DIY Ketchup

Die einfachsten, selbstverständlichsten Dinge einmal selber zuzubereiten, das finde ich ziemlich spannend – nicht nur schmeckt das Ergebnis natürlich um einiges besser und ist frei von jeglichen bösen Zusatzstoffen, sondern man bekommt nur so ein richtiges Gefühl dafür, was wirklich drin steckt und wie es hergestellt wird.

ketchup (3)

Zum Beispiel im Ketchup. Tomaten, Zucker, Essig und Gewürze, that’s it. Die Grundlage für unseren Erstversuch war das Ketchuprezept von Jamie Oliver aus „Jamie at Home“.

ketchup

Für etwa 750 ml Ketchup zunächst einmal eine große Pfanne auf den Herd stellen und Olivenöl darin erhitzen. Da kommt zunächst einmal das Gemüse (alles grob geschnitten, wird später eh püriert) hinein: 1 rote Zwiebel, 2 Knoblauchzehen, 1/2 Fenchel, 1 Selleriestange und 1 daumengroßes Stück Ingwer. Dann kommen gleich die Gewürze dazu: 1 TL Koriandersamen, 1 TL Chiliflocken und 2 Nelken. Mit Salz und Pfeffer kräftig würzen. 10 bis 15 Minuten schmoren lassen, bis das Gemüse weich wird.

Dann 500 g Kirschtomaten und 1 Dose Tomatenpulpe sowie 350 ml Wasser dazugeben und so lange kochen lassen, bis sich die Flüssigkeit auf die Hälfte reduziert hat. Dann pürieren und durch ein Sieb passieren, 200 ml Rotweinessig und 50 g braunen Zucker einrühren und nochmals reduzieren lassen – bis das Ganze die Konsistenz von Ketchup hat. Nochmals nachwürzen und abfüllen! Um das Ketchup haltbar zu machen – die Haltbarkeit sollte einige Monate betragen – sollten die Flaschen natürlich steril sein.

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Kerala-Gemüsecurry mit Papadams und Nelkenreis

Dieses un-glaub-lich gute südindische Gemüsecurry war die perfekte Gelegenheit, endlich die 100er-Packung Papadam-Brot, das wir im Sri Lanka Urlaub am Markt in einem winzigen Dorf mitgenommen haben, weiterzubringen. Es stammt aus Jamie Olivers 15-Minuten-Dinners, aber ganz so schnell geht’s natürlich nicht wie Herr Oliver verspricht. Vielleicht, wenn man schon alles fix und fertig vorbereitet, geschält und geschnipselt hat, aber wer hat das schon. However, die vielleicht 40 Minuten Kochzeit lohnen sich absolut.

Kerala-Curry

Für vier hungrige Curry-Fans

1. Reis: Eine Tasse Reis in 2 Tassen Wasser mit ca. 10 Nelken und einer Prise Salz kochen. Wer nicht weiß, wir’s geht, schaut auf die Packungsanleitung.

2. Curry: (Kokos-)Öl in einer großen Pfanne erhitzen, darin je einen TL Senfsamen, Kurkuma und Bockshornkleesamen plus eine kleine Handvoll Curryblätter anrösten. Inzwischen kommt der bei Oliver so beliebte Multizerkleinerer zum Einsatz: Zwei Knoblauchzehen, ein daumengroßes Stück Ingwer, Stängel eines Büschels Koriander und sechs Frühlingszwiebel darin zerkleinern und die Mischung ebenfalls in die Pfanne geben. Einen halben Kopf Karfiol (Blumenkohl) in Röschen zerteilen, auch er kommt jetzt in die Pfanne. Wie auch eine Dose Kichererbsen (abgetropft) und eine Viertel Ananas, in Würfel zerschnitten. Das Ganze wird mit einer Dose Kokosmilch aufgegossen darf nun 10-15 Minuten vor sich hin köcheln. Wenn der Karfiol fast durch ist, kommt zum Schluss noch eine Handvoll Cocktailtomaten, in Hälften geschnitten, dazu.

3. Papadams: Je nach Packungsanleitung die Papadams (gibt’s für alle, die nicht mal schnell nach Sri Lanka oder Indien fliegen möchten im Asiamarkt) in der Mikrowelle aufpoppen lassen oder in einer weiteren Pfanne in (Kokos-)Öl erhitzen und dort poppen lassen.

4. Joghurtdip: 3 gute EL voll Joghurt mit einem Spritzer Zitronensaft und viel Minze verrühren. Für eine vegane Variante gibt’s einfach ein feines Chutney dazu. Oder natürlich Sojajoghurt mit Minze.

Wenn alles fertig ist, das Curry noch mit Zitronensaft abgeschmecken und mit Koriander bestreut servieren.

