Gewürzmandarinen mit Nougatmousse und Pinien-Thymian-Krokant

Zu Weihnachten bin ich, auch das ist Familientradition, abgesehen von ein paar Schnippel-Diensten „nur“ für das Dessert am Christtag verantwortlich. Das hat ein paar Recherchen notwendig gemacht – weihnachtlich sollte es natürlich schmecken und dabei nicht allzu schwer sein.

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Da bin ich auf ein ganz  bestimmt wunderbares Kochbuch gestoßen: Lieblingskochbuchautorin Katharina Seiser hat den ersten Teil einer Jahrezeiten-Reihe mit Lieblingskoch Richard Rauch herausgebracht. „Winter“, natürlich. Als Kostprobe daraus gibt’s auf der Seite des Verlages ein Rezept als PDF, und das war irgendwie genau das, wonach ich gesucht hatte: Fruchtig, weihnachtlich, nicht allzuschwer, gut vorzubereiten. Gewürzmandarinen!

Dazu gab es – zugegebenermaßen –  eine nicht sooo leichte „Beilage“: Nougatmousse und Pinienkern-Thymian-Krokant nach einem ganz einfachen Rezept von Tim Mälzer.

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Gewürzmandarinen, ein Glas: Man benötigt etwa 15 Mandarinen, mindestens eine davon unbehandelt. Die sechs schönsten davon schälen, das Weiße herunterkratzen, halbieren und behutsam in ein Einmachglas schlichten. Die restlichen auspressen, bis man ca. 400 ml Saft beisammen hat. Diesen beiseite stellen.

Von einer unbehandelten Orange und der unbehandelten Mandarine grob die Zesten abziehen. Eine Vanilleschote halbieren und auskratzen.

130 g Kristallzucker in einem Topf mit 4 EL Wasser karamellisieren. Mit 100 ml Weißwein ablöschen, rund fünf Minuten köcheln lassen. Den Mandarinensaft, eine Sternanis, eine Zimtstange, 4 Nelken, die Vanille samt dem Mark und die Zesten dazugeben. Nocheinmal 10 Minuten köcheln lassen. Wenn gewünscht mit etwas Stärke binden (Dafür Stärke mit 3 EL Saft verrühren, in die heiße Flüssigkeit rühren, aufkochen).

Mit 2 cl Orangenlikör abschmecken, alles zusammen über die Mandarinen gießen. Mindestens über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.

Nougatmousse: 100 von 300 ml Schlagobers in einem Topf aufkochen und beiseite stellen. 80 g Haselnussnougat und 120 g Vollmilchkuvertüre hacken und im heißen Obers schmelzen. Abkühlen lassen (wenn ihr das Krokant machen wollt, ist jetzt ein guter Zeitpunkt). Die restlichen 200 ml Schlagobers steif schlagen und unter die Nougatcreme heben. Mindestens drei Stunden, am besten über Nacht, kalt stellen.

Pinien-Thymian-Krokant: 4 El Pinienkerne fein hacken. 5 gehäufte EL Puderzucker in einer Pfanne schmelzen und mit den Pinien karamellisieren lassen, Blätten von 6 Stielen Thymian dazugeben, 1 Prise Salz untermischen. Die Karamellmasse zwischen zwei Lagen Backpapier mit einem Nudelwalker flach rollen und fest werden lassen.

Nougatmousse mit einem Löffel zu Nockerl formen, Krokant in Stücke brechen, alles gemeinsam servieren.

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Milchschokoeis (Jeni Britton Bauer)

„Das milchigste Schokoladeneis der Welt“ verspricht Jeni Britton Bauer in ihrem Buch „Das beste Eis der Welt“ (das übrigens erst in der deutschen Übersetzung mit dem selbstbewussten Superlativ versehen wurde). Und fürwahr, das Eis, dessen Kalorienanzahl hier vermutlich jeden Rahmen sprengen würde, ist tatsächlich seeehr cremig, milchschokoladig und unglaublich gut. Wie ein gefrorener Schokopudding! Für den einzigartigen Geschmack sorgt eine Vielfalt an Zutaten, wie Kakao und Zartbitterkuvertüre, Milch, Schlagobers und Kondensmilch.

Schokoladeneis

Für 1 Liter Eismasse

Zunächst 2 EL Milch mit 1 EL + 1 TL Speisestärke (Mais- oder Tapioka-) glattrühren.

60 g Zartbitterschokolade hacken.

In einem 4-Liter-Topf 200 ml Vollmilch, 300 g Schlagobers, 230 ml Kondensmilch (am besten ungesüßt), 150 g Zucker und 2 EL Glukosesirup aufkochen, 40 g ungesüßtes Kakaopulver einrühren, 4 Minuten sprudelnd kochen lassen.

