Salat mit Melone, Fenchel und Mozzarella

Jaaa, er hat Nachschlag genommen! Die Mission, dem Liebsten sein „Hassgemüse“ Fenchel unterzujubeln, ist wieder einmal gelungen. Kein Wunder, hier kriegt der strenge Anisgeschmack des Fenchels es ja mit süßer Zuckermelone zu tun – und wird außerdem in Honig weich gekocht. (Gesehen bei brigitte.de)

Melone-Fenchel-Salat

Für eine Schüssel voll eine halbe Fenchelknolle in feine Scheiben schneiden, Strunk entfernen. In einer kleinen Pfanne mit etwas Öl, 1 TL Honig und 1 TL Fenchelsamen 3-5 Minuten weich braten, mit Salz und Pfeffer würzen und abkühlen lassen. 1/2 Zuckermelone schälen, Kerne entfernen, grob würfeln und in eine Schüssel geben. 1 Packung Mozzarella (~200 g) grob würfeln, dazugeben. Fenchel daruntermischen.
Für das Dressing den Saft einer Zitrone, 3 EL (Nuss)öl, 2 Frühlingszwiebeln (fein gewürfelt), Salz und Pfeffer vermischen und über den Salat träufeln. Mit grob gehackter Zitronenmelisse betreuen.

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Kalte Gurkensuppe mit Avocado

Eine erfrischende kalte Suppe um zu ignorieren, dass der Frühling nicht so schnell macht, wie wir uns das wohl wünschen würden. Das Rezept stammt aus dem Merkur-Friends-Magazin, aus einer Detox-Strecke.

Wird bestimmt bald wieder gekocht – wenn es dann wirklich schön warm ist. Nachdem die Suppe nicht gekocht werden muss, geht die Zubereitung auch superschnell.

Gurkensuppe

Für zwei Teller: Eine Gurke schälen und grob schneiden, 1 Zweig Dill fein hacken, 1 Limette auspressen. Alles mit einem kleinen Becher (Soja-)Joghurt und ca. 700 ml Wasser in den Blender werfen und pürieren. Mit weißem Pfeffer und Salz abschmecken. 1 Avocado würfeln, Suppe mit den Würfeln als Einlage anrichten. Eventuell mit gezupften Dillblättern und/oder ein paar Chiliflocken servieren.

Vietnamesischer Reisnudelsalat

Dieser Salat ist so etwas wie vietnamesische Frühlingsrollen in einer Schüssel, stellte ich mir beim Schnipseln vor – Reisnudeln, frisches und knackiges Gemüse, viiiel Koriander. Eine gute, gesunde, erfrischende Kombination.

vietnam nudel

Für eine große Schüssel – ca. vier Portionen 5 Knoblauchzehen, einen halben Bund Koriander und eine halbe Jalapeno fein schneiden und in der Schüssel gut vermischen. Den Saft einer Limette, 3 EL Fischsauce und 3 EL Rohrzucker dazugeben, verrühren, 5 Minuten stehen lassen, damit sich die Geschmäcker entfalten können.

300-400 Gramm Reisnudeln nach Packungsanweisung kochen.

2 Karotten und eine Gurke schälen und in kleine Stücke schneiden, einen halben Chinakohl in Streifen schneiden (Strunk entfernen), ein paar Zweige Minze fein hacken. Alles mit den abgetropften Reisnudeln in der Schüssel vermischen. Mit gehackten Erdnüssen bestreuen.

Zitronen-Joghurteis

joghurtIm Moment habe ich einen Lauf, was das Eismachen angeht. Das nächste Projekt, nach Wassermelonensorbet und dem milchigsten Schokoladeneis der Welt, das ich aus der Eisbibel von Jeni Britton Bauer angegangen bin, ist ein Frozen Yoghurt – oder doch ein Joghurteis? Auf jeden Fall ist es seehr gut geworden *schulterklopf* und es hat mich dazu inspiriert, mich mehr mit Milchprodukten und wie man sie selbst machen kann zu beschäftigen. Beim Joghurteis besteht der erste Arbeitsschritt nämlich darin, das Joghurt ein paar Stunden abtropfen zu lassen – und das ist schon mal ganz faszinierend. So trennt es sich von selbst in Molke und Joghurtfrischkäse (siehe Foto rechts).

