Kohlrabi, Fenchel und Shrimps mit Currybutter

Die gute Nachricht für die Gesundheitsapostel: Dieses Gericht ist low carb, und es enthält mit Fenchel und Kohlrabi zwei supergesunde Gemüsesorten. Die Schlechte: Butter. Viel Butter. Sehr viel Butter.

Das Gericht habe ich im Blog foodfreak.de entdeckt, wo der Autor sich wiederum von einem ähnlichen Hummergericht aus Hugh Acheson’s „The Broad Fork“ inspirieren ließ.
currybutter

Für zwei Portionen:

Currybutter: Von 120 Gramm Butter etwa 20 Gramm in einem kleinen Topf schmelzen. 1 kleine Schalotte, fein gehackt, darin anschwitzen, je 1 TL gemahlenen Ingwer und Currypulver darüber stäuben und kurz mitbraten. Den Topf vom Herd nehmen, ein wenig abkühlen lassen, ein paar Spritzer Limettensaft unterrühren. Die Butter noch ein paar Minuten abkühlen lassen, dann im Blitzhacker oder Mixer mit der restlichen Butter durchmixen.

Gemüse: 2 EL der Currybutter in einem breiten Topf schmelzen. Sobald sie aufschäumt, 300 g Kohlrabi (geschält und in dünne Scheiben zerteilt) und 300 g Fenchelknolle (gehobelt oder dünn geschnitten) dazugeben. Rund fünf Minuten andünsten, gelegentlich wenden bzw. umrühren. Mit etwas trockenem Weißwein oder Noilly Prat angießen. Deckel drauf, noch ein paar Minuten garen lassen – je nachdem, wie knackig man sein Gemüse mag. Danach eine gehackte Knoblauchzehe plus 350 g Shrimps (aufgetaut und küchenfertig) dazugeben und so lange garen, bis die Shrimps fertig sind. Noch einen Esslöffel der Currybutter unterrühren, 2 Frühlingszwiebeln (in Ringe geschnitten) daruntermischen.

Mit Salz und Limettensaft abschmecken, zum Servieren noch einen Klacks Currybutter auf den Teller geben. Wem die Kohlenhydrate dann auch schon egal sind, isst noch eine Scheibe Baguette dazu.

Und da von der Currybutter noch einiges übrigen bleiben sollte (hoffentlich): Die schmeckt auch am nächsten Tag noch köstlich auf einer Scheibe Brot!

Kohlrabirisotto mit Lachsforelle und marinierten Radieschen

Normalerweise koche ich ja am liebsten unkompliziert, aber manchmal darf’s ausnahmsweise ein bisschen länger dauern. Vor allem, wenn man so ein verführerisch aussehendes Gericht findet wie dieses Kohlrabirisotto, das die oberösterreichische Köchin Elisabeth Grabmer im „Kochquartett“ des SZ-Magazins auftischt. Es ist ein reis-loses Risotto, die Reiskörner werden durch ganz fein gewürfelten Kohlrabi (Achtung, Arbeit!) ersetzt, für die Cremigkeit sorgt ganz einfach Crème fraiche. Dazu gibt’s in Essig und Zucker gekochte Radieschen, die man gut vorbereiten kann, und ein Stück Lachsforellen-Filet.

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Für vier kleine Portionen zuerst die Radieschen zubereiten: Dafür einen kleinen Bund Radieschen säubern und in eine Schüssel geben. In einem Topf 100 ml Weißweinessig, 100 ml Wasser und 100 g Zucker aufkochen und warten, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Radieschen mit dem heißen Sud übergießen und beiseitestellen.

Dann den Kohlrabi schneiden: Benötigt werden 2 große (oder vier kleine) Knollen Kohlrabi. Diese schälen und fein würfeln. Die Schalen nicht wegwerfen – daraus wird ein Sud gekocht: Schalen mit 1 Lorbeerblatt, je 5 Körnern Pfeffer und Wacholder und 1/2 Liter Wasser ca. 20 Minuten köcheln lassen. Dann abgießen und Fond beiseitestellen.

In einem kleinen Topf 1 EL Senfkörner in 2 EL Apfelsaft aufkochen, überschüssigen Saft abgießen und beiseitestellen.

Jetzt geht’s los mit dem Risotto: Dafür eine Schalotte fein würfeln, in etwas Olivenöl anbraten. Die Kohlrabiwürfel dazugeben und, wie beim Risotto, mit einem Schöpfer des Fonds übergießen. Rund 8 Minuten köcheln lassen, bis der Kohlrabi noch bissfest ist, dabei eventuell nochmals aufgießen, die Flüssigkeit sollte aber am Ende verdampft sein. Senfkörner, 50 g Crème fraiche, 1 TL Dijonsenf, 1 Prise Cayennepfeffer dazugeben, außerdem mit Salz und Pfeffer abschmecken. Kurz vor dem Anrichten noch ein paar Blätter Sauerampfer in Streifen schneiden und daruntermischen.

