Kerala-Gemüsecurry mit Papadams und Nelkenreis

Dieses un-glaub-lich gute südindische Gemüsecurry war die perfekte Gelegenheit, endlich die 100er-Packung Papadam-Brot, das wir im Sri Lanka Urlaub am Markt in einem winzigen Dorf mitgenommen haben, weiterzubringen. Es stammt aus Jamie Olivers 15-Minuten-Dinners, aber ganz so schnell geht’s natürlich nicht wie Herr Oliver verspricht. Vielleicht, wenn man schon alles fix und fertig vorbereitet, geschält und geschnipselt hat, aber wer hat das schon. However, die vielleicht 40 Minuten Kochzeit lohnen sich absolut.

Kerala-Curry

Für vier hungrige Curry-Fans

1. Reis: Eine Tasse Reis in 2 Tassen Wasser mit ca. 10 Nelken und einer Prise Salz kochen. Wer nicht weiß, wir’s geht, schaut auf die Packungsanleitung.

2. Curry: (Kokos-)Öl in einer großen Pfanne erhitzen, darin je einen TL Senfsamen, Kurkuma und Bockshornkleesamen plus eine kleine Handvoll Curryblätter anrösten. Inzwischen kommt der bei Oliver so beliebte Multizerkleinerer zum Einsatz: Zwei Knoblauchzehen, ein daumengroßes Stück Ingwer, Stängel eines Büschels Koriander und sechs Frühlingszwiebel darin zerkleinern und die Mischung ebenfalls in die Pfanne geben. Einen halben Kopf Karfiol (Blumenkohl) in Röschen zerteilen, auch er kommt jetzt in die Pfanne. Wie auch eine Dose Kichererbsen (abgetropft) und eine Viertel Ananas, in Würfel zerschnitten. Das Ganze wird mit einer Dose Kokosmilch aufgegossen darf nun 10-15 Minuten vor sich hin köcheln. Wenn der Karfiol fast durch ist, kommt zum Schluss noch eine Handvoll Cocktailtomaten, in Hälften geschnitten, dazu.

3. Papadams: Je nach Packungsanleitung die Papadams (gibt’s für alle, die nicht mal schnell nach Sri Lanka oder Indien fliegen möchten im Asiamarkt) in der Mikrowelle aufpoppen lassen oder in einer weiteren Pfanne in (Kokos-)Öl erhitzen und dort poppen lassen.

4. Joghurtdip: 3 gute EL voll Joghurt mit einem Spritzer Zitronensaft und viel Minze verrühren. Für eine vegane Variante gibt’s einfach ein feines Chutney dazu. Oder natürlich Sojajoghurt mit Minze.

Wenn alles fertig ist, das Curry noch mit Zitronensaft abgeschmecken und mit Koriander bestreut servieren.

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Asiatische Vichysoisse

Ganz klassisch habe ich sie ja schon einmal gekocht, die Vichysoisse. Dass man aus der schlichten Schönheit der Erdäpfel-Lauch-Suppe auch köstliche Variationen machen kann: Na klar! Es folgt ein Rezept von Frank Rosin – auch bekannt als TV-Restaurant-Retter -, in dem er dem Klassiker mit Ingwer, Zitronengras, Kokos und Chili einen asiatischen Touch verleiht. Ganz einfach und doch so raffiniert. Rosin setzt dem ganzen mit einem Tunfischtatar die Krone auf, wir haben uns in Ermangelung fangfrischen Tunfisches für Tunfischlaibchen (-Frikadellen) entschieden.

Vichysoisse

Für 6 Teller Suppe 800 g Erdäpfel sowie 140 Gramm Lauch (Porree) putzen, waschen und in grobe Stücke schneiden. 2 Schalotten und ein daumengroßes Stück Ingwer schälen und fein würfeln. 1 Stange Zitronengras in grobe Stücke schneiden.

