Olivenöl- & Kürbiskern-Eis

Zu den besten Eis-Kreationen gehören auch immer die mit einer kleinen Prise Salzigkeit – siehe Salty Caramel, Brezel & Co. Bei diesem Eis – es stammt aus dem hier schon sehr oft bemühten Buch „Das beste Eis der Welt“ – wird ein wenig Olivenöl unter die Eismasse gemischt, für einen leicht salzigen Crunch sorgen geröstete und gesalzene Kürbiskerne.

Die Grund-Eisbasis besteht wie immer im Buch von Jeni Britton Bauer aus Milch + Schlagobers + Stärke + Glukosesirup und kommt ohne Eiern aus.

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Für einen Liter Eismasse: 450 ml Milch abmessen. Eine kleine Schüssel mit 1 EL + 1 El Speisestärke füllen, 2 EL der Milch dazu und verrühren.  In einer zweiten kleinen Schüssel 40 g Frischkäse mit einer Prise Salz glattrühren.

Restliche Milch mit 230 ml Schlagobers, 100 g Zucker, 2 EL Glukosesirup (kann man leicht mit Traubenzucker und Wasser kochen) in einem großen Topf zum Kochen bringen, ca. 4 Minuten sprudelnd kochen. Vom Herd nehmen, Stärkemischung einrühren. Nocheinmal aufkochen lassen und mit einem Spatel eine Minute lang rühren, bis die Mischung leicht andickt. Dann vom Herd nehmen.

Den Frischkäse langsam in die heiße Milchmischung einrühren, 60 ml Olivenöl dazugeben und sorgfältig unterrühren. Zum Abkühlen entweder zugedeckt ins Freie stellen oder im Eiswasser-Bad herunterkühlen, dann in die Eismaschine geben zum Frieren.

50 g Kürbiskerne (entweder gleich geröstete und gesalzene kaufen oder selbst 5 Minuten mit etwas Olivenöl rösten und mit Meersalz bestreuen) bereitstellen. Eismasse in den Tiefkühl-Behälter füllen, dabei immer wieder Schichten von Kürbiskernen einstreuen. Mindestens vier Stunden lang fest werden lassen.

Wie man Spaghettieis macht

Ein Menü zum Thema Siebziger Jahre, was macht man da als Nachspeise? Nach vielen Mehlspeisenklassikern, die es aber schon viel länger gibt, kam ich irgendwann auf ein Kultdessert, das ein Italiener 1969 in Mannheim erfunden hat, das in den Siebzigern seinen Siegeszug durch den deutschsprachigen Raum begonnen hat und das auch heute noch bei keiner Eisdiele wegzudenken ist. Spaghettieis!

Spaghetti-EisDas ist eigentlich recht leicht selbst herzustellen. Es besteht aus nichts anderem als Vanilleeis, durch eine Erdäpfelpresse gedrückt, Erdbeersauce und geraspelter weißer Schokolade.

Das natürlich alles selbstgemacht:

Für das Vanilleeis habe ich das Grundrezept aus Jeni Britton Bauers „Das beste Eis der Welt“ verwendet: Dafür 1,5 EL Speisestärke mit 2 EL Milch glattrühren. 50 Frischkäse (Zimmertemperatur) mit einer Prise Salz glattrühren. 450 ml Vollmilch mit einem Becher Schlagobers, 150 g Zucker und 2 EL Glukosesirup mit dem Mark aus einer Vanilleschote aufkochen, 4 Minuten sprudelnd kochen lassen. Vom Herd nehmen, Stärke nach und nach einrühren. Nochmals aufkochen lassen, ca. eine Minute kochen lassen und dabei ständig rühren, bis die Milchmischung leicht eindickt. Vom Herd nehmen, beiseitestellen.

Den Frischkäse unter die Milchmischung rühren, zu einer glatten Masse verarbeiten. Schüssel im Eisbad abkühlen (oder im Winter einfach eine halbe Stunde abgedeckt rausstellen). In der Eismaschine einfrieren, bis das Eis dick und cremig ist.

In eine Aufbewahrungsbox füllen, glatt streichen, mit Pergamentpapier bedecken, mindestens vier Stunden im Gefrierschrank fest werden lassen.

