Karotten-Risotto mit Salsa Verde

„Ich hätte nie gedacht, dass ein Risotto aus Karotten so gut schmecken kann“, hat er gesagt, der Liebste. Das Rezept stammt aber auch von Super-Koch Christian Jürgens – aus der „Kochquartett“-Serie im Süddeutsche-Zeitung-Magazin. Da es in diesem Gericht um einen sehr puren Karottengeschmack geht, loht es sich, dafür nicht unbedingt diese riesigen Plastik-verpackten und EU-genormten Supermarktkarotten zu verwenden, sondern einen schönen Bund vom Bauernmarkt oder (wie bei uns) aus der Gemüsekiste. Dabei habe ich aber noch einen anderen Verdacht für den guten Geschmack … Es ist viel Butter drin- und in diesem Fall nicht irgendeine, sondern von mir kürzlich im Koffer von den Kanalinseln importierte Guernsey Butter.

karottenrisotto-3

Für vier Portionen: 1/2 Kilo Karotten schälen und in Scheiben schneiden. Mit 30 der 80 Gramm Butter in einem Topf andünsten, bei schwacher Hitze 10 Minuten garen. Herausnehmen und beiseite stellen. Nun kommt der Reis dran: Zuerst 1 kleine Zwiebel und 1 von 2 Knoblauchzehen (beides fein geschnitten) mit 20 Gramm Butter anschwitzen, 300 g Risottoreis dazugeben und glasig dünsten. Mit 50 ml Weißwein ablöschen. Mit einem Schöpfer von 1 l Gemüsefond aufgießen und den Saft von 1 Orange dazugeben.

Erfahrene Risotto-Köche wissen, wie es weitergeht: Rühren, einkochen lassen, mehr Flüssigkeit dazugeben, bis der Reis die gewünschte Garstufe erreicht – am besten noch ganz leicht körnig. Nun die Karotten daruntermischen und die restliche Butter auch, 100g Parmesan (fein gerieben)  dazugeben und den Topf vom Herd nehmen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Salsa Verde: Je einen kleinen Bund Petersilie und Basilikum mit dem Saft und der Schale 1 Biozitrone pürieren. 1 fein geschnittene Knoblauchzehe und 1/2 fein geschnittene Chili daruntermischen.

Risotto mit grünem Salat (hier Endivie, Jürgens nimmt Rucola) und der Salsa Verde anrichten.

Advertisements

Erdäpfelrisotto mit Buschbohnen

„Risotto“ kann man auch ohne Reis machen – freilich muss man es dann streng genommen unter Anführungszeichen setzen. Zum Beispiel Erdäpfel: In feine Würfel geschnitten, kann man sie genauso wie ein Risotto zubereiten. In diesem Fall kommen als Ergänzung knackige Bohnschoten dazu, man kann mit dem Grundrezept aber sicher gut herumexperimentieren – Eierschwammerln passen beispielweise sicher gut.

erdäpfelrisotto

Für 4 Portionen: 1/2 kg Fisolen (Buschbohnen) putzen und in mundgerechte Stücke schneiden. In Salzwasser ca. 10 Minuten bissfest kochen. 3/4 kg Erdäpfel schälen und in ca. 1/2 cm große Würfel schneiden. 1 kleine Zwiebel und 1 Knoblauchzehe schälen und fein würfeln. Zwiebel in etwas Olivenöl andünsten, Knoblauch und Erdäpfel hinzufügen und kurz andünsten, dann mit Wermut / Weißwein ablöschen. 3/4 l Gemüsesuppe bereitstellen und nach und nach eingießen und jeweils kochen lassen, bis die Flüssigkeit verkocht ist. Wenn die Erdäpfel gar sind, mit den Fisolen, Basilikum(pesto) und Parmesan vermischen und servieren.

Fenchel-Zitronen-Risotto mit Wodka

Fenchel in Kombination mit Orangen ist ja eine klassische Kombination, da verwundert es wenig, dass er auch mit Zitrone gut harmoniert. Für dieses Risotto habe ich ein Rezept von Userin Nassau von Kochrezepte.de ausprobiert. Der Clou: Wodka statt Wein!!

Fenchelrisotto

Für vier Portionen:

Zunächst einmal vorbereiten: Zwei kleine Fenchelknollen putzen und in dünne Streifen schneiden, eine Zwiebel schälen und fein würfeln. Ca. 1 Liter heiße Gemüsesuppe bereitstellen (in die kann man die Fenchelreste schmeißen, um den Geschmack zu intensivieren).

Dann geht’s auch schon los! Zwiebel in etwas Öl anrösten, Fenchel dazu, weich werden lassen, zwei Tassen Risottoreis dazugeben, mit einem großen Spritzer Wodka ablöschen und diesen verkochen lassen. Dann mit einem Schöpfer Gemüsesuppe aufgießen, einkochen lassen, wieder aufgießen, einkochen lassen usw. usf.

Sobald der Reis zart, aber noch leicht körnig ist, noch rund 50 g geriebenen Parmesan und den Saft einer halben Zitrone einrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Noch kurz stehen lassen, um das Risotto patzig werden zu lassen. Servieren mit etwas Fenchelgrün on top.

Muss auch toll zu gebratenem Lachs schmecken!

Pochiertes Kräuter-Kalbsfilet mit Haselnuss-Spargel und Paradeis-Risotto

Gang Nummer zwei im Muttertagsmenü war gleichzeitig meine Pochier-Premiere, was Fleisch angeht – und die hat so dermaßen gut geklappt, dass es ganz bestimmt nicht das letzte Mal war. Das war so unglaublich zart und weich, einfach fantastisch.