Vom Herd nehmen und Strärkemischung einrühren, nochmals aufkochen und rühren, bis die Mischung andickt. Erneut vom Herd nehmen.

Die heiße Mischung zur Schokolade geben, eine Prise Meersalz dazugeben und rühren, bis die Schokolade geschmolzen ist und die Mischung glatt.Die Eiscremebasis 30 Minuten auskühlen lassen (am schnellsten geht das in einem Wasserbad mit Eiswürfeln drin), am besten noch eine weitere halbe Stunde in den Kühlschrank stellen.In der Eismaschine rühren, bis die Mischung dick und cremig ist. In einem Behälter 4 Stunden lang tiefgefrieren.

Gekauft: Schokolade mit Kren

Eines geht ja immer unter, wenn Chocolatier Josef Zotter (natürlich zu Recht) als Schoko-Innovator gelobt wird: Dass es mit Felber in Birkfeld eine weitere großartige Schokoladenmanufaktur in der Steiermark gibt.

Schoggi Ganz so viele exotische Sorten wie Zotter bietet Felber nicht an, aber letztens fiel mir eine doch seehr interessante Geschmacksrichtung in den Schoß. Anlässlich der Präsentation der „Scharfen Wochen“ in der Steiermark wurde auch Kren-Schokolade verkostet.

5 Prozent steirischen Kren listet die Verpackung auf und dementsprechend dezent hält sich der Kren-Geschmack auch im Hintergrund. Seine Schärfe harmoniert aber wunderbar mit der Bitterschokolade!

Note to myself: Vielleicht auch einmal dieses Schokomousse mit Kren ausprobieren … Oder auch hier in der Abteilung Desserts ausgiebig schmökern …

Gekostet: Zotter Overdose

Kühler Kakao als Energy Drink, das ist die neueste Innovation aus der Schokoladenmanufaktur Zotter: Die „Overdose“, so der ein bisschen kindisch-provokativen Powerdrinks, gibt es ab sofort in drei Sorten: dark, milk und white.

Alle drei Sorten bestehen aus Fairtrade-Schokolade und Bio-Milch aus dem Ennstal, die dunkle Schoko enthält dazu Ginseng und einen Hauch Chili „Bird’s Eye“, die Milchschoko Guarana, echte Vanille, Zimt, Rosenblüten und einen Hauch Zitrone, die weiße Schoko Chaga-Pilz, Rosenblüten, einen Flash Zitrone, Vanille und Zimt.

OverdoseKalorienmäßig schlägt sich eine Dose „Overdose“ (23o ml) mit stolzen 310 Kalorien zu Buche, im Geldbeutel mit 2,75 Euro. Erhältlich hier und im Handel, zB bei Wein & Co.

Gebacken: Schoko-Nuss-Kuchen

Sollte ich irgendwann platzen, ist Leila Lindholm bzw. ihr Buch Backen mit Leila schuld. Köstliche Kalorienbomben sind das. Meine selbstgebackene Geburtstagstorte: saftiger Schokoladen-Nuss-Kuchen – statt Mehl besteht der Teig „nur“ aus Nüssen, Schoko und Eiern. Und zur Krönung gibt’s noch eine Creme aus Erdnussbutter, Doppelrahmfrischkäse, Kakao und Kaffee obendrauf. Soul Food für die Weiter-Pulli-Zeit! 🙂

Schokonusskuchen

Ergibt eine Springform von ca. 24 cm Durchmesser:

Den Backofen auf 175 Grad vorheizen. Von insgesamt 300 Gramm Zartbitterkuvertüre 200 Gramm schmelzen, mit 300 Gramm gemahlenen Haselnüssen, einen von insgesamt 5 EL Kakaopulver, 200 Gramm weicher Butter und 80 Gramm Zucker cremig rühren.

Sechs Eier trennen, Dotter in die Masse rühren, Eiklar sehr steif schlagen. Die Masse unter den Eischnee heben.

Springform einfetten, mit Semmelbröseln bestreuen, Masse einfüllen. Die restlichen 100 Gramm Schokolade grob hacken und in die Teigmasse drücken. 30-35 Minuten backen.

Für die Creme 50 Gramm Erdnussbutter, 150 Gramm Puderzucker, 4 EL Kakaopulver, 100 Gramm Frischkäse (Doppelrahmstufe) cremig rühren, 1 TL frischen, heißen Kaffee einrühren.