Für die Erdbeersauce: 200 g Erdbeeren (wenn keine frischen verfügbar, dann gefrorene) mit 2 EL Zucker aufkochen und pürieren.

Für das Spaghettieis einen Becher Schlagobers steif schlagen oder im iSi zubereiten. Auf vier Teller verteilen. Jeweils eine Kugel Vanilleeis (leicht angetaut) in die Kartoffelpresse geben und auf das Schlagobers pressen – dabei leicht drehen, damit die „Nudeln“ gleichmäßig verteilt werden. Mit Erdbeersauce begießen, weiße Schokolade (oder weiße Kuvertüre) darüberraspeln.

Himbeer-Lambic-Sorbet

Was in aller Welt ist Lambic-Bier? Das habe ich mich jedes Mal gefragt, als ich mein Lieblings-Eisrezept-Buch – das von Jeni Britton Bauer – durchblätterte. Da gibt es nämlich mitten im Sommer (das Buch ist in Jahreszeiten unterteilt) eine ganze Doppelseite mit Sorbet-Rezepten mit Lambic-Bier.

Lindemann_framboise_front-600x900Das ist trotz des gerade omnipräsenten Craftbeer-Trends hierzulande tatsächlich nicht so leicht zu bekommen. Achso, an dieser Stelle sollte ich vielleicht endlich erzählen, was es denn nun eigentlich ist: Nun ja, die beiden „Drinking Thinkers“ vom Telegraph bezeichnen es ihrer Getränke-Kolumne als das älteste, seltsamste und unwissenschaftlichste Bier der Welt. Gebraut wird es in einer Handvoll Brauereien in und um Brüssel, das Wort Lambic ist eine geschützte Ursprungsbezeichnung (wie Champagner). Das Bier entsteht durch Spontangärung und ist ziemlich bitter – oben erwähnte Drink-Kolumnisten beschrieben den Geschmack in etwa wie jenen von „in Sherry getränkten alten Socken“. Obwohl den Zutaten nach definitiv ein Bier, ist es geschmacklich eher am Cider.

Dass das Lambic-Bier nun doch relativ verbreitet ist (mittlerweile sogar bei Billa Corsa erhältlich!), liegt nicht nur am guten Bier-Image von Belgien, sondern auch daran, dass die Biere meist mit Fruchtsirup versetzt sind, der der Bitterheit eine fruchtige Süße entgegensetzt. Ganz klassisch ist etwa Kirsche, beliebt sind auch Pfirsich, Apfel, Zwetschge und Johannisbeere. Oder Himbeere, das habe ich mir – so spontan wie die Fermentation bei der Herstellung – aus dem Regal geholt. Lag vielleicht auch daran, dass ich mit einem Himbeer-Sorbet mit Alkohol bereits eine ganz gute Erfahrung gemacht habe!

Jetzt ist wohl nur noch eine Frage offen: Warum Sorbet mit Bier? Einerseits wegen des Süße-Säure-Bitterheits-Spiels, das einen interessanten, nuancenreichen Geschmack ergibt. Sorbets brauchen eigentlich sehr viel Zucker – nicht wegen des Geschmacks, sondern damit sie die richtige Konsistenz bekommen und weich bleiben. Durch den Zucker im Alkohol muss man weniger Zucker dazugeben!

himbeer lambic sorbet

Für 1 l Sorbet: 500 g (TK-)Himbeeren in einem Topf pürieren. Mit 170 g Kristallzucker und 80 ml Glukosesirup zum Köcheln bringen und rühren, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Sofort vom Herd nehmen und abkühlen lassen – wenn die Masse Zimmertemperatur hat, noch für mindestens 90 Minuten in den Kühlschrank stellen. Wer die Kerne draußen haben will, streicht die Masse anschließend durch ein feines Sieb. 170 ml Lambic-Bier (ebenfalls kühlschrankkalt) dazugeben.

Nun in die Eismaschine geben und frieren lassen – das Sorbet sollte die Konsistenz von sehr weich geschlagenem Schlagobers haben.