Kohl-Erdäpfel-Laiberl mit pochiertem Ei

kohlkartoffellaibchen

Das Ungetüm im Hintergrund vergesst bitte, das ist ein bisschen missglückt! Glücklicherweise zieht aber eh der rinnende Dotter im Vordergrund den Blick auf sich. Mhm! Pochiertes Ei! Lange habe ich mich nicht darübergetraut – aber jetzt kommt das auf überhaupt jedes Essen oben drauf 😉

Für diese Laibchen – das Rezept stammt aus VIVA!, November 2007 -, braucht es nicht viele Zutaten. Ein einfaches, herzhaftes, vegetarisches Hauptgericht. Und das Ei sorgt für eine große Portion Umami.

Für 2 Hungrige 400 g Erdäpfel schälen und weich kochen (ca. 20 Minuten, je nach Größe und Sorte).

Inzwischen eine halbe Zwiebel und eine Knoblauchzehe fein hacken und in etwas Butterschmalz anbraten. Eine halbe Handvoll fein geschnittene Petersilie dazugeben.

Wenn die Erdäpfel fertig sind, in einer Presse oder mit einem Stampfer zerkleinern.

Rund 200-250 Gramm Kohlblätter in Streifen schneiden, dabei den Strunk und alle härteren Teile entfernen (die lassen sich nicht so gut zu Laibchen formen). 4,5 Minuten blanchieren. Gut ausdrücken.

Erdäpfel, Zwiebelmischung und Kohl mit 2 El Mehl zu einem Teig verkneten, mit Salz und Pfeffer kräftig würzen. Laibchen formen (4 sollten sich gut ausgehen).

Die Laibchen in einer großen Pfanne mit etwas Butterschmalz goldbraun braten. 3-4 Minuten brauchen sie ca. auf jeder Seite.

Eier Pochier-TrickPochierte Eier: Weil es mein allererstes Mal war, habe ich mir einen deppensicheren Trick aus einem Jamie-Oliver-Video abgeschaut: Ein Stück Frischhaltefolie über eine Tasse legen und ausbeulen, so dass ein Ei gut hineinpasst. Ei hineinschlagen, oben verschließen und so in simmerndes Wasser legen. 4 Minuten leicht köcheln lassen, fertig!

So kann die Form des Eis eigentlich nicht verloren gehen, man kann auch zusätzliche Gewürze oder Kräuter mit ins Päckchen hauen und man spart sich den Essig, der bei den meisten Pochier-Anleitungen ins Wasser gegeben wird. Bäh!

Für die vier Laibchen habe ich zwei Eier verwendet.

Brokkolisalat mit Speck

Das ist ein Salat, von dem Jamie Oliver behauptet, er hätte sogar die sonst nie Gemüse essenden Cowboys dazu gebracht, einmal etwas abseits von Fleisch zu verzehren. Kunststück, sag ich: Ist ja Speck drin!

brokkolisalat

Für 2-3 Portionen einen Brokkoli in kleine Röschen zerteilen, den Strunk in dünne Scheiben schneiden. Das Gemüse fünf Minuten in einem Topf mit Dämpfeinsatz dämpfen, inzwischen 3 Scheiben Räucherspeck mit 3 EL Olivenöl in einer Pfanne knusprig braten. Das Öl nicht wegschütten, sondern gleich für das Dressing weiterverwenden: 1/2 Knoblauchzehe (gepresst), 1/2 TL Dijonsenf, 1 EL Weißweinessig und etwas Schnittlauch (in Röllchen geschnitten) zusammenrühren. Den noch warmen Brokkoli in eine Schüssel geben, ca 5 Kirschtomaten (halbiert) daruntermischen, den Speck dazugeben, mit dem Dressing abmachen. Feta darüberbröseln, mit Pfeffer und – wer mag – Chilisalz würzen. Achtung, durch Speck und Feta ist das ganze schon sehr salzig!

Parmigiana

Ein italienischer Klassiker, den man viel öfter essen sollte: Parmigiana di Melanzane, ein Gratin aus Auberginen, Paradeisern, Mozzarella und Parmesan, der garantiert auch Fleischesser überzeugt. Für das Rezept habe ich mich weitgehend an einem Rezept von Jamie Oliver orientiert. Zumal der mit der Grillmethode viel Fett spart (in einem anderen Rezept aus meiner Sammlung werden die Melanzani nämlich in Öl frittiert). Jamie wäre aber nicht Jamie, wenn er die gesparten Kalorien nicht wieder hineinschummeln würde: Er verwendet gleich vier Handvoll geriebenen Parmesan.

