Grünkohl-Risotto mit Speck und Birne

Die Kombi „Beer’n, Boh’n un Speck“ (Birne, Bohnen, Speck) ist in Norddeutschland ein Klassiker, weiter südwärts wird sie eigentlich kaum serviert – zu Unrecht. Statt Bohnen trifft in diesem Risotto das Obst-Fleisch-Duo auf Grünkohl. Und siehe da, auch das schmeckt eigentlich ziemlich gut!

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Für 2 Portionen: Eine Zwiebel abziehen und fein würfeln, 50 Gramm Speck ebenfalls würfeln, beides in etwas Öl anbraten. 2 Tassen Hühnersuppe vorbereiten. Eine Tasse Risottoreis dazugeben und glasig werden lassen. Mit etwas Suppe angießen und die Flüssigkeit einkochen lassen, wieder angießen und wiederholen.

Inzwischen 100 Gramm Grünkohl und eine halbe Birne in kleine Stücke schneiden, beides zum Reis geben. Weiter mit der Suppe aufgießen, einrühren und verkochen lassen, bis die Flüssigkeit aufgebraucht und der Reis gar ist.

Geriebenen Parmesan und etwas Butter einrühren und noch eine Minute lang ziehen lassen. Den Reis mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken, auf Tellern anrichten. Eventuell kann man ihn noch mit gerösteten Kürbiskernen bestreuen.

 

Cauli Fried „Rice“

Der Trend, Pasta & Co. ganz einfach durch kohlenhydrat-armes Gemüse zu ersetzen, ist nicht nur ein Blödsinn. Sprich: Es ist kein hippes Gesundheits-Getue, sondern schmeckt auch so richtig super! Nach den Zoodles habe ich nun auch Blumenkohl-Reis ausprobiert. Das mag vielleicht zunächst nicht so prickelnd klingen, aber in diesem Rezept hat er mich als gebratener „Reis“ wirklich überzeugt. Ich habe das Gericht – das mir in einer Strecke über gesundes Streetfood im Merkur-friends-Magazin aufgefallen ist – mittlerweile schon zwei Mal gekocht und damit ist sicher noch lange nicht Schluss. Es geht nämlich auch recht schnell.

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Für 3-4 Portionen einen großen Kopf (oder zwei kleine) Karfiol in Röschen zerteilen und diese im Zerkleinerer fein hacken. Die Stücke sehen nun tatsächlich fast aus wie Reis. Der „Reis“ wird in einer Pfanne ohne Öl ca. 7 Minuten geröstet – dabei öfters umrühren nicht vergessen. Er beginnt zu duften. Aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.

1 Zwiebel und 2 Karotten schälen und fein würfeln. Mit etwas Öl in der Pfanne scharf anbraten. Mit rund 2 EL Wasser ablöschen und 1 Handvoll TK-Erbsen dazugeben. Das Gemüse rund 3 Minuten garen, dann ebenfalls aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.

200 g Tofu in kleine Würfel schneiden und in etwas Maisstärke wenden. Mit etwas Öl in der Pfanne goldbraun braten. (Den Tofu könnte man natürlich zB durch Hühnerfilet ersetzen, wenn man das Ganze nicht vegan/vegetarisch kochen will.) Währenddessen 1 cm Ingwer, 2 Knoblauchzehen und 1 rote Chilischote fein hacken und am Ende mit dem Tofu mitbraten.

Jetzt kommen alle Zutaten zusammen: „Reis“ und Gemüse dazugeben und noch einmal rund 3 Minuten braten. 100 g Sojasprossen daruntermischen.

Sauce aus 2 EL Sojasauce; 1,5 TL Currypulver; 0,5 TL Sesamöl; 0,5 EL Honig oder Agavensirup; 1 EL Wasser, Salz und Pfeffer zusammenrühren. In die Pfanne schütten und gut durchmischen.

1 Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden. Den „Reis“ anrichten und mit den Zwiebeln garnieren.

Karotten-Risotto mit Salsa Verde

„Ich hätte nie gedacht, dass ein Risotto aus Karotten so gut schmecken kann“, hat er gesagt, der Liebste. Das Rezept stammt aber auch von Super-Koch Christian Jürgens – aus der „Kochquartett“-Serie im Süddeutsche-Zeitung-Magazin. Da es in diesem Gericht um einen sehr puren Karottengeschmack geht, loht es sich, dafür nicht unbedingt diese riesigen Plastik-verpackten und EU-genormten Supermarktkarotten zu verwenden, sondern einen schönen Bund vom Bauernmarkt oder (wie bei uns) aus der Gemüsekiste. Dabei habe ich aber noch einen anderen Verdacht für den guten Geschmack … Es ist viel Butter drin- und in diesem Fall nicht irgendeine, sondern von mir kürzlich im Koffer von den Kanalinseln importierte Guernsey Butter.

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Für vier Portionen: 1/2 Kilo Karotten schälen und in Scheiben schneiden. Mit 30 der 80 Gramm Butter in einem Topf andünsten, bei schwacher Hitze 10 Minuten garen. Herausnehmen und beiseite stellen. Nun kommt der Reis dran: Zuerst 1 kleine Zwiebel und 1 von 2 Knoblauchzehen (beides fein geschnitten) mit 20 Gramm Butter anschwitzen, 300 g Risottoreis dazugeben und glasig dünsten. Mit 50 ml Weißwein ablöschen. Mit einem Schöpfer von 1 l Gemüsefond aufgießen und den Saft von 1 Orange dazugeben.