In eine Aufbewahrungsbox geben, mit einem Stück Pergamentpapier einigermaßen luftdicht abschließen und vor dem ersten Genuss mindestens 4 Stunden gefrieren lassen.

(Das dunkelbraune Eis auf dem Foto ist Zartbitter-Schoko – damit war ich aber nicht ganz zufrieden, das wird vorerst noch nicht gebloggt!!)

Salty Caramel Icecream| Ananassorbet mit Piment d’Espelette

Wie Salz und Pfeffer im Eisbecher: Hier zwei Eissorten, die beide durch Gewürze eine ganz ungewöhnliche Nuance erhalten: Das Karamelleis wird mit einer Prise Salz zum Salzkaramell, das Ananas-Sorbet wird mit einem Hauch Piment d’Espelette (Gewürz aus einer baskischen Chilisorte) verfeinert. Beide Rezepte stammen aus dem Buch „Das beste Eis der Welt“. Das Sorbet ist ganz einfach hergestellt, das Salzkaramell ein bisschen aufwändiger. Aber die Mühe lohnt sich (ich finde, das ist das beste Eis, das ich bisher gemacht habe!)

Eis

Ananassorbet mit Piment d’Espelette:
Eine halbe Ananas putzen, holzige Mitte entfernen, grob schneiden und pürieren. Es sollte etwa 220-250 ml ergeben. In einem kleinen Topf 170 g Zucker, 80 ml Glukosesirup, 3 EL Wasser und 1 EL Piment d’Espelette (den man durch 2 TL edelsüßes Paprikapulver und 2 Prise Cayennepfeffer ersetzen kann) aufkochen, bis sich der Zucker auflöst. In die Schüssel mit der Ananas gießen, gut vermischen und gut kühlen lassen, am besten längere Zeit im kältesten Bereich des Kühlschranks. Sorbetmasse in der Eismaschine gefrieren lassen – es sollte fest werden. In eine Aufbewahrungsbox geben, mit Pergamentpapier bedecken und festdrücken, mindestens 4 Stunden fest werden lassen.

Salziges Karamelleis:
Zunächst die Eisbasis zubereiten: 2 EL von insgesamt 450 ml Milch mit 3 TL Speisestärke glattrühren. 40 g Frischkäse mit 1/2 TL Fleur du Sel und 1/2 Schote echter Vanille (sorgfältig ausgekratzt) in einer weiteren Schüssel verrühren. 300 g Schlagobers mit 2 El Glukosesirup in einem Kännchen bereitstellen.
Nun geht’s ans Karamell machen: 150 g Zucker in einem weiten Topf ganz langsam schmelzen lassen. Erst dann mit einem hitzefesten Spatel umrühren, wenn der Zucker braun wird. Weiterrühren, bis die ganze Zuckermasse bernsteinfarben ist. Dann sofort langsam Schlagobers-Sirupmischung einrühren – Achtung, jetzt kann es spritzen! Ordentlich verrühren, bis die Mischung glatt ist, nach und nach immer mehr Obers dazugeben. Danach kommt die Milch dazu, die Masse wird für 4 Minuten aufgekocht. Vom Herd nehmen, Stärkemischung einrühren, noch einmal für 1 Minuten aufkochen und andicken lassen. Dann vom Herd nehmen, wenn nötig durch ein Sieb passieren.
Die heiße Mischung mit dem Frischkäse verrühren, in ein Eisbad stellen und gut durchkühlen lassen. Ev. noch für eine Stunde in den Kühlschrank stellen.
In der Eismaschine gefrieren, bis die Masse dick und cremig ist. Mit Pergamentpapier bedeckt für mindestens 4 Stunden tiefkühlen.

Beim Servieren eventuell nochmals vorsichtig mit einer Prise Piment bzw. Fleur du Sel/Salzflakes bestreuen – der Geschmack ist beim Gefrorenen nämlich weitaus schwächer.

