Pinke Rohnen-Fleckerl mit Krenrahm

Die (vermutlich) letzten Rohnen aus der Gemüsekiste sind schon ein Weilchen im Kühlschrank gelegen. Jetzt ist aber endlich Zeit, Platz für junges Gemüse zu schaffen. So fiel die Wahl auf ein schönes Rezept aus „Österreich vegetarisch“: Fleckerl-Nudeln mit einer spektakulär pinken Rohnen-Sauce, der es tatsächlich gelingt, die gefürchtete „Erdenschwere“ der roten Rüben aufzuheben.

Wenn das sogar der Rohnen-hassende Freund fast aufschleckt, kann’s soo schlecht nicht gewesen sein!

rohnen fleckerl

Rohnen-Fleckerl mit Kren-Rahm

Für vier Portionen: 3 Rohnen als Ganzes mit Schale in Salzwasser mit etwas Kümmel weich kochen (dauert je nach Größe etwa 30-40 Minuten), danach etwas abkühlen lassen.

Inzwischen einen Saft aus 500 ml Rohnensaft, Salz, weißem Pfeffer und 1 TL gemahlenem Kümmel kochen, auf etwa 300 ml einreduzieren  lassen und mit 1 TL Stärke (vorher in Wasser auflösen!) leicht binden.

400 g (Dinkel)fleckerl-Nudeln in Salzwasser al dente kochen.

Die gekochten Rohnen schälen und in kleine Würfel schneiden. Zum Saft geben. Mit den Nudeln vermischen.

5 EL Sauerrahm mit frisch geriebenem Kren glattrühren.

Nudeln auf den Tellern anrichten, mit Kren-Rahm anrichten, mit noch mehr frisch geriebenem Rahm bestreuen, mit frischem Majoran behübschen.

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Erdäpfelschmarrn mit Kohlrabi und Kräuteröl

Schreibt man jetzt Schmarrn oder Schmarren? Wie auch immer, jedenfalls ist es mir ein Rätsel, warum der Schmarrn in der Redewendung mit etwas Negativem behaftet ist. Ein Schmarrn ist doch eine wunderbare Sache, nicht nur als klassischer Kaiserschmarrn, auch als pikanter Erdäpfelschmarrn beispielsweise. Hier wird er – ganz vegetarisch – mit gebratenem Kohlrabi und Kräuteröl mit Paprika kombiniert, alles vom Balkongarten bzw. aus der Gemüsekiste. Rezept: Katharina Seiser in „Österreich vegetarisch“.

erdäpfelschmarren kohlrabi (1)

Für vier Portionen (als leichte Hauptmahlzeit): 1 Kilo Erdäpfel in der Schale kochen (kann man auch am Vortag machen), auskühlen lassen, mit dem Erdäpfelstampfer leicht zerdrücken. 2 kleine Zwiebeln schälen, fein würfeln. 2 Kohlrabi schälen, in 2 cm dicke Scheiben schneiden.

Kräuteröl aus 4 EL Sonnenblumenöl, je 1/2 TL Thymian und Rosmarin, 1 Schalotte und 1-2 TL Spitzpaprika (alles fein gehackt) zubereiten und mindestens 10 Minuten ziehen lassen.

Erdäpfel in 4-5 EL Öl in einer beschichteten Pfanne bei kleiner Flamme langsam knusprig braten lassen. Zwiebel zugeben und braun werden lassen. Mit Salz und Kümmel würzen.

Kohlrabischeiben ebenfalls in Öl langsam weich braten, dann salzen.

Angerichtet wird der Schmarren zwischen den Kohlrabischeiben – wie ein Burger, dann mit dem Kräuteröl beträufeln.

Aufgeblättert: Österreich vegetarisch

So toll es auch aussah: Beim ersten Versuch, etwas aus dem Buch „Österreich Vegetarisch“ nachzukochen, war ich noch nicht so überzeugt: Die Mangold-Buchweizen-Palatschinken waren in der Herstellung für mich umständlicher als notwendig und ich habe das Rezept gleich für mich vereinfacht. Seither habe ich aber schon einige Rezepte aus dem Buch nachgekocht und größtenteils auch im Blog vorgestellt – Überbackenen Gemüsesemmelkren, vegetarisches Erdäpfelgulasch, klare Kohlrabisuppe, pannonische Krautsuppe, Polentastrudel mit Schwammerln und kalte Paprika-Pfefferonisuppe.