Das Rezept im Buch dürfte irgendwie fehlerhaft sein, nachdem ich mich nicht auskannte, habe ich es einfach so gemacht, wie ich dachte und es dabei noch vereinfacht.

froyo lemon

Für ca. 1 Liter Zitronen-Joghurteis: Am Vorabend ein Sieb in eine Schüssel hängen, ein Passiertuch (ich habe einfach eine Baumwollwindel verwendet) darüberlegen. Da zwei große Becher Magerjoghurt (1 Liter) hineingießen. Das ganze über Nacht in den Kühlschrank stellen – und voilà, ihr habt wunderbar cremigen Joghurtfrischkäse. Und den gilt es weiterzuverarbeiten.

2 EL von 350 ml Vollmilch mit 2 EL Speisestärke glattrühren.

Zitronensirup aus dem Saft von zwei Zitronen, der Schale einer Zitrone (wenn ihr sie vor dem Einfrieren wieder entfernen wollt, unbedingt in möglichst große Stücke reißen) und 150 g Zucker kochen. Abkühlen lassen.

Die restliche Milch mit einem halben Becher Schlagobers und 4 EL Glukosesirup vier Minuten lang aufkochen, vom Herd nehmen, Stärkemischung vorsichtig einrühren und leicht andicken lassen, wieder vom Herd nehmen. Vorsichtig mit der Joghurtmasse vermischen und zu einer glatten Masse verrühren, den Sirup einrühren.

Masse sorgfältig auskühlen lassen (in einer Schüssel Eiswasser/im Kühlschrank), in der Eismaschine frieren, mindestens vier Stunden lang in den Tiefkühler stellen.

Vichysoisse

Vichysoisse ist ein Begriff, den man schon irgendwo irgendwann mal gehört hat. Aber was das eigentlich ist? Das findet man am besten heraus, indem man sie einfach nachkocht! Es handelt sich um eine kalte gebundene Gemüsesuppe aus Lauch und Erdäpfeln. Das Rezept ist kein französisches, sondern ein amerikanisches, auch wenn der Erfinder Franzose war: Als solcher gilt der Koch Louis Diat, der sie 1917 erstmals im Ritz-Carlton New York auftischte. Er berief sich allerdings auf ein Rezept seiner Mutter – aus Vichy -, die die Suppe allerdings heiß servierte. Also irgendwie doch ein französisches Rezept.

Das Rezept, an dem ich mich orientiert habe, stammt von niemand Geringerem als Vanessa Redgrave, die es in der Serie „A Taste of my Life“ der BBC verraten hat.

Vichysoisse

Für vier Teller voll – als leichte Vorspeise – eine Zwiebel und 300 g Lauch (am besten nur das Weiße verwenden, um die Farbe der Suppe zu erhalten) klein schneiden und in etwas Butter anschwitzen. Einen Spritzer Weißwein dazugeben, 10 bis 15 Minuten lang sanfter Hitze köcheln, bis sie weich sind.  100 g Erdäpfel (geschält, gewürfelt) und 300 ml Gemüsesuppe (oder Hühnersuppe) dazugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und die Erdäpfel darin kochen, etwa 10-15 Minuten.  Pürieren und passieren, dabei etwas abkühlen lassen. 250 ml kalte Milch und einen guten Schuss Obers dazugeben. Nochmals abschmecken.  Kühlen. Mit Schnittlauch servieren.

Selbstgemacht: kalte Suppen

Ob hier der Suppenkaspar auch verweigert hätte? Kalte Suppen sind das wahrscheinlich Allerbeste bei heißen Temperaturen.

Vom andalusischen Klassiker Gazpacho

Gazpacho mit Spießen

Gazpacho mit Spießen

… Rezept siehe hier gibt es auch zahlreiche Varianten. Das historische Original – die Suppe geht auf die Mauren zurück – hatte weder Paprika noch Paradeiser im Rezept, diese waren damals in Europa noch nicht bekannt.

Hier eine Variante mit Zuckermelone (schon wieder) aus dem Frisch gekocht-Magazin. Ein bisschen unnützes Wissen: Diese ist mit der Gurke näher verwandt als mit der Wassermelone.

Melonen-Gazpacho (4 Teller)
Zwei Scheiben Toastbrot (oder einfach Weißbrot) in 50 ml kaltem Wasser einweichen. Eine halbe Zuckermelone (am besten Galia) schälen und von den Kernen befreien, mit einer grob geschälten Gurke und einer Tomate klein schneiden und in eine Schüssel geben. Das eingeweichte Brot, eine zerpresste Knoblauchzehe, 3 EL Tomatenmark, 3 EL Zitronen- oder Limettensaft, 4 EL Olivenöl und 10 große Basilikumblätter dazugeben und fein pürieren. Mit etwas Olivenöl beträufeln, mit Salz und Pfeffer würzen. Fertig!

