Pizza Quattro Formaggi mit Fenchel

Ein super Pizzabelag ist uns schon im Herbst aus dem „Frisch gekocht“-Magazin von Billa entgegen gesprungen: Die so beliebte wie üppige Vier-Käse-Pizza, ergänzt durch frischen Fenchel. Der hilft quasi schon live während des Kauens beim Verdauen 🙂

Da ich das Rezept noch immer nicht gebloggt habe, wird das hiermit nachgeholt. Da es von den hinteren Seiten des Magazins stammt, da, wo es um die schnelle Alltagsküche geht, wird diesmal fertiger Pizzateig verwendet. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass das mit frischem Teig der absolute Wahnsinn ist. Bitte aber nicht Kalorien zählen ^^

fenchel-pizza

Für vier Portionen benötigt man zwei Rollen Fertig-Pizzateig (oder eben die entsprechende Menge frischen Teig). Aus dem Kühlschrank nehmen und das Backrohr auf 220 °C Ober-/Unterhitze (bzw. 200 °C Umluft) vorheizen. Ca. 60 g Parmesan hobeln. 100 g Ziegenkäserolle, 1 Packung Mozzarella (125 g) und 100 g Blauschimmelkäse in kleine Stücke zerteilen.

Den Teig auf zwei Backblechen mit Backpapier ausrollen – entweder für zwei Blechpizzen auslegen oder vier ovale Stücke formen. Für die Sauce einfach 6 EL passierte Tomaten mit 2 EL Tomatenmark vermischen, leicht salzen, stärker pfeffern. Teig damit bestreichen und den Käse gleichmäßig darauf verteilen. Ab ins Backrohr – für etwa 15 Minuten (Herstellerangaben beachten!). Nach der Hälfte der Zeit am besten die beiden Bleche im Backrohr tauschen, damit beide gleichmäßig gebacken werden.

Inwischen eine Fenchelknolle putzen, Strunk entfernen und fein hobeln. In einer kleinen Schüssel mit 2 EL Olivenöl und 2 EL Zitronensaft marinieren, mit Salz und Pfeffer würzen. Wenn die Ränder der Pizza goldbraun sind, herausnehmen und mit dem Fenchel bestreuen. Sofort servieren.

Tiroler Kaspressknödel

Neulich ging für ein paar Tage ins Tiroler Zillertal zu einer Familienfeier. Das Wetter hat zwar nicht zum Wandern gepasst, aber dafür haben wir uns umso mehr durch die Zillertaler Spezialitäten gekostet: Ofenleber, Zillertaler Krapfen, … Es war recht üppig, wie man sich vorstellen kann. Aus der Erlebnissennerei habe ich mir dann ein etwas ganz Typisches aus der Region mitgebracht: Graukäse. Das ist so ziemlich dasselbe wie „unser“ Murtaler Steirerkäs – ein magerer Sauermilchkäse, der lange reift und ziemlich gewöhnungsbedürftig riecht. (Und den man sofort wegschmeißen würde, wüsste man nicht, dass er so aussehen soll.)

Verarbeitet habe ich ihn zu Kaspressknödeln, einem seehr deftigen Essen aus Südtirol – Semmelknödel mit viiel Käse, die normalerweise gern auf Skihütten in einer Suppe serviert werden. Aber auch daheim mit Salat super schmecken. Die Knödel heißen übrigens Pressknödel, weil sie aus der runden Kloß-Form in flache Laibchen gepresst werden.

Tiroler Kaspressknödel

Für ca. 6 Knödel 300 g Knödelbrot (Semmelwürfel) in eine große Schüssel füllen. 200 g Graukäse hineinbröseln. 100 g Bergkäse (klein geschnitten) dazugeben. Gut durchmischen.

1 Zwiebel in etwas Butterschmalz glasig dünsten, 1 kl. Bund Petersilie (fein geschnitten) und 1 Knoblauchzehe (fein gewürfelt) dazugeben und etwas mitdünsten. Zwiebelmischung zum Knödelbrot geben.

2 Eier mit 200 ml Milch, Salz und Pfeffer verrühren, ebenfalls zur Brotmischung geben. Alles gut vermischen und festdrücken, damit sich das trockene Brot mit der Flüssigkeit vollsaugen kann. 15 Minuten ziehen lassen.

Mit nassen Händen Knödel formen und flach drücken. In heißem Butterschmalz braten. Und dann, wie oben erwähnt, in Suppe oder mit Salat servieren.

Navratan Korma Curry mit Paneer

Eigentlich hatte ich so richtig Lust auf ein Korma, oder zumindest das, was ich bislang darunter verstanden habe – dieses extraweiche, dicke, sämige Currygericht. Laut Wikipedia ist das aber nur die britische Version eines Kormas – der indische Begriff bezieht sich lediglich auf das langsame Schmoren. Und dann war da aber noch von einer weiteren Variante des Kormas zu lesen: Das Navratan Korma – das aus „neun Schätzen“ besteht, was sich auf die neun Gemüsesorten bzw. Nüsse bezieht. Und, wie ich später noch im tollen (und übrigens paleo-freundlichen) Blog My Heart Beets lerne, stammt das Gericht aus dem indischen Mogulnreich (1526-1858) und wurde damals Königen serviert. Klingt alles nicht so schlecht, oder?