4 küchenfertige Lachsforellenfilets abwaschen, abtupfen, nach Geschmack würzen. In einer beschichteten Pfanne Olivenöl erhitzen, auf der Haut 5 Minuten braten. Etwas Butter dazugeben, auf der anderen Seite braten. Dann alles gemeinsam anrichten.

Brigitte Zander

Dieses schöne Rezept hier hat von mir schon einen schönen Spitznamen bekommen: Brigitte Zander, das klingt wie, nur die älteren Österreicher werden’s noch wissen, die legendäre Ö3-Stimme Brigitte Xander. Bei dem Gericht handelt es sich aber ganz einfach nur um ein Zander-Rezept, das ich auf brigitte.de gefunden und vorerst wieder verloren hatte. Erst als beim Googlen, als plötzlich ein Foto von Brigitte Xander kam, ist mir das Ganze aufgefallen.

Brigittes Zander ist jedenfalls einer, der mit orientalisch mariniertem Karfiol (Blumenkohl) begleitet wird. Nicht schlecht! Hätte der (leider viel zu früh verstorbenen)  Frau Xander vielleicht auch geschmeckt.

brigitte zander

Für 2 Portionen: 2 kleine Köpfe Karfiol in Röschen zerteilen und ca. 15 Minuten dämpfen. Währenddessen eine Dose Kichererbsen (Füllgewicht ca. 240 g) abtropfen lassen. Die Kichererbsen dürfen dann die letzten 5 Minuten mit dem Karfiol mitdämpfen, damit sie heiß, aber noch knackig sind.

Eine Marinade aus 3 EL Zitronensaft und 4 EL Olivenöl, 1 TL Ras-El-Hanout, 1 Prise Chiliflocken, Salz und Pfeffer zubereiten. 4-5 getrocknete Marillen (Aprikosen) in kleine Stücke schneiden, ein paar Stiele Minze und Dill fein hacken.

Sobald der Karfiol fertig ist, noch heiß in einer Schüssel mit der Marinade überziehen, mit Marillenstücken und Kräutern vermengen.

Zwei Zanderfilets kräftig mit Salz und Pfeffer würzen, auf der Hautseite in Olivenöl bei starker Hitze 3-4 Minuten abraten, kurz zugedeckt nachgaren lassen. Und dann natürlich zusammen anrichten.

Kohlrabi-Carpaccio mit Tunfisch

Das ist jetzt die etwas rustikalere Form des eleganten Kohlrabi-Carpaccios mit Prosciutto und Zitronen-Minz-Dressing: Hier wird das Gemüse natürlich ebenso ganz dünn gehobelt, oben drauf wird es mit einer rasch zusammengemantschten Sauce aus ein bisserl Tunfisch, ein bisserl Joghurt und ein bisserl Sauerrahm gekrönt, dann kommt noch ein wenig Gemüse – Tomaten, Kapern, Sellerie – dazu, fertig. Ein feines, schnelles, größtenteils gesundes Abendessen! Als Vorspeise auch recht gut geeignet, denke ich.

Rezept braucht’s hier eh nicht wirklich eines, aber trotzdem:

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Für 2 Portionen: Einen halben Kohlrabi in feine Scheiben hobeln und ziegelförmig auf einem Teller anrichten. Eine Dose Tunfisch abtropfen lassen, Fisch in eine Schüssel geben, mit 5 EL Sauerrahm und 3 EL Joghurt (gaanz ungefähr) verrühren, mit Salz und Pfeffer und etwas klein gehackter Petersilie würzen.

Tunfischsauce auf dem Kohlrabi in der Mitte anrichten, ein paar Tomatenstücke oder -scheiben drüber, ein paar Oliven und Kapern und, wer mag, noch ein wenig Stangensellerie in kleinen Stückchen und Petersilie darüberstreuen, mit Olivenöl beträufeln, fertig!

Dazu: Weißbrot oder Toastbrot.

Erdäpfelschmarrn mit Kohlrabi und Kräuteröl

Schreibt man jetzt Schmarrn oder Schmarren? Wie auch immer, jedenfalls ist es mir ein Rätsel, warum der Schmarrn in der Redewendung mit etwas Negativem behaftet ist. Ein Schmarrn ist doch eine wunderbare Sache, nicht nur als klassischer Kaiserschmarrn, auch als pikanter Erdäpfelschmarrn beispielsweise. Hier wird er – ganz vegetarisch – mit gebratenem Kohlrabi und Kräuteröl mit Paprika kombiniert, alles vom Balkongarten bzw. aus der Gemüsekiste. Rezept: Katharina Seiser in „Österreich vegetarisch“.

