Flammkuchen mit Romanesco & Speck

Wenns schnell gehen muss und nicht immer Pasta sein soll, dann ist ein fertiger Flammkuchenteig einfach zu praktisch. Das tolle: Man hat so viele Möglichkeiten, gerade mit Gemüse. Hier ist es Romanesco-Kohl geworden – und damit der etwas eigenartige Look des italienischen Karfiol-Bruders, der durch die fraktale Struktur richtig alien-artig aussieht, einmal ganz anders zur Geltung kommt, habe ich ausnahmsweise mit dem Essen gespielt (beim Kochen darf man das nämlich!) und ihn in Scheiben aufgelegt, wie kleine Bäumchen.

romanesco flammkuchen (1)

Für ein Blech voll: Backrohr auf 200 Grad vorheizen (siehe auch Packungsanleitung beim Flammkuchenteig). 1 kleinen Kopf Romanesco in kleine Röschen teilen und in heißem Salzwasser kurz blanchieren. Währenddessen 70 g Speck würfelig schneiden und ohne Fett in einer Pfanne kurz anbraten. Die Romanescoröschen abschrecken und in Scheiben schneiden (oder auch nicht). 1 Zwiebel schälen und in Streifen oder Ringe schneiden.

Flammkuchenteig ausrollen und mit 1 kleinem Becher Creme fraiche bestreichen, mit Salz und Pfeffer würzen.

Mit dem Gemüse und dem Speck belegen, nach Packungsanweisung (meistens ca. 15 Minuten) backen.

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Brokkoli mit Knoblauch Thai-style

Für Niki Segnit, Autorin des Buches „Der Geschmacks Thesaurus“, bietet die Kombi Knoblauch und Brokkoli „den größten Genuss, den einem gesundes Essen verschaffen kann“. Da bin ich ja anderer Meinung, aber das Rezept, dass sie im Buch als Beispiel für die Kombination anführt, hat schon einmal ziemlich toll geschmeckt – es handelt sich um der Thai-Küche nachempfundenes Gericht mit Eiernudeln, zum Würzen werden Sojasauce und Austernsauce verwendet – es wäre also prinzipiell vegetarisch, wenn man bei den Saucen darauf achtet, tierfreie Alternativen zu finden. Zumal es auch noch sehr einfach nachzukochen ist, will ich es hier teilen:

brokkoli nudeln

Für 2 Personen: Einen Brokkoli in kleine Röschen zerteilen (diese sollten wirklich klein sein, sie werden nämlich nicht gekocht!).

200 g feine Eiernudeln nach Packungsanweisung garen, dann abtropfen lassen.

Inzwischen 5 Knoblauchzehen vierteln und in etwas Erdnussöl im Wok braten. Sobald sie goldbraun sind, herausnehmen und beiseite legen.

Die Brokkoliröschen in den Wok geben und 3 Minuten braten, die Nudeln dazugeben und ebenfalls braten.

1-2 verquirlte Eier dazugeben und mit den Nudeln vermischen, in einer kleinen Schüssel außerdem noch eine Sauce aus 2 TL heller Sojasauce, 1 TL dunkler Sojasauce, 1 TL Austernsauce, 1 TL Zucker und 1 TL Wasser mischen (keine Sorge, wer nicht so viele Sojasaucen hat: Einfach nur die eine vorhandene nehmen, das wird trotzdem gut!).

Zu den Brokkoli-Nudeln geben und alles gut vermischen, dann rasch servieren und mit Pfeffer und den Knoblauchstücken garnieren. Die rote Sauce am Foto ist Sriracha, die passt natürlich auch gut dazu!

Sardische Pasta Fregola mit Romanesco

Bei diesen Temperaturen muss es auch am Teller mediterran werden. Mindestens! In diesem Rezept, gefunden bei „Essen & Trinken“, spielen Fregola – das sind kleine runde Nudeln aus Sardinien – an der Seite von Romanesco-Kohl die Hauptrolle. In den ebenso oscarwürdigen Nebenrollen: Rosinen, Oliven, Kapern, getrockene Tomaten, Chili, Petersilie und Mandelmus.

fregola romanesco

Für vier Teller: 20 g Rosinen mit heißem Wasser übergießen und beiseite stellen. 1 mittelgroßen Romanesco-Kopf putzen, Röschen vom Strunk schneiden. (Wer mag, kann den Romanesco an dieser Stelle auch blanchieren, ansonsten wird er nur kurz angebraten und etwas gedünstet, bleibt also ziemlich knackig!)

