Asiatische Vichysoisse

Ganz klassisch habe ich sie ja schon einmal gekocht, die Vichysoisse. Dass man aus der schlichten Schönheit der Erdäpfel-Lauch-Suppe auch köstliche Variationen machen kann: Na klar! Es folgt ein Rezept von Frank Rosin – auch bekannt als TV-Restaurant-Retter -, in dem er dem Klassiker mit Ingwer, Zitronengras, Kokos und Chili einen asiatischen Touch verleiht. Ganz einfach und doch so raffiniert. Rosin setzt dem ganzen mit einem Tunfischtatar die Krone auf, wir haben uns in Ermangelung fangfrischen Tunfisches für Tunfischlaibchen (-Frikadellen) entschieden.

Vichysoisse

Für 6 Teller Suppe 800 g Erdäpfel sowie 140 Gramm Lauch (Porree) putzen, waschen und in grobe Stücke schneiden. 2 Schalotten und ein daumengroßes Stück Ingwer schälen und fein würfeln. 1 Stange Zitronengras in grobe Stücke schneiden.

(Kokos)öl in einem weiten Topf erhitzen. Alles obige bei mittlerer Hitze andünsten, mit 1 TL Kurkuma bestäuben. 1 Chili fein schneiden (ev entkernen) und dazugeben. Mit 1 Liter Gemüsefond und 1 Dose Kokosmilch aufgießen, aufkochen lassen. Ca. 20-25 Minuten kochen lassen.

Zitronengras entfernen, pürieren. Lauwarm abkühlen lassen, mit Salz und Limettensaft abschmecken. Mit rosa Beeren (schön retro!) und Koriander servieren.

Rachs Tunfischtatar besteht, für alle, die die Möglichkeit haben, richtig frischen Tunfisch zu bekommen, aus: 250 g Thunfischfilet, 4-5 El Olivenöl, 2 Tl Korianderöl, Pfeffer, 2 El fein gehacktes Koriandergrün, 1-2 Tl Limettensaft und Salz: Einfach alles im Blender zusammenmixen, anrichten, fertig! Wir haben einfach aus der selben Mischung plus einem Ei plus Semmelbrösel Laibchen geformt und diese gut angebraten.

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Vichysoisse

Vichysoisse ist ein Begriff, den man schon irgendwo irgendwann mal gehört hat. Aber was das eigentlich ist? Das findet man am besten heraus, indem man sie einfach nachkocht! Es handelt sich um eine kalte gebundene Gemüsesuppe aus Lauch und Erdäpfeln. Das Rezept ist kein französisches, sondern ein amerikanisches, auch wenn der Erfinder Franzose war: Als solcher gilt der Koch Louis Diat, der sie 1917 erstmals im Ritz-Carlton New York auftischte. Er berief sich allerdings auf ein Rezept seiner Mutter – aus Vichy -, die die Suppe allerdings heiß servierte. Also irgendwie doch ein französisches Rezept.

Das Rezept, an dem ich mich orientiert habe, stammt von niemand Geringerem als Vanessa Redgrave, die es in der Serie „A Taste of my Life“ der BBC verraten hat.

Vichysoisse

Für vier Teller voll – als leichte Vorspeise – eine Zwiebel und 300 g Lauch (am besten nur das Weiße verwenden, um die Farbe der Suppe zu erhalten) klein schneiden und in etwas Butter anschwitzen. Einen Spritzer Weißwein dazugeben, 10 bis 15 Minuten lang sanfter Hitze köcheln, bis sie weich sind.  100 g Erdäpfel (geschält, gewürfelt) und 300 ml Gemüsesuppe (oder Hühnersuppe) dazugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und die Erdäpfel darin kochen, etwa 10-15 Minuten.  Pürieren und passieren, dabei etwas abkühlen lassen. 250 ml kalte Milch und einen guten Schuss Obers dazugeben. Nochmals abschmecken.  Kühlen. Mit Schnittlauch servieren.

Gekocht: Wokpfanne mit Zuckerhut

Was machen mit dem Zuckerhut aus der Gemüsekiste? Hier ist ausnahmsweise das (fast) allwissende Internet wenig hilfreich, bis auf Feuerzangenbowle-Rezepte findet man so gut wie nichts. Und den Hinweis, dass man ihn wie Chicorée verwenden kann – ist schließlich auch ein naher Verwandter. Für die Wokpfanne ließ ich mich von diesem Rezept hier inspirieren.

Wok

Für zwei Personen zwei kleine Hüferlsteaks entlang der Fasern in dünne Streifen schneiden. Ein großes Stück Ingwer (ca. 2 Daumen breit) in kleine Stücke hacken, mit 5 EL Sojasauce, einem Spritzer Sherryessig, 2 EL Sesamöl, 1 EL Honig und 1 EL schwarzem Sesam vermischen. Das Fleisch darin marinieren.

Inzwischen das Gemüse zerkleinern: Eine Zwiebel, zwei Karotten, eine Paprika, eine halbe Stange Lauch und ein Kopf Zuckerhut.

Das Fleisch im eigenen Saft im Wok scharf anbraten und zur Seite legen, das Gemüse – zuerst Zwiebel, zuletzt Salat – braten, mit 100 ml Gemüsesuppe aufgießen und köcheln lassen, bis der Salat zusammenfällt. Fleisch wieder dazugeben, mit Salz, Pfeffer und ev. noch etwas Sojasauce nachwürzen. Mit Reis servieren.

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