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Für vier Portionen (als leichte Hauptmahlzeit): 1 Kilo Erdäpfel in der Schale kochen (kann man auch am Vortag machen), auskühlen lassen, mit dem Erdäpfelstampfer leicht zerdrücken. 2 kleine Zwiebeln schälen, fein würfeln. 2 Kohlrabi schälen, in 2 cm dicke Scheiben schneiden.

Kräuteröl aus 4 EL Sonnenblumenöl, je 1/2 TL Thymian und Rosmarin, 1 Schalotte und 1-2 TL Spitzpaprika (alles fein gehackt) zubereiten und mindestens 10 Minuten ziehen lassen.

Erdäpfel in 4-5 EL Öl in einer beschichteten Pfanne bei kleiner Flamme langsam knusprig braten lassen. Zwiebel zugeben und braun werden lassen. Mit Salz und Kümmel würzen.

Kohlrabischeiben ebenfalls in Öl langsam weich braten, dann salzen.

Angerichtet wird der Schmarren zwischen den Kohlrabischeiben – wie ein Burger, dann mit dem Kräuteröl beträufeln.

Überbackene Polenta mit Kohlrabi

Ooohh Kohlrabi Die grüne Knolle hat sich in letzter Zeit zu einem Favoriten in der Frühjahrs-/Frühsommersaison entwickelt. Am besten schmeckt sie ganz roh mariniert (etwa im Carpaccio) oder pur – und ganz kurz blanchiert wie etwa mit Bröseln, wenn sie noch bissfest, aber geschmacksintensiv und schon ein bisschen weich ist. Sehr gut harmoniert Kohlrabi (der übrigens auch auf Englisch Kohlrabi heißt) auch mit ein bisschen Basilikum, wie hier bei diesem einfachen Gericht, das vom Wiener TV-Koch Andi Wojta stammt:

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Für die Polenta (ca. 4 Portionen): In etwas Olivenöl zwei fein geschnittene Knoblauchzehen anbraten, 200 g Polenta daruntermischen, mit 1/2 Liter heißem Wasser aufgießen, zugedeckt bei kleiner Hitze aufquellen lassen (siehe Packungsanleitung). Dann in eine große, flache Form (oder Backblech) ausstreichen, abkühlen und fest werden lassen. Dann mit geviertelten Kirschtomaten und viel Petersilie bestreuen, reichlich Parmesan darüberstreuen und im Backrohr bei starker Oberhitze gratinieren.

Für das Kohlrabigemüse 1 großen Kohlrabi grob würfeln, mit einem halben Liter Gemüsesuppe ca. 10 Minuten weich dünsten, mit ca. 1/8 Liter Schlagobers (Schlagsahne) nochmals aufkochen, würzen. Vor dem Servieren geschnittene Basilikumblätter untermischen.

Klare Kohlrabisuppe

Die vornehme Alternative zur köstlichen Kohlrabicremesuppe ist eine köstliche Klare Kohlrabisuppe. Diese hier stammt aus dem Buch „Österreich vegetarisch“ und wird eigentlich mit „normalen“, grünen Kohlrabi und violetten Erdäpfeln als Einlage zubereitet. Unsere Kohlrabi waren halt violett und die Erdäpfel gelb. Auch schön!

Klare Kohlrabisuppe

Für 2-4 Portionen: 3 von 4 Kohlrabi ungeschält in kleine Stücke schneiden, mit 750 ml Wasser in einen Topf geben und erhitzen, währenddessen 2 Schalotten und 1 Knoblauchzehe (geschält, halbiert), Salz, 3-4 Pfefferkörner (zerstoßen), eine Prise Kümmel und eine Prise Muskat dazugeben (für eine scharfe Variante noch eine Chilischote). Aufkochen lassen. Bei kleiner Flamme etwa 40 Minuten ziehen lassen.

2 Erdäpfel für die Einlage kochen, schälen, in Scheiben schneiden. Den übrig gebliebenen Kohlrabi schälen, in feine Würfel schneiden, in Salzwasser blanchieren. 4 Kohlrabiblätter waschen und in feine Streifen schneiden.

Suppe mit einem Spritzer Zitronensaft abschmecken, durch ein Tuch oder feines Sieb abseihen. Mit Kohlrabiwürfeln, Kartoffel und dem in feine Streifen geschnittenen Kohlrabigrün anrichten.