150-200 g Pasta Fregola nach Packungsanweisung in Salzwasser kochen. Inzwischen eine Chili putzen und entkernen. Chili mit 35 g getrockneten Tomaten (abgetropft), 20 g Mandelmus (am besten dunkles) und 50 ml vom Nudel-Kochwasser in einen Blitzhacker geben und zu einer leicht flüssigen Paste verarbeiten.

Romanesco in etwas Olivenöl in einer großen Pfanne bei mittlerer bis starker Hitze braten. Salzen, zudecken und bei mittlerer Hitze 12-15 Minuten dünsten (wer sie schon blanchiert hat, braucht hier wesentlich kürzer).

Die Nudeln abseihen, dabei etwas vom Nudelwasser auffangen. Nudeln mit Tomaten-Mandel-Sauce  vermischen, mit den Rosinen samt Einweichwasser, 25 g Oliven (am besten ohne Kern) und 1 El Kapern zum Romanesco geben. Mit Petersilie bestreuen und servieren!

Salat von Spargel, Fenchel, Erdäpfeln und Garnelen

Early Summer on a plate!

Ein feiner Sommersalat aus dem Kochbuch „Frisch gekocht für alle Jahreszeiten“

fenchel spargel salat

Für vier Portionen, etwa als Vorspeise: 250 g Erdäpfel (Kartoffeln) schälen und in gleichmäßige, salatkompatible (also mundgerechte) Stücke schneiden, in Salzwasser garen.

1 Packung Garnelen (ca. 225 g. Abtropfgewicht; aufgetaut!) in eine Schüssel geben, in einer Marinade aus 6 ml Olivenöl, dem Saft und der Schale einer halben Zitrone, 2 Knoblauchzehen (zerdrückt), 2 TL Dille, Salz und Pfeffer 15 Minuten ziehen lassen.

500 g grünen Spargel von den holzigen Enden befreien, mit etwas Öl in einer großen Pfanne anbraten (ca. 5-10 Minuten). Aus der Pfanne heben und gemeinsam mit den garen und abgetropften Erdäpfeln in eine Salatschüssel geben.

Eine Fenchelknolle mit dem Fenchelgrün in dünne Scheiben schneiden. Zu Spargel und Kartoffeln in die Schüssel geben.

Garnelen in dem Öl aus der eigenen Marinade anbraten, dauert nur ca. 5 Minuten. Ebenfalls zum Salat geben. Alles gut durchmischen und nocheinmal abschmecken, ev.  noch den Saft der zweiten Hälfte der Zitrone dazugeben.

Flammkuchen mit Sauerkraut und Sardellen, Herbstrüben-Salat

Sauerkraut und Speck? Pah, das kann ja jeder. So richtig köstlich wird es, wenn Sauerkraut auf die Kraft salziger Sardellen trifft – wie in diesem Flammkuchen aus der „Jahreszeitenkochschule: Winter“ von Katharina Seiser und Richard Rauch. Bevor es auffällt, gestehe ich lieber gleich: Der Flammkuchen-Teig ist auf dem Foto leider nicht selbst gemacht – I’m sorry for what i did when I was very hungry!

Dazu gibt es Salat, diesmal aus köstlichen Herbstrüben (bzw. Mairüben oder Wasserrüben, das ist alles so ähnlich) mit ein bisschen Sauerrahm und Öl-Essig-Dressing.

flammkuchen sauerkraut (1)

Für vier Flammkuchen: Germteig aus 15 g frischer Germ (Hefe), aufgelöst in 125 ml lauwarmen Wasser, 250 g glattem Mehl, etwas Salz und Zucker zubereiten und 30 Minuten gehen lassen oder vier Packungen fertigen Flammkuchenteig aus dem Kühlregal verwenden. Eine Stange Lauch putzen, in dünne Ringe schneiden.

Backrohr vorheizen (230 Grad Umluft bzw. nach Packungsanleitung), Flammkuchen sehr dünn ausrollen, mit 400 g Crème fraîche bestreichen und mit 200 g Sauerkraut (eventuell etwas ausdrücken!), Lauch und mit einer Dose Sardellen belegen. Kräftig pfeffern und mit etwas getrocknetem Oregano bestreuen. Salz braucht es vermutlich keines mehr, außer die Sardellen sind nicht besonders salzig.

Der Flammkuchen wird nun 12-15 Grad (bzw. nach Packungsanleitung) auf der unteren Schiene goldbraun gebacken. Heiß servieren, am besten mit einem kühlen Bier dazu.