Zitronen-Joghurteis

joghurtIm Moment habe ich einen Lauf, was das Eismachen angeht. Das nächste Projekt, nach Wassermelonensorbet und dem milchigsten Schokoladeneis der Welt, das ich aus der Eisbibel von Jeni Britton Bauer angegangen bin, ist ein Frozen Yoghurt – oder doch ein Joghurteis? Auf jeden Fall ist es seehr gut geworden *schulterklopf* und es hat mich dazu inspiriert, mich mehr mit Milchprodukten und wie man sie selbst machen kann zu beschäftigen. Beim Joghurteis besteht der erste Arbeitsschritt nämlich darin, das Joghurt ein paar Stunden abtropfen zu lassen – und das ist schon mal ganz faszinierend. So trennt es sich von selbst in Molke und Joghurtfrischkäse (siehe Foto rechts).

Das Rezept im Buch dürfte irgendwie fehlerhaft sein, nachdem ich mich nicht auskannte, habe ich es einfach so gemacht, wie ich dachte und es dabei noch vereinfacht.

froyo lemon

Für ca. 1 Liter Zitronen-Joghurteis: Am Vorabend ein Sieb in eine Schüssel hängen, ein Passiertuch (ich habe einfach eine Baumwollwindel verwendet) darüberlegen. Da zwei große Becher Magerjoghurt (1 Liter) hineingießen. Das ganze über Nacht in den Kühlschrank stellen – und voilà, ihr habt wunderbar cremigen Joghurtfrischkäse. Und den gilt es weiterzuverarbeiten.

2 EL von 350 ml Vollmilch mit 2 EL Speisestärke glattrühren.

Zitronensirup aus dem Saft von zwei Zitronen, der Schale einer Zitrone (wenn ihr sie vor dem Einfrieren wieder entfernen wollt, unbedingt in möglichst große Stücke reißen) und 150 g Zucker kochen. Abkühlen lassen.

Die restliche Milch mit einem halben Becher Schlagobers und 4 EL Glukosesirup vier Minuten lang aufkochen, vom Herd nehmen, Stärkemischung vorsichtig einrühren und leicht andicken lassen, wieder vom Herd nehmen. Vorsichtig mit der Joghurtmasse vermischen und zu einer glatten Masse verrühren, den Sirup einrühren.

Masse sorgfältig auskühlen lassen (in einer Schüssel Eiswasser/im Kühlschrank), in der Eismaschine frieren, mindestens vier Stunden lang in den Tiefkühler stellen.

Milchschokoeis (Jeni Britton Bauer)

„Das milchigste Schokoladeneis der Welt“ verspricht Jeni Britton Bauer in ihrem Buch „Das beste Eis der Welt“ (das übrigens erst in der deutschen Übersetzung mit dem selbstbewussten Superlativ versehen wurde). Und fürwahr, das Eis, dessen Kalorienanzahl hier vermutlich jeden Rahmen sprengen würde, ist tatsächlich seeehr cremig, milchschokoladig und unglaublich gut. Wie ein gefrorener Schokopudding! Für den einzigartigen Geschmack sorgt eine Vielfalt an Zutaten, wie Kakao und Zartbitterkuvertüre, Milch, Schlagobers und Kondensmilch.

Schokoladeneis

Für 1 Liter Eismasse

Zunächst 2 EL Milch mit 1 EL + 1 TL Speisestärke (Mais- oder Tapioka-) glattrühren.

60 g Zartbitterschokolade hacken.

In einem 4-Liter-Topf 200 ml Vollmilch, 300 g Schlagobers, 230 ml Kondensmilch (am besten ungesüßt), 150 g Zucker und 2 EL Glukosesirup aufkochen, 40 g ungesüßtes Kakaopulver einrühren, 4 Minuten sprudelnd kochen lassen.

Vom Herd nehmen und Strärkemischung einrühren, nochmals aufkochen und rühren, bis die Mischung andickt. Erneut vom Herd nehmen.

Die heiße Mischung zur Schokolade geben, eine Prise Meersalz dazugeben und rühren, bis die Schokolade geschmolzen ist und die Mischung glatt.Die Eiscremebasis 30 Minuten auskühlen lassen (am schnellsten geht das in einem Wasserbad mit Eiswürfeln drin), am besten noch eine weitere halbe Stunde in den Kühlschrank stellen.In der Eismaschine rühren, bis die Mischung dick und cremig ist. In einem Behälter 4 Stunden lang tiefgefrieren.

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