Erdäpfel mit Fenchel, Pecorino und Zitrone

Heute: Eine köstliche Kartoffel-Variante mit Gemüse, Pecorino-Käse und einem Hauch Zitronenschale. Noch besser: Es handelt sich um ein Gericht, das praktisch gar keine Arbeit macht – die Erdäpfel und das Gemüse garen ganz von alleine im Backrohr, gewürzt mit nur ein bisschen Olivenöl und Salz und Pfeffer und werden mit geriebenem Käse und ein wenig Zitronen-Zesten bestreut.

Als Beilage, etwa zu Lachsfilet, oder ganz allein kann das schon was!

erdäpfel fenchel pecorino

Für 4-6 Beilagenportionen bzw. 2-3 als Hauptgericht: Backrohr auf 220 Grad (Umluft) vorheizen. 600-700 Gramm kleine Erdäpfel gut waschen und abbürsten, 2 Fenchelknollen vom Strunk befreien und putzen. Erdäpfel nicht schälen, nur in 2-3 cm dicke Scheiben schneiden, Fenchel in gleichmäßige Stücke schneiden. Beides mit gutem Olivenöl vermischen, mit reichlich Meersalz und Pfeffer mischen und gleichmäßig auf einem Backblech verteilen.

15 Minuten bei 220 Grad backen, wenden und nocheinmal 15 Grad backen. Dann mit fein geriebenem Pecorino bestreuen, durchmischen und weitere 10 Minuten ins Backrohr geben. Herausnehmen, mit noch mehr Pecorino und Zitronenzesten (von etwa einer halben Zitrone) bestreuen, nachwürzen und servieren!

Erdäpfelknödel mit brauner Selleriesauce

Wieder einmal ein Gericht aus unserer beliebten Reihe „Gemüse ist mein Fleisch“ – Vegetarisches für Fleischfresser.

Diese Selleriesauce aus dem Buch „Österreich vegetarisch“ ist ein wenig aufwändig, aber gar nicht schwierig herzustellen. Sie macht sich nicht nur toll zu Erdäpfelknödeln (Kartoffelklöße), sondern auch zu allen möglichen Gemüselaibchen. Dank der Kombination Sellerie – Tomatenmark – Zwiebeln – Rotwein – Worcestersauce schmeckt sie intensiv umami, was auch Fleischfresser glücklich machen sollte.

Erdäpfelknödel

Für die Sauce (sie reicht für etwa 4-6 Teller) 1 Sellerieknolle gut waschen und ungeschält (!) in kleine Stücke schneiden. In etwa 3 EL Pflanzenöl eine Viertelstunde ganz laaaangsam braun rösten. Dann kommen 2 Zwiebeln und 2 Knoblauchzehen, geschält und grob geschnitten, dazu. Mit 1 TL Kristallzucker karamellisieren. 1 TL Paradeismark dazugeben und kurz mitrösten. Mit 70 ml Rotwein (am besten ein kräftiger Zweigelt oder St. Laurent) ablöschen, etwas einkochen lassen. Mit etwa 1 l Gemüsesuppe aufgießen, mit Salz und Pfeffer würzen. Das Ganze langsam bei kleiner Flamme eine Stunde lang einreduzieren, es sollte noch etwa ein Viertel übrig bleiben. Danach wird die Sauce abgeseiht und mit einem Spritzer Worcestersauce und ev. noch mehr Salz (Selleriesalz passt natürlich perfekt) abschmecken. (Ev. mit ein bisschen Stärke binden).

Dazu zum Beispiel Erdäpfelknödel (Kartoffelklöße): 1/2 Kilo mehlig kochende Erdäpfel weich kochen (am besten am Vortag), schälen, durch die Erdäpfelpresse drücken. Mit 25 g Weizengrieß und 150 g Erdäpfelstärke (bitte glaubt nicht, dass ihr die einfach so durch Maisstärke ersetzen könnt, sonst bekommt ihr so seltsam weiße Dinger wie ich hier oben am Bild – geht echt nur zur Not!) gut durchkneten, ev. ein wenig kaltes Wasser dazugeben. Teig in Frischhaltefolie eine Stunde rasten lassen.