Und mit feinem Herbstrübensalat:

Für eine kleine Schüssel Herbstrübensalat: 2 bis 3 faustgroße Herbstrüben waschen, schälen und fein reiben. Mit 4 EL Sonnenblumenöl, 2 EL Apfelessig und 2 EL Sauerrahm abmachen, Schnittlauch daruntermischen, salzen, fertig.

Orechiette mit Grünkohl und Salsiccia

Ein schnelles, einfaches und deftiges Pasta-Rezept, bei dem das pikante Brät aus Salsiccia-Würsten mit Grünkohl kombiniert wird.

orechiette

Für zwei Teller: Zuerst einen Bund Grünkohl gründlich waschen und Strünke entfernen. In einem großen Topf mit heißem Salzwasser kurz blanchieren, herausnehmen und mit kaltem Wasser abschrecken, abtropfen lassen. (Das Kochwasser könnte man gleich zum Nudelkochen weiterverwenden).

Brät aus zwei Salsicca-Würsten drücken und in einer Pfanne mit etwas Öl anbraten.

Ca. 250 Gramm Nudeln (hier: Orecchiette) nach Packungsanweisung kochen.

2 Knoblauchzehen schälen und hacken, zur Wurst geben. 1-2 Esslöffel Senf ebenfalls zur Wurst geben. Grünkohl in Streifen schneiden und auch in die Pfanne dazugeben. Mit einem halben Becher Schlagobers und fallweise etwas (Koch-)Wasser aufgießen, mit Salz, Pfeffer und vielleicht etwas Chili würzen.

Nudeln zur Sauce geben und gleich servieren.

Quiche mit Tomaten, Ziegenkäse und Lavendel

Eine Profi-Foodbloggerin hätte das Essen jetzt noch rustikal inszeniert, auf einem alten Holztisch, mit einem dekorativen Landhausstil-Geschirrhangerl, wahrscheinlich noch ein paar Lavendelblüten rundherum drapiert … Bis es kalt wird. Wir haben diese provenzalische Quiche mit Kirschtomaten, Ziegenkäse, Thymian und Lavendel lieber gleich angeschnitten.

Obwohl sie später dann zugegebenermaßen auch kalt sehr gut geschmeckt hat! Das Rezept stammt aus der TV-Sendung „Sweet and easy“ von und mit Enie van de Meiklokjes und ist gar nicht so sweet, aber ziemlich easy. 🙂

Quiche mit Ziegenkäse, Tomaten und Lavendel

Quiche mit Ziegenkäse, Tomaten und Lavendel

Für eine Tarte-Form: Backrohr vorheizen (160 Grad Umluft). Backform einfetten. Eine Packung Fertig-Blätterteig (270 Gramm sind das typischerweise) ausrollen, in die Form legen und zu einem runden Teig zusammenstückeln, dabei darf am Rand gerne etwas mehr drauf sein.

400 g Kirschparadeiser waschen und gleichmäßig auf dem Blätterteig verteilen.

In einer Schüssel 250 ml Schlagobers, 4 Eier, 200 g Ziegenfrischkäse, 1 EL Lavendelblüten, 4 Zweige Thymian (nur die Blätter) und einen Schuss Olivenöl vermischen, mit Salz und Pfeffer würzen.

Ca. 25-30 Minuten backen. Schmeckt heiß, aber wie bereits oben erwähnt auch kalt.

Blätterteigpizza mit Paprika und Spiegelei

Nach einer längeren Sommerpause soll es auch hier endlich wieder los gehen. Und zwar mit einem schnellen, aber köstlichen und auch ziemlich hübschen Gericht für Faule. Blätterteigkuchen mit Paprika & Spiegelei aus dem Ottolenghi-„Jerusalem“-Buch.

Dieses Rezept erfordert nicht viel Arbeit, aber damit die Paprika schön langsam im Backrohr rösten können, braucht es etwas (für die Köchin, den Koch inaktive!) Zeit.

blätterteig paprika

Für zwei Personen als kleines Abendessen: Backofen auf 210 Grad vorheizen. 4 rote Paprikaschoten von den Samen befreien, in ca 1 cm breite Streifen schneiden. 2 Zwiebeln halbieren und in Streifen schneiden. Das Gemüse in einer Schüssel mit 6 EL Olivenöl, Thymianblättern, 1 TL gemahlener Koriander, 1,5 TL gemahlener Kreuzkümmel und einer kräftigen Prise Salz gut vermengen. Auf einem Backblech verteilen, 35 Minuten im Backofen rösten, dabei gelegentlich wenden. Der Paprika darf dabei gerne schon leicht schwarz werden.