Der Kuchen ist fertig, wenn bei einer Garprobe kein Teig hafen bleibt. Mit der Creme bestreichen, mit gehackten Nüssen (Walnuss, Haselnuss) bestreuen.

Eingekauft: Kardamint-Schokolade

Kardamint ist eine geniale Sache: Ein Sirup aus Nana-Minze und Kardamom, der gleichzeitig erfrischend und wärmend ist und dementsprechend auch heiß und kalt getrunken werden kann. Oder in einem Spritzer. Oder in einem Prosecco. Oder in einem Mojito.

Der Drink kommt aus Graz, wurde von Herbert Möstl erfunden, und kann hier gekostet und hier bestellt werden.

Jetzt gibt’s aber etwas Neues: Kardamint-Schokolade!

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Handgeschöpfte Zartbitterschokolade mit Kardamint-Extrakt – und schmeckt wahnsinnig toll. Erhältlich ist sie in Graz bei VDB.

Gebacken: Rownies

Rownies! Das Wort erfand ein Freund beim ersten Biss in die Schokobrownies mit – Roten Rüben!!! – und Haselnusskernen nach einem Rezept aus der Oktober-Ausgabe von Frisch gekocht. Ein Fall für die beliebte Reihe Gemüseversteck, nach Pastinakenkuchen, Zucchinikuchen und Karottenkuchen.  Ganze 300 Gramm Rohnen sind in den Brownies enthalten, was beim Verkosten übrigens niemand erkannt hat.

Hier der Beweis: Die Rohmasse

Rohnenbrownies

So geht’s: Backrohr auf 160 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. 300 Gramm rote Rüben (ich hatte bereits gekochte, muss aber wohl nicht sein!) schälen und grob reiben oder klein schneiden. 80 Gramm Haselnusskerne grob hacken (funktioniert mit dem Mörser ganz gut), 350 Gramm dunkle Schokolade und 100 Gramm Milchschokolade ebenfalls hacken. Alles getrennt beiseite stellen.

250 Gramm der dunklen Schokolade mit 120 Gramm Butter im Wasserbad schmelzen, vom Herd nehmen und 220 Gramm Roh-Rohrzucker und drei Eier einrühren. Dann kommen die Rohnen (rote Rüben) dazu, weiters 100 Gramm Mehl (universal), 1 1/2 TL Backpulver, 1 TL Natron, 50 geriebene Haselnüsse, 30 Gramm Kakaopulver. Alles gut vermischen.

Milchschokolade, restliche dunkle Schokolade und Haselnüsse unter die Masse mischen.

Den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech oder eine rechteckige Form, etwa 20 x 26 cm, füllen, glattstreichen und auf der mittleren Schiene 40 bis 45 Minuten backen. Er sollte an den Rändern leicht aufgegangen sein, in der Mitte aber gerade erst fest werden. Auskühlen lassen.  Vor dem Servieren eventuell mit etwas Kakaopulver bestreuen.

Rownies

Eingekauft: bei den Tortenkomponisten

Gesund sind sie wahrscheinlich trotzdem nicht, aber sooo gut und schön: Manuel und Sabrina Mauerhofer alias die Tortenkomponisten (hier auch auf Facebook) verwenden für ihre Kreationen ausschließlich Bioprodukte, nur natürliche Färbemittel und keine Backtriebmittel. Im Oktober 2012 haben sie die erste Bio-Konditorei der Steiermark in Söding (Bezirk Voitsberg, Weststeiermark) eröffnet. Der Weg dorthin lohnt sich, aber für alle, denen es trotzdem zu weit ist, gibt es auch einen Webshop mit Bio-Marmeladen, Fruchtaufstrichen mit Zotter-Schokoladen, Sirup und Eingelegtem.

Hier ein Foto zum Gusto machen – mit liebem Dank an meine Eltern, die die Köstlichkeiten mitgebracht haben!

Die Tortenkomponisten

Fünf Kompositionen der Mauerhofers

Hier haben wir unter anderem … Bio-Joghurt-Sauerkirsch-Tartelettes mit flambierter Meringue und Blattgold, Bio Himbeere Schokoladenmousse Pyramide (aus Zotters Himbeer Schoko) mit karamelisierten Ananas und Mandelkakao Biskuit, weißes Schokoladenmousse (mit Zotter Schokolade) mit Sauerkirsch- Geleekern und Blattgold, glutenfreie Bio-Mohn-Topfen-Torte. Das Allerbeste aber war das Erdbeer-Ding rechts hinten, das ich leider nicht benennen kann.

Die beiden haben auch einen Youtube-Channel, der momentan etwas eingeschlafen ist, aber der beispielsweise zeigt, wie man eine Spongebob-Torte backt.

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