Und die Begeisterung für das Buch ist seither ständig gewachsen: Die Rezepte sind einfach bis raffiniert und sollten auch den letzten überzeigen, dass die heimische Küche mehr zu bieten hat als Tafelspitz, Debreziner und Fiakergulasch – und dass Vegetarier auch hierzulande glücklich werden können. Überzeugen tut aber nicht nur die Rezeptesammlung, sondern vor allem die optische Aufmachung des Buches – das hübsche Cover, die toll layoutierten Seiten und die großartig fotografierten Rezepte:

Die Bilder habe ich mir aus dem Blog der Autorin Katharina Seiser ausgeborgt, ich hoffe das geht ok, wenn hier schon das Buch bejubelt wird. Es gibt übrigens zwei Fortsetzungen – Deutschland vegetarisch erschien 2013, Italien vegetarisch 2014. Ich werde also weiterkochen! Und mich vor allem endlich an die ausführliche süße Abteilung wagen. Alle Rezepte aus dem Buch findet ihr hier dem Tag „Österreich vegetarisch„.

Überbackener Semmelkren mit Gemüse

gemuesesemmelkrenSemmelkren ist eine unglaublich köstliche Sache. Wer’s nicht kennt – es handelt sich um eine ganz klassische Beilage zum Altwiener Tafelspitz. Mit diesem Rezept – es stammt aus dem tollen Buch „Österreich vegetarisch“ – wird der Semmelkren nicht nur zum Hauptgericht, sondern auch zu einer wunderbaren Möglichkeit der Resteverwertung: Alte Semmeln und übrig gebliebenes Gemüse gehören zu den Hauptzutaten.

Für zwei Portionen:

300 g Gemüse (Karotten, Zuckerschoten, Kohlrabi, Spinat, Pastinaken, Petersilienwurzeln, Chicoree …) oder Pilze klein schneiden und blanchieren.

4 Semmeln (Brötchen) vom Vortag in kleinere Würfel schneiden, in einen Topf geben, bei kleinerer Flamme kurz trocken rösten. Mit 1/2 l Gemüsesuppe nach und nach untergießen, bis die Semmeln schön vollgesogen sind.

Würzen mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und 2-4 EL Kren (Meerrettich) würzen, Gemüse und 1 EL Obers (wenn geht geschlagen) hinzufügen. In eine feuerfeste Form geben. Mit 2-3 EL Käse bestreuen.

Im Backrohr bei starker Oberhitze rund fünf Minuten überbacken. Vor dem Servieren mit weiteren 2 EL Kren bestreuen.

Dazu unbedingt Salat servieren (etwas Bitteres wie Endiviensalat passt gut zur Süße des Semmelkrens)!

Vegetarisches Erdäpfelgulasch

Gulasch gilt ja ein klassisches Fleischessergericht – ins Rindsgulasch kommt Rinderfleisch, ist Erdäpfelgulasch Braunschweiger, ins Szegediner Gulasch RInd oder Schwein, ins Fisolengulasch Wurst und so weiter, und so fort. Es geht aber auch ohne – zumindest beim Erdäpfelgulasch. Dieses Rezept aus „Österreich vegetarisch“ ist so gut, dass man die Wurst keineswegs vermisst! Und ziemlich günstig ist es obendrein.

Erdäpfelgulasch

Für etwa vier Portionen: 500 g speckige Erdäpfel schälen und in gleichmäßige Stücke schneiden. 500 g Zwiebel schälen und hacken (am besten im Blitzhacker), 3 Knoblauchzehen ebenfalls schälen und fein hacken.

Die Zwiebel in Öl ca. 20 Minuten bei kleiner Flamme langsam hellbraun rösten. Den Knoblauch, knapp 1 TL Kümmel(pulver) und 1 TL gerebelten Majoran dazugeben, kurz mitrösten. 1 TL Paradeismark und 2 TL edelsüßes Paprikapulver (oder je 1 TL scharfes und edelsüßes) dazugeben, sofort mit Wasser ablöschen. Mit einem Spritzer Weißweinessig und 1 EL Salz würzen. Ca. 10 Minuten köcheln lassen.