Parmigiana

Für vier Personen drei Melanzani in 1 cm breite Scheiben schneiden, kräftig salzen und etwa eine halbe Stunde lang ziehen lassen, bis Wasser austritt: die Bitterstoffe. Diese mit einem Küchentuch abtropfen. Die Melanzani danach in einer Grillpfanne oder im Backrohr mit Grillfunktion oder auf dem Griller – wait for it – grillen. Am allerbesten so lange, bis sie leicht angekokelt sind.

Für die Tomatensauce eine Zwiebel und zwei Knoblauchzehen, fein gewürfelt, in Öl anbraten. 500 ml passierte Tomaten zufügen, köcheln lassen, mit Salz, Pfeffer und gerebeltem Oregano würzen.

Zwei Packungen Mozzarella in dünne Scheiben schneiden.

Melanzanischeiben in eine Auflaufform schichten (Einfetten ist nicht notwendig). Mit Tomatensauce begießen, jede Scheibe mit einer Mozzarellascheibe belegen. Das ganze mit einer weiteren Schicht wiederholen. Ganz obenauf kommt eine großzügige Schicht geriebener Parmesan. Das ganze bei 190 Grad (Umluft) eine halbe Stunde lang backen.Mit gehacktem Basilikum bestreuen. Mit Brot servieren. Schmeckt auch kalt, falls man es je so weit kommen lässt.

Brokkoli in Asia-Marinade

Mit ihm kann man’s ja machen – fast alles nämlich. Diesmal wird der Brokkoli mit einer asiatischen Sauce aus Sojasauce und Sesamöl, mit Knoblauch und Ingwer, zubereitet. Ganz einfach und ganz raffiniert. Das Rezept stammt von Jamie Oliver. Ja, schon wieder.

Ich habe mich an der Variante aus dem Blog Elly’s Art orientiert, hier gibt es die vielleicht ganz originale Jamie-Variante mit Balsamico und Chili. Wird demnächst ausprobiert.

Brokkoli asiatisch

Für zwei Portionen als Hauptgericht (oder vier als Beilage) einen Kopf Brokkoli in Röschen teilen, den Strunk in dünne Scheiben schneiden. 1 TL Sesam (ich hatte nur schwarzen, optisch schöner ist sicher normaler) in einer Pfanne ohne Fett rösten und beiseite stellen. Brokkoli mit Dämpfeinsatz über ein wenig Wasser dämpfen, das dauert knapp 10 Minuten. Inzwischen fünf Knoblauchzehen in feine Scheiben schneiden, in 3 EL Olivenöl knusprig frittieren, aber herausnehmen, bevor sie dunkelbraun werden. Auf Küchenpapier trocknen. Mit dem Knoblauchöl, 3 EL  Sojasauce und einem halben TL Sesamöl eine Marinade zubereiten. Ein daumengroßes Stück Ingwer sehr fein schneiden und unter die Marinade mischen. Den Brokkoli abseihen und noch heiß mit der Marinade übergießen, mit Sesam und Knoblauchchips bestreuen und etwas Limettensaft beträufeln.

Karfiol in Paradeisersauce

Gemüsehirn im TopfEin bisschen schaut er wie ein Gehirn aus, dachte ich mir als der Karfiol (in Deutschland besser bekannt als Blumenkohl) so in der Tomatensauce vor sich hin köchelte (siehe Bild rechts).

Das Rezept mag wie ein uraltes italienisches Rezept klingen, ist aber in Wirklichkeit eine Erfindung Jamie Olivers. Der Karfiol wird im Ganzen im Topf in einer Paradeisersauce mit Oliven geköchelt.

Fleischtiger servieren das Ganze am besten mit Lamm, Vegetarier sind bestimmt auch so glücklich.

 

 

Hier das Rezept – für vier Beilagen- und zwei Hauptgerichts-Portionen:

Wichtig ist die Auswahl des Topfs, der sollte die richtige Größe haben, damit der Karfiol zur Hälfte darin köcheln kann. Die Formel lautet: Karfioldurchmesser plus 2 cm rundherum.

Einen ganzen Karfiol von Blättern und Strunk befreien, die schönen Stücke des Strunks klein hacken. Den Strunk mit einer Zwiebel und fünf Knoblauchzehen, beides klein gewürfelt, in etwas Öl ca. 10 Minuten lang braten, bis sie Farbe angenommen haben. Dann eine gute Handvoll schwarze Oliven (entsteint), sechs Sardellen (grob in Stücke geschnitten) und die Stängel einer Handvoll Petersilie (klein geschnitten) mitbraten. Zwei Dosen Pellati-Paradeiser  hineingießen, die Paradeiser gegebenenfalls mit einer Gabel zerdrücken. Mit einem großen Spritzer Rotweinessig verfeinevern. Die Sauce zum Kochen bringen.