(Kokos)öl in einem weiten Topf erhitzen. Alles obige bei mittlerer Hitze andünsten, mit 1 TL Kurkuma bestäuben. 1 Chili fein schneiden (ev entkernen) und dazugeben. Mit 1 Liter Gemüsefond und 1 Dose Kokosmilch aufgießen, aufkochen lassen. Ca. 20-25 Minuten kochen lassen.

Zitronengras entfernen, pürieren. Lauwarm abkühlen lassen, mit Salz und Limettensaft abschmecken. Mit rosa Beeren (schön retro!) und Koriander servieren.

Rachs Tunfischtatar besteht, für alle, die die Möglichkeit haben, richtig frischen Tunfisch zu bekommen, aus: 250 g Thunfischfilet, 4-5 El Olivenöl, 2 Tl Korianderöl, Pfeffer, 2 El fein gehacktes Koriandergrün, 1-2 Tl Limettensaft und Salz: Einfach alles im Blender zusammenmixen, anrichten, fertig! Wir haben einfach aus der selben Mischung plus einem Ei plus Semmelbrösel Laibchen geformt und diese gut angebraten.

Huhn mit Karfiol und Kurkuma

Fasten kommt von „fast“, oder? Fast die ganze Fastenzeit über haben der Liebste und ich uns ein wenig kasteit: Kein Weizenmehl, keinen Alkohol, keinen Zucker, ausschließlich Biofleisch und Fisch, der nicht aus Aquakultur kommt. Da fällt schon fast alles weg, wenn man ein Rezeptheft durchblättert. Hier folgt eines von zwei erlaubten Rezepten aus der letzten Ausgabe von „Frisch gekocht“.

Huhn mit Karfiol

Für vier Portionen:

Die Vorbereitung: 400 g Hühnerfilet abspülen, abtropfen und in feine Streifen schneiden. 1 kleinen Karfiol putzen, die Röschen vom Strunk schneiden, Strunk in feine Scheiben schneiden. Ein gut daumendickes Stück Ingwer,  1-2 Schalotten und 1 Knoblauchzehe schälen und in feine Scheiben schneiden. 1 Bioorange heiß waschen und abtrocknen, Schale abreiben, auspressen.

Den Karfiol in etwas Öl ca. 4 Minuten lang anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen und beiseitestellen.

Pfanne auswischen, das Fleisch bei starker Hitze goldbraun anbraten, würzen, beiseitestellen.

Im Bratrückstand Ingwer, Schalotten und Knoblauch kurz glasig braten, mit 1 EL Kurkuma bestreuen, kurz weiterrösten. Orangensaft und 1 Dose Kokosmilch (300 ml) darübergirßen, aufkochen lassen. Karfiol und Fleisch dazugeben, nochmals erhitzen und abschmecken.

Mit Orangenschale, gehackten Macadamianüssen und ev. Minze bestreuen.

Rohnen-Kokos-Curry-Suppe

Wer diesen Blog schon länger verfolgt, hat vielleicht schon mitbekommen, dass der Gemüsekistenlieferant meine Kreativität mit regelmäßigen Lieferungen von Rohnen (Rote Rüben bzw. Rote Bete) auf Trab hält.

Umso größer war die Freude, als ich im aktuellen Frisch gekocht-Magazin ein sehr ansprechend ausschauendes Rezept für Rohnensuppe mit Kokosmilch und Curry fand. Als sättigende Einlage fungiert hier ganz einfach Reis, für ein bisserl mehr Pep sorgen darübergestreute gehackte Erdnüsse. Hab ich natürlich gleich ausprobiert!

Rohnen-Kokos-Suppe

Für 4-6 sättigende Teller: 750 g Rohnen (müssen nicht gekocht sein, aber wenn geht’s schneller) schälen und würfeln. 1 Zwiebel und 3 Knoblauchzehen ebenfalls. Gut 5 cm Ingwer auch von der Schale befreien und in kleine Stücke hacken. Ein wenig von einem neutralen Öl in einem Topf erhitzen, Zwiebel und Knoblauch darin anbraten, dann den Ingwer dazugeben. Rohnen dazugeben und etwas mitdünsten, mit 3 TL Currypulver würzen. Mit 750 ml Suppe aufgießen, das Gemüse darin weich kochen (wenn die Rohnen noch roh waren, dauert das ca. 30 Minuten, sonst gehts recht rasch).