Dann den Teig in 2 Rollen formen, 6-8 gleichmäßige Stücke abschneiden und zu Knödeln formen (Hände dabei leicht bemehlen). In kochendes Salzwasser geben, ca. 8-12 Minuten ziehen lassen.

Asiatische Vichysoisse

Ganz klassisch habe ich sie ja schon einmal gekocht, die Vichysoisse. Dass man aus der schlichten Schönheit der Erdäpfel-Lauch-Suppe auch köstliche Variationen machen kann: Na klar! Es folgt ein Rezept von Frank Rosin – auch bekannt als TV-Restaurant-Retter -, in dem er dem Klassiker mit Ingwer, Zitronengras, Kokos und Chili einen asiatischen Touch verleiht. Ganz einfach und doch so raffiniert. Rosin setzt dem ganzen mit einem Tunfischtatar die Krone auf, wir haben uns in Ermangelung fangfrischen Tunfisches für Tunfischlaibchen (-Frikadellen) entschieden.

Vichysoisse

Für 6 Teller Suppe 800 g Erdäpfel sowie 140 Gramm Lauch (Porree) putzen, waschen und in grobe Stücke schneiden. 2 Schalotten und ein daumengroßes Stück Ingwer schälen und fein würfeln. 1 Stange Zitronengras in grobe Stücke schneiden.

(Kokos)öl in einem weiten Topf erhitzen. Alles obige bei mittlerer Hitze andünsten, mit 1 TL Kurkuma bestäuben. 1 Chili fein schneiden (ev entkernen) und dazugeben. Mit 1 Liter Gemüsefond und 1 Dose Kokosmilch aufgießen, aufkochen lassen. Ca. 20-25 Minuten kochen lassen.

Zitronengras entfernen, pürieren. Lauwarm abkühlen lassen, mit Salz und Limettensaft abschmecken. Mit rosa Beeren (schön retro!) und Koriander servieren.

Rachs Tunfischtatar besteht, für alle, die die Möglichkeit haben, richtig frischen Tunfisch zu bekommen, aus: 250 g Thunfischfilet, 4-5 El Olivenöl, 2 Tl Korianderöl, Pfeffer, 2 El fein gehacktes Koriandergrün, 1-2 Tl Limettensaft und Salz: Einfach alles im Blender zusammenmixen, anrichten, fertig! Wir haben einfach aus der selben Mischung plus einem Ei plus Semmelbrösel Laibchen geformt und diese gut angebraten.

Gekostet: Eschbonkoh

Bad Aussee Wappen

Bad Aussee Wappen

Kaum ein Nicht-Ausseer weiß, was das überhaupt sein soll, geschweige denn hat er das Wort jemals gehört: Eschbonkoh (auch: Easchbonkoh, Echbonkoh, Äschbonkoh). Und Google hilft hier auch nicht weiter.Wo sonst als auf der Bad Ausseer Eschbonkoh-Party, ein Fest am Vorabend des Narzissenfests, sollte man der Sache auf den Grund kommen. Also: Eschbon steht für Erdapfel, Koh für Koch. Erdäpfelkoch also. Es handelt sich um eine fast vergessene Speise aus dem Ausseerland, ein ganz einfaches Essen aus gekochten Erdäpfeln mit Zwiebeln, gebraten in einer großen Pfanne mit viel Schweineschmalz.Also nix mit vegetarisch. Das schmeckt natürlich deftig wie es klingt und macht auch ganz schön satt. Trotzdem behaupten die Ausseer, sie würden es im Gegensatz zu den Bad Mitterndorfern nur als Beilage essen. So schaut das dann aus, wenn ordentlich aufgekocht wird:

Eschbonkoh

Eschbonkoh-Party in Bad Aussee, (c) Kleine Zeitung, Sonja Haider-Krätschmer

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.