Dann den Karfiol vorsichtig in die Sauce setzen. Er sollte etwa halb eingetaucht sein. Mit etwas Olivenöl beträufeln, Deckel drauf und 40 bis 50 Minuten garen, bis er schön weich ist. Vor dem Servieren – etwa in einer Schüssel – mit den gehackten Petersilienblättern bestreuen.

Lässt man die Sardellen einfach weg, ist das Gericht sogar vegan.

Karfiol in Paradeissauce

 

Gnocchetti mit Brokkoli

Die 30-Minuten-Menüs von Jamie Oliver machen mich fertig. Zumindest diese Geschwindigkeitsansage – ich schaffe gerade einmal einen der drei Gänge in einer halben Stunde. Aber Slow Food ist ja das beste Essen. Und eine halbe Stunde eh eine sehr akzeptable Zubereitungszeit. Zum Beispiel für diese spektakulär simplen Nudeln mit Brokkoli, Kapern, Sardellen und Parmesan. Was mir daran besonders gut gefällt: Bei diesem Rezept wird auch darauf geachtet, die ganzen Nahrungsmittel auszunutzen – z. B. die Rinde vom Parmesan und den ganzen Brokkolistrunk.

Brokkolinudeln Jamie Oliver

Und los geht’s! Für vier Portionen einen Brokkoli in Röschen und Strunk zerteilen, den Strunk in mittelgroße Stücke schneiden. Diese mit einem halben Glas Sardellen – mitsamt dem Öl -, einer getrockneten Chili und einem EL Kapernbeeren in die Küchenmaschine werfen und zu einer Paste zerkleinern.

500 g Gnocchetti oder Orecchiette oder ähnliche Nudeln nach Packungsanweisung in Salzwasser garen. Fünf Minuten später die Brokkoliröschen dazuwerfen – spart einen Topf! 🙂

Die Paste währenddessen mit etwas Olivenöl in einer Pfanne anbraten, Parmesanrinde und ca. 100 ml (ein halbes Glas) Wasser dazugeben. Die Parmesanrinde schmilzt dann ein wenig und gibt herrlichen Parmesangeschmack ab. Ein wenig einkochen lassen, geriebenen Parmesan dazugeben, bis eine sämige Sauce entsteht. Mit Pfeffer und Salz würzen.

Die Nudeln und den Brokkoli abseihen, mit der Paste vermischen. Mit Parmesan bestreuen.

Karotten-Koriander-Salat

In diesem simplen und doch raffinierten Salat nach einem Rezept von Jamie Oliver wird die Karotte zum Star. Endlich einmal. Koriander muss man halt mögen, er ist jedenfalls ein genialer Partner für das knackige Wurzelgemüse.

Karottensalat

Für vier bis sechs Portionen sechs Karotten schälen und grob raspeln. Mit einer Handvoll Koriander, fein geschnitten, in einer Schüssel vermischen.

Für das Dressing die Schale einer unbehandelten Orange abreiben und sie auspressen. Eine Zitrone auspressen. 4 TL geröstete Sesamsamen mörsern und in den Saft geben. Mit etwa doppelt so viel Olivenöl auffüllen, mit Salz und Pfeffer auffüllen. Sofort servieren.

 

Das, was hier noch auf dem Teller zu sehen ist, sind übrigens Spinat-Ricotta-Küchlein, die noch ein bisschen Tüftelei brauchen.

 

 

Selbstgemacht: Ingwer-Limo

Genaugenommen ist es weder Ginger Beer noch Ginger Ale, genauso gut schmeckt es aber auf jeden Fall: Ein „Easy Peasy Ginger Beer“-Rezept hat Jamie Oliver auf seiner Seite, das ratzfatz zubereitet ist. Und praktischerweise eine tolle Grundlage für Cocktails bietet …

Ginger Ale

Für einen Krug Ingwer-Limonade

… ca. 140 Gramm Ingwerwurzel schälen und mit 5-6 Esslöffeln Rohrzucker und der Schale von zwei Bio-Zitronen in den Food Processor werfen und klein häckseln lassen.

Mit dem Saft der beiden Zitronen aufgießen und kurz ziehen lassen, mit Mineralwasser oder Soda auffüllen und 10 Minuten ziehen lassen.

Eventuell mit Minzezweigen dekorieren.

Ins Glas durch ein Sieb gießen.

Drinks:
Gilligan’s Revenge: Ein Highball-Glas mit Eis auffüllen, 40 ml Wodka hineingießen. Mit Ginger Ale auffüllen, einen Schuss Grenadine einrühren.

Dickie Ward: Ein Highball-Glas mit Eis auffüllen, 40 ml Scotch hineingießen. Mit Ginger Ale auffüllen, einen Spritzer  Angostura oder andereren Bitter dazugeben, umrühren. Mit Zitronenschale garnieren.

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