbissuppe

Für vier Teller: 1 kleinen Hokkaidokürbis (eventuell) schälen, Kerne und Fasern entfernen und grob würfeln. 1 Apfel schälen, Gehäuse entfernen und ebenfalls grob würfeln. 1 Zwiebel abziehen und schneiden – wird später schließlich ohnehin alles püriert.

Zwiebel mit etwas Butter glasig dünsten, Kürbis- und Apfelwürfel dazugeben und kurz mitdünsten. Ca. 800 ml Gemüsesuppe hineingeben, 15 Minuten im geschlossenem Topf kochen lassen, bis der Kürbis weich ist. Pürieren.

2 EL Senf und 2 EL Sauerrahm unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Für die Croûtons 2 Scheiben Brot (nach Wahl) entrinden und in gleichmäßige Würfel schneiden. Mit etwas Öl in einer Pfanne knusprig braten. 1/2 Bund Salbei dazugeben und die Kräuterblätter ebenfalls kross werden lassen.

 

Kohl-Erdäpfel-Laiberl mit pochiertem Ei

kohlkartoffellaibchen

Das Ungetüm im Hintergrund vergesst bitte, das ist ein bisschen missglückt! Glücklicherweise zieht aber eh der rinnende Dotter im Vordergrund den Blick auf sich. Mhm! Pochiertes Ei! Lange habe ich mich nicht darübergetraut – aber jetzt kommt das auf überhaupt jedes Essen oben drauf 😉

Für diese Laibchen – das Rezept stammt aus VIVA!, November 2007 -, braucht es nicht viele Zutaten. Ein einfaches, herzhaftes, vegetarisches Hauptgericht. Und das Ei sorgt für eine große Portion Umami.

Für 2 Hungrige 400 g Erdäpfel schälen und weich kochen (ca. 20 Minuten, je nach Größe und Sorte).

Inzwischen eine halbe Zwiebel und eine Knoblauchzehe fein hacken und in etwas Butterschmalz anbraten. Eine halbe Handvoll fein geschnittene Petersilie dazugeben.

Wenn die Erdäpfel fertig sind, in einer Presse oder mit einem Stampfer zerkleinern.

Rund 200-250 Gramm Kohlblätter in Streifen schneiden, dabei den Strunk und alle härteren Teile entfernen (die lassen sich nicht so gut zu Laibchen formen). 4,5 Minuten blanchieren. Gut ausdrücken.

Erdäpfel, Zwiebelmischung und Kohl mit 2 El Mehl zu einem Teig verkneten, mit Salz und Pfeffer kräftig würzen. Laibchen formen (4 sollten sich gut ausgehen).

Die Laibchen in einer großen Pfanne mit etwas Butterschmalz goldbraun braten. 3-4 Minuten brauchen sie ca. auf jeder Seite.

Eier Pochier-TrickPochierte Eier: Weil es mein allererstes Mal war, habe ich mir einen deppensicheren Trick aus einem Jamie-Oliver-Video abgeschaut: Ein Stück Frischhaltefolie über eine Tasse legen und ausbeulen, so dass ein Ei gut hineinpasst. Ei hineinschlagen, oben verschließen und so in simmerndes Wasser legen. 4 Minuten leicht köcheln lassen, fertig!

So kann die Form des Eis eigentlich nicht verloren gehen, man kann auch zusätzliche Gewürze oder Kräuter mit ins Päckchen hauen und man spart sich den Essig, der bei den meisten Pochier-Anleitungen ins Wasser gegeben wird. Bäh!

Für die vier Laibchen habe ich zwei Eier verwendet.

Klare Kohlrabisuppe

Die vornehme Alternative zur köstlichen Kohlrabicremesuppe ist eine köstliche Klare Kohlrabisuppe. Diese hier stammt aus dem Buch „Österreich vegetarisch“ und wird eigentlich mit „normalen“, grünen Kohlrabi und violetten Erdäpfeln als Einlage zubereitet. Unsere Kohlrabi waren halt violett und die Erdäpfel gelb. Auch schön!

Klare Kohlrabisuppe

Für 2-4 Portionen: 3 von 4 Kohlrabi ungeschält in kleine Stücke schneiden, mit 750 ml Wasser in einen Topf geben und erhitzen, währenddessen 2 Schalotten und 1 Knoblauchzehe (geschält, halbiert), Salz, 3-4 Pfefferkörner (zerstoßen), eine Prise Kümmel und eine Prise Muskat dazugeben (für eine scharfe Variante noch eine Chilischote). Aufkochen lassen. Bei kleiner Flamme etwa 40 Minuten ziehen lassen.

2 Erdäpfel für die Einlage kochen, schälen, in Scheiben schneiden. Den übrig gebliebenen Kohlrabi schälen, in feine Würfel schneiden, in Salzwasser blanchieren. 4 Kohlrabiblätter waschen und in feine Streifen schneiden.

Suppe mit einem Spritzer Zitronensaft abschmecken, durch ein Tuch oder feines Sieb abseihen. Mit Kohlrabiwürfeln, Kartoffel und dem in feine Streifen geschnittenen Kohlrabigrün anrichten.