Kohlrabi-Carpaccio

Ein ganz schnell gemachtes Sommeressen, das aber trotzdem was hermacht – Vorspeisentipp für Gäste!

Die Idee zu diesem sommerlich-leichten, frischen Carpaccio aus dünnen Kohlrabischeiben stammt von Sarah Wiener, und ich finde, man sollte absolut nichts daran ändern. Es steht und fällt natürlich mit der Qualität seiner Zutaten.

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Für zwei Teller eine Kohlrabiknolle in hauchdünnen Scheiben hobeln, etwa mit einer Aufschneidemaschine, mit einer Mandoline oder einfach dem Gemüsehobel. Ziegelförmig auf den Tellern anrichten, mit gutem Olivenöl und Zitronensaft (eine halbe Zitrone reicht) beträufeln, mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer und etwas Salz würzen, 5 Scheiben Prosciutto zerzupfen und darauf verteilen, Parmesan darüber reiben, mit Minzeblättern bestreuen. Das war’s!

Bandnudeln mit Kohlrabi und Knoblauchparadeisern

Dagobert E-BookKennt ihr Dagobert? Seit 1970 treibt der „gute Geist“ in der Kleinen Zeitung täglich sein Unwesen – und serviert jeden Tag eine Kochidee. Dagoberts Rezepte sind beliebt – sie wurden schon als Kochbuch (auch als E-Book) veröffentlicht, zwischenzeitlich hatte Dagobert sogar seine „eigene“ Online-TV-Sendung. Die Rezepte findet man praktischerweise auch auf der Homepage der Kleinen Zeitung. Nur sein Aussehen hat er im Laufe der Zeit verändert (siehe Bild unten links).

 

Dagobert KochbuchVon Dagobert jedenfalls stammt das nachfolgende Rezept: Kohlrabi wiedereinmal, jawohl! Diesmal gibt er einer sahnigen Nudelsauce eine ganz besondere Note. Und für mehr (auch optischen) Pep kommen mit Knoblauch karamellisierte Kirschparadeiser (aka Cherry Tomaten) obendrauf.

 

Kohlrabinudeln

Für zwei Personen 150 Gramm Kirschparadeiser halbieren, eine Knoblauchzehe grob in Stücke hacken und mit ganz wenig Öl in einer Pfanne anbraten. Paradeiser hineingeben, mit Zucker bestäuben und leicht karamellisieren lassen, 10 Minuten bei mittlerer Hitze dünsten, bis sie weich sind. Warm halten.

200-250 Gramm Bandnudeln in Salzwasser kochen.

Einen Kohlrabi und zwei Schalotten schälen und in feine Würfel schneiden. Schalotten anschwitzen, Kohlrabi dazugeben, kurz anrösten. Mit Salz, Pfeffer und 1 TL Senf würzen und mit etwas Wein ablöschen. Die Flüssigkeit einkochen lassen, dann nochmals mit bodenbedeckt Gemüsesuppe (oder einfach Wasser) aufgießen und den Kohlrabi bisssfest dünsten. 100 ml Schlagobers dazugeben, leicht einkochen lassen. Abschmecken mit Salz, (viel) Pfeffer, Zitronensaft, 2-3 TL Creme Fraiche, Petersilie.

Die Nudeln mit der Sauce und den Paradeisern anrichten.

Grüner Smoothie mit Kohlrabiblättern

Die Kohlrabiblätter waren so schön, viel zu schade zum Wegwerfen. Zeit, das allwissende Internet zu befragen: Und die Blitzrecherche ergab, dass es sich hierbei sogar um wahre Vitaminbomben handelt – die Blätter haben im Vergleich zu den Knollen einen rund doppelt so hohen Gehalt an Vitamin C, der Gehalt an Carotin ist 100 mal so hoch, der von Calcium und Eisen 10 mal so hoch. Verwendet werden können die Blätter als geschmortes Gemüse, oder einfach mit der Knolle gemeinsam gekocht – oder in einem Smoothie.

kohlrabismoothieFür zwei Gläser voller Vitamine das Grün von zwei Knollen in schmale Streifen schneiden (Stiele entfernen!) und im Food Processor zerkleinern. Dazu kommen zwei süße, weiche Birnen, ohne Gehäuse, aber mit Schale. Weiters eine große Banane, der Saft einer Limette und einer halben Zitrone  und ein Glas Wasser.

Das ganze im Blender ordentlich mixen, eventuell noch mit ein, zwei Löffeln Honig nachsüßen. Fertig!

Gefunden habe ich das Rezept auf Meine-Smoothies.de

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