Erfahrene Risotto-Köche wissen, wie es weitergeht: Rühren, einkochen lassen, mehr Flüssigkeit dazugeben, bis der Reis die gewünschte Garstufe erreicht – am besten noch ganz leicht körnig. Nun die Karotten daruntermischen und die restliche Butter auch, 100g Parmesan (fein gerieben)  dazugeben und den Topf vom Herd nehmen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Salsa Verde: Je einen kleinen Bund Petersilie und Basilikum mit dem Saft und der Schale 1 Biozitrone pürieren. 1 fein geschnittene Knoblauchzehe und 1/2 fein geschnittene Chili daruntermischen.

Risotto mit grünem Salat (hier Endivie, Jürgens nimmt Rucola) und der Salsa Verde anrichten.

Melanzani-Pilaw

Vom Balkan bis Afghanistan ist Pilaw, Pilau, Plov, … oder wie es auch immer in den jeweiligen Ländern heißt, ein Nationalgericht. Das Prinzip ist ganz einfach und ähnelt ein wenig dem hierzulande weiter verbreitetem Risotto: Reis wird mit Zwiebeln, Gemüse oder Fleisch und Gewürzen zusammen weich gekocht – nur der Käse fehlt.

Das folgende Rezept – Pilaw mit Melanzani und Pinienkernen (Patlıcanlı Pilav) ist eine vegane Variante aus der Türkei, die als Beilage toll schmeckt, aber auch bei einem Soloauftritt glänzt. Quelle: „Türkei vegetarisch“ von Katharina Seiser und Orkide & Orhan Tancgil.

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Für 2 Portionen: Eine Melanzani (Aubergine) grob schälen, damit ca. die halbe Schale in Steifen stehen bleibt (ist wichtig, damit nicht zu viel der zähen Schale vorkommt, die einzelnen Stücke aber dennoch ganz bleiben). In 1×1 cm-Würfel schneiden und eine halbe Stunde lang in Salzwasser wässern. Mit Küchenrolle sorgfältig abtropfen. Die Melanzaniwürfel mit viel Olivenöl stark anbraten, bis sie Farbe bekommen. Wieder mit Küchenrolle abtropfen.

1 kleine Zwiebel fein würfeln, in einem flachen Topf mit Butter andünsten. 1 EL Pinienkerne und 100 g Risottoreis dazugeben und 2-3 Minuten glasig werden lassen. Dann kommt noch eine klein gewürfelte Tomate hinein, und noch einmal 2-3 Minuten weiterköcheln lassen und mit 1 TL Zucker, Salz und Pfeffer würzen.

Dann mit 200 ml Gemüsesuppe (oder einfach Wasser) aufgießen und schnell zum Kochen bringen. Sobald alles kocht, Hitze reduzieren, Deckel drauf und gute 15 Minuten köcheln lassen. Es sollte dann aussehen wie beim Risotto: Wasser aufgesogen, Reis gar.

Dann kommen noch die Melanzaniwürfel mit frischen Kräutern (Dill oder Minze; ich habe noch Basilikum genommen, weil sonst nichts anderes da war) hinein.

Wer es eilig hat, kann den Reis natürlich jetzt sofort essen – da er aber traditionell lauwarm oder sogar kalt aus einer Schüssel gestürzt serviert wird, sollte man ihn noch eine weitere Viertelstunde mit geschlossenem Deckel ziehen lassen.

Fenchel-Zitronen-Risotto mit Wodka

Fenchel in Kombination mit Orangen ist ja eine klassische Kombination, da verwundert es wenig, dass er auch mit Zitrone gut harmoniert. Für dieses Risotto habe ich ein Rezept von Userin Nassau von Kochrezepte.de ausprobiert. Der Clou: Wodka statt Wein!!

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Für vier Portionen:

Zunächst einmal vorbereiten: Zwei kleine Fenchelknollen putzen und in dünne Streifen schneiden, eine Zwiebel schälen und fein würfeln. Ca. 1 Liter heiße Gemüsesuppe bereitstellen (in die kann man die Fenchelreste schmeißen, um den Geschmack zu intensivieren).

Dann geht’s auch schon los! Zwiebel in etwas Öl anrösten, Fenchel dazu, weich werden lassen, zwei Tassen Risottoreis dazugeben, mit einem großen Spritzer Wodka ablöschen und diesen verkochen lassen. Dann mit einem Schöpfer Gemüsesuppe aufgießen, einkochen lassen, wieder aufgießen, einkochen lassen usw. usf.

Sobald der Reis zart, aber noch leicht körnig ist, noch rund 50 g geriebenen Parmesan und den Saft einer halben Zitrone einrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Noch kurz stehen lassen, um das Risotto patzig werden zu lassen. Servieren mit etwas Fenchelgrün on top.

Muss auch toll zu gebratenem Lachs schmecken!

Gekocht: Reislaibchen

Reis bleibt eigentlich fast jedes Mal übrig. Wenn der Rest aufgegessen ist, schmeckt er aber viel zu fade, um ihn einfach so wegzunaschen. Doch wegwerfen? Geht auch nicht. Auf der Suche nach einer Verwertungsmöglichkeit stieß ich auf diese Gemüse-Reis-Bratlinge auf Chefkoch de. Reislaibchen

Die Zubereitung ist so einfach , dafür braucht es eigentlich gar kein Rezept. Ich hatte ca. zwei kleine Portionen Reis übrig. Diese habe ich mit einer Mischung aus einer kleinen, fein geschnittenen Karotte und einer halben, ebenfalls ganz klein geschnittenen, Stange Lauch,  ca. 5 EL Mehl, einem Ei und etwas Petersilie vermischt, mit Salz und Pfeffer kräftig gewürzt und zu Laibchen geformt. Das ganze braucht dann nur noch in etwas Öl auf beiden Seiten goldbraun anbraten. Eine Sauce – etwa Kräuterdip – ist dazu nicht schlecht, Salat natürlich ohnehin nicht.

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