Melonen-Gazpacho

Melonen-Gazpacho

 

Der andere große Klassiker unter den kalten Suppen: Gurkenkaltschale.

Dazu braucht man eine große Gurke, die grob gerieben und mit ein wenig Salz und einem kleinen bisschen Zucker in einer Schüssel mariniert werden – am besten zwei Stunden lang. Währenddessen 200 ml Gemüsesuppe zubereiten und abkühlen lassen.

Dann sollte das Salz der Gurke das Wasser entzogen haben: fest ausdrücken! Das ganze wird mit der Suppe, je einem Becher (250 g) Schlagobers und Joghurt (oder auch Buttermilch), drei zerdrückten Knoblauchzehen, etwas Olivenöl, dem Saft einer Zitrone, und nach Belieben Basilikum oder Dill pürieren. Fertig!

Gurkenkaltschale

Gurkenkaltschale

 

Und, ohne Foto und ohne Rezept: Die kalte Suppe für Russland-aphine heißt Okroschka (Окрошка) und hat einen ziemlich gewöhnungsbedürftigen Hauptbestandteil: Kwaß (квас) entsteht durch Gärung aus Roggen, Malz und Wasser. Dazu kommen Buttermilch oder Sauerrahm, Radieschen, Gurke, Kartoffeln, harte Eier und Wurst. Schmeckt aber ziemlich gut, traut euch! Hier ein Rezept ohne Kwaß zum Eingewöhnen.

Selbstgemacht: Hummus

Woher kam das plötzlich? Fast wie aus dem Nichts finden sich in den Supermarktregalen fast so viele Sorten Hummus wie … sagen wir Butter. Spar bietet ihn klassisch oder mit Olivenöl und Pinienkernen von Neni am Wiener Naschmarkt,  bei Billa gibt es ihn in den Sorten Tomaten-Zwiebel-Confit, Pinienkernen und wilden Kräutern, Chili oder Koriander von delidip. Und seit neuestem auch in der sehr ordentlichen Billa-Eigenmarke.

Nicht die schlechteste Entwicklung, seit es Supermärkte gibt: Hummus schmeckt gut, ist kalorienarm, macht satt, ist dank seines Hauptbestandteils, der Kichererbse, reich an Eisen, Magnesium und Zink – und dazu noch vegan.

Auch wenn das Hummusangebot in den Läden sehr beachtlich ist, am besten schmeckt er selbstgemacht. Da ist allerdings nix mit spontan: Die Kichererbsen müssen über Nacht eingeweicht werden, gerne auch noch länger.

Hummus

Hummus

Hier das Rezept (4 Personen als Vorspeise):

200 Gramm getrocknete Kichererbsen über Nacht mit viel Wasser  (3fache Menge) einweichen, das Wasser dabei ein paar Mal wechseln. Dann noch 1, 2 Stunden köcheln lassen, bis sich die Erbsen mit der Gabel zermantschen lassen. Beim Abgießen ein wenig vom Kochwasser übrig lassen.

6 EL Tahini (Sesampaste, gibt es im Glas in jedem größeren Supermarkt in der Exoten-Abteilung oder beim Türken um die Ecke) mit dem Saft einer halben Zitrone und – Puristen bitte wegschauen! – einer zerdrückten Knoblauchzehe vermischen. Das ganze mit den weich gekochten Kichererbsen in den Food Processor geben und zu einem Brei mixen lassen.

Würzen mit einer großzügigen Prise Salz, je nach Geschmack weiters mit Kreuzkümmel, noch einer Knoblauchzehe und dem Saft der halben Zitrone. Das vor dem Abfluss gerettete Kochwasser verwenden, um die gewünschte Konsistenz zu erreichen.

Serviert wird Hummus klassischerweise auf einem Teller mit einer kleinen Kuhle in der Mitte, in die man etwas Olivenöl gießt, und Rosenpaprika (milder roter Paprika tut’s wohl auch).

 

Eine interessante Variante (noch nicht ausprobiert!) habe ich bei Nigella Lawson gefunden: Erdnussbutter-Hummus.

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