Navratan Korma

Für dieses königliche Gericht voller Schätze habe ich es dann endlich auch einmal ausprobiert, Paneer – den indischen Frischkäse – selbst zu machen. Das ist übrigens ziemlich einfach! Man braucht dafür ein wenig Zeit (am besten am Vorabend machen), aber nur wenige Zutaten: Vollmilch, Säure (zB 1-2 Zitronen oder milden Weinessig), ein feinmaschiges Sieb und ein Passiertuch (oder eine Baumwollwindel).

Paneer selber machen: 2 Liter Vollmilch langsam zum Kochen bringen und regelmäßig rühren, damit nichts anbrennt. Am besten mit einem Thermometer kontrollieren. Sobald sie zu kochen beginnt (laut manchen Internetseiten schon kurz davor, bei 93 Grad), wird Säure eingerührt: Zuerst den Saft einer halben Zitrone, dann die andere Hälfte – spätestens jetzt sollte die Milch gerinnen und ausflocken. Jetzt die Hitze zurücknehmen, nicht mehr umrühren und noch ein wenig mehr Zitronensaft hineingießen, kurz arbeiten lassen. Nun gießt man die Milch über ein mit einem Tuch abgedeckten Sieb ab und spült kurz mit kaltem Wasser über die Käsemasse. Das Tuch zudrehen und das restliche Wasser gut ausdrücken. Die Masse im Sieb mit dem Tuch über eine Schüssel stellen, falls noch etwas austropft, dann mit ein paar Gewichten beschweren – Konservendosen oder ähnliches vielleicht und ein paar Stunden im Kühlschrank ruhenlassen. So wird der Käse zusammengepresst und verliert wenn nötig noch etwas Flüssigkeit. Das war’s schon – nun sollte man ihn mit dem Messer in Stücke schneiden können.

Navratan Korma (4 Portionen): Zunächst das Gemüse vorbereiten – je eine großzügige Handvoll von fünf Sorten sollte es sein, etwa Karotten, Brokkoli, Karfiol (Blumenkohl), Erbsen, Zuckerschoten, Paprika, Champignons, … klein schnipseln. Zwei Zwiebeln, 4 Knoblauchzehen, ein großzügiges Stück Ingwer und 1 Chili fein schneiden.

Nun die Zwiebeln in etwas Fett (bevorzugt Ghee oder Kokosfett, aber alles andere tuts natürlich auch) anschwitzen und glasig braten, Knoblauch und Ingwer dazugeben. Dann kommen auch schon die Gewürze:  je 1/2 TL Kreuzkümmel, Kurkuma, Garam Masala, Kardamompulver, und je 1 TL Salz, Paprika und Korianderpulver. Scharf anbraten, dann noch eine halbe Handvoll Nüsse (zB Cashews oder Mandeln) unterrühren, ein paar Minuten braten lassen. Dann wird aus den angebratenen Zutaten eine Paste erzeugt: Einfach mit dem Pürierstab bearbeiten, Wasser dazugeben bis die Masse sämig ist.

Jetzt kommt das Gemüse dran: Während es im Originalrezept extra gekocht wird, habe ich es mir etwas einfacher gemacht und es direkt im Curry gekocht – einfach in die Masse geben, mit 1/4 l Kokosmilch und Wasser bedecken und 5-10 Minuten (je nachdem, was man so an Gemüse hat) kochen lassen. Kurz bevor es durch ist, noch eine fein geschnittene Tomate dazugeben.

Vor dem Servieren Paneer auf die Teller legen (für die vegane Alternative weglassen oder durch Tofu ersetzen) und noch mit Rosinen, Nüssen und Kräutern bestreuen.

Gekocht: Käse-Biersuppe

Bier trinken ist gut, Bier essen aber auch! Das beweist das neue Buch Überschäumender Genuss, das Infos und Rezepte zu Bieren aus österreichischen Klein- und Privatbrauereien liefert.

Wie diese deftige Käse-Biersuppe, für die Helles verwendet wird:

kaesesuppe

Dafür werden eine  Zwiebel und 3 Knoblauchzehen fein gehackt und in 50g Butterschmalz und etwas Mehl angeschwitzt. Dann mit 400 ml Suppe aufgießen und kurz aufkochen lassen, 400 ml Milch und 250 ml helles Bier dazugeben und weiter erhitzen, aber nicht kochen lassen. 120 g reifen Bergkäse, gerieben, einrühren und weiterrühren, bis er geschmolzen ist. Mit Salz und Pfeffer würzen, ev. mit einem Schuss Schlagobers verfeinern.

Tipp zum Anrichten: mit Sardellen, Pfefferkraut (ersatzweise Schnittlauch oder Lauch) und Schwarzbrotwürfeln.

Dazu passt …: Bier! 🙂

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