Das Rezept stammt aus „Frisch gekocht“.

Pochiertes Kalbsfilet mit Spargel und Risotto

Filet in Folie gepacktFür das Filet (4 Personen) 3 Handvoll Kräuter (Thymian, Basilikum, Schnittlauch, Petersilie …) grob hacken. 500 g Kalbsfilet – oder Rindslungenbraten – kalt abspülen, mit Salz und Pfeffer würzen. Ein großes Stück Frischhaltefolie mit gutem Olivenöl bestreichen und mit den Kräutern bestreuen, das Fleisch darin fest einwickeln. Noch einmal in Alufolie einwickeln. Einen großen Topf Wasser zum Kochen bringen und vom Herd nehmen. Das Fleisch hineinlegen und 20 Minuten ziehen lassen. Danach braucht’s nur mehr ausgepackt, geschnitten und genossen werden!

Für das Risotto 1 Zwiebel und 1 Knoblauchzehe in etwas Olivenöl anschwitzen, 250 g Risottoreis dazugeben und glasig werden lassen. Nach und nach mit 600 ml Gemüsesuppe und 450 ml passierten Tomaten aufgießen, rühren, rühren, rühren – etwa 15 Minuten lang. Zuletzt noch Mozzarella (oder vielleicht sogar noch besser: Feta) einrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Für den Spargel 500 g grünen Spargel putzen und von den holzigen Enden befreien, der Länge nach halbieren. 4 EL gehackte Haselnüsse in einer Pfanne anrösten und beiseite stellen. Den Spargel in etwas (Haselnuss-)Öl etwa 10 Minuten rundherum anbraten.

Alles gemeinsam anrichten.

Risotto vom Muskatkürbis mit Kernöl

Eigentlich habe ich ja keine Kernöl-DNA in mir – meine Familie stammt aus allen möglichen anderen Bundesländern, aber nicht aus der Steiermark. Als ich noch daheim wohnte, wurde der Salat lieber mit feinstem Balsamico oder klassischer Vinaigrette abgemacht und der in schwarzer Marinade nur so schwimmende Chinakohl, den es machmal bei der Oma einer Schulfreundin gab, hat nicht unbedingt die Liebe zum Kernöl bei mir entfacht. Es hat also ein bisschen länger gedauert – und ehrlich gesagt war meine Initialzündung auch kein Salat, sondern der süße Neoklassiker: Vanilleeis mit Kernöl.

In diesem Gericht geht’s aber jetzt um den Kürbis, den Ursprung der Kürbiskerns. Oder umgekehrt, das ist ja ein Henne-Ei-Problem.

kuerbisrisottoFür zwei Portionen

erst einmal das Kürbispüree zubereiten: Man braucht dafür ca. 500 g Muskatkürbis, den man in Alufolie eingewickelt bei 200 °C eine knappe Stunde im Backrohr schmoren lässt. Wenn er weich ist, ist er fertig. Wenn nicht alles weich ist, auch kein Problem, ein paar ganze Stücke machen sich im Risotto ja auch gut. Den weichen Kürbis mit dem Pürierstab zu Püree verarbeiten.

Daneben wird Risotto gekocht, für alle, die das schon ein paar Mal gemacht haben, nichts Neues: Eine Zwiebel und zwei Knoblauchzehen würfeln, in Butter(schmalz) anbraten, eine Tasse Risottoreis zugeben und anschwitzen lassen, mit 1 Glas Weißwein ablöschen. Nach und nach mit je einem Schöpfer voll von 1/2 l Gemüsesuppe (die sollte am besten schon warm sein, also falls ihr keine fertige habt, einfach Wasser im Wasserkocher aufkochen und Gemüsebrühe einrühren) aufgießen, einrühren, warten bis die Masse wieder austrocknet und so weiter und so fort. Nach ca. 15 Minuten kann der Kürbis dazu. Noch 5 Minuten weiterköcheln lassen, etwas Butter und ca. 50 g Parmesan (gerieben) dazugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Garnieren mit (optional) gehackten Kürbiskernen und/oder Petersilie und (unbedingt!) etwas Kernöl.

Dazu unbedingt einen Endiviensalat mit Kernöl-Knoblauch-Dressing dazu essen. Passt perfekt. Wer mag, auch gerne Chinakohl – nur lasst ihn bitte nicht ersaufen wie T.s Oma!

Durchgekostet: Rom, Italien

Wappen RomKnapp zwei Wochen Rom  – da haben wir auch ein paar kulinarische Impressionen mitgebracht – vom Essen im Spitzenlokal Glass Hosteria (dem ist ein eigener Blog-Eintrag gewidmet), vom Selberkochen mit tollem frischen Gemüse aus dem Supermarkt und von vielen feinen Hosterias und Trattorias …

Empfehlenswert: die Trattoria Monti in Monti, das Zamapgna in Ostiense …

Das hier ist alles in der kleinen gelben Küche unserer Privatwohnung in der Nähe des Vatikans entstanden:

Fenchelsalat mit Orange

Fenchelsalat mit Orange

Gnocchi

Gnocchi mit Pest Genovese, Erbsen und Wurst

Rucolasalat mit Parmesan

Rucolasalat mit Parmesan

Bucatini all’amatriciana

Bucatini all’amatriciana

Vogerlsalat

Vogerlsalat

Nudeln mit Gemüsesugo

Nudeln mit Gemüsesugo

Gnocchi

Gnocchi mit Tomaten, Speck und Radicchio

Bloggen auf WordPress.com.