Inzwischen in einem separaten Topf eine kleine Tasse Reis nach Packungsanleitung kochen.

Die Suppe pürieren, eine Dose (400 ml) Kokosmilch dazugeben und nochmals aufkochen lassen. Dann mit Sojasauce, Salz, Pfeffer und ein wenig Currypulver abschmecken.

In Suppentellern mit dem Reis anrichten, mit gehackten Erdnüssen und Kräutern (am besten Koriander) garnieren, mit etwas Currypulver bestreuen.

Rohnen-Fenchel-Suppe mit Kokos, Limette und Chili

Aus der Gemüsebox, mit der das Protagonisten-Gemüse dieses Rezepts auch gleich geliefert wurde, stammt diese fruchtig-scharfe Gemüsesuppe mit (mehr als nur) einem Hauch Asien.

rohnenkokossuppe

Dafür zwei rohe Rohnen, eine Fenchelknolle (Grün beiseite legen) und eine kleine gelbe Zwiebel grob in Würfel schneiden. Die Zwiebel in 1 TL Butter in einem Topf anbraten, dann Fenchel und Rohnen zugeben, mit 1 TL Rohrzucker leicht karamellisieren lassen. Mit 700 ml Gemüsesuppe aufgießen, 15 Minuten kochen lassen.

Danach eine Chili (zerkleinert), den Abrieb einer Limette und 350 ml von insgesamt 500 ml Kokosmilch dazugeben, nochmals aufkochen lassen. Wenn das Gemüse weich ist, pürieren. Mit Salz, Pfeffer und dem Saft der Limette abschmecken.

Kokosschaum aus der restlichen Kokosmilch, gewürzt mit 1 TL Fenchelsamen, durch Erhitzen und schaumig Schlagen (Schneebesen) herstellen (hier bin ich offensichtlich leider gescheitert, schaumig wurde das nie).

Croutons: Eine Scheibe Pumpernickel würfelig schneiden, in einer beschichteten Pfanne ohne Öl anbraten.

Die Suppe mit dem Schaum servieren, mit den Croutons und dem Fenchelgrün garnieren.

Hühnereintopf mit Kokosmilch und Zitronengras

Indonesisch soll das Rezept aus VIVA! (März 2006) sein, leider habe ich aber keine Ahnung von der indonesischen Küche und kann das aus diesem Grund nicht verifizieren. Was mich dabei am meisten angesprochen hat: Die Kombination aus frischem Ingwer und Zitronengras, knackigem Gemüse und cremiger Kokosmilch.

Indonesischer Hähnchentopf

Für vier Portionen 500 g Hähnchenbrustfilet würfelig schneiden. 30 g Ingwer und 2 Knoblauchzehen schälen und fein würfeln. Einen Halm Zitronengras grob in Stücke schneiden. Das Fleisch im heißem (Sesam-)Öl rundherum braun anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen. Ingwer, Knoblauch und Zitronengras inzwischen im Mörser etwas anstampfen und dazugeben. Ca. 1 TL Kurkuma darüber stäuben und mit 250 ml Gemüsesuppe ablöschen. Zugedeckt 10 Minuten lang  garen.

Inzwischen das Gemüse schneiden: je 150 g Karotten, Chinakohl und (TK-)Erbsen. Gemüse und 300 g ungesüßte Kokosmilch zum Fleisch geben. Weitere 2 bis 3 Minuten kochen lassen und mit Salz, Pfeffer und 1 EL Zitronensaft würzen. Einen halben Bund Koriander grob hacken und zum Servieren über den Hühnereintopf streuen. Dazu: Reis.

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