Tarte Tatin mit Fenchel und Pastinaken

Eine Tarte Tatin habe ich erst einmal gemacht, nämlich mit Roten Rüben. Das Besondere daran ist, dass die Tarte kopfüber gebacken wird: Man weiß also erst kurz vor dem Servieren – im aufregenden Moment, wenn sie aus der Pfanne auf den Teller gestürzt wird – wie sie aussehen wird. Leider lang nicht so gut wie auf dem foodgestylten Bild im Frisch gekocht Magazin, aber auch nicht ganz übel. Und Hauptsache, es hat geschmeckt! 😉

Tarte Tatin mit Fenchel

Zubereitet ist die Tarte recht schnell: Zwei Knollen Fenchel putzen, den Strunk entfernen und in dünne Streifen schneiden. Grün beiseite legen. Zwei Pastinaken schälen und ebenfalls in dünne, lange Scheiben schneiden.

Hintereinander mit etwas Olivenöl anbraten, bis es weich ist (ca. 5 Minuten), Fett abtupfen. In einer großen, tiefen Pfanne oder einer Backform (rund 25 cm Durchmesser) die Gemüsemischung einrühren und mit 2 Knoblauchzehen (fein geschnitten), 3 Zweigen Thymian und Salz und Pfeffer (ich nahm Orangenpfeffer) vermengen. Mit 80 ml Gemüsesuppe benetzen.  1 Rolle Fertig-Blätterteig quadratisch zuschneiden und auf das Gemüse legen, den Rest an den noch offenen Seiten dazustoppeln.

20 Minuten auf mittlerer Schiene backen, bis der Teig goldbraun ist (notfalls gegen Ende der Backzeit mit Oberhitze arbeiten). Wenn die Tarte fertig gebacken ist, vorsichtig auf einen Teller stürzen. 2 EL Olivenöl, 1 EL weißen Balsamico, 1/2 TL Dijonsenf und 2 TL Zitronensaft vermischen, auf die fertige Tarte träufeln. Mit Fenchelgrün bestreuen.

Karotten-Ingwer-Suppe mit Limetten-Obers

Eine fruchtig-wärmende Variante des Klassikers aus Karotten und Ingwer, gefunden bei den Küchengöttern.

Karottensuppe

Für vier Teller ein halbes Kilo Karotten schälen und in gleichmäßige Stücke schneiden. Eine Zwiebel schälen und grob zerteilen. Ein großes Stück Ingwer (vielleicht so 10 cm) schälen und fein schneiden.

Die Zwiebel in etwas Rapsöl glasig anbraten, Karotten und Ingwer dazugeben, zwei Minuten mitbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen (wer’s mag: ein Hauch Kardamom ist auch nicht übel!). Dann mit 750 ml Gemüsesuppe übergießen, 15 Minuten kochen.

Inzwischen eine Limette heiß abspülen, Schale abreiben. Den Saft auspressen (kommt später in die Suppe). 150 ml Schlagobers (Sahne) einigermaßen steif schlagen, Abrieb untermischen.

Wenn das Gemüse weich ist, Suppe pürieren. Limettensaft und die Hälfte des Obers einrühren, nochmals abschmecken. Mit dem restlichen Obers servieren.

Gemacht: Syllabub mit Trauben und Amaretto

Syllabub, wtf? Der noch bösere Bruder von Beelzebub? Nein, es handelt sich um ein altes britisches Dessert, das traditionellerweise hergestellt wurde, indem man süßen Wein wie Cider oder Gewürzwein in den Melkeimer gab und direkt dort hineinmolk. Heute wird Syllabub – der Namensursprung ist übrigens unbekannt – etwas anders hergestellt, die Hauptzutaten sind jedoch nach wie vor Milch/Schlagobers und süßer Wein. Was sich anbietet, ist wie hier in diesem Rezept, das ganze zu einer Art Trifle zu machen, also mit noch mehr Zutaten zu „pimpen“.

Syllabub

Für vier Gläser Syllabub mit Trauben und Amaretto eine Handvoll Trauben halbieren und wenn nötig entkernen und mit 50 ml von 100 ml Beerenauslese (Dessertwein) und 2 EL Amaretto marinieren. Inzwischen 1 Eiklar zu Eischnee schlagen, 35g Staubzucker hinzufügen. 200 ml Schlagobers ebenfalls steif schlagen, mit dem restlichen Wein und 1 TL Limettensaft vermischen und alles unter den Eischnee mischen.

50g Cantuccini (traditionelles Mandelgebäck) zerkleinern, auf vier Dessertschalen verteilen und mit den Trauben bedecken, dann die Obers-Eischnee-Masse darauf verteilen. Mit gehackten Pistazien servieren.

Gekocht: Kohl auf römische Art

Es mag ungewöhnlich anmuten, ist aber sooo köstlich. Das Rezept habe ich aus dem Buch „Die Ruck-Zuck-Gemüseküche“, es soll sogar aus der Renaissance stammen und ist jedenfalls sehr schnell und einfach zubereitet und schmeckt – schon erwähnt? – hervorragend.

Kohl auf römische Art

Für vier Beilagen- oder zwei ganze Portionen einen kleinen Kohlkopf (=Wirsing) halbieren, den Strunk entfernen und den Kohl in Streifen schneiden. Das ganze dann in 1/2 Liter Suppe (je nach Geschmack) kochen.  Abgießen (Tipp: Suppe auffangen!) und etwas abtropfen lassen.

Inzwischen 150 Gramm Speckwürfel anbraten, dann den Kohl dazugeben und ganz leicht anbraten. Mit 100 Gramm frisch geriebenem Parmesan bestreuen und mit 1-3 TL Zimt bestäuben.

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