Dann die Erdäpfel dazugeben, knapp mit Wasser bedecken. Langsam bei kleiner Flamme 30 bis 40 Minuten kochen lassen. Die Erdäpfel sollten nicht zu weich sein. Bei Bedarf Wasser nachgießen.

Gulasch mit glatt gerührtem Sauerrahm und frischem Majoran servieren.

Dazu: Bier, Semmeln.

Klare Kohlrabisuppe

Die vornehme Alternative zur köstlichen Kohlrabicremesuppe ist eine köstliche Klare Kohlrabisuppe. Diese hier stammt aus dem Buch „Österreich vegetarisch“ und wird eigentlich mit „normalen“, grünen Kohlrabi und violetten Erdäpfeln als Einlage zubereitet. Unsere Kohlrabi waren halt violett und die Erdäpfel gelb. Auch schön!

Klare Kohlrabisuppe

Für 2-4 Portionen: 3 von 4 Kohlrabi ungeschält in kleine Stücke schneiden, mit 750 ml Wasser in einen Topf geben und erhitzen, währenddessen 2 Schalotten und 1 Knoblauchzehe (geschält, halbiert), Salz, 3-4 Pfefferkörner (zerstoßen), eine Prise Kümmel und eine Prise Muskat dazugeben (für eine scharfe Variante noch eine Chilischote). Aufkochen lassen. Bei kleiner Flamme etwa 40 Minuten ziehen lassen.

2 Erdäpfel für die Einlage kochen, schälen, in Scheiben schneiden. Den übrig gebliebenen Kohlrabi schälen, in feine Würfel schneiden, in Salzwasser blanchieren. 4 Kohlrabiblätter waschen und in feine Streifen schneiden.

Suppe mit einem Spritzer Zitronensaft abschmecken, durch ein Tuch oder feines Sieb abseihen. Mit Kohlrabiwürfeln, Kartoffel und dem in feine Streifen geschnittenen Kohlrabigrün anrichten.

Buchweizenpalatschinken mit Mangold und Feta

Die Freude über mein neues Kochbuch „Österreich vegetarisch“ von Katharaina Seiser und Meinrad Neunkirchner war groß – es ist sehr schön gestaltet und toll fotografiert, saisonal aufbereitet, die Rezeptauswahl ist toll und bietet eine gute Ergänzung zu den oft sehr internationalen Gerichten in vegetarischen Kochbüchern.

Schade nur, dass das erste Rezept, das ich daraus ausprobiert habe, mit eigentlich nur von der Idee her behagte: Buchweizenpalatschinken mit Spinat, Frischkäse und Paprika – im Teig war viel zu viel Fett, der Inhalt dafür im Rezept roh. Ich habe die Zubereitung beim zweiten Mal kochen leicht verändert, hier meine Variante, übrigens auch mit Mangold statt Spinat. Die hat toll geschmeckt!

Buchweizenpalatschinken

Buchweizenpalatschinken

Ergibt vier Palatschinken – als Hauptgericht kann man ruhig zwei pro Portion berechnen:

Zuerst den Teig zubereiten: 80 g Buchweizenmehl mit 125 ml Vollmilch, zwei Eiern und einer Prise Salz verquirlen, bis ein leicht zähflüssiger Teig entsteht. Etwa 30 Minuten ruhen lassen.

Für die Fülle 500 g frischen Mangold von den Strünken befreien, diese in kleine Stücke würfeln. Eine kleine Zwiebel ebenso würfeln. Wie auch eine rote Spitzpaprika. Alles mit etwas Sonnenblumenöl anbraten, den restlichen Mangold, in Streifen geschnitten, dazugeben und zusammenfallen lassen. Eine halbe Packung Frischkäse dazugeben (ich habe gleich die Sorte „Gegrillte Paprika“ verwendet), verrühren. Eine halbe Packung Feta würfeln und dazugeben. Warm stellen.

In einer zweiten Pfanne die Palatschinken backen, mit der Gemüsemasse füllen.

Gut dazu: Sauerrahmsauce.

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