Hühnersalat mit Safran und Fenchel

Der Sommer ist schon fast vorbei und noch kein Ottolenghi-Rezept! Das muss sich ändern. Und zwar mit dieser levantinischen Variante des klassischen Fenchel-Orangen-Salat. Dafür wird auch nur der Saft, sondern auch die Schale der Orangen verwendet – und zwar werden die Orangenspalten als ganze mit etwas Honig und Safran weichgekocht und dann püriert. Dazu gibt’s zartes, zerzupftes Hühnerfleisch und frische Kräuter – Minze, Basilikum und Koriander.

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Für eine Schüssel voll: Backofen auf 200 Grad vorheizen, eine Bio-Orange heiß abwaschen, oben und unten je einen Zentimeter abschneiden. Ungeschälte Orange in 12 Spalten schneiden und in einen Topf legen. 3 EL Honig, 1/2 TL Safran und 1 EL Essig dazugeben, gut vermischen, grob mit Wasser übergießen und zum Kochen bringen. Etwa eine Stunde lang köcheln lassen, bis ein dicker Sirup entsteht und die Orangen weich sind. Pürieren (eventuell in einem hohen Glas).

500 g Hühnerbrustfilets mit Salz und Pfeffer würzen, mit etwas Öl scharf anbraten (oder grillen), dann in einer ofenfesten Form etwa 15-20 Minuten fertig garen (je nach Größe).

2 kleine Fenchelknollen in feine Scheiben schneiden, je 1 EL Basilikum- und Minzblätter und 2 EL Korianderblätter in Stücke reißen oder grob schneiden. 1 Knoblauchzehe zerdrücken, 1 rote Chilischote in feine Ringe schneiden. Alles in die Salatschüssel geben und durchmischen.

Wenn das Fleisch abgekühlt ist, in Stücke zupfen und mit der Hälfte des Orangenpürees vermischen. Die andere Hälfte direkt mit dem Salat vermengen. Alles zusammen mit Olivenöl und dem Saft einer halben Zitrone, Salz und Pfeffer abschmecken.

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Hühnersuppe, ganz klassisch

Eigentlich bin ich ja mehr der Suppenkasper. Also zumindest dann, wenn es um diese klaren Suppen geht, die es bei Oma jedes Mal vor dem Hauptgang gab – Abwechslung boten da nur die verschiedenen Einlagen. Jetzt, wo der Liebste ein bisschen kränkelt, hat mich aber sofort der Ehrgeiz gepackt, ihn mit einer richtig guten Hühnersuppe zu retten. Und die hat eigentlich schon sehr fein geschmeckt. Muss ich zugeben!

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Rezepttechnisch habe ich mich an einem „Gusto“-Heft aus dem Jahr 1984 orientiert. Hätte natürlich aber ruhig noch weit älter sein können. Die Nudeln hat es damals aber wahrscheinlich noch nicht gegeben: „Bauernhoffiguren“ vom Bio-Nudel-Hersteller „Tieber“ aus St. Martin am Wöllmissberg (Weststeiermark).

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Für 4 Teller: 5/4 Liter Wasser mit 3 Hühnerkeulen und Suppengemüse aufkochen, rund 35 Minuten zugedeckt köcheln lassen.

Währenddessen 3-4 Karotten und 1/2 Stange Lauch schälen und in Scheiben schneiden, 1/2 Bund Schnittlauch fein schneiden, Suppennudeln (nach Packungsanleitung) kochen.

Hühnerkeulen aus der Suppe heben und in kaltem Wasser abschrecken, Suppe abseihen und nochmals aufkochen. Karotten dazugeben und nochmals 15 Minuten köcheln lassen, dann den Lauch für weitere 5 Minuten mitkochen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Das Hühnerfleisch von den Keulen lösen und in kleine Stücke schneiden. Suppe mit Fleisch und Nudeln anrichten, mit dem Schnittlauch bestreut servieren.

Das Colahuhn

Wenn ich am Herd stehe, gibt es meistens Gemüse, Gemüse oder Gemüse. Wenn der Herr des Hauses kocht, dann … gibt es mitunter so etwas Arges wie Colahuhn. Keine Ahnung, wer dieses schräge Rezept erfunden hat, aber es geistert schon seit Jahren durchs Netz und hat schon in vielen Familien für anfängliche (und wohl auch angebrachte) Skepsis gesorgt, dann aber für Begeisterung und abgeschleckte Finger. Das ist wohl genau das, was die Amis mit dem Begriff „finger lickin‘ good“ bezeichnen.

Gesund ist etwas anderes – schließlich wird der viele Zucker und die viele Chemie im Cola auch noch karamellisiert und bildet eine süß-säuerliche, klebrige und absolut köstliche Glasur auf dem Hühnerfleisch -, aber wenn man sonst immer Gemüse, Gemüse und Gemüse ist … Dann ruhig ab und zu ran ans Colahuhn-Vergnügen!

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Für 4 Portionen 800 g Hühnerflügel zerteilen und in einer Schüssel mit 3 EL dunkler Sojasauce einreiben. Ein paar Minuten marinieren lassen und währenddessen 3 Knoblauchzehen schälen und zerdrücken, 2 Frühlingszwiebel klein schneiden (das Weiße grob hacken, das Grüne in Ringe) und 1 daumengroßes Stück Ingwer fein schneiden.

Neutrales Öl im Wok erhitzen, Hühnerflügel rundherum braun braten und beiseitestellen. Knoblauch, Ingwer und weißen Teil der Frühlingszwiebeln mit 1 Sternanis anbraten. Hühnerflügel wieder dazugeben, mit 2 EL heller Sojasauce begießen. Dann 1 Dose Cola (330 ml; ganz normales Cola – kein light und kein Cherry oder Vanilla oder ähnliches) zugießen – das sieht jetzt nicht sehr schön aus und schäumt ziemlich.

20 Minuten köcheln lassen, wenden und nochmals 20-30 Minuten köcheln lassen, so lange bis sich eine zähe, klebrige, dunkle Glasur gebildet hat. Mit den grünen Zwiebelringen anrichten, wer mag, beträufelt es noch mit etwas Sesamöl.

Dazu gibt’s Reis, Baby – oder wie bei uns Erdäpfel – und Gemüse. 🙂

Huhn mit Karfiol und Kurkuma

Fasten kommt von „fast“, oder? Fast die ganze Fastenzeit über haben der Liebste und ich uns ein wenig kasteit: Kein Weizenmehl, keinen Alkohol, keinen Zucker, ausschließlich Biofleisch und Fisch, der nicht aus Aquakultur kommt. Da fällt schon fast alles weg, wenn man ein Rezeptheft durchblättert. Hier folgt eines von zwei erlaubten Rezepten aus der letzten Ausgabe von „Frisch gekocht“.

Huhn mit Karfiol

Für vier Portionen:

Die Vorbereitung: 400 g Hühnerfilet abspülen, abtropfen und in feine Streifen schneiden. 1 kleinen Karfiol putzen, die Röschen vom Strunk schneiden, Strunk in feine Scheiben schneiden. Ein gut daumendickes Stück Ingwer,  1-2 Schalotten und 1 Knoblauchzehe schälen und in feine Scheiben schneiden. 1 Bioorange heiß waschen und abtrocknen, Schale abreiben, auspressen.

Den Karfiol in etwas Öl ca. 4 Minuten lang anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen und beiseitestellen.

Pfanne auswischen, das Fleisch bei starker Hitze goldbraun anbraten, würzen, beiseitestellen.

Im Bratrückstand Ingwer, Schalotten und Knoblauch kurz glasig braten, mit 1 EL Kurkuma bestreuen, kurz weiterrösten. Orangensaft und 1 Dose Kokosmilch (300 ml) darübergirßen, aufkochen lassen. Karfiol und Fleisch dazugeben, nochmals erhitzen und abschmecken.

Mit Orangenschale, gehackten Macadamianüssen und ev. Minze bestreuen.

Hühnereintopf mit Kokosmilch und Zitronengras

Indonesisch soll das Rezept aus VIVA! (März 2006) sein, leider habe ich aber keine Ahnung von der indonesischen Küche und kann das aus diesem Grund nicht verifizieren. Was mich dabei am meisten angesprochen hat: Die Kombination aus frischem Ingwer und Zitronengras, knackigem Gemüse und cremiger Kokosmilch.

Indonesischer Hähnchentopf

Für vier Portionen 500 g Hähnchenbrustfilet würfelig schneiden. 30 g Ingwer und 2 Knoblauchzehen schälen und fein würfeln. Einen Halm Zitronengras grob in Stücke schneiden. Das Fleisch im heißem (Sesam-)Öl rundherum braun anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen. Ingwer, Knoblauch und Zitronengras inzwischen im Mörser etwas anstampfen und dazugeben. Ca. 1 TL Kurkuma darüber stäuben und mit 250 ml Gemüsesuppe ablöschen. Zugedeckt 10 Minuten lang  garen.

Inzwischen das Gemüse schneiden: je 150 g Karotten, Chinakohl und (TK-)Erbsen. Gemüse und 300 g ungesüßte Kokosmilch zum Fleisch geben. Weitere 2 bis 3 Minuten kochen lassen und mit Salz, Pfeffer und 1 EL Zitronensaft würzen. Einen halben Bund Koriander grob hacken und zum Servieren über den Hühnereintopf streuen. Dazu: Reis.

Gekocht: Sambal-Oelek-Huhn

Nach einer Idee, Hühnerfleisch mit im Kühlschrank vorhandenen Lebensmitteln aufzupeppen, gesucht und gefunden: Hühnerbrust mit Sambal Oelek (indonesische Chili-Würzpaste) mariniert, von nina666 auf chefkoch.de. Ergab, leicht abgewandelt, weil ich natürlich doch nicht alles zuhause hatte, ein köstliches Abendessen. Und ist dodelsicher!

Sambal Oelek Huhn mit Fisolen und Erdäpfeln

Sambal Oelek Huhn mit Fisolen und Erdäpfeln

Für zwei Portionen zwei Hühnerbrüste waschen, tropfen tupfen und in etwas Mehl wälzen. In einer Auflaufform alle Zutaten für die Marinade vermengen: Saft einer Zitrone, 2-4 TL Sambal Oelek (je nach gewünschter Schärfe), 3 zerpresste Knoblauchzehen, je 4 TL Sojasauce, Honig und (Sesam-)Öl. Ein bisschen Ingwer würde auch noch passen. Die Hühnerbrüste hineinlegen, ein wenig mit der Marinade einreiben, und ab ins Rohr! 15 Minuten backen, wenden, nochmals 15 Minuten backen. Finito!

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