Hühnersalat mit Safran und Fenchel

Der Sommer ist schon fast vorbei und noch kein Ottolenghi-Rezept! Das muss sich ändern. Und zwar mit dieser levantinischen Variante des klassischen Fenchel-Orangen-Salat. Dafür wird auch nur der Saft, sondern auch die Schale der Orangen verwendet – und zwar werden die Orangenspalten als ganze mit etwas Honig und Safran weichgekocht und dann püriert. Dazu gibt’s zartes, zerzupftes Hühnerfleisch und frische Kräuter – Minze, Basilikum und Koriander.

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Für eine Schüssel voll: Backofen auf 200 Grad vorheizen, eine Bio-Orange heiß abwaschen, oben und unten je einen Zentimeter abschneiden. Ungeschälte Orange in 12 Spalten schneiden und in einen Topf legen. 3 EL Honig, 1/2 TL Safran und 1 EL Essig dazugeben, gut vermischen, grob mit Wasser übergießen und zum Kochen bringen. Etwa eine Stunde lang köcheln lassen, bis ein dicker Sirup entsteht und die Orangen weich sind. Pürieren (eventuell in einem hohen Glas).

500 g Hühnerbrustfilets mit Salz und Pfeffer würzen, mit etwas Öl scharf anbraten (oder grillen), dann in einer ofenfesten Form etwa 15-20 Minuten fertig garen (je nach Größe).

2 kleine Fenchelknollen in feine Scheiben schneiden, je 1 EL Basilikum- und Minzblätter und 2 EL Korianderblätter in Stücke reißen oder grob schneiden. 1 Knoblauchzehe zerdrücken, 1 rote Chilischote in feine Ringe schneiden. Alles in die Salatschüssel geben und durchmischen.

Wenn das Fleisch abgekühlt ist, in Stücke zupfen und mit der Hälfte des Orangenpürees vermischen. Die andere Hälfte direkt mit dem Salat vermengen. Alles zusammen mit Olivenöl und dem Saft einer halben Zitrone, Salz und Pfeffer abschmecken.

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Geschmorte Eier mit Faschiertem, Tahini und Sumach

Der Herbst neigt sich seiner ungemütlichen Phase zu. Zeit für einen kleinen köstlichen kulinarischen Ausflug an die Levante. Zeit, den Ottolenghi mal wieder aufzuschlagen. Diese Köstlichkeit hat der Liebste kürzlich für uns zubereitet. Es handelt sich um eine Variation von Hamshuka, ein israelischer Klassiker mit Lamm-Faschiertem auf einer Schicht Hummus. Nur kommen hier noch Eier dazu.

Nicht von der langen Zutatenliste abschrecken lassen – die Zubereitung selbst ist einfach! Lohnen tut sich das ganze sowieso. Und wie!

otto

Für vier Personen eine Zwiebel und sechs Knoblauchzehen schälen und fein hacken. Einen EL Olivenöl in einer Pfanne (sie muss unbedingt einen Deckel haben, sonst großen Topf verwenden!) anbraten. 300 g Faschiertes (im Originalrezept Lammhackfleisch, wir verwendeten Rinderhack) dazugeben und ein paar Minuten bei starker Hitze braten, bis es durch ist.

Zugleich 200 g Kirschtomaten im Backrohr oder in einem Schmortopf bei starker Hitze anrösten.

Mit 2 EL gemahlenen Sumach, 1 TL gemahlenem Kreuzkümmel, 1 TL Salz und etwas Pfeffer würzen und noch etwas weiterbraten. Pfanne vom Herd nehmen, 50 g  Pinienkerne und 50 g Pistazienkerne (vorher rösten und grob hacken), 2 TL Harissa und eine eingelegte Zitrone (gehackt) untermischen.

Sauce aus 100 g griechischem Joghurt, 25 Tahini und 2 EL Zitronensaft zusammenrühren. Eventuell etwas Wasser hinzufügen, falls die Sauce zu dickflüssig ist.

Vor dem Servieren das Fleisch noch einmal erhitzen, etwa 100 ml Hühnersuppe dazugießen, zum Kochen bringen. Vier kleine Vertiefungen hineindrücken, 4 Eier hineinschlagen. Deckel auflegen, Eier ca. 8 Minuten bei schwacher Hitze stocken lassen. Das Eiweiß sollte idealerweise fest, der Dotter noch flüssig sein.

Das Gericht am besten direkt in der Pfanne servieren – davor noch mit der Joghurtsauce garnieren, mit noch mehr Sumach, Korianderblättern oder auch Zhoug (grüne Chilipaste mit Koriandergrün, Petersilie und Gewürzen) bestreuen, sofort servieren. Dazu passt natürlich Fladenbrot.

 

Blätterteigpizza mit Paprika und Spiegelei

Nach einer längeren Sommerpause soll es auch hier endlich wieder los gehen. Und zwar mit einem schnellen, aber köstlichen und auch ziemlich hübschen Gericht für Faule. Blätterteigkuchen mit Paprika & Spiegelei aus dem Ottolenghi-„Jerusalem“-Buch.

Dieses Rezept erfordert nicht viel Arbeit, aber damit die Paprika schön langsam im Backrohr rösten können, braucht es etwas (für die Köchin, den Koch inaktive!) Zeit.

blätterteig paprika

Für zwei Personen als kleines Abendessen: Backofen auf 210 Grad vorheizen. 4 rote Paprikaschoten von den Samen befreien, in ca 1 cm breite Streifen schneiden. 2 Zwiebeln halbieren und in Streifen schneiden. Das Gemüse in einer Schüssel mit 6 EL Olivenöl, Thymianblättern, 1 TL gemahlener Koriander, 1,5 TL gemahlener Kreuzkümmel und einer kräftigen Prise Salz gut vermengen. Auf einem Backblech verteilen, 35 Minuten im Backofen rösten, dabei gelegentlich wenden. Der Paprika darf dabei gerne schon leicht schwarz werden.

Inzwischen 1 Rolle Blätterteig auf ein Blech mit Backpapier ausrollen, zwei Quadrate daraus formen, Teig an den Rändern einschlagen. Mehrfach mit einer Gabel einstechen. Den Teig vor allem an den Rändern mit Eidotter oder Milch bepinseln, dann den Boden mit etwas Sauerrahm bestreichen.

Wenn die Paprikamischung fertig ist, herausnehmen und die Temperatur auf 220 Grad erhöhen. Paprika mit frischen Kräutern (gehackte Petersilie und Koriander) vermischen. Auf den Teigstücke verteilen, dabei in der Mitte eine Vertiefung für die Eier lassen.

14 Minuten backen, danach 2 Eier vorsichtig in die Vertiefungen schlagen. Noch einmal ca. 7 Minuten backen, bis die Eier gerade gestockt sind und der Dotter noch weich ist.

Vor dem Servieren mit frisch gemahlenem Pfeffer und gehackter Petersilie bestreuen, mit etwas Olivenöl beträufeln.

Variante: Das Gericht eignet sich auch kalt als Party-Snack – dafür einfach kleinere Stücke machen und die Eier durch Feta ersetzen.

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