Inzwischen 1 Rolle Blätterteig auf ein Blech mit Backpapier ausrollen, zwei Quadrate daraus formen, Teig an den Rändern einschlagen. Mehrfach mit einer Gabel einstechen. Den Teig vor allem an den Rändern mit Eidotter oder Milch bepinseln, dann den Boden mit etwas Sauerrahm bestreichen.

Wenn die Paprikamischung fertig ist, herausnehmen und die Temperatur auf 220 Grad erhöhen. Paprika mit frischen Kräutern (gehackte Petersilie und Koriander) vermischen. Auf den Teigstücke verteilen, dabei in der Mitte eine Vertiefung für die Eier lassen.

14 Minuten backen, danach 2 Eier vorsichtig in die Vertiefungen schlagen. Noch einmal ca. 7 Minuten backen, bis die Eier gerade gestockt sind und der Dotter noch weich ist.

Vor dem Servieren mit frisch gemahlenem Pfeffer und gehackter Petersilie bestreuen, mit etwas Olivenöl beträufeln.

Variante: Das Gericht eignet sich auch kalt als Party-Snack – dafür einfach kleinere Stücke machen und die Eier durch Feta ersetzen.

Polenta mit Mangold

Ganz einfach zu machen, gesund und gut: Diese „Pizza“ ist eigentlich eine überbackene Polenta, bestrichen mit Pesto, belegt mit blanchiertem Mangold und frischen Tomatenscheiben und überbacken mit Schafskäse. Das Rezept stammt aus der Zeitschrift Biorama, hier finden sich noch weitere köstlich klingende Gerichte mit Mangold. Den Mozzarella habe ich durch Schafskäse ersetzt.

Das Foto wird dem Gericht übrigens nicht wirklich gerecht – es sah besser aus als auf dem Bild und schmeckte dann auch noch einmal wesentlich besser.

mangold polenta

Für 1/2 Backblech voll (4 Portionen): Backrohr auf 180 Grad (Umluft) vorheizen. Eine große Tasse Polenta nach Packungsanweisung zubereiten, dabei auch gleich würzen. Inzwischen einen halben Bund Mangold von den Strünken entfernen, in reichlich Salzwasser blanchieren. Dann mit kaltem Wasser abschrecken, ausdrücken und in Streifen schneiden.

Polenta auf ein eingefettetes Backblech oder in eine flache Form streichen. Ein kleines Glas Pesto auf der Polenta verteilen. 2 Tomaten in dünne Scheiben schneiden und auf die bestrichene Polenta legen. Mit zerbröseltem Schafskäse bestreuen, salzen und pfeffern.

10 bis 15 Minuten backen, bis der Käse schon leicht verläuft.

Brigitte Zander

Dieses schöne Rezept hier hat von mir schon einen schönen Spitznamen bekommen: Brigitte Zander, das klingt wie, nur die älteren Österreicher werden’s noch wissen, die legendäre Ö3-Stimme Brigitte Xander. Bei dem Gericht handelt es sich aber ganz einfach nur um ein Zander-Rezept, das ich auf brigitte.de gefunden und vorerst wieder verloren hatte. Erst als beim Googlen, als plötzlich ein Foto von Brigitte Xander kam, ist mir das Ganze aufgefallen.

Brigittes Zander ist jedenfalls einer, der mit orientalisch mariniertem Karfiol (Blumenkohl) begleitet wird. Nicht schlecht! Hätte der (leider viel zu früh verstorbenen)  Frau Xander vielleicht auch geschmeckt.

brigitte zander

Für 2 Portionen: 2 kleine Köpfe Karfiol in Röschen zerteilen und ca. 15 Minuten dämpfen. Währenddessen eine Dose Kichererbsen (Füllgewicht ca. 240 g) abtropfen lassen. Die Kichererbsen dürfen dann die letzten 5 Minuten mit dem Karfiol mitdämpfen, damit sie heiß, aber noch knackig sind.

Eine Marinade aus 3 EL Zitronensaft und 4 EL Olivenöl, 1 TL Ras-El-Hanout, 1 Prise Chiliflocken, Salz und Pfeffer zubereiten. 4-5 getrocknete Marillen (Aprikosen) in kleine Stücke schneiden, ein paar Stiele Minze und Dill fein hacken.

Sobald der Karfiol fertig ist, noch heiß in einer Schüssel mit der Marinade überziehen, mit Marillenstücken und Kräutern vermengen.

Zwei Zanderfilets kräftig mit Salz und Pfeffer würzen, auf der Hautseite in Olivenöl bei starker Hitze 3-4 Minuten abraten, kurz zugedeckt nachgaren lassen. Und dann natürlich